11:28 Uhr
Der Super Bowl, Audi und die Abwrackprämie
Millionen von Fans waren gestern vor den Bildschirmen versammelt, als der diesjährige Super Bowl startete. Viele sind sicherlich Freunde des Sports, andere freuen sich noch mehr auf die Werbespots. So jedenfalls konnte ich es auch in meinem Twitterstream verfolgen.
Die Preise für die Mediaplätze sind auch nicht von schlechten Eltern: Für einen einminütigen Spot blättert der Kunde teilweise schlappe 6 Millionen US-Dollar hin. Dafür erhält er im besten Fall eine theoretische Reichweite von 100 Mio Menschen, wenn sie denn nicht gerade alle die Pinkel-, Pizzaandertürabhol- oder Sixpacknachschubpause einlegen.
Der “Tausender-Kontaktpreis” (TKP) liegt also in diesem Fall bei rund 60 US-Dollar.
Eine andere Rechnung ist vielleicht auch eine Betrachtung wert: Angenommen, Audi erwirtschaftete durchschnittlich aus einem einzelnen PKW-Verkauf aus der “Standardproduktlinie” rund 5000 US-Dollar Rohertrag. (Vielleicht ist es bei einzelnen Modellen auch deutlich mehr oder weniger; es geht mir nur um einen Näherungswert).
Durch die Schaltung dieses Spots müsste Audi also rund 1200 Neuwagenkäufer aktivieren, um das Media-Spending alleine durch das Verkaufsargument zu refinanzieren.
Natürlich ist mir klar, dass diese Rechnung so nicht gemacht werden kann, denn der Spot ist vor allem ein Image-Spot, der auch auf den Wert der Marke einzahlen soll. Außerdem steht gerade Audi in Zeiten des Downturns vor allem in der Automobilindustrie noch vergleichsweise gut da und hofft auf eine besondere und antizyklische Belebung des US-Geschäftes -- auch ohne Obamasche Abwrackprämie, aber mit einer ganz eigenen Interpretation dieses Unwortes 2009.
Sammlung der Spots des Super Bowl 2009
6 Kommentare
Einen Kommentar schreiben
- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 2. Februar 2009 um 13:05 Uhr
Das ist doch der Schauspieler aus “Der Transporter” und da fahren Sie ja immer Audi A8. Passt also gut zusammen, vor allem für Fans des Films.
Am 2. Februar 2009 um 15:35 Uhr
für mich der beste superbowl spot 2009. die restlichen spots waren größtenteils echt quark…
Am 2. Februar 2009 um 18:28 Uhr
Sehr schön die Konkurrenz gedisst. Zeitreisethema klasse gemacht.
Besonderes Schmäckerchen für mich: das Heckantrieb-Geschleuder beim BMW. Klappt vergleichbar bei mir aber nur im Winter – sieht aber genauso aus (nur ich leider nicht)
Am 3. Februar 2009 um 07:35 Uhr
neues Soundlogo?
Am 3. Februar 2009 um 12:40 Uhr
[...] Werbeblogger: Der Super Bowl, Audi und die Abwrackprämie [...]
Am 9. Februar 2009 um 16:44 Uhr
Für mich persönlich war der Trans Am das Highlight des Spots!
Gruß 247