05.12.08
04:09 Uhr

Twitter Monitoring als Verkaufshilfe?

Ja, ich twittere mittlerweile auch. Ich habe mich gewehrt, fürchtete für mich das, was Steve Rubel als “attention crash” beschreibt, aber die Neugier war am Ende größer. Nicht alle ursprünglichen Bedenken bzw. kritischen Betrachtungen haben sich gelegt, aber letzlich wählt ja auch der Twitter-User (hoffentlich) genau aus, wem er denn “folgen” will und vor allem: wem nicht.
Logischerweise schaue ich dabei auch auf meine neuen Follower, die sich via kurzem Email-Hinweis von Twitter ankündigen.
Meistens reicht ein Blick auf die jeweilige Twitter-Page des Followers, um relativ schnell einen Eindruck darüber zu bekommen, ob das “Gezwitscher” einen für mich relevanten Bezug haben könnte. Wenn dem so ist, dann kommt er -oder sie- in meinen Stream…

Als ich nun soeben folgenden Tweet versandte,


dauerte es keine 60 Sekunden, bis ich eine Nachricht im Postfach über einen neuen Follower erhielt.
Zum Verständnis: Ich beschäftigte mich zuvor mit einem geeigneten Kollaborations-Tool, welches unserem Werbeblogger & Friends Organisationsteam die gemeinsame Projektarbeit erleichtern soll.
Ich erwähnte dabei in meinem Tweet auch ein Produkt, welches im Umfeld von Kollaboration und Projektmanagement ziemlich bekannt ist, nämlich Basecamp.

Dieser frisch eingetrudelte Follower ist Anbieter einer ähnlichen Lösung und sucht noch Blogger als Beta-Tester.  Es ist also sehr stark anzunehmen, dass das Unternehmen beim weltweiten “Gezwitscher” laufend “mithört” und nach bestimmten Marken und Schlüsselworten ein automatisches Monitoring in Echtzeit vornimmt.
Taucht nun -wie in meinem Fall- ein Wettbewerber wie “Basecamp” oder ein Schlüsselwort wie “project-management” auf, followed er mich automatisch, ich erhalte von Twitter! einen Mail-Hinweis, schaue mir am Ende seine Website an und…Bingo…hat das Unternehmen einen qualifizierten Besucher aus der der Tiefe gefischt, der sich genau in diesem Moment mit dem beschäftigt, was er selbst anbietet.
Allerdings ist der Missbrauch solcher Instrumente erheblich und kann auch ganz schnell “nach hinten losgehen, mit dem Ergebnis, dass ich irgendwann dann doch wieder aussteige…

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6 Kommentare

  1. Al

    Das Tool des Teufels, von dem Du sprichst, nennt sich übrigens Twollow:

    http://twollow.com/

  2. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Al, Ja, wie im letzten Beitragslink verwiesen ;-)

  3. Uwe

    Vorgestern habe ich ein mal was über “Aikido” geschrieben, und schon zwei Spam-Follower an der Backe. Ekklhaft!

  4. Martin

    Unerwünschte Follower kann man blocken („block“).

  5. Silverlight Travel

    Der Missbrauch ist doch vorprogrammiert, oder?
    Alles wird genutzt wenn sich damit Geld machen lässt.

  6. ramses101

    Auto-Follow ist aber für Privat-Accounts auch Quatsch. Hätte ich einen Unternehmensaccount, würde ich das zwar auch machen, aber natürlich immer wieder schauen, wem ich da mittlerweile followe – und die Spammer wieder kicken. Aber besser so als dass ich einen Konsumenten oder Kunden übersehe, der gerade über mich meckert und in meinem normalen Monitoring nicht auftaucht. Tippfehler, oder er nennt mich einfach “ihr wisst schon wer” etc.

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  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
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