09.12.08
00:19 Uhr

Die Rollenspiele von Smudo und Thomas D.

World of Warcraft hat neue Testimonials gefunden. Nach verbrauchten Serienstars wie Mr. T oder dem überreifen Captain James Tiberius Kirk kommt jetzt Nachschub aus Deutschen Landen.
Smudo und Thomas D., zwei bzw. die Protagonisten der “Fanta 4″, stellen sich als immerjunge und nimmermüde Spaßvögel in den Dienst des weltweit größten Rollenspiels und beweisen, dass sie selbst das Rollenspiel immer noch gut beherrschen…

Medium: www.youtube.com
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56 Kommentare

  1. @Werberolli

    New blog post: Die Rollenspiele von Smudo und Thomas D. tinyurl.com/5sd2hm

  2. Alexander

    130 Mio. EUR Umsatz macht der Hersteller mit World of Warcraft jeden MONAT. Viele von den Spielern sind vollkommen Abhängig da der Hersteller das Spiel mit Psychologen entwickelt hat. Unglaublich, lasst die Finger von dem Mist. Ich habs selbst erfahren wie süchtig diese Fantasy-Welt machen kann.

  3. mumie99

    Für den deutschen Markt stellt dieser Spot definitiv die beste Lösung dar. Ich finde ihn sehr ansprechend und gut gelungen, auch wenn ich kein WoW-Spiele!

  4. Witti

    @Alexander: Du solltest nicht WoW die Schuld daran geben, dass du Abhängig geworden bist sondern wohl besser dir selbst. Gibst du auch McDonalds die Schuld wenn du von deren Essen immer dicker wirst? Einfach schwachsinnig diese Aussagen.

  5. Matthias Pannek

    Ich fand WoW zwar immer langweilig, habe aber einige Zeit EverQuest gespielt. Problem ist dort immer das “Mitkommen” mit Freunden oder in der Gilde (gerade im Endgame). Macht man selbst mal ein paar Tage/Wochen Pause sind andere Spieler eventuell weiter oder man hat irgendwelche Flags und/oder Keys versäumt. Schnell verliert man den Anschluss, dadurch spielt man irgendwann automatisch jeden Tag. Bei mir waren es 5 Tage die Woche täglich ab 18:30 bis um ca. 23:00. Dazu kommen noch Gruppen mit Freunden. Ich glaub…wenn man selbst nie gespielt hat…wird man das auch nie wirklich verstehen…

  6. @SSchwanebeck

    gestern kam auch so´n spot mit ozzy… das die immer ihre seelen verkaufen müssen und dann auch noch für WoW tinyurl.com/5sd2hm

  7. Thies

    @Matthias:
    Ich war mal mit einer Frau befreundet, die einige Jahre Junkie gewesen war und sich das Ganze dann mit einem Selbstmordversuch unter Alkohol und anschließender Therapie entzogen hatte. Als ich so naiv wie fassungslos fragte, was denn an der Droge dran wäre, dass so davon gepackt gewesen wäre, sagte sie: Ich glaub…wenn man es selbst nie probiert hat…wird man das auch nie wirklich verstehen…

    Nee. Versteh ich nicht. Muss ich?

  8. Neotrix

    Ich finde WOW blöde.
    Aber die Werbung ist gut ;)

  9. hans

    Das mit der Spielsucht ist so ähnlich wie mit der Henne und dem Ei. Was war zu erst da, das Spiel oder die Sucht? Grundsätzlich wohl die Grundnlagen im menschlichen Organismus für das Phänomen “Sucht”. Dennoch ist wohl nicht zu leugnen das die Mechanismen in Spielen und anderen Konsumgütern auf dieser Welt, versuchen sich die menschlichen Grundlagen zu nutze zu machen (wir sind hier in einem “werbeblog”). In der Absicht dadurch “treue” Kunden und damit laufende Umsätze zu erzielen. Also wer nichts bessers zu tun hat als seine Zeit in einer Fantasie Welt zu verbringen sollte sich der Gefahren bewusst sein die darin verborgen sind. Es ist schon richtig, dass wenn man nicht jeden Tag spielt und sich damit entwickelt den Anschluss verliert (quasi in der sozialen Hackordnung dieser Welt absteigt). Man darf aber nicht vergessen das wenn man nicht jeden Tag sein reales Leben lebt, verliert man dort den Anschluss.
    Das ist natürlich jetzt eine Frage der Prioritäten die sich jeder selbst beantwurten muss.

  10. Jones

    Ich würde mich Hans anschließen. Offensichtlich handelt sich bei WOW um ein Spiel was eben genau solche Abhängikeiten schafft, die den Konsumenten mittelfristig vor die Wahl stellt “Virtual Life” oder “Real Life”. Ich selbst habe das Spiel nie gespielt und kann deshalb solche Entscheidungen schwer nachvollziehen.
    Viel interessanter finde ich die Frage ob man für dieses Produkt überhaupt in Massenmedien werben sollte. Wie wir in diesem Blog sehen können führt das nicht gerade zu positiven Reaktionen/Assoziationen und das besonders WOW in der öffentlichen Diskussion mit Spielsucht in Verbindung gebracht wird ist nicht neu. Wenn also die Verkaufszahlen nach wie vor Stimmen(das weiß ich nicht) wäre es meiner meinung nach schlauer im Marketing andere Wege zu beschreiten.
    So wie im Moment geworben wird könnte ich mir vorstellen, dass dies schlussendlich dem Produkt und auch den Testimonials sogar schaden könnte.

  11. Breitenbach

    Es gibt ein paar Sachen, die habe ich ganz bewusst und absichtlich nie probiert: Heroin und WOW. (Weil ich ganz genau wusste, dass ich davon wahrscheinlich nicht mehr loskomme. )

    Hört sich vielleicht lächerlich pathetisch an, ist aber so.

    Wir tragen ein Suchtpotenzial in uns. Ein Teil lebt es auf einem gesellschaftlich anerkannten Weg aus (Alkohol, Nikotin, Fressen, Sport, Kaffee, Tabletten, Arbeit, Computer etc. pp) die anderen auf einen gesellschaftlich verachteten Weg (illegale Drogen, Straftaten etc.). Sucht bleibt Sucht, wird aber erst dann auffällig, wenn sie einen großen Teil das Leben ANDERER bestimmt, denn der Süchtige SELBST nimmt die Bestimmung des eigenen Lebens durch die Sucht ausschließlich nur durch andere Menschen wahr. Also Arbeitgeber, Eltern, Freunde, Partner, Ärzte etc. pp.

    Man kann eine Sucht immer nur kanalisieren, sie “heilen” oder gar verbieten funktioniert m.E. überhaupt nicht.

    Vielmehr sollte man dafür sorgen, dass Süchtige Alternativen aufgezeigt bekommen. In unserer vor Zynismus und Lieb- bis Interessenlosigkeit nur so strotzenden Gesellschaft kein leichtes Vorhaben. Nicht umsonst schlägt WOW so ein. Dort finden die Spieler alles, was sie anscheinend in der gesellschaft “draußen” nicht erhalten können: Erfolg, soziale Anerkennung, Selbstbewusstsein und Freiheit.

    Ich finde also weniger die Suchtmittel traurig, sondern die Umstände warum diese Suchtmittel meistens gewinnen.

    Sucht als einen natürlich Teil von uns Menschen zu begreifen (nämlich als permanente Suche) und weniger als Krankheit, die man ausmerzen muss, wäre schon einmal ein gelungener Anfang für den Umgang mit Sucht.

  12. Lupus

    Ja WOW ist böse. Ich spiele seit 470 Tagen und habe im Spiel 42 Tage verbracht (Sowas kann man sich jederzeit anzeigen lassen). Weniger als 10% Prozent würde ich grundsätzlich als Hobby betrachten. Das mit der Sucht ist vollkommen korrekt. Aber selbst dafür gibt es die Möglichkeit (auch für Erwachsene) die Zeitkontrolle im Spiel zu nutzen. Die ist für Eltern gedacht. Ich habe Sie jedoch so eingestellt, dass ich nie länger als 4h am Stück spielen kann. Ich kenne viele, die Ihr Leben nicht mehr im Griff haben, seit sie WOW spielen. Mein Leben hat aber bereichert. So wie im WOW kann ich mich im echten Leben nicht benehmen/geben. Es ist jedesmal Balsam für meine Seele mich als Kind aufführen zu dürfen…

    Ausserdem kenne ich viele Leute im “echten Leben” mit denen ich WOW spiele. Einige von denen waren Duckmäuser, den haben wir in der Gilde eine entsprechende Position verpasst und offenbar durch die Anonymität des Spieles haben die wahrhaft meisterliche Teamfähigkeiten entwickelt, die sich mittlerweile auf das “echte Leben” übertragen – ich denke, man könnte WOW sogar therapeutisch einsetzen.

  13. Jones

    @ Lupus: Du hast bestimmt recht damit, dass man die User differenziert sehen muss, dennoch: für diejenigen, die anfällig sind…

    Was mich viel mehr interessiert ist, wie Ihr die öffentliche Wahrnehmung des Produktes einschätzt und ob Ihr meine Einschätzung bzgl. eines möglich “Boomerang”Effektes teilt.

  14. Alexander

    Ich muss nochmal in die Disskussion eingreifen & aufklären.

    Erstens einmal bin ich nicht Abhängig von diesem Spiel, habe es ca. 2 Jahre lang mal mehr und mal weniger gespielt (jetzt nicht mehr weil ich erkannt habe das es pure Zeitverschwändung ist) und kann wirklich sagen dass dieses Spiel nicht mich sondern viele andere Menschen abhängig gemacht hat. Breitenbach hat völlig recht, wir alle tragen ein Suchtpotenzial in uns. Labile Menschen sind warscheinlich eher gefährdet.

    @Witti: Dein Kommentar ist mal wieder dahingerotzt. Das ist typisch wenn man sich mit WoW nicht beschäftigt hat.
    Ich meine es ist klar, WoW ist Zeitverschwändung und trotzdem spielen es 10 Mio. Menschen. Das hat wohl einen Grund. Jetz kann man wie Willi Agumentieren, “ja lasst Sie doch”, lasst Sie in diese Virtuelle Welt abtauchen, ihre Reale Welt vergessen…das ist zynisch und unverantwortlich. Viele Jugentliche spielen am laufenden Band, sind völlig abgeschnitten von der realen Welt. Die reale Welt ist denen zu Anstrengend und Perspektivlos geworden. Wenn man so argumentiert wie Willi, macht man es sich bequem. Lasst ide Heroinabhängigen doch weiter ihr Heroin spritzen, oder Automatensüchtige weiter Soccen, oder die Banker weiter mit ihren Hedge Fonds soccen bis alles zusammenstürzt.
    Nene, das ist keine Lösung.

  15. Breitenbach

    @Jones: Jedweder polarisierte Gesprächsstoff rund um Produkte und Marken sind für Werber wertvoll. Die Fans werden bestärkt, die Gegner ebenfalls. Das Produkt in der Mitte profitiert von beiden sich reibenden Polen.

    WOW wird zu einer Art legalen Superdroge. Schließlich hält ein Verbot und ein ständiger Diskurs auch nicht Leute davon ab sich auf dem Schwarzmarkt illegale Drogen zu besorgen. Es macht erst richtig Appetit und die Gegner müssen schließlich auch wissen, woon sie sprechen und kaufen es daher auch gleich mit ein.

  16. Breitenbach

    @Lupus: Klar, auch Drogen sind natürlich therapeutisch einsetzbar. Eine Tabuisierung durch einen dogmatischen Sucht-Diskurs macht es aber Forschern unmöglich so einen sinnvollen therapeutischen Ansatz zu entwickeln.

  17. Lupus

    Ich kann mich vor Jahrzehnten noch an Diskussionen über das Fernsehen erinnern. Es vereinsamt die Menschen, macht diese mental abhängig, usw, usf. Heute redet davon kein Mensch mehr. Die Gesellschaft ist medial gleichgeschaltet. BigBrother, Taff, Explosiv und ähnliche gelten als Meinungsmacher und Maßstab eigenen Handelns. WOW besser MMPORGs sind vielleicht nur das neue Fernsehen. Wie Fernsehen irgendwann man die neuen Bücher waren (mir fällt grad ein, dass ich als Kind sanktioniert wurde, weil ich zuviel lesen würde anstelle mit meinen Freunden zu spielen). Ich denke nicht solche Spiele an sich sind das Problem sondern vielmehr, dass Eltern und “Obrigkeit” mit den neuen Medien überfordert sind.

  18. Six

    Ich kenn das Spiel ja nicht selber. Aber versteh ich das richtig, dass das sehr zeitaufwendig ist? Sind dann Smudo und Thomas D glaubhafte Testimonials? Die sehn mir so geerdet aus, erfolgreich, Familie, als eher weniger Zeit zum Spielen. Ebenso Shatner, ein bisschen alt für sowas. Mr T kauf ich das noch ab, den hab ich unlängst auch im ShoppngTV gesehen.

  19. Vroni

    @ Alexander

    “Die reale Welt ist denen zu anstrengend und perspektivlos geworden.”

    Das ist richtig richtig, stimmt aber auch, aber hallo.

    An alle:
    Wie wäre es, statt zu versuchen WOW und seine Spieler zu reglementieren, die wahre Welt (die die ab und an zu Recht als unattraktiv empfunden wird) attraktiver zu machen.

    Nach dme Motto, mann kann an jeder Seite herumschrauben, an der Henne-Seite auch, nicht nur an der als linear-kausale Ursache fälschlich empfundenen Ei-Seite. (Wer jetzt verwirrt ist, das kann ich verstehen. Denn: das Henne-Ei-Ding ist in Wahrheit ein zirkuläres Ding; viele Menschen empfinden es aber dennoch, wider besseres Wissen fast, gefühlt als lineares Ursacher-Wirkungsding, immer noch.)

    Bis jetzt habe ich noch nirgendwo, in keiner Suchtdebatte die Überlegung gefunden, doch mal die wahre Welt attraktiver zu machen. Als Gegenpol.

    Statt desen werden Schuldzuweisungen getätigt, Reglementierungen vorgeschlagen. Werden Menschen in Schubladen gesteckt, ganze Welt-en und bestimmte Games in Schubladen gesteckt.

    Es ist halt einfach, zu behaupten, das und das müsse weg. Es ist hingegen viel schwieriger, herzugehen und zu sagen, hey schaut euch das mal an, ist das nicht viel interessanter/bekömmlicher/befriedigender? Und das dann auch beispielhaft zu machen?

    Auf schlecht deutsch: Ich vermisse den positiven Ansatz (welcher natürlich bei hartnäckiger Suchtdisposition UND der Sogwirkung von WOW kein Zuckerschlecken ist, stattgegeben). Statt den reglementierenden. Letzterer hat doch noch nie funktioniert.

    Machen wir die echte Welt doch etwas schöner. An dem (an der) hapert es gewaltig. Das/die treibt einen ja regelrecht zum Wegbeamen.

    Beam me up…

  20. Petri

    Ich mag WOW auch überhaupt nicht, doch die Werbung ist echt gut…ich hab mich nämlich gefragt, wat die da machen, und bin da halt hängen geblieben…gute Wahl mit den Fantas

  21. hans

    @ Alexander

    ich finde den ansatz schon mal gut nicht einfach zu vertäufeln sonder attraktive aletrnativen zu schaffen. Das Problem mit der sucht, ob nun als Henne oder Ei interpretiert (hier ging es auch nicht um die veranschaulichung linear kausaler ursachen, vielmehr um die verdeutlichung das es einfach schwer ist den richtigen ansatzpunkt zu finden, da es auch zwischen der sucht und dem suchmittel keinen linearkausalen zusammenhang gibt). Das problem ist das menschen die anfällig sind süchtig zu werden egal nach was, auch im realen leben eben sich durch solche mechanismen stimmulieren müssen um eben positive erlebnisse zu haben. FÜr den einen ist es WOW, für den einen Sport und den nächsten irgendwelche mittelchen die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Wie ja schon treffend festgestellt wurde gibt es menschen die besser mit einer sucht oder dingen die suchtpotezial bergen umgehen können. Man wird keine pauschal treffende lösung erarbeiten können sondern muss von fall zu fall bewerten welche maßnahmen geeignet sind präventiv eigensetzt zu werden. Was mit WOW in Zukunft passiert ist noch lange nicht klar und es einfach dogmatisch in der Kategorie “böse” abzulegen ist falsch, denn Computerspiele können auch pädagogisch wertvoll sein. Aber sobald sich tendenz ernsthafter gefahren abzeichnet muss reguliert werden. Denn die Welt wir niemals so attraktiv sein das sie alle als attraktiv empfinden. Das entbehrt der natur des menschen sich mit dem status qou zufrieden zu geben. Die menschen müssen an sich selbst arbeiten um die welt attraktiver zu machen und nicht umgekehrt.

  22. Vroni

    “Die Menschen müssen an sich selbst arbeiten um die welt attraktiver zu machen und nicht umgekehrt.”

    Unterschreibe jedes Wort.

  23. Breitenbach

    “doch mal die wahre Welt attraktiver zu machen. Als Gegenpol.”

    Tja, nur dass sich diese Menschen IHRE Welt eben schon durch die Suchtstoffe bereits attraktiver gestalten. (aber eben nicht im Sinner ihrer Umgebung)

    Also wieder so eine aufgewärmte Schwammerlsuppe. ;-)

    Oder gibt es jetzt konkrete Beispiele?

  24. Thies

    fällt mir in dem zusammenhang gerade ein: es gibt ein (wenigstens in Hamburg) sehr erfolgreiches und sehr diskutiertes Online-Rollen-Spiel namens Pennergame.de, das allerdings weniger opulent ist: Da taucht der Spieler dann ab in eine Zweitexistenz als Obdach-Loser. Spielt das wer von den Lesern?

  25. vroni

    Ach Breitenbach nu wieder.
    Der Unkonkreteste aller.

  26. Breitenbach

    Stimmt. Oder doch nicht? :-D

  27. Jan M.

    Ich habe auch einmal WoW gespielt und kenne viele Menschen, die zu den härtesten der harten zählen, also jede freie Minute in das Spiel investieren.

    Ersteinmal muss ich sagen, dass ich mich der Meinung zum Spot anschließe: Gut gelungen. Aber auch schon der mit Mr. T als Nachtelf-Irokese war gut.

    Zur Debatte: Wie schon erwähnt, ein Verbot bringt in meinen Augen gar nichts – vor allem nicht im Internet. Und bevor man über ein Werbeverbot von WoW nachdenkt, sollte man über ein Verbot von Alkohol nachdenken. ;)

    Ich schließe mich der Meinung Breitenbachs an. Die Vorstellung die wirkliche Welt als Gegenpol verschönern zu wollen, ist schön und gut, aber eben ziemlich romantisch.
    Die beste und einfachste Lösung ist wie in anderen Suchtbereichen einfach die Aufklärung. Denn wir müssen es so sehen, dass wir es bei WoW und Co mit einer neuen Sucht zu tun haben. Da besteht Aufklärungsbedarf zu allen Seiten, denn vielen ist die Wirkung dessen nicht bewusst.
    Es ist ja auch nicht nur WoW. Die “Übeltäter” haben auch noch viele andere Namen.

    Trotzdem sehe ich nur einen kleinen Teil wirklich der Sucht verfallen. Lupus hat das Beispiel mit dem Fernseher angeführt: Immer wenn neue Medien auftauchen, wird der Teufel an die Wand gemalt. Das war auch mit der Erfindung der CD nicht anders. Wir müssen erst einmal lernen mit dem Internet/Computer umzugehen wissen. Wir organisieren heute unsere Freizeit einfach anders als vor 20 Jahren.

  28. Dennis

    Die Debatte ist hier völlig fehl am Platze.

    Der Spot ist gut, irgendwie erinnert er an das ewige Mac-Linux-Windows-Hickhack aus den Apple-Spots. Allerdings finde ich deine Bezeichnung “Rollenspiel” etwas irreführend, denn WoW ist ein Online-Rollenspiel. Mit D&D oder DSA hat das nicht allzuviel zu tun.

  29. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Dennis: Wo hättest du sie denn gern, die Debatte? ;-)
    Und soweit ich weiß, siedelt sich WOW bei den MMORPGs an, die in Deutsch als “Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel” bezeichnet werden könnten. Auch ein Rollenspiel…und ein Wortspiel

  30. Jan M.

    @Dennis: Wenn von einem Werbeverbot die Rede ist, ist es m.M.n hier nicht fehl am Platze.

    Ist ein Online-Rollenspiel kein Rollenspiel?! Ein Rollenspiel bezeichnet ja im weitesten Sinne das Spiel mit einer Rolle. Das kann am Computer, auf dem Papier, im Bett, auf der Straße, in einem Werbespot oder sonstwo stattfinden. ;)

  31. the game

    sind mmorpgs vielleicht die neuen “killerspiele”? können sie jetzt den begehrten platz am pranger für sich beanspruchen? doch vermutlich dürfen sich dort alle computerspiel-formen gemeinsam einfinden.

    da waren ja auch mal die comics. “die verführung der unschuldigen” sage ich nur. und heute? werden comics in vielen ländern als ernstzunehmende kunstform akzeptiert.

    bei zahlreichen kritikern ist auffällig, dass sie selber nichts mit dem medium zu tun haben bzw hatten. das beziehe ich vor allem auf die öffentliche diskussion in den westerwelle&friends-sendungen des ÖRs, aber auch auf mein persönliches umfeld. ein paar jahre altersunterschied machen schon viel aus. mein schwager ist an der c64-phase 4-5 jahre vorbei geschrammt. seineszeichens ist er nun lautstarker pixel-kritiker und leider muss ich ihm das gütesiegel vieler “experten” verleihen: fundiert ahnungslos.

    den drogen-vergleich auszupacken ist natürlich eine beliebte strategie. und in etwa so sinnvoll und polemisch wie jeder 3.reich-vergleich bei politischen themen.

    selber kann ich die faszination für mmorpgs nicht teilen und ich weiß auch nicht, wo ich die zeit hernehmen sollte. auch egoshooter finde ich nur bedingt reizvoll. trotzdem wird sich viel hysterie legen, sobald sich die selbsternannten experten und fremdernannten beauftragten aus einer “geschulten” generation zusammensetzen. wie bei den comics eben. obwohl, das kapieren die deutschen auch immer noch nicht…

    ach ja, @ vroni: ein sehr romantischer ansatz, aber trotzdem gut und recht und wahr!

  32. Breitenbach

    Nochmal der Versuch einer Abstraktion.

    Der Reiz bei diesem Spiel liegt einzig und allein in der Produktion von Belohnungsstoffen im Gehirn (Dopamin).

    Der Mensch lebt quasi von Belohnungen. Ohne diese Belohnungsstoffe würde er sich weder fortpflanzen, noch Nahrung aufnehmen. Er wäre schlichtweg nicht lebensfähig.

    Wir sind also alle süchtig nach Belohnung. Von Anfang an. Im Mutterleib sind wir durch die Anbindung an das System der Mutter fast dauerbelohnt worden. Kaum auf der Welt gibt es süße Milch, Streicheleinheiten, Wärme, Geborgenheit, Singen, Loben, Süßigkeiten, gute Noten, sportliche Medallien, Karriere, Ruhm und Prestige bis wir vor unserem Tod vielleicht (wie Helmut Schmidt) für unsere Weisheit geehrt werden. Das Leben ist ein verdammter Belohnungskreislauf. Je mehr Antibelohnung (also das Ausbleiben von Belohnung), allgemeine Unzufriedenheit herrscht, desto eher neigen wir dazu, auf artifizielle Möglichkeiten der Belohnung zurückzugreifen. Von Psychopharmaka über den Konsum im allgemeinen und von Genußmitteln bis hin zum illegalem Straßencrack.

    Belohnung ist der Schlüssel.

    Und natürlich belohnt uns eine schöne reale Welt, wenn es sie gäbe. Doch es ist wirklich nicht ganz einfach diese wiederzubeleben. Guckt euch doch mal die Massenmedien an. Was wird darin kommuniziert? Katastrophe, Aufruhr, Krise usw. ein großes Weltbild aus Antibelohnungen. Noch einmal: Wie soll das gehen?

    Meine konkrete Antwort: Nur mit Belohnung gehts. :-)

  33. Alexander

    Ganz richtig….mit neuen Rüstungen und Items die man im Game nach stundenlanger “Arbeit” findet oder sich erwirtschaftet wird man immer besser und das Gehirn erfährt eine enorme Dopamin ausschüttung.

    Ich habe mir irgendwann mal gesagt das gute Noten nach prüfungen in meinem Studium auch eine solche Belohnung darstellen. Oder Schokolade etc..Das fungiert jetzt für mich als Ersatz, und bringt mich im Gegensatz zu WoW weiter.

  34. Jonathan Weinert

    Also gut: WOW spielen schenkt Menschen Dopamin, ein kleines Glück im tristen, ergrauten Alltag. Schön.
    Es gibt Menschen, die spielen Poker, „Mensch ärgere dich nicht“, Fußballmanager, Skat, Handball, Joggen, Essen, Sex. Immer wieder werden sog. Glücksstoffe im Gehirn ausgeschüttet. Sie machen uns glücklich, lassen uns über Dinge freuen. Na und?
    Komisch wird das Ganze, wenn man aus diesen Erkenntnissen versucht, eine Gesetzmäßigkeit zu kreieren.
    Kein Mensch spielt Spiele oder verspielt sein Leben um UNGLÜCKLICH zu sein. Ganz im Gegenteil.
    Es ist rational nicht nachvollziehbar Menschen als süchtig zu deklarieren, weil sie eben Computerspiele spielen. Absoluter Quatsch. Wenn der Mensch eine krankhafte Disposition hat, dann kann sich ein Computerspiel oder eine Droge negativ auf einen Menschen auswirken. Nicht im Spiel liegt die Ursache – sie liegt im Menschen. Also in dir.
    Erinnert ihr euch noch an den Amok-Schützen aus Erfurt? Er spielte Counter Strike. Nach dem Attentat wurde das Spiel verteufelt. Ist das Spiel oder der Mensch böse? Wenn es das Spiel wäre, dann ließe sich argumentieren: Nicht der Mensch trägt die Schuld an einer Misere sondern das Spiel, die Droge, die Bildung, Gesellschaft etc. pp. Es wäre das Abgeben der Verantwortung.
    Wer will es sich so einfach machen?

    Ich kenne Leute, die spielen WOW. Die sind nicht süchtig, die versuchen auch nichts zu kompensieren. Die spielen, weil ihnen das Spiel Spaß macht. Ich schreibe und lese hier, weil es mir Spaß macht.

    Mr. Breitenbach, definiere „Belohnung“. Ist sehr relativ, klingt nach Schublade auf und zu. So einfach ist die Welt nicht gestrickt. Belohnung ist, was ich mir wünsche. Was wünsche ich mir? Tell me.

    Nochmals: Die Ursache einer Sucht (abgesehen von Drogen, die körperlich abhängig machen) liegt im Menschen. Der ist individuell.

  35. Daniel | DogDoor

    Super interessantes Thema. Dazu sollte es hier nochmal eine Fortsetzung geben. Mehr, meeehr, meeeeeehr! Belohnung her! ;)

  36. Breitenbach

    @Jonathan Weinert: Merkwürdig, ich habe an keiner Stelle WOW oder irgendeine andere Aktivität, die mit Belohnung in Zusammenhang steht verteufelt.

    Ich habe lediglich versucht zu erklären, warum Menschen dieses Spiel intensiv spielen und ggf. dabei Süchte entstehen können. Also bitte einfach nochmal meine Kommentare genauer lesen. Danke.

  37. Breitenbach

    Ach ja, Jonathan, ich kann dir sagen, was du dir wünschst: Befriedigung, wie jeder andere Mensch eben auch.

    Wenn es dich beruhigt, auch ich habe ein Suchtpotenzial.

  38. Jonathan Weinert

    “Mr. Breitenbach, definiere „Belohnung“. Ist sehr relativ, klingt nach Schublade auf und zu. So einfach ist die Welt nicht gestrickt. Belohnung ist, was ich mir wünsche. Was wünsche ich mir? Tell me”

    Mit diesem Abschnitt warst du gemeint. Musst genauer lesen.

    “Ach ja, Jonathan, ich kann dir sagen, was du dir wünschst: Befriedigung, wie jeder andere Mensch eben auch.

    Wenn es dich beruhigt, auch ich habe ein Suchtpotenzial.”

    Es beruhigt mich nicht, es befriedigt mich. ;-)

  39. Wullach

    [...] (via) [...]

  40. Breitenbach

    @Jonathan: Ja, deswegen habe ich dir ja auch darauf geantwortet. Du wünschst dir alles, was dich auch befriedigt. Was genau das ist, keine Ahnung. Ich kann doch nicht in deinen Kopf gucken! :-)

    Aber anscheinend hast du dir auch gewünscht, dass ich Suchtpotenzial besitze! Somit ist ja alles bestens! :-D

    Ach ja ist “Dopamin” ein wenig präziser? de.wikipedia.org/wik...

  41. Breitenbach

    Übrigens sind Fanta4 allein schon wegen dieses Songs als Testimonials prädestiniert: lyricstime.com/fanta...

    ;-)

  42. PATRICK BREITENBACH - Mein Blog» Blogarchiv » Sucht sucht Belohnung

    [...] Lebensaufgabe, sondern diese Gedanken sind meine wissenschaftlich nicht fundierten Bauchideen, entstanden aus dieser Diskussion hier. Immer daran denken: Think for yourself, [...]

  43. Jan M.

    @Breitenbach: Nein, nein, der Ursprung für die Idee kommt aus einem anderen Song ;)
    youtube.com/watch?v=...

  44. Kurz gecheckt 10.12 « BESSERWIXER.de

    [...] Die Rollenspiele von Smudo und Thomas D. [...]

  45. the game

    @ breitenbach: damnit, beim anklicken des links war ich mir ganz sicher, nun den text von “krieger” vorgesetzt zu bekommen. oder “millionen legionen” ;)

    @ tafelrunde: die biologischen lehren sind bei mir leider viel zu lange her. und ich hatte auch nur 4 punkte in der abiprüfung (allerdings in franken. das sind mindestens 9 punkte in jedem anderen bundesland! ;)

    ich tue mich generell etwas schwer mit dem verbalen atomaren erstschlag des wortes “sucht”. damit möchte ich nicht sagen, dass die gefahr generell nicht besteht. nur wird mir heute sehr leichtfertig mit dem begriff umgegangen. und eigentlich fast immer in bezug auf die neuen unbekannten — also vor allem videospiele und internet. so wird stigmatisiert, was von vielen nicht begriffen wird.

    ich bin diese woche schon zwei mal zu spät in die arbeit gekommen, weil ich ein spannendes buch lese und mir damit die nächte um die ohren schlage. beste voraussetzungen für eine lesesucht also.

    als jugendlicher war ich offensichtich fußball-süchtig, da ich bei jeder gelegenheit spielte. und tatsächlich litten meine schulischen leistungen darunter.

    kein mensch käme auf die begrifflichkeit lesesucht, weil lesen grundätzlich als bildungsnah gilt. fußball spielt man mit freunden und bewegt sich dabei.

    was ich damit sagen möchte: alles neue wird meiner meinung nach überproportional misstrauisch beäugt. und das basiert vor allem auf unwissenheit der wortführer (damit meine ich keinen der hiesigen poster, sondern jene maria böhmers dieser welt). wie oben schon geschrieben, was wurden noch in meiner jugend in den 80ern comics von vielen lehrern und eltern verteufelt. welche comics kannten diese herrschaften? mickey mouse, clever & smart, fix & foxi. das hat ungefähr so viel substanz, als wäre der einzige mir bekannte autor konsalik. doch ich schweife ab…

  46. Breitenbach

    Falls es jemanden interessiert, ich habe das Thema “Sucht und Belohnungen” hier noch einmal zusammengefasst und einige konkrete Ideen hinzugefügt, wie eine moderne Gesellschaft mit dem Thema Sucht in Zukunft umgehen könnte: brainblogger.de/2008...

  47. Tim Heckhausen

    Ich finde es einfach erstaunlich, dass Spielbanken mit einem Werbeverbot belegt werden, staatliche Lotterien oder Spielehersteller aber weiterhin ihre Produkte bewerben dürfen. Ich bin gespannt was sich da noch tun wird…

  48. the game

    spielehersteller, spielbanken und lotterien in einem topf…
    ich geb’s auf.

  49. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Ich seh schon. Zu den ganzen Themen sollten wir wirklich gesondert noch einmal einen Post (oder zwei) bringen…
    @the game: Nie aufgeben ;-)

  50. Alexander

    @ Johnatan: Nochmals: Die Ursache einer Sucht (abgesehen von Drogen, die körperlich abhängig machen) liegt im Menschen. Der ist individuell.

    Aber genau das nutzt Blizzard ja aus…sie verstärken die Dopamin Ausschüttung, im gegenteil zum Sex, da ist erstmal Sense nach dem Orgasm****** ;-) Bei WoW aber nicht, es muss immer weiter gehen.

    Man nutzt das ja aus. Besonders viele Jugendliche leiden darunter. Ich epmfehle alle diese Reportage (30 min) über WoW und ihre steigenden Opfer.

    ardmediathek.de/ard/...

    Bitte mal einblenden @ werbeblogger Team

  51. Alexander

    Weitere Reportagen über WoW und Sucht:

    ardmediathek.de/ard/...

    ardmediathek.de/ard/...

  52. Chris

    Mir fällt dabei diese Songtextpassage der Fantas ein – irgendwie passend ;)

    “Erst wer das Spiel durchschaut,
    hat es in der Hand und hört auf.
    Der andere setzt,
    verliert den Verstand und geht drauf”

    kolos.blogger.de/sto...

  53. Alexander

    https://www.klicksaf...

  54. Flucht in die Sucht | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Flucht in die Sucht

    [...] der World of Warcraft Spot von Thomas D. und Smudo einen Kommentarstrang über die Verführungen und Süchte von Computerspielen und der [...]

  55. M.

    Ich sag mal… sowas wie ne Schauspielkarriere sollten die Fanta-Heinis lieber noch ein ganzes Stück verschieben. Was für ein hölzernes Auftreten, meine Güte.

  56. markenmagazin:recht » Blog Archive » Links 51/2008

    [...] of Warcraft Testimonial: Die Rollenspiele von Smudo und Thomas D. (via [...]

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