05.01.09
14:38 Uhr

Online meets Classic

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Das Jahr 2009 ist zwar schon 5 Tage alt, aber die äußerst „brückentagfreundlichen“ Feiertage bewirken, dass viele erst mit dem heutigen Tag so richtig in das neue Jahr einsteigen. Auf die dramatischen Schlagzeilen der täglichen Presse über die Finanz- und Wirtschaftkrise will ich jetzt nicht eingehen; vielmehr gebe ich euch einen kleinen Ausblick auf  das, was beim Werbeblogger 2009 so passieren wird:

Ausblick 2009

Der Werbeblogger wird schon in Kürze redaktionelle Verstärkung erhalten. Um dem Anspruch eines Fachblogs weiterhin gerecht zu werden, reicht es nicht aus, wenn nur ich alleine meine Marktbeobachtungen und Gedanken hier festhalte. Viele Augenpaare mit unterschiedlichen Sichtweisen aus verschiedenen Fachdisziplinen (Online und Classic!) werden daher wieder nach und nach den Werbeblogger mit ihren Beiträgen erweitern. Schön wäre es dabei übrigens, wenn der sich im Moment abzeichnende männliche Überhang noch ausgeglichen werden könnte. Wer also gerade als Frau Interesse hat, sich mit dem einen oder anderen Artikel hier zu präsentieren, kann mich gerne ansprechen.

Facebook Gruppe Werbeblogger

Kleinere Treffen und größere Veranstaltungen stehen dieses Jahr an. Unsere Facebook-Gruppe mit zur Zeit 150 Mitgliedern ist zentraler Anlaufpunkt für die Abstimmung von Terminen und Events bzw. den Austausch innerhalb der Leser- und Leserinnen, moderiert von Tim Keil und mir.  Wir freuen uns auf eure rege und aktive Teilnahme.
(P.S.: Schon bald werde ich die erste Werbeblogger-PokerNight ausrufen!)

Werbeblogger iPhone-Version

Seit Jahresbeginn gibt es für den Werbeblogger eine eigene iPhone-Version, die automatisch aufgerufen wird, wenn ein iPhone auf die Seite zugreift. Wer will, kann aber jederzeit auch die klassische Ansicht wählen. Youtube-Videos werden in Zukunft korrekt und mit Vorschaubild auch für das iPhone angezeigt.

Twitter

Mit der wachsenden Redaktion erhält jeder Autor einen eigenen Twitter-Stream, sofern er nicht sowieso schon existiert. Neben dem allgemeinen Werbeblogger Beitragsstream kann also jeder Autor schnell und direkt auch via Twitter verfolgt und angesprochen werden.

„Werbecamp“

Wie bereits angekündigt, arbeiten wir gerade an der Vorbereitung für ein erste größere Veranstaltung, die unter dem Motto „online meets classic“ läuft. Zwei Arter sitzen gerade an der Umsetzung des Logos und Claims; Cem, Tim, Markus und ich arbeiten im Hintergrund am inhaltlichen Feinkonzept. Voraussichtlich Ende des Monats gibt es dann für diese Veranstaltung auch einen eigenen Twitterstream inkl. Website mit genauer Terminbekanntgabe.

Podcasts / Interviews

Weiterhin wollen wir den bekannten Late-Night-Podcast weiterführen, allerdings ohne uns allzu intensiv in ausufernder Kritik über die eine oder andere Kampagne zu verlieren. Vielmehr suchen wir uns Themen, die wir mit konstruktiven Vorschlägen und Ideen kommentieren wollen.
Die „Kuschelkautsch“ fand einigen Zuspruch und daher werde ich mich zu passender Zeit spontan online umschauen, wer Lust und Zeit auf ein „ad hoc“ Gespräch hat, was wir dann aufzeichnen und veröffentlichen.

Last but not least: Die Fachgespräche mit „Klassikern“ aus unserer Branche werden fortgesetzt. Der zweite Termin mit Karen Heumann ist grob auf Ende Januar terminiert, vorab habe ich aber noch ein andereres klassisches Schwergewicht der Branche im Auge. Mal schauen, ob´s so schnell klappt.

Relaunch Werbeblogger

Ein komplexes Thema…
Mit den redaktionellen Erweiterungen und ggf. auch neuen Themenschwerpunkten könnte es tatsächlich sinnvoll sein, dem Werbeblogger ein „magazinigeres“ Outfit zu geben. Andererseits will ich aber durch eine derartige Veränderung nicht den typischen „Blogcharakter“ verlieren, zumal die Pflege eines Magazin-Layouts auch redaktionell mehr Zeit erfordert. Was meint ihr?

Online meets Classic

Besonders das Jahr 2009 wird zeigen, welche Startups und Web-Dienste sich durchsetzen können. Eine maßgebliches Kriterium dafür ist, dass sie von einer breiteren Öffentlichkeit akzeptiert werden und nicht nur ein vergleichsweise kleines Feld onlineaffiner Nutzer besetzen. Letzlich sind amazon oder auch ebay so erfolgreich geworden, weil sie besonders frühzeitig und konsequent Online-Funktionalität mit klassischen Verhaltens- und Bedarfsmustern einer großen Anzahl von Menschen verknüpft haben. Ich meine: wirtschaftlicher Erfolg rund um die sozialen Medien lässt sich in  in erster Linie nur durch Handel und Services abbilden, für die die Menschen bereit sind, ein Entgelt zu leisten. Jeder kommerziell ausgerichtete Web-Service muss sich diesen Kriterien jetzt besonders stellen. Die vage Hoffnung, dass registrierte Nutzerzahlen inkl. Werbung es schon irgendwie bringen werden, wird nicht ausreichen. Die dabei zu stellenden Fragen sind z.B.: Wären meine Nutzer bereit, einen Beitrag zu leisten, um diesen Dienst nutzen zu können? Habe ich eine treue Nutzergemeinde oder bin ich nur solange gut, wie ich kostenlos bin?
Welche Bindung und welches Vertrauen haben meine Nutzer zu meiner Marke? Wie stark ist mein Business-Modell im Schwerpunkt auf Nutzerwachstum und Refinanzierung durch Werbung ausgerichtet? Welche Schnittstellen zu „klassischen“ Ertragsmodellen könnte ich ggf. anbieten?

Die Crux dabei: Soziale Medien sind zunächst „sozial“ und nicht kommerziell, besonders in den Köpfen der Nutzer. Es geht um Gespräche, Unterhaltung, Kontakte und Netzwerke. Die Kunst wird es also sein, die Nutzer nicht durch unpassende „Unterbrecherwerbung“ zu drangsalieren, sondern mit ihnen gemeinsam Wege zu finden, soziale und kommerzielle Aktivitäten zu verknüpfen. Social-Commerce ist dabei ein (online meets classic) Ansatz, auch und gerade für bestehende große Social Networks, aber auch der iTunes-Shop bzw. Apple zeigt beispielhaft, dass besonders das mobile Web neue Chancen bietet, Dienste und Services mit Mehrwert zu verknüpfen und mit kleinen Beträgen über die wachsende  Summe der Nutzerschaft auch direkt Geld zu verdienen. Die Einzelbeträge werden dabei zunehmend im Cent-Bereich liegen, aber verbunden mit einer großen Nutzerzahl und einem guten Angebot in Summe sehr attraktiv sein.

Vielleicht sprechen wir ja auch oft deswegen von einer „Gratis-Mentalität“ im Web, weil ein gemäßigter Preispunkt (und entsprechend die einfachen Bezahlsysteme z.B. über Handy) für viele Dienste noch nicht wirklich angeboten wurde. Wenn nur 1 Million Nutzer bei Studi/Schüler/MeinVZ monatlich 49 Cent bezahlen würden, wäre das pro Monat rund eine halbe Million Euro Ertrag. Meine Oma müsste dafür lange stricken bzw. ein mittelständischer Zulieferbetrieb z.B. in der Autoindustrie muss mit beträchtlichem Personaleinsatz, Maschinen und Anlagen aufwarten, um solche Roherträge überhaupt zu erreichen. Vielleicht ist es gerade jetzt Zeit, Preise und Erträge neu zu justieren und mit ihnen die aberwitzigen Summen, die ursprünglich in blanke Hoffnungswerte investiert worden sind.

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3 Kommentare

  1. @Werberolli

    New blog post: Online meets Classic tinyurl.com/8wwweq

  2. Timm

    Frohes Neues!
    Viele gute Vorsätze, das hört sich gut an!

    Ein Magazinlayout ist zwar eine nette Idee – Aber wie Du schon sagtest schwer aktuell zu halten. Mit der nötigen Aktualität (um die Seite interessant zu halten) steigt der Aufwand…

    Ich sehe das Problem am paid web content im Kopf der Menschen. Wenn ich mir eine gedruckte Zeitschrift kaufe, habe ich ein Produkt in der Hand das typografisch gut gesetzt ist, sich damit gut lesen lässt und „vernünftig“ anfühlt. Also etwas von Wert in der Hand. Ich kann sie ins Archiv packen und bei Bedarf wieder rausholen.
    Bezahlte Web-Inhalte hingegen auszudrucken und abzuheften bereitet mir nocheinmal zusätzliche Kosten.
    Vielleicht wäre ein Zeitungspapier mit Displaytechnologie fördernd – Ich könnte wieder blättern und hätte etwas in der Hand. Möchte ich einen Artikel aus Zeitschrift X lesen, lade ich ihn einfach „in die Zeitung“ :)

    Ah… Ich brauch Kaffe.

  3. Wann ist ein Blog ein Blog? | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Wann ist ein Blog ein Blog?

    […] diesen Debatten keinen Nutzwert sehen. Im Gegenteil: Wir finden, daß es höchste Zeit ist, Klassik und Online miteinander bekannt und vertraut zu machen. Zum Zweck der gegenseitigen Befruchtung und zu unser […]

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  • Sebastian: Was ich nie verstehen werde warum die nicht wirkliche Kulanz walten lassen. 10€ Guthaben tun dem Anbieter nicht weh.. für ihn bedeutet...
  • Roland Kühl-v.Puttkamer: Nein, tot nicht, wir leben und arbeiten ja alle und auch der Werbeblogger ist online ;-). Für die nähere Zukunft der...
  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
  • Gatzetec flashlights for friends: Wir denken der Auftrag wurde erfüllt. Gute Werbung für das Produkt und man schaut zweimal hin :-) Gibt es...
  • Detlef Arndt: Als Marketing Experte müsste man auch wissen, warum das so ist. Angebot und Nachfrage sind hier nicht im Einklag. Klare Sache. Daher...
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