12.01.09
06:45 Uhr

Gute Köche lieben ihr Essen

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Auch ich frage mich regelmäßig, warum die meisten Agenturen so wenig die Möglichkeit nutzen, über ihre kreativen Arbeiten und sicher auch unterhaltsamen Agenturgeschichten online zu erzählen. Viele der eigenen Mitarbeiter sind ihnen dabei um einiges voraus und verfügen teilweise über jahrelange praktische Erfahrung in den sozialen Medien. Da müsste sich doch jemand finden lassen, der intern ein wenig Einstiegshilfe leisten kann…

Warum nur schweigen die Kommunikationsprofis so nachhaltig online, wenn es um den eigenen Laden geht? Dass es Handlungsbedarf gibt, haben ja durchaus viele Agenturen erkannt, alleine bei der praktischen Präsenz und Umsetzung ihrer eigenen Aktivitäten hapert es doch noch ordentlich. Wundert es da nicht, dass auch viele angesprochene Kunden sich fragen: „Warum sollte ich mich einer Agentur anvertrauen, die zwar über alle Buzzwords rund um die sozialen Medien spricht, sich selbst als Unternehmen aber in den angesprochenen Medien so zurückhält?!

Traue keinem Koch, der nicht auch sein Essen selbst gerne verspeist.
Wenn wir hier im Werbeblogger über Scholz+Friends berichten, dann taucht unter den Google Stichworten „scholz friends und blog“ der Werbeblogger als erster in den Suchergebnissen auf. Was uns durchaus freut, kann aber doch nicht im Sinne von Scholz + Friends sein, oder?

Für sein Projekt „agenturblogs.de“ hat der Hamburger Gunnar Stenzel übrigens folgendes bei seiner Agenturrecherche festgestellt:

Knapp 80% aller Anfragen per Kontaktformular wurden überhaupt nicht beantwortet. In einem zweiten Versuch eine Woche später (nach teilweise erheblichem Rechercheaufwand nach irgendeiner eMailadresse) jedoch zu 100% per eMail.

Agenturblogs.de ist eine Aggregationsseite für alle bloggenden Agenturen, nur finden konnte Gunnar Stenzel von den TOP 100 deutscher Werbeagenturen überhaupt nur 20% blogaktive Unternehmen. Netto speist sich also das Informationsangebot von Agenturblogs.de bisher aus vergleichsweise bescheidenen 15 Agenturfeeds. Das ist wenig, sehr wenig, was man ihm allerdings nicht vorwerfen kann.

Ich kann die Agenturen daher also nur ermuntern, einmal genau zu prüfen, ob ihre Websites neben reinen kreativen und selbstreferenziellen Designaspekten auch so profane Dinge wie Aktualität, Interaktion, Feedbackmöglichkeiten, verständliche Navigation und nicht zuletzt auch suchmaschinenfreundliche Inhalte berücksichtigt.
Wer jetzt „Pionierarbeit“ leistet und sich öffnet, hat obendrein eine gute Chance, von den Fachblogs erwähnt zu werden und zumindest eine besondere initiale Aufmerksamkeit zu bekommen. Ganz nebenbei gibt man seinen Kunden dazu übrigens auch praktische Antworten, wie ein leckeres Essen glaubwürdig aufgetischt werden könnte.

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Ein Kommentar

  1. Frank Neuhaus

    Als Inhaber der Ad!Think Werbeagentur blogge ich schon seit September 2001 (als noch kaum einer den Begriff „Blog“ kannte) unter adthink.de und seit September 2008 teste ich das Micro-Blog „Twitter“ unter twitter.com/adthink

Eure Kommentare

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  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
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