15:03 Uhr
Geld zum Leben
Seitdem Mario Sixtus alias “der elektrische Reporter” sein Format beim ZDF unterbringen konnte, hat der ursprüngliche Webcast ordentlich an Format gewonnen, denn viele der Beiträge werden mit passenden Stellungnahmen unterschiedlicher Branchenvertreter angereichert.
Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit der schon lange exisitierenden Problematik, wie denn (Musik-)Künstler und Kulturschaffende und damit auch ihre zukünftige Werke entstehen bzw. “überleben” können, angesichts des Webs und seiner unkontrollierbaren und teilfreudigen Nutzerschaften nach dem Gratis-Prinzip.
Wie und vor allem durch wen kann die Nutzung von multimedialen Inhalten also “gemessen” und damit eine möglichst gerechte Verteilung der Gelder an die Künstler ermöglicht werden?
Ob eine Kulturflatrate der richtige Weg ist? Die Interessengruppen der traditionellen Musikwirtschaft haben verständlicherweise große Bedenken, da ihnen u.a. die Distributions- und Preiskontrolle über die Werke “ihrer” Künstler flöten geht. Andererseits ist der Versuch, einen alten und geregelten Markt auf das Web zu übertragen, nicht möglich bzw. an Hürden gescheitert, die die potenziellen Kunden nicht akzeptieren.
Ich wünsche mir sehr, dass die Vielfalt in Kunst und Musik auch dadurch erhalten bleibt, dass es ein Verdienstmodell für die Kulturschaffenden gibt, welches ihnen ggf. ein wirtschaftliches Auskommen ermöglicht. Allerdings muss auch klar sein, dass diese Erträge nicht vergleichbar sein können mit Honoraren und Tantiemen der alten Zeit. Ein kleinerer Kuchen wird sich deutlich gerechter auf einen ständig wachsenden “Musik-Longtail” verteilen müssen und die Musikindustrie verliert für die Zukunft einen wesentlichen Teil ihrer Erträge aus dieser Verwertungskette. Das wird ihnen nicht schmecken, könnte aber tatsächlich passieren. Wenn das System einer Kulturflatrate transparent ist, wäre ich bereit, meinen Beitrag zu leisten.
Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?
5 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 19. Dezember 2008 um 14:56 Uhr
New blog post: Geld zum Leben tinyurl.com/4zfpan
Am 19. Dezember 2008 um 22:03 Uhr
Kulturflatrate – gut und schön. Allerdings haben wir schon eine, nennt sich GEZ. Also da noch mal 5-10 € drauf?
Nebenher zahlen wir auch eine andere Kulturflatrate – die Subventionen für unsere Theater, Opernhäuser etc. Die Flatrate wird allerdings in den Steuern versteckt – nicht, dass sich ein Hartz-IVler da ein Anrecht drauf einklagen kann (was er übrigens nicht braucht – auf Grund des Personal-Abbaus z.B hier in Bielefeld kontrolliert niemand mehr die Eintrittskarten – es kommt also jeder rein, solang es nicht ausverkauft ist!)
Also einfach – Kultur ist Staatsauftrag, soll der Staat es auch zahlen, GEZ, Kulturflat, Theatersubventionen und im Gegenzug für aööe bereit stellen!
Am 21. Dezember 2008 um 19:54 Uhr
Also so eine Kulturflatrate hätte ich auch gern. Anwärter auf das Wort des Jahres lol
Am 30. Dezember 2008 um 22:17 Uhr
Jo, wär ich auch dabei. Würde dann meine Bilder zur Verfügung stellen.
Am 29. Januar 2009 um 13:06 Uhr
[...] und Verwertungsfragen diese Entwicklung nicht aufhalten. Medien und Gesetzgeber sollten also schnell zu pragmatischen Lösungen kommen. Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): podcasting, radio, [...]