15:45 Uhr
Obama sagt Trittbrettwerbung den Kampf an

In letzter Zeit haben wir viel an Werbung und Marken gesehen, die den medialen Zug von Obama und seiner starker Eigenmarke als kommunikatives Trittbrett genutzt haben. Diese Obama-Mashups könnten aber bald der Vergangenheit angehören.
Bloomberg berichtet, dass es seitens der Anwälte im White House konkrete Pläne gäbe, die Nutzung der Marke Obama vor einem übertriebenen werblichen Missbrauch kommerzieller Unternehmen zu schützen.
“Our lawyers are working on developing a policy that will protect the presidential image while being careful not to squelch the overwhelming enthusiasm that the public has for the president,” White House spokeswoman Jen Psaki said.
Das weltweit bekannte Mantra “Yes, we can.” wurde kürzlich im Kontext von Markenwerbung genutzt, um u.a. Möbel (IKEA), günstige Flugtickets (Southwest Airlines) oder Speiseeis (Ben & Jerry´s) zu verkaufen.
So kommt also auch die Marke “Obama” im hier und jetzt der Web-Mashups und ihren ggf. entstehenden Ausuferungen an. Ob in Deutschland jemals Marken mit Politikern und deren Leitbildern werben würden? Oder bleibt es in unseren Landen wie bei George W. Bush bei karikaturistischen Ansätzen, die eher der Belustigung dienen?!
8 Kommentare
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Am 3. Februar 2009 um 16:15 Uhr
Ich denke, daß das Eindämmen werblicher Bezugnahmen zur Kampagne und zu Präsident Obama mindestes sehr schwierig wird, und das Eindämmen der werblichen Nutzung des Claims selbst nahezu unmöglich.
“Yes We Can” ist allein in Deutschland drei Mal als Wortmarke registriert; beim United States Patent and Trademark Office ist die alleinstehende Formulierung 15x “Live” als Wortmarke eingetragen und 8x als “Dead”. Kein Eintrag davon stammt, nebenbei, von der Obama-Kampagne.
Am 3. Februar 2009 um 16:36 Uhr
@J. Ich glaube, die Frage ist dabei nicht wirklich, ob es formaljuristisch in letzter Konsequenz durchführbar wäre, sondern ob sich große Marken im Zweifel die “Unbill” der aktuellen US-Adminstration antun wollten ;-).
Aber vielleicht bringt ja auch ein kräftiger öffentlicher Streit zwischen Brand und Obama die Marketingmaschine erst richtig in Schwung.
Am 4. Februar 2009 um 12:10 Uhr
Er sollte auf keinen Fall seine Zeit damit verschenden, gegen diese Nutzung der Bekanntheit vorzugehen. Denn erstens ist es ein Kampf gegen Windmühlen, zweiten hat viel wichtiger Dinge zu tun (laut Wahlversprechen) und drittens machen diese Kampagnen ihn nur noch bekannter.
Am 4. Februar 2009 um 19:50 Uhr
Zur Werbung mit Politikern in Deutschland fallen mir zwei gute Beispiele ein, zum einen die Sixt-Werbung zum Rucktritt von Lafontaine und eine Anzeige vom Springer-Verlag mit dem Bild von Joschka Fischer. Beide sind natürlich prompt vor Gericht gelandet. Für Fischer gab es dann eine Entschädigung, Lafontaine ging leer aus. In beiden Fällen war die Berichterstattung bestimmt willkommene zusätzliche Werbung.
Am 5. Februar 2009 um 07:55 Uhr
[...] im Zeichen des O: Obama sagt Trittbrettwerbung den Kampf an, via [...]
Am 7. Juli 2009 um 17:48 Uhr
[...] diese Ideen letztendlich allesamt ein nettes Kompliment an Barack Obama darstellen, versucht das Weiße Haus mittlerweile den Werbewildwuchs einzudämmen – zurecht. Denn Zahnpasta- und Sonnenstudio-Werbung sind dann doch ein wenig [...]
Am 30. September 2009 um 12:35 Uhr
[...] und vor allem das politische Führungspersonal in Deutschland ein Grund, warum die Anzahl werblicher Trittbrettfahrer in Deutschland überschaubar blieb. Das Skandälchen über die verloren gegangene [...]
Am 2. November 2009 um 13:00 Uhr
[...] grenzübergreifend in Frage kommt. Damit erreicht sie zwar bei weitem noch nicht die werbliche Eigendynamik von US-Präsident Obama, aber ein völkerverständigender Anfang ist gemacht und vielleicht wird ja auch der Frage [...]