10:25 Uhr
Subway, überirdisch unterirdisch
Viel zu sehen gibt es nicht in diesem Clip, außer für Eishockey-Fans, versteht sich. Zumindest nicht für die ersten zweieinhalb Minuten. Aber von da an erscheint auf den Abdeckungen hinter beiden Toren unübersehbar das Subway-Logo als CGI-Overlay:
Zwei Dinge sind nicht neu daran, aber Menschen fühlten sich trotzdem genervt.
Nicht neu ist das elektronische Einblenden geographisch zugeschnittener Bandenwerbung. Ebenfalls nicht neu ist die Aufdringlichkeit, mit der die Subway-Sandwich-Kette ihr Logo zu plazieren pflegt. Aber die Kombination von Ort, Größe und der irritierenden Eigenschaft, mal da, mal nicht da zu sein wie die Wundermaschine, hat die Nervschwelle vieler überschritten.
Ein Zitat und ein Kommentar aus Einträgen des New York Rangers Blogs, vom 7. April und vom 9. April:
…was anyone else mesmerized by the new digital Subway ads on the glass? I found me staring at them more than the actual game. Dolan jacks up ticket prices and he still feels the need to sell advertising on every piece of the Garden. Geez.
LOL, I saw those ads and thought that they had to be digital ads because the paying fans would riot! It does seem really overboard though. I will admit that I stopped looking at them after a while, but they really jump out at you at first look! I think it sucks but that’s life and their product to sell.
Greg Wyshynski auf dem Yahoo-Sports-Blog Puck Daddy schreibt:
The backlash was immediate. The ads were blasted on XM Home Ice radio. One fan was trying to organize a write-in campaign on the MSG Network’s Rangers boards to reestablish “a divide between the sport and advertising for the sake of the integrity of the game.”
Wyshynski selbst sieht es gelassen:
What’s the fuss? Ads on the ice, ads on the boards, ads everywhere you look during a television broadcast. The eye isn’t trained to have these digital ads join the patchwork, but it will be eventually. What makes the glass more sacred than center ice? We all have our lines drawn as far as what’s “too far” in oversaturation or desecration via advertising. A CGI Subway logo on the glass is close to the line, but doesn’t cross it.
Alles Gewöhnungssache, da gebe ich ihm recht. Aber das muß natürlich nicht unbedingt gut sein, weder so noch so. Auf der einen Seite halten wir es wie der Frosch im Kochtopf zunehmend für selbstverständlich, daß wachstumshormonbehandelte Logos auch den letzten Fetzen Frei- und Weißraum okkupieren. Auf der anderen Seite wird unsere Fähigkeit des Ausblendens ebenfalls zunehmend besser, und der beabsichtigte Aufmerksamkeitseffekt ist dahin. Ein Rüstungswettbewerb, bei dem es nur Verlierer geben kann.
6 Kommentare
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- ralf schwartz: @Markus Danke. Und: Interessant. In allen Altersgruppen? Eher von Männern oder von Frauen?
- Markus: toller Artikel. “Erstmal zu Penny” ist für mich ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen Slogan aus der jüngeren...
- ralf schwartz: @Hen Du unterstellst also, da gäbe es noch Hirn!? Ich habe manchmal wirklich nicht mehr den Eindruck. Wenn man sich allein diese...
- ralf schwartz: @Marcel Hast Du ein Blog? Kann man irgendwo die Arbeit lesen? Wäre doch bestimmt spannend …
- ralf schwartz: @AndreasK @Armin Hehe, danke für die Links! Cool.
- Hen: In diesen Kommunikations-Etagen scheint ein Virus umzugehen, der rasende Kopfschmerzen verursacht, sobald sich im Hirn ein eigenständiger...
- Marcel: Interessanter Artikel. Ich bin auch der Meinung, dass hinter den angeblich so tollen Slogans nichts dahintersteckt. Wobei ich sagen muss,...
- Sascha: Danke für den Beitrag, ein schönes Fazit – ich bin ganz bei Euch!

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Am 17. April 2009 um 11:07 Uhr
much ado about nothing…
meine meinung.
Am 17. April 2009 um 15:05 Uhr
Also ich muss zugeben, dass ich die Werbung anfangs nicht bemerkt habe! :-D
Trotz des Hinweises habe ich es im Video nicht sofort gemerkt. ich bin zwar kein Eishockey Fan, aber bei solchen Sachen achte ich immer nur ob die sportler.
Bei Fussball fällt mir die bandenwerbung auch überhaupt nicht auf.
Eigentlich könnte ich nach einem Spiel nicht sagen, für wen so alles geworben wurde.
Am 21. April 2009 um 09:55 Uhr
xtrig.com/bilder/max...
Ich achte toztal auf jegliche Art von Werbung, ist nunmal das was mich interessiert, ich finde die hier harmlos, da gibt es Dinge die mehr nerven, weil sie einfach pseudo spontan erscheinen wie auf diesem Bild, wo wahrscinelich einkalkuliert war, dass der sportler in entsprechneder pause aus der “red bull dose” trinkt, wo wahrscinelich eh wasser drin ist.
hab noch ne szene vor augen, wo schumacher ne längere strecke zu fuß durch die boxengasse geht und so’n ding in der hand hat, das find ich dann unsympatisch, aber ne bande …
Am 22. April 2009 um 15:45 Uhr
ich finds auch überhaupt nicht schlimm. das ist nur das erste mal für diejenigen ein hingucker, weil man sich wahrscheinlich unbewusst fragt, wie das funktioniert, ohne ein verwackler im laufenden bild.
mich interessiert noch: wofür steht das CGI?! konnte ich nicht so schnell er-googlen!
Am 22. April 2009 um 15:54 Uhr
ach ja.. hab zusammen mit overlay gegooglet.. dumm-gegooglet. danke
Am 22. April 2009 um 15:48 Uhr
@der joggah Ja, das meinte ich mit der Gewöhnungssache und denke das wohl auch. Ich frage mich eben bloß, ob das so gut ist! :-)
CGI steht (in diesem Fall) für Computer Generated Imagery.