12.04.09
21:45 Uhr

Was wir schon immer über Visitenkarten wissen wollten, aber nie zu fragen wagten

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Your Business Card is Crap

Nein, nein, der Herr ist echt. Das ist Joel Bauer, “Author, Mentor, Infotainer” und “Persuasion Guru”, der mit eigenen Webadressen, Links, Videos und zahllosen Testimonials so dermaßen das Internet gepfeffert hat, daß die Google-Ergebnisseite aussieht wie Bauers persönlicher Make-up-Spiegel. “Over the Top” ist auch eine Art, sich zu promoten!

Mein initialer Eindruck war, daß ich mir vorstellen könnte, Joel Bauer Geld zu bezahlen, um mich zu unterhalten — aber nicht, um etwas von ihm zu lernen. Dies scheint keine exotische Reaktion zu sein, wie den Leserkritiken zu How to Persuade People Who Don’t Want to be Persuaded: Get What You Want—Every Time! auf amazon.com zu entnehmen ist. Ein Leser oder eine Leserin namens C. J. van Lissa schreibt:

Rather than being a book on “How to persuade people who don’t want to be persuaded,” it explains in great detail how to entertain people who want to be entertained—and use it to drive home your point in the process. This book is probably most valuable to you if you are in the entertainment business, or have a talent as an entertainer that you want to exploit in a business setting.

Und “C. B. Bogus” (LOL!) aus Atlanta schreibt:

This book is truly simplistic but masterful in its ability to make much out of little! It is also unlikely the average reader of this book would ever resort to the slight of hand or magic tricks purported as Ice Breakers in any sales presentation. Perhaps more usable at the next family reunion or reception.

Granted if you already have a background in magic this book would likely be most entertaining. It is also unlikely that anybody would be fooled by the presentation or intent of this message or your implementation in a business setting.

Unabhängig davon, was ich persönlich von Joel Bauer halten mag: Ich finde seine Strategie des allem Anschein nach gut geplanten „unscharfen“ Selbst-Brandings zwischen Business-Consultant und Entertainer ziemlich ausgekocht. Wer bei ihm nicht Verwertbares fürs Leben lernt, fühlt sich dabei wenigstens gut unterhalten.

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12 Kommentare

  1. herrwetzel

    Aber die Musik in Hintergrund ist weder ‚entertaining‘ noch ist sie effektiv.

  2. zrce novalja

    also auf mich wirkt das wie spam

  3. eddi liebt Businesscards!

    noch einer die Sczene im Kopf aus „american psycho“ mit den Businesscards? YES,meine ist aus russischem Panzerstahl mit Iridium-Prägung!
    youtube.com/watch?v=...

  4. icke

    Versucht er, uns ein Prospekt als Visitenkarte zu verkaufen?
    25 Jahre, um das Ding zu designen? Da kenn ich Leute, die machen das in 25 Sekunden.
    Typischer Ami-Style, diese Überheblichkeit.

  5. fhuber

    Ist das ernst gemeint? Ich vermisse einen Flachbildschirm in seiner Visitenkarte. Und mit fetten Alufelgen unten drunter… und Unterbodenbeleuchtung! Und mit einem kleinen Ketchupbeutel, wenn man Pommes isst, aber kein Ketchup dabei hat.
    Kaffee kochen kann die bestimmt auch noch!
    Ich will die haben!
    Ne halt, ich mach ja sowas beruflich… Wir sehen uns in 25 Sekunden ;-)

  6. icke

    :D

  7. null

    ROFL! :D

    das ist NIEMALS ernst gemeint! und wenn doch, dann gehört der typ weggesperrt! ^^

  8. Shredder Blog

    […]Joel Bauer klärt[…]

  9. J. Martin

    @herrwetzel haha!

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  12. Visitenkarten vor dem Aussterben? | Rabatte und Gutscheincodes

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Eure Kommentare

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