24.02.09
11:06 Uhr

Das Tropicana Verpackungstheater

package_tropicana

Pepsi ist nicht nur Cola, Pepsi ist auch Saft, genannt Tropicana. Diese Getränkelinie wurde nun kürzlich einem neuen Verpackungsdesign unterzogen. Allerdings mehrten sich die Stimmen der Verbraucher (u.a. via Twitter), die sich über das neue Design beschwerten. Die Kunden  äußerten sich z.B. darüber, dass die Marke nunmehr nicht mehr als Premium-Marke erkennbar sei und wie eine beliebige Billigmarke daherkomme.

Als Ergebnis rudert PepsiCo nun zurück und nimmt das alte Verpackungsdesign (mit dem Trinkhalm) wieder auf. Was ist allerdings mit der bereits angelaufenen Werbekampagne?! Diese läuft offensichtlich noch weiter mit dem frisch verworfenen Verpackungsdesign.

Um die Verwirrung zu komplettieren, kündigt PepsiCo auf der eigenen Website das urspüngliche Design wieder als “neues” Design an, wenn der Besucher dem “Click here”-Link folgt.

tropicana2

An diesem Beispiel zeigt sich, wie sehr sich viele Marken- und Produktfans emotional einer Marke verbunden fühlen, auch wenn es sich gar nicht um den Inhalt, sondern um ein rein äußerliches Merkmal handelt. Allerdings hätte PepsiCo bzw. die verantwortliche Agentur wohl besser vorher einen umfangreichen Test fahren sollen, denn die angeblich 35 Millionen Dollar Kampagne ist nun so nicht mehr viel wert.

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10 Kommentare

  1. Account08

    Also eigentlich kündigt Pepsi auf der Tropicana die neuen Designs auch als neue Verpackung an! Das ist nur auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Man sieht zunächst nur die alten Packungseinheiten -> tropicana.com/juice_... (wahrscheinlich um sich besser mit den “Bekannten” zurecht zu finden. Und erst auf dem nächsten Unterpunkt wenn man ein konkretes Produkt auswählt sieht man den Vergleich von NEU zu ALT!

    Somit scheinen die Pepsi Guys zumindest auf der Website NOCHT nicht zurück zu rudern!

    Gruß Account08

  2. Johnny

    Ich kann die Meinung der Verbraucher verstehen.
    Ein Produkt „wertet“ ja den Käufer auf, man zeigt gerne, was man hat, was man sich leisten kann.
    Kommt ein Saft dann wie ein Billigprodukt daher, fühlt sich wohl das ein oder andere Ego angegriffen.
    Da geht es, glaube ich, nicht primär um die Liebe zu einem Produkt, sondern ganz einfach um sich selbst: Marken sollen mich als Menschen aufwerten, beschreiben mich, sollen mich definieren: Als ein Mensch mit Anspruch, dem Qualität wichtiger ist als der Preis.
    Mal ganz ehrlich aus meiner Seele gesprochen: Ich würde auch nie einen Hugo Boss Pullover oder ein T-Shirt kaufen, wenn man nicht den Markennamen lesen könnte. So verdorben bin ich schon.
    Ob es nun ein Saft ist oder etwas anderes: Wir definieren uns über Produkte, es ist ein Statement, eine Botschaft.

    Gruß

  3. M.

    @ Johnny: Prinzipiell richtig, allerdings ist ein Saft doch eher ein Low-Interest-Produkt. Sprich: im Gegensatz zum T-Shirt sieht nach dem Kauf niemand mehr, welchen Saft du trinkst. Du kannst dich mit der Marke also auch gegenüber niemandem mehr schmücken. Außer dir selbst gegenüber, klar, aber das hat doch deutlich weniger Kraft… Wundert mich darum alles schon ein wenig.

  4. Warum hat der Weiße Riese ein blaues Auge? | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Warum hat der Weiße Riese ein blaues Auge?

    [...] stammt von Tommaso Ceschi, und es ist doch schön, wenn mal zur Abwechslung Menschen mit dem Verpackungsdesign beauftragt werden, die auch etwas davon [...]

  5. Johnny

    Ja, stimmt. Wieso also beschweren sich die Käufer? Fühlen sie sich persönlich angegriffen? ;-)

  6. M.

    Vielleicht hatten sie einfach nur Langeweile ;)

  7. joeski

    right account08

    soll wohl so ne art guide sein, für die ganz dummen menschen, die ihr altes design suchen … ich schau auch immer im netz, wenn ich ein produkt nicht finde .. achne ich kauf einfach ein anderes :P

  8. joeski

    btw. ich finde das redesign klasse

  9. Cord

    kann das käuferempfinden nicht verstehen, weil die alte verpackung billiger wirkt als die neue. :P
    ok, zumindest für mich. :)

  10. Tropicana: Ein Debakel im Kontext von Aftersales, Social Media und Verpackungsdesign | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Tropicana: Ein Debakel im Kontext von Aftersales, Social Media und Verpackungsdesign

    [...] Pepsis Tropicana-Debakel als solches schrieb Roland bereits. Dieser zu PepsiCo gehörende und als Premium-Produkt etablierte Orangensaft wurde einem [...]

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  • J. Martin: @hobbystatistiker Dein Kommentar in Youtube-Qualität — und unter Mißachtung all dessen, was Roland und ich bereits zum Thema...
  • hobbystatistiker: Allmählich ist das ein Gadget-und I-irgendwas-Blog und ihr solltet euch Gadgetblogger nennen. Statt Werbeblogger. Das Geplänkel...
  • Bastian: Erst mehr oder weniger aufwändig eine eigene Welt & Story erschaffen und dann auf der Microsite doch ganz banal auf die...
  • Georg: Guter Artikel! Ich glaube übrigens nicht, dass das Messen des RoI lediglich eine Schwierigkeit bei Social-Media ist. Schon immer gab es...
  • Malik: Die Slow-Media Idee ist ja schon ganz gut durchdacht und auch jetzt nichts so revolutionäres. Multitasking ist ja in gewisser Weise auch...
  • ralf schwartz: Ich auch. Vor allem sollte man hier die Chance nutzen, den RoI/E zu überdenken und die Erkenntnisse auf die Erfolgsmessung der...
  • Micha: @Ralf Ich folge auch Dir, dass das rein Quantitative nicht ausreicht. Aber dieses Problem hat nicht nur Social Media: Wenn durch eine...
  • J. Martin: @Six LOL! Deinen Kommentar sehe ich ja erst jetzt, sorry. Genau. An positiven Beispielen fällt mir nur Lurchis Abenteuer ein.
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