13:24 Uhr
Facebook öffnet sich für die Marktforschung
Nachdem Facebook mit dem Werbemodell “Beacon” keine Freunde gefunden hatte, steht den Nutzern des weltgrößten Social Network bald ein neues Modell ins Haus. Via Umfragen sollen die Werbekunden demnächst tiefere Einsichten über die Nutzer und ihre Neigungen und Gewohnheiten erhalten.
“Verkauft” Facebook also damit die Daten der Nutzer? Gibt es wieder einen Grund, sich zu empören?!
Betrachtet man Facebook ganz leidenschaftslos, so ist -wie bei vielen anderen Social Media Anwendungen auch- die angesammelte aktive Nutzerschaft das einzige, was betriebswirtschaftlich aktiviert werden kann. Bei der Entwicklung von Erlösmodellen kreisen die Facebooker also immer wieder um die Frage, wie eine Masse von 150 Millionen Facebook-Nutzern zu Geld gemacht werden könnte. Klassische Anzeigenformate haben nicht die gewünschten Ergebnisse bzw. Werbewirkung gebracht, die Penetration in den digital-sozialen Dialog durch “Beacon” auch nicht.
Facebook will es nun Marktforschungsunternehmen bzw. den Marken direkt ermöglichen, ihre Nutzer schnell zu verschiedenen Details ihres privaten Leben zu befragen. Dazu gehören ggf. auch Angaben über die die sexuelle Ausrichtung, persönliche Vorlieben und Interessen, Hobbies etc.
Die Angaben sind natürlich freiwillig. Wie sensibel sind aber die Nutzer im Umgang mit ihren persönlichen Angaben?
Es zeigt sich bereits seit einiger Zeit eine erstaunliche Bereitschaft vieler Nutzer in sozialen Netzwerken, sich auch öffentlich mit ihrem Privatleben “auszubreiten”. Ganz dem Prinzip “sozialer” Gemeinschaften folgend, werden private Bilderserien veröffentlicht, sehr persönliche Aktivitäten und Meinungen via Statusmeldungen und Kurznachrichten in die Welt gesendet oder Videos über Familienmitglieder, Parties oder die neue Wohnzimmereinrichtung publiziert.
Wer also so bereitwillig über sich und sein Privatleben Auskunft gibt, hat schon längst freiwillig mit allen Grundsätzen gebrochen, die Datenschützer immer wieder anmahnen.
Es wundert daher eigentlich überhaupt nicht, dass Facebook nun auf die Idee kommt, diese “Auskunftsbereitschaft” zu monetarisieren. Den Pfad zu diesem neuerlichen Geschäftsmodell haben die Nutzer selbst gelegt, mich eingeschlossen.
3 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 2. Februar 2009 um 18:13 Uhr
[...] werbeblogger.de/2009... [...]
Am 3. Februar 2009 um 10:43 Uhr
[...] einfach super wichtig ist und oft aus den Augen verloren wird. Roland Kühl-v.Puttkamer schreibt auf Werbeblogger ganz richtig: Wer also so bereitwillig über sich und sein Privatleben Auskunft gibt, hat schon [...]
Am 6. September 2010 um 13:29 Uhr
[...] dass Unternehmen (nicht nur Google) mit diesen Daten ihr Geld verdienen müssen? Haben wir diesen “Deal” für uns alle verinnerlicht? Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): Datenschutz, gardenview, Google, [...]