26.11.08
14:25 Uhr

Amazon und user-generated PR?

Man könnte es auch als stimulierte Mundpropaganda bezeichnen, was Amazon plant: Ausgewählte, besonders aktive Nutzer und Produktrezensenten stehen der “Produktpresse” und natürlich dem eigenen Portal als koordiniertes Empfehlungsteam zu Verfügung.

Besonders der “Black Friday” im Umfeld von Thanksgiving und arbeitsfreien Tagen wird als wichtiger Startpunkt des Jahresendgeschäftes im Einzelhandel in den USA betrachtet. In diesem Zusammenhang ist nun ein 6-köpfiges Team mit Namen “Amazon´s Holiday Customer Review Team” am Start, welches insgesamt schon rund 5000 Reviews geschrieben haben soll. Mein lieber Scholli!!!

Wie stimuliert Amazon nun aber diese Bereitschaft des Review-Teams, auch immer schon aktiv zu bleiben?!

Die Top-Nutzer erhalten Gratis-Produkte, wenn sie darüber schreiben. Das Ganze ist bereits länger Teil eines Programmes mit dem Namen Amazon Vine, was im Prinzip einem trnd-Gerüst im E-Commerce Mantel entspricht.
Entscheidend für die Glaubwürdigkeit des Programms ist natürlich dieser Satz:

Amazon does not influence the opinions of Amazon Vine™ members, nor do we modify or edit their reviews.

Ergänzend fällt mir da nur noch ein: …Hopefully!

Amazon beschreitet damit einen konsequenten und völlig logischen Weg. Als Marktführer im E-Commerce wird dieser Weg auch für andere Shopping-Portale weiter Zeichen setzen.

3 Kommentare

  1. @rahapoo

    durchaus auch eine denkbare variante anzuwenden auf den tourismus tinyurl.com/62wdhl

  2. subtile bestechung « one thing is promised

    [...] werbeblogger wies darauf hin, dass amazon im rahmen seines vine programmes versucht, besonders aktive nutzer noch ein [...]

  3. Manuel Foyer

    Klingt zunächst erstmal positiv. Immerhin liefern die Reviews von Endkonsumenten doch genau das, wonach der moderne Konsument im Internet sucht, um sich in seiner Kaufentscheidung zu bestätigen: Nämlich Erfahrungsberichte von Nutzern.

    Dennoch dürften die Gratis-Produkte (je nach Umfang) die Glaubwürdigkeit eines Reviews ein wenig in Zweifel ziehen. Das Review-Team steht durch den zusätzlichen Anreiz in seiner Grundhaltung den Produkten als auch dem Anbieter Amazon positiver gegenüber. Ein Käufer, der mit Produkt oder Service unzufrieden ist, würde seinem Unmut uneinschränkter Luft machen.

    Da ich allerdings selbst ein Freund von Reviews bin und sich selten entsprechende Transparenz erschließt, aus wessen Tasten welcher Kommentar stammt, bleibe ich dabei: Reviewteam = Daumen hoch

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  • J. Martin: @hobbystatistiker Dein Kommentar in Youtube-Qualität — und unter Mißachtung all dessen, was Roland und ich bereits zum Thema...
  • hobbystatistiker: Allmählich ist das ein Gadget-und I-irgendwas-Blog und ihr solltet euch Gadgetblogger nennen. Statt Werbeblogger. Das Geplänkel...
  • Bastian: Erst mehr oder weniger aufwändig eine eigene Welt & Story erschaffen und dann auf der Microsite doch ganz banal auf die...
  • Georg: Guter Artikel! Ich glaube übrigens nicht, dass das Messen des RoI lediglich eine Schwierigkeit bei Social-Media ist. Schon immer gab es...
  • Malik: Die Slow-Media Idee ist ja schon ganz gut durchdacht und auch jetzt nichts so revolutionäres. Multitasking ist ja in gewisser Weise auch...
  • ralf schwartz: Ich auch. Vor allem sollte man hier die Chance nutzen, den RoI/E zu überdenken und die Erkenntnisse auf die Erfolgsmessung der...
  • Micha: @Ralf Ich folge auch Dir, dass das rein Quantitative nicht ausreicht. Aber dieses Problem hat nicht nur Social Media: Wenn durch eine...
  • J. Martin: @Six LOL! Deinen Kommentar sehe ich ja erst jetzt, sorry. Genau. An positiven Beispielen fällt mir nur Lurchis Abenteuer ein.
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