19.11.08
18:21 Uhr

Opel Insignia Kampagne

Die Markteinführung des Opel Insignia hatte schon vor den schweren Auswirkungen der Finanzkrise eine erhebliche Bedeutung für das gesamte Opel Image und Markenbild, will man doch endlich zeigen, dass Opel durchaus das Zeug habe, ein innovatives Auto mit dynamischem Auftritt zu konstruieren.
Während im Frühjahr dieses Jahres bereits das Insignia-Blog für Schulterblicke in die Welt der Insignia-Ingenieure und Testfahrer sorgen sollte, steht nun die breite Kampagneneinführung in den Startlöchern.

Für eine Lizensierung als “Bond-Fahrzeug” hat es wohl nicht gereicht, aber dennoch wollen die Macher auf eine Replika im Umfeld des Geheimdienstes nicht verzichten. So soll das Fahrzeug dann wohl auch eher den männlichen Fahrer ansprechen, der auf der Staße das fährt, worüber Geheimdienste immer noch rätseln.

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Ein “Making of” im gleichen Stil kursiert ebenfalls schon…

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45 Kommentare

  1. M.

    Ok, die Story bzw. Idee kann man natürlich in der Tüte rauchen, aber die Umsetzung…?! Ich bin beeindruckt!

  2. christian stuhlmann

    Ein Quantum Opel??

    In Zeiten wie diesen…
    …könnte man unken, dass OPEL eine Mrd. EURO braucht, weil die Spots so aufwändig und teuer sind… Ich hätte die Finger von den Anleihen bei 007 gelassen, da herrscht gerade ein totaler Überschuss (bis Überdruss) in der Kommunikation, so dass ein Klon sich da ohnehin nicht behaupten kann.

  3. Jan M.

    es gibt dazu auch mindestens zwei nette radio-spots. die synchron-stimme von vin diesel wird dort ziemlich gut eingesetzt.

  4. Paul

    Dass die meisten Männer einfach nie erwachsen werden…

    Ob das jetzt gut oder schlecht GEMACHT ist (es ist gut gemacht) – für die technikfetischistische Aussage kann man sich als homo sapiens doch nur schämen.

    Zitat: “Was kann er noch alles?”
    Ich wüsste da ein paar Sachen, die ein Fortbewegungsmittel anno 2008 können sollte. Aber damit würde ich mich ja doch nur als Müslifresser outen. Wie uncool.

    Zitat: “Was machen die da unten?”
    Wie sagte Opel vor bald 20 Jahren: “Wir haben verstanden.” Garnix haben sie verstanden. Aber das sind sie ja in bester Gesellschaft aus Stuttgart, Wolfsburg, München und sonstwo.

  5. °flo

    Rein exekutionell betrachtet: Respekt, Herr Walter. Mal wieder!

  6. eddi fährt opel

    Die Jungs von Opel tun mir ganz ehrlich(!!!) leid. erst von den Amis verdonnert nur noch rostenden Quatsch zu bauen und dann endlich mal einen Un-Opel, also ein Auto!!! Exakt ein Jahr zu spät.
    Wenn auf dem grill nicht der Blitz wäre, dann würde die 1a Film-Produktion noch besser ziehen.

    @Paul. Ich bin auch kein Müsli-esser (ausser manchmal Bircher-Müsli) und finde diese “was kann er denn noch alles…” Texte sehr BEMÜHT. Allerdings sind wir alle mit daran schuld, dass die Jungs aus der Autoindustrie “nichts verstanden” haben. Denn den A2 hat beispielsweise damals keiner gekauft. Und wer von uns hat einen Hybrid von Toyota/Honda?
    Solange hausfrauen gern Touareg fahren und ein Audi S5 GESELLSCHAFTLICH mehr hermacht als ein Fox Bluemotion, solange würde ich als Hersteller, der ein paar Tausend Leute zu ernähren hat, auch “nichts verstehen” können.

  7. SheephunteR

    Als echter Bond Spot wäre es Okay gewesen aber so…naja…nett.

  8. mr.jay

    Vin Diesels Stimme wirkt mehr als der Rest von der Spotbande.

  9. J. Martin

    Der zweite Spot, der das “Making-of”-Material verarbeitet, macht mehr Anleihen bei den X-Files als bei Bond.

    Was die Story anbetrifft: scheint, als hätten alle panische Angst davor gehabt, etwas Neues zu erzählen. Aber ich bin nicht sicher, ob das wirklich etwas zum Darüberherfallen ist, denn Neues soll ja in erster Linie über das Auto und seine Fähigkeiten erzählt werden, und im Namen von Kreativität liegt das Verzetteln hierbei oft nur allzu nah. The car is the message.

    Was die Umsetzung betrifft: Fett. Auch wenn ich mir den einen oder anderem Dialog/VO etwas weniger naiv-plakativ gewünscht hätte.

    ^_^J.

  10. friedrich

    Opel ist nicht gerade als High-Tech-Marke bekannt, und auch der Insignia wird daran nichts ändern. Selbstabblendende Scheinwerfer, Verkehrsschilderkennung, so what, das haben auch andere, und mit so einem Klimbim belege ich keine Technikführerschaft.
    Auch ansonsten gibt es nichts an dem Wagen, was ihn wirklich zu etwas ganz Besonderem macht, weder das Wagenkonzept noch das Design.
    Insofern ist also die Grundidee “Agent” komplett unglaubwürdig und pathetisch – ein Fall zum Fremdschämen. Die Umsetzung hat viel Geld gekostet, aber der Schauer läuft mir vor peinlicher Berührung der Rücken runter.

  11. J. Martin

    Hm okay, ich bin in meinem Kommentar natürlich davon ausgegangen, daß in diesem Spot wirklich technische Neuerungen vorgeführt werden. Ich selbst bin in den letzten 15 Jahren nur LKWs und Motorräder gefahren und weiß von moderner PKW-Technik bloß, daß sie GPS haben sollten und einen Slot, in den ich meinen iPod oder iRiver stecken kann … ;-)

    ^_^J.

  12. friedrich

    @Martin: Das sind schon neue Features im Automarkt, aber auch der Laie erkennt, daß da nicht gerade das Automobil neu erfunden wurde, wie die Spots vorgeben. Wenn der Fahrer selbst nicht in der Lage ist, die Verkehrsschilder zu lesen, sollte er vielleicht das Fahren lassen, bis Autos erfunden sind, die ganz allein fahren. Dafür wäre dann auch so ein Spot völlig gerechtfertigt.

  13. Paul

    @ eddi fährt opel

    > und ein Audi S5 GESELLSCHAFTLICH mehr hermacht als ein Fox Bluemotion

    Eddi, genau hier nähern wir uns doch wieder mal dem Henne-Ei-Problem. Warum ist das so? Was war zuerst da? Das Bedürfnis oder die Werbung, die dieses Bedürfnis über Jahrzehnte hinweg millionenfach in die Köppe gekloppt hat? Seien wir realistisch – wahrscheinlich beides, und es hat sich wechselseitig aufgeschaukelt.

    Vielleicht gibt es in uns allen ein Protz-Gen und ein Sportlichkeits-Gen, ich weiß es nicht so genau. Aber was glaube ich jeder nachvollziehen kann, ist, dass von der Automobilwerbung wider alle Vernunft eben genau immer wieder diese Macho-Bilder bedient wurden und (siehe Insignia-Spot) werden. Ich bin nicht so naiv zu glauben, EIN Spot könnte da was ändern. Aber wenn eine ganze Branche jahrzehntelang nur einen auf “voll fette Karre” macht, dann läuft in ihrem System was falsch.

    PS. Den Prius habe ich probegesessen. Er war für meine Familie einfach zu klein. Was für eine GESELLCHAFTLICHE Armut, dass es auf dem Serienmarkt nur diese eine Hybrid-Karre gibt, one size fits all… Habe mich dann für einen sparsamen Benziner entschieden (speziell in meinem männlichen Bekanntenkreis, wird mir gespiegelt, dass es halt eine schlaffe und langweilige Familienkarre ist).

  14. Boris Noll

    Ich finds gut das ich nicht alleine mit der Bond Assoziation war die ganze Tonalität und Akustik hat mich stark an den neuen Bond erinnert.

  15. Georg Krüger

    es hilft alles nichts. Wenn das OPEL Logo eingeblendet wird, ist alles wieder vorbei.

    Ich rate DRINGENDS zu einem Logo und Markennamen relaunch. Ich würde einfach Vauxhall übernehmen und OPEL liquidieren.

  16. Six

    Das ist zu sehr Möchtegern-James Bond. Und das ohne Humor oder irgendeine Weiterentwicklung. Einfach “so ähnlich wie James Bond” – kein Original, unoriginell.

    aber sauber umgesetzt. das ist ja auch was wert.

  17. Boris Noll

    Wie sagte mein Papa immer feinstes Ambush Marketing.

  18. Thies

    Die Frage ist doch auch, ob der Spot zu der momentan eher gegenläufigen Presse passt, die sich in ganz andrer Weise mit Opel befasst. Oder glaubt da wer, dass die Werbegucker keine Nachrichten gucken?

  19. Paul

    Thies, ich geh schon davon aus, dass man den Spot mit entsprechenden Bauchschmerzen on air gebracht hat. Aber was soll man angesichts der angefallenen Vorlaufzeiten und -kosten, die dir ja sicher auch vertraut sind, machen? Launch stornieren und warten bis ein Satz neuer Werbemittel konzipiert und gebastelt ist…?

    Manchmal ist es einfach der Lauf der Geschichte, dass Dinge in einem zeitlichen Kontext veröffentlicht werden, der plötzlich wie unter einer Lupe ihren ganzen Wahnwitz deutlich macht.

  20. Vroni

    Ich denke grad nur dran, dass Audi mal ein ähnliches Problem hatte. Audi war durch, durcher, spießig, out, am Boden. Jetzt aber haben sie als fast einziges Automobilwerk keine Absatzprobleme. Selbst BMW hat Absatzprobleme.

    Wie hat das Audi gemacht? (Obacht, nur rhetorische Frage)
    Opel täte gut dran, Benchmarking zu betreiben. (Natürlich wer bin ich denn, als hergelaufener Ex-Werber und gescheitelte Design-Existenz Opel einen Ratschlag zu geben, vielleicht sind sie ja auch schon dran…)

    Trotzdem meine Gedanken dazu:
    Einen Richtungswechsel nur über einen kommunikativen Stil wie bei dem Spot jetzt (auja, wir machen einen auf James Blond, dann is das geritzt…) zu betreiben und nicht über eine echte Änderung im Unternehmen, halte ich für brandgefährlich. Wenn’s dabei bleibt. Daher halte ich das freundlicherweise für einen kommunikativen Testballon. Unfreundlicherweise für eine Notblüte (machen Fichten und Tannen auch, wenn es ihnen nicht sehr gut geht).

    Der “gemeine” Autofahrer, wie @ friedrich es kritisch beschrieben hat, merkt den Werber-”Scheiß”. Wenn den (windel-)weichen oder Pseudo-Positionierungen der kreativen Marketer keine halbwegs echten im echten Leben gegenüber stehen. (Jaaa, ich weiß, den guten alten Deppen-USP sollte man in die Tonne kloppen, leider gibt es noch nix anneres…, und sie müssen halt da was unglaublich Tolles ersinnen auch wenn das Produkt oder das Image es gar nicht hergeben, es ist ihr Job, notfalls Verkehrsschilderkennung, auch wenn das keine echte Positionierung ist, zusammenspinnen…)

    Also halt mer mal fest: Das Problem wird durch den Spot vermutlich nicht gelöst, sondern – beim kritischen Autokäufer und beim Werber-Autofahrer – erst verschärft. (Frage ist, wieviel technikkritische Tekkie-Autofahrer es wirklich gibt, ich hätte es aufs Erste nicht gemerkt…).

    Kann ja oft klappen.
    Werbung muss als Symptom-Doktor allzu oft Versäumnisse in anderen Unternehmensbereichen ausgleichen. Das ist aber nicht der Königsweg, sondern eine immerwährende Verlegenheit. Wurde aber immer schon so gemacht^^ (Achtung Patrick Steilvorlaaaage!)

    Kein noch so kreativer Einzelspot kann das. Da muss eine Linie her, die mileage* hat. Fängt bei der kalt-technischen Positionierung direkt aus dem Unternehmen an und hört bei der negativen Gefühlslage der Kunden draußen auf. Welcher Werber darf dem Unternehmen schon sagen: Hey, eure Autos sind, ähm, vebesserungswürdig. Er wird es nicht tun. Er hat seine Klappe zu halten und zu machen.

    * Eins der schönsten Worte im Bullshitmarketing. Ich mag es heut noch sehr, es hat bei mir überlebt. :-)

    ___________
    Disclosure 1: Jahrelang für McCann-Erickson als leitender Art Direktor, Senior Art, gearbeitet, WMF, VP, P&G, alldas… Opel war zu der Zeit einer der großen Kunden Mc-Cann-Ericksons. Ich war nicht in der Opel-Unit. (Originalton Cheffe seinerzeit: Seien Sie froh, dass Sie keine Autowerbung machen müssen, das ist schreckenslangweilig und nix für Sie… ^^). Wir fuhren die Dinger als Dienstwagen, sie haben noch jeden von uns dahin gebracht, wo wir hinsollten. Außer wir haben selber Unfälle gebaut. Waren so schlecht also nicht. Das war in den späten Neunzigern. (Gott, bin ich alt…)

    Disclosure 2: Frage ist, ob die Sicht eines Kreativen/Werbers allgemein verbindlich ist für den Autokäufer. Schätze nicht, wir Werbeblogger-Schreiber und -Leser, ich eingeschlossen, sind da vermutlich deutlich versnobbter und gadgetverückter als der Rest der Bevölkerung. Wie kann ich Werbung machen und, wie hier, beurteilen, wenn ich so anders unterwegs bin. Geht doch gar nicht.

  21. Paul

    Vroni, es begab sich zu der Zeit, als in Rüsselsheim ein gewisser José Ignacio López de Arriortua Zuliefererteile nicht nach Qualität, sondern nach Zehntelpfennigpreisvorteilen zu bewerten begann, dass man in Ingolstadt anfing, kompromisslos auf Produktqualität zu gehen… Das langfristige Ergebnis der beiden Unternehmensstrategien kann man heute bewundern. (Ich weiß, Opel hat bei der Qualität in den letzten Jahren wieder aufgeholt, aber verlorene Jahre sind verschenkte Jahre.)

  22. eddi fährt LEXUS

    @Paul
    Tip für die Familienplanung (RX400)
    lexus.de/range/rx/hy...

    Oder einfach mal auf den nächsten 7er warten. Prima Stadtauto ;-)

    @Georg Krüger
    Logos sind mittlerweile für halbwegs versierte Autokenner technisch gesehen hinfällig. Volvo ist Mazda ist Ford, Audi ist Seat ist Skoda ist VW etc. Für individualismus-freaks ist Opel einfach mal erste Wahl, zumal das ja nix anderes als Saab ist ;-). Oder dann lieber einen Alfa von GM?

  23. Vroni

    @ Paul
    Das mit López weiß ich auch.
    Nicht, dass nicht auch andere rappenspaltende Autohersteller auf Zehntelpfenniggenau eingekauft haben und noch so einkaufen und den Zuliefer als Lohn dafür erst in einem Jahr bezahlen…, nene, hab nix gsagt…

    Aber das mit López ist Vergangenheit. Das mit den gerade krachenden GM wird demnächst Vergangenheit werden. Aber Opel und GM das hat schon immer hinten und vorn geknackt und gekracht.

    Opel braucht Zukunft, die Mitarbeiter von Opel brauchen sie. Irgendwie wäre es mir unrecht, wenn so ein Unternehmen beerdigt werden muss. Ich weiß halt eben nicht, ob die Zukunft in Bond-Spots liegt. Oder nicht besser in dem, was sie können. Diese Autobauer können es, davon bin ich überzeugt. Auch wenn jahrelang Ausverkauf ihrer Entwicklungen nach Detroit war.

    Oje, ich glaub, ich werd patriotisch. Ich?

  24. eddi ist Patriot

    Ich will auch Patriot sein!! James Bond ist auch einer ;-) und zwar NICHT für Rüsselsheim.

  25. meistermochi

    aus einer gm-konkursmase könnte opel mit sicherheit herausgelöst werden und dann könnte die stunde der chinesen oder wirklich eines solar-moguls schlagen…

  26. Thies

    @Paul: Was Bauchschmerzen angeht, haben andere einfach reagiert.
    1. Esso hat 1978 nach der Havarie der Amoco Cadiz zumindest die Doppelseite in Spiegel und Stern storniert, auf der über dem Claim: “Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an.” ein Exxon-Tanker abgebildet war. (Zuzeiten der Exxon-Valdez-Kampagne 1989 war eh die Tiger-Kampagne on air, was sie da gemacht oder gelassen haben, weiß ich nicht.)
    2. Der Werbefilm für telegate (youtube.com/watch?v=...) wurde auch unmittelbar nach dem 11.9. nicht mehr und nie wieder geschaltet.
    Gegangen wär’s also schon.

    Wobei ich das nicht mal ethisch werten will, sondern nur sage will: Es geht. Und man darf auch mehr als nur drüber nachdenken.

  27. mark793

    @eddi fährt LEXUS: “Technisch gesehen” ist Coca Cola eine koffeinierte Zuckerplörre von diffuser Zusammensetzung. Wie wir wissen, wird das da draußen etwas anders wahrgenommen, und diese Differenz macht den nicht unerheblichen Markenwert aus. Und so untechnisch gesehen geht der Hinweis auf Plattformfahrzeuge und Konzernverflechtungen am eigentlich interessanten Punkt der Diskussion vorbei. Aber gut, wenn jemand Lexus fährt, dann zählen wohl wirklich nur die technischen Eckdaten und wieviel Ausstattung es gibt fürs Geld. ;-))

    Zum Thema: Ich finde den Spot ei-gen-tlich gar nicht schlecht gemacht, aber erstens verhebt sich Opel mit dem Hightech-Anspruch, und in die aktuelle Nachrichtenlage mit der GM-Misere passt diese Kunstwelt auch nicht so richtig rein. Ich habe die ganze Zeit auf irgendein Augenzwinkern gewartet, eine und sei es auch noch so winzige ironische Brechung, bis mir klar wurde, die meinen das anscheinend tatsächlich ernst. Tsss.

  28. eddi grüßt mark

    @ Mark,
    im Grunde sind wir bei einem echt spannenden Thema und mir gefällt Dein Kommentar.
    Der Gedankengang um den es mir (als Nebenthema zu Opel ging), hat etwas mit der Abkopplung von automobiler Marke und ihrer technischen Differenzierung (Parität bis Identik) zu tun. (also nicht: was ist Coce, sondern warum lassen wir uns auf einen Unterschied zu Pepsi oder River oder Afri ein, wenn alle 4 aus derselben Abfüllanlage mit denselben Rezepten kommen würden).

    Markenpsychologisch ist das eindeutig – ich denke nur, dass wir uns da auf “Unterschiede” versteifen, obwohl wir es eigentlich BESSER WISSEN sollten. Es ist für Konzernautos technisch nahezu unmöglich, sich gravierend von anderen Konzernautos zu unterscheiden (sowohl innerhalb des Ladens, als auch im Vergleich zu anderen). Schuld daran sind uA Controlling und Zulieferstrukturen. Das war mal anders, ist allerdings lange her.

    Opel hat einen Quantensprung zu Opel gemacht. und das zählt erst einmal. Leider stecken die jetzt in der Scheisse. Und das ist traurig.

  29. mark793

    Hallo Eddi, danke für die Präzisierung des Gedankengangs. Ich denke, darüber, was den Unterschied zwischen dem rationalen Wissen um marginale technische Unterschiede und dem großen gefühlten Unterschied der auch unbewussten Markenwahrnehmung mit allen dran hängenden emotionalen Komponenten ausmacht, kann uns vielleicht die Neurowissenschaft in den kommenden Jahren noch manches lehren.

    Ist es vielleicht tief drin Menschen angelegt, sich irgendwo dazugehörig fühlen zu wollen und sich auf Unterschiede (im Sinne von wir hier, die dort) zu kaprizieren? Und beutet die Markenwerbung diesen Urtrieb nur aus oder befördert sie ihn gar?

    Und kann die Werbung vorwegnehmen, wo die Marke erst noch hinwill, wie jetzt im Fall von Opel?

    Finde ich extrem spannend.

  30. Opel Insignia goes Bond « Nummer 15

    [...] Hinterlasse einen Kommentar » Opel begibt sich mit dem Insignia auf die Spuren von James Bond. Zur Platzierung in “Ein quantum Trost” hat es nicht gereicht, also macht man es einfach in der gleichen Optik. Die Machart finde ich sehr gelungen, Probleme habe ich im Bezug zwischen Markenimage und dem Spot. Des Weiteren finde ich die Off-Texte nicht besonders gelungen. Dafür ist das “Making of” sehr schön gemacht, da es auch eigenständig funktioniert. Letztlich also eine durchaus gelungene Kampagne, ob der Kunde es Opel abnimmt ist allerdings noch fraglich. [via] [...]

  31. Stefan

    Kommt mir, wenn auch nicht als Spot, bekannt vor:
    floaded.com/films/er...

  32. Denis

    Sehr gut der Spot

  33. mehmet

    opel insignia ………….. na ja habe probe fahrt gemacht am 22 nov 2008 den 1,8 motor hat mir gar nicht gefallen zu laut der motor es mus mindestens 2,0 sein oder am besten v6 maschine …………..und insignia ist auto des jahres gewählt mit 321 punkten und er hat ford fiesta geschlagen das der fiesta 320 punkte geholt hat ………….da lach ich nur insignia soll in seine klasse gewinnen und dan auto des jares werden nicht mit kleine fiesta gewinnen oder………….

  34. friedrich

    @Stefan: Sehr schöner Link.

    Der Film zeigt exemplarisch, was beim Insignia falsch gelaufen ist: Ein Auto, das etwas Besonderes ist (man muß es ja nicht mögen), teuer, selten, High-Tech. Eine Story mit Twist und Ironie. Aufgehängt an einer Liebesstory, die ich ziemlich schmackhaft finde. Das ist ziemlich Daniel Craig – Opel ist stilistisch bei Pierce Brosnan hängengeblieben.

  35. jörg

    da gebe ich voll recht mehmet

  36. Eke

    Na super. Opel baut ein Auto, dass aussieht wie ein Mazda vor zwei Jahren und dreht dazu ein Film, der die Effektwelt (nein, nicht die Storyline) einer CSI Miami Folge von vor vier Jahren bemüht.

    Also die Exekution des Films ist mal gerade eine drei – und damit passt er ja wieder gut zu Opel. Und das meine ich ohne Ironie. Opels Zielgruppe ist da schon gut angesprochen. Nicht das die noch ob der angeteasten Features denken, die Karre ist zu teuer.

    Und der Blair-Witch-X-files-und-was-ich-noch-alles-Spot zeigt sehr deutlich, was ich am schlechtesten finde: es wirkt alles so unsäglich bemüht, so angestrengt.

    Aber die PMs haben auf der Kladde alles abgehakt. Dann wirds schon richtig sein.

    Mann, mein erster Wagen war ein 12 Jahre alter B-Kadett. Punk Bands haben Alben nach der Marke benannt. Können die nicht mal die Agentur wechseln. Oder nicht so beratungsresident sein. Oder am besten beides.

    Man stelle sich mal vor da sagt einer in der Agentur “Hey, wir machen den Spot so James-Bond-Bond-mässig. So Geheimdienst. Verstehste.” Da gibt es Agenturen da wird man schon fast für das äussern dieses Gedankens rausgeschmissen.

    Also. Don´t imitate. Innovate. Kann sich Opel mal hinter die alten Ohren schreiben. Und für so was soll es auch noch Bürgschaften geben. Meine Kunden würden bei so einem langweiligen, vorhersehbaren Kram nicht mal die Rechnung überweisen.

  37. Eisblond

    Also entgegen dem Großteil hier muss ich sagen ich bin begeistert von dem neuen Opel. James Bond hin oder her, die Werbung ist mir persönlich relativ egal, auch wenn ich zugeben muss, dass sich BMW und Co davon eine Menge abgucken kann.

    Zu den Kommentaren mit der Milliarde kann ich nur sagen, es gibt ein Sprichwort:

    Auch wenn man nichts versteht, der Schnabel umso weiter geht.

    Leute, wenn eure Bildung nur aus Nachrichten und keinem Hintergrundwissen basiert solltet ihr solch dämlichen Kommentare lassen. Denn wer sich ein wenig mit solch aktuellen Problem befasst, weiß das Opel eine sehr gute Marke ist und ökonomisch sowie wirtschaftlich gut dasteht, wenn da nur GM (Amerika=>Größenwahn) wäre würde Opel diese Probleme nicht haben.

    Zum Insignia selbst kann ich nur sagen, in meinem Berufsumfeld ist Opel auch verhöhnt und ich bin bisher auch in keinen Opel eingestiegen sondern dachte auch immer nur, dass wahre ist der Stern. Nun heute habe ich meine Meinung geändert und verkaufe meine neue C Klasse nach einem halben Jahr nun wieder und hole mir den Insignia. Ich betone Insignia nicht Opel. Ich bin weiß gott schon die S-Klasse, einen 7ér und auch einen A8 gefahren. Sicherlich schöne Autos aber Insignia bedeutet für mich auch ein Stück Vernunft. ich hoffe und denke es wird auch so kommen, dass der Insignia in seiner Klasse Maßstäbe setzen wird. Ob meine Kollegen jetzt nun sagen “Mein Gott, jetzt fährt er einen Opel” oder nicht ist mir vollkommen egal. Mich hat Opel Insignia nicht durch die Werbung überzeugt sondern durch ein Auto, welches mir den Komfort eines Mercedes bietet jedoch nur zu einem Bruchteil des Preises. Und eins kann ich euch sagen, die AGR Sitze übertreffen sogar die Supersitze in der S Klasse.

  38. J. Martin

    Hmmmmm ….

    ^_°J.

  39. mehmet

    zum ……….Eisblond…………….Hallo kollege mach kein fehler fahr deine c klasse oder kauf eine andere marke auto,weil wenn du insignia kaufst nach einem jahr machst du 50% verlust weil opel verliert am meisten von seinem wert …………….. und die insgnia sieht wie alte mazda,usw……….aus……..by

  40. Eisblond

    @mehmet

    Nun, die C Klasse verliert auch im ersten Jahr 50%, dass ist für mich auch nicht wirklich eine Kaufentscheidung. Aber danke für deinen Tip.

  41. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Hmmmm

  42. J. Martin

    Wertverlust, Schmertverlust. Ein Mercedes mehr oder weniger in der Garage, wen kratzt das schon.

    ciao.de/Mercedes_SLK...

    ^_^J.

  43. Eisblond

    @ J. Martin…

    nun ein Slk ist ein wahres Pflichtauto für Autobegeisterte aber leider nur im Sommer angenehm.

    Wer sich heutzutage einen Neuwagen kauft hat bereits nach dem ersten starten des Motors einen hohen Wertverlust. Damit muss man halt rechnen und wen das stört der muss nicht fahren.

    Dies ist allerdings ein anderes Thema, ich bin sowieso der Meinung, Benzin sollte 2 € pro Liter kosten, damit die Spaßfahrer mit ihren alten Golf und Co. Schleudern den EInkaufsbummel in Zukunft mit der Bahn erledigen können.

    Sicherlich etwas abgehoben aber so ist es nun mal, beruflich brauchen es nun nicht mal alle.

  44. Eke

    @ Eisblond

    “…Opel eine sehr gute Marke ist und ökonomisch sowie wirtschaftlich gut dasteht, wenn da nur GM (Amerika=>Größenwahn) wäre würde Opel diese Probleme nicht haben”

    Ja, wenn das Wörtchen wenn nicht wär.

    “…verkaufe meine neue C Klasse nach einem halben Jahr nun wieder und hole mir den Insignia.”

    Wenn deine Kohle so locker sitzt. Ansonsten betriebswirtschaftlich wohl nicht so der Burner.

    Ansonsten: über diesem Blog steht WERBEBLOGGER. Auch wenn dir der Spot und seine Wirkung egal ist. Hier geht es genau darum. Gibt doch schon genug Autoblogs wo du dich über die “ach so genialen Sitze” austauschen kannst. Für mich liest sich dein Beitrag eher wie von einer mittelmässigen PR-Klitsche in Rüsselsheimer Diensten. Oder von einem frustrierten Opel Händler.

    Der Insignia wird bei Opel den gleichen Weg gehen wie der Pheaton bei VW. Nur eben eine gute Klasse tiefer: ein leise verstorbenes Prestigeobjekt. Das sage ich ohne Häme. Ich würde es Opel wünschen. Ich empfand schon den Astra GTC als guten Wagen seiner Klasse. Ist auch weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ich sag nur “C´mon”.

  45. markus

    Opel der firma der in den regierung bettle, bitte bitte geld geben

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