18.01.09
18:34 Uhr
18:34 Uhr
T-Mobile Flash-Mobbed!
Nein, nicht wirklich. Dies ist kein spontaner Flash-Mob, sondern eine Spot von Saachi & Saachi für T-Mobile, aufgenommen letzten Donnerstag und gestern in England gesendet:
Was haltet ihr davon? Es ist nicht schlecht gemacht, aber es ist natürlich keinesfalls spontan wie echtes Flash-Mobbing. Kritische Stimmen wie beispielsweise Jeremy Elder von Shape+Color bedauern das, auch wenn ich nicht wie er denke, daß es „keine kreative Idee“ sei, bloß weil es der Wirklichkeit abgeguckt ist. Wie denkt ihr darüber?
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19 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 18. Januar 2009 um 19:25 Uhr
Lang und langweilig.
Am 18. Januar 2009 um 19:43 Uhr
Echtes Flash Mobbing ist aber auch nicht spontan, schließlich verabreden sich hunderte von Leuten vorher auf eine Aktion, einen Ort und eine Zeit, und gefilmt werden sie meist auch.
Der Unterschied ist, daß Flash Mobs normalerweise als l’art pour l’art organisiert werden und nicht zu Werbezwecken. Wobei der Werbezweck dort in der Liverpool Street Station für die zufälligen Zuschauer nicht ersichtlich war, erst durch den Spot hinterher.
Etwas länglich und langweilig ist der Film trotzdem, wohl, weil die Kamera keine Close-Ups und keine Reaktionen der unbeteiligten Zuscahuer einfängt.
Am 18. Januar 2009 um 19:50 Uhr
@friedrich Ja stimmt, mit “spontan” meinte ich eher den Kontrast zwischen der Verabredung über Text Messages oder Twitter und der in der Regel etwas langwierigen (LOL) Entstehung eines Werbespots. Echt spontan ist das aber natürlich nicht — der eigentliche Unterschied liegt in der Tat im l’art pour l’art. Oder, wie Elder es ausdrückt, “simply for the thrill of causing shit”.
@friedrich, Thome Ehrlich, die Länge fiel mir gar nicht auf. Ich glaube, ich bin von diesen epischen Telekom/T-Mobile-Spots schon völlig abgestumpft in dieser Hinsicht.
Am 18. Januar 2009 um 19:56 Uhr
Das einzige was doch zählt ist, dass die Menschen unterhalten werden. Und dass es zudem zur Marke passt. Unter diesen Gesichtspunkten war diese Aktion doch super. Aber warum man dann daraus einen Werbespot macht, verstehe ich nicht wirklich.
Am 18. Januar 2009 um 20:23 Uhr
Nun, es kommt immer auf das Ziel an. Die Produktion des Spots lässt natürlich alle Effekte unter den eingeweihten Flash-Mobbern als auch der Betrachter eines echten Mobs außer acht. Dafür muss der Spot eines “falschen Mobs” idealerweise aufmerksamkeitsstark sein und die gewünschte Markenbotschaft kommunizieren. Ob dies hier erreicht wurde kann man ohne genaue Kenntnis der Ziele kaum einschätzen. Ich find´ ihn ganz witzig, jedoch nicht ganz klar in der Botschaft.
Am 18. Januar 2009 um 20:23 Uhr
… und wieder eine Idee weniger. Glückwunsch.
Am 18. Januar 2009 um 20:51 Uhr
Na, die Botschaft ist doch recht eindeutig: Nutze die Möglichkeiten der modernen Telekommunikation, um Deine Eindrücke mit Deinen Freunden und der Welt zu teilen.
Zwischendurch sieht man immer wieder Leute, die mit ihren Mobiltelefonen die Aktion photographieren, es wird telefoniert, und am Ende versendet eines der Mädels wohl ein Bild.
Der deutsche Paul Potts- Spot sagte: Erlebe Medien überall. Dieser englische Flash Mob-Spot sagt: Kommuniziere über Deine Erlebnisse von überall.
Am 18. Januar 2009 um 21:44 Uhr
Plagiate sind niemals so gut wie das Original… das gabs doch schon in der Grand Central Station von New York – gähn
Am 18. Januar 2009 um 22:45 Uhr
…mal ganz abgesehen davon: Flashmobbing ist als Guerilla-Marketingstrategie entstanden und ein großer Teil der Flash Mobs insbesondere in den USA sind bewußt gesponserte Events. Meiner Meinung nach weder ein sonderlich brauchbares, noch unterhaltsames Werbemittel. Das erste mal war es kreativ, danach war es dämlich. Was es dann ist, wenn man nach dem Höhepunkt des kurzlebigen Flashmobbing Hypes noch so einen Spot raushaut…naja, das kann sich jeder selbst denken…
Am 19. Januar 2009 um 09:46 Uhr
Ich mag das ganze Flash gemobbe eigentlich aber irgendwie stoßts mir inzwischen ziemlich auf. Letzte Woche war ein Artikel in der Zeitung das in 2 Wochen ein Flashmob bei einem McDonalds in einer Kleinstadt angezeigt ist. Es wurden tatsächlich die Organisatoren interviewt und “Flashmob” in den Kontext mit Sachen gebracht wie zb. der Prager Frühling? Hallo?!
Vllt hätte ich es vor dem Artikel noch ganz lustig gefunden aber jetzt…
Am 19. Januar 2009 um 10:07 Uhr
[...] (KB) – Letzte Woche schreibt Stephan noch über Flashmobs. Heute ist mir passend zum Thema beim werbeblogger ein schönes Video über den Weg [...]
Am 19. Januar 2009 um 10:17 Uhr
T-Mobile = Telekom = Bonn = Provinz = Satte Vorstands-Millionäre = Satte Agenturen = Mob = Besenkammer = Boris Becker = Kenn ich! = Da flasht nix!
Am 19. Januar 2009 um 10:59 Uhr
… der Thrill eines echten “l’art pour l’art” Flashmobs kommt nicht ganz rüber. Aber die es ist auf alle Fälle tausendmal besser als die Flashmob-Guerillia-Marketing-Aktion für handyporto der Deutschen Post hier in Deutschland – die hatten vorgemacht, wie man es NICHT macht.
Am 19. Januar 2009 um 23:54 Uhr
@Farid: Ganz genau. Der ist von gleichen Gruppe, die auch im Post steht: “Improv Everywhere”. Da wurde allerdings nicht getanzt, sondern stillgestanden:
improveverywhere.com...
Dieser Spot ist in meinen Augen ein Mix aus diesem Phänomen und dem des meistgesehen Video des Internets: Evolution of Dance. Das hat bei youtube geschlagene 111 Millionen views.
youtube.com/watch?v=...
Für mich ist die Botschaft klar und finde den Spot gut gemacht. Funktioniert!
Am 20. Januar 2009 um 09:27 Uhr
Das hier ist abgeguckt:
wiwo.de/freeze
Irgendwas aus dem Netz adaptieren und es als eigene Arbeit ausgeben. Womit verdienen diese “Kreativen” ihr Geld? Mit surfen?
Am 20. Januar 2009 um 16:19 Uhr
Also ehrlich gesagt verstehe ich die kritischen Stimmen nicht so ganz. Gelungene Guerilla Aktion, die vor Ort und dann im Netz viral wird (und das wurde sie). Ob man das jetzt persönlich mag oder nicht, spielt doch keine wirkliche Rolle.
Am 20. Januar 2009 um 16:25 Uhr
nilsn: Ich hab auch schon viel Schlechteres -vor allem von den T-Leuten- gesehen. Absolut richtig.
Aber die Geschmacksfrage ist schon wichtig. Viralität funktioniert nämlich auch ganz prächtig “gegen den Geschmack”, nur ist es dann dem Markenbild nicht unbedingt zuträglich und eben alleine kein positives Wirkungsmerkmal. Hier ist das aber unkritisch. Gehört eher zu den gelungeren Aktionen, wenn auch nicht (mehr) wirklich ganz neu als Prinzip. Aber auch das ist sekundär :-)
Am 20. Januar 2009 um 19:43 Uhr
@Roland: Gebe dir absolut und 100 %ig recht. “Gegen den Geschmack” geht wahrscheinlich noch mal eine ganze Ecke schneller. Denke aber in diesem Fall, und so meinte ich es, hatte der Spot einen positiven viralen Drive.
Und ganz neu, so etwas gibt es doch im Prinzip nicht mehr ;-)
Am 23. Januar 2009 um 14:14 Uhr
[...] wird aber wohl kaum etwas positives für die Marke hängen bleiben. Ich zitiere hier mal Roland (hier in den Kommentaren): Aber die Geschmacksfrage ist schon wichtig. Viralität funktioniert nämlich auch ganz prächtig [...]