31.10.08
03:55 Uhr

Neil Christie ist sauer

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Neil Christie ist die Hutschnur geplatzt. Auf dem Company Blog von Wieden + Kennedy lässt er Dampf ab über einen Spot, der nach seiner Einschätzung massiv von seinen eigenen Kreationen abgekupfert hat. Er spricht von „Diebstahl“ und „Verbrechen“. Harter Tobak.

Hier nun der casus belli:
Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

und das „Original“ aus dem Hause Wieden + Kennedy:
Medium: www.youtube.com
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Alarm berechtigt?

15 Kommentare

  1. friedrich

    Man kann wohl zumindest davon ausgehen, daß die Qatar-Filmer den Lurpak-Spot kannten.

    Als Trost bleibt: Der W+K ist besser fotografiert.

  2. Thies

    Close-Up-Orgien von Zutaten, im Zeitraffer gefilmter aufgehender Teig, raunende Männerstimme – das verbindet beide Filme mit, wie ich mal vermute, ca. 200 anderen, die seit Jahrzehnten on Air gegangen sind. Und den von Qatar fand ich nun wiederum überraschender und stärker. Mal angenommen, er ist „gestohlen“, kann Mr. Christie das Ganze nicht einfach als „Hommage“ annnehmen und drüber grinsen.
    Wie sagte Jürgen Scholz, wenn’s zu verkniffen wurde: „Ist doch nur Reklame…“

  3. Patrick Breitenbach

    „food-porn“

    I love this term by the way.

    Neil, take a deep breath and work with your guys on the next trailblazing piece of advertising. I can understand what you feel but please don’t look back. It’s just a fucking – maybe copied – ad.

  4. Britta Stahl

    Man muss einfach davon ausgehen, dass beide Spots etwas miteinander zu tun haben, denn soviele Parallelitäten „zufällig“ in 30 Sekunden zu packen ist eher so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn.
    Die Aufregung darüber im Blog und der Skandal ist sicher gezielt gesteuert und verschafft weitere Publicity.

  5. emule

    mir gefällt.. Qatar Linie!! ein Werbung mit viel Glamour und klasse!! Grüsse

  6. Arne

    ich finde man sollte da nicht so genau sein.
    Parallelen kann man oft, sehr oft, bzw. fast immer ziehen.
    Sogar hier wird es täglich gemacht.
    Lidl / Merci z.B.

  7. Tom

    Naja, einen Löwen werden beide nicht gewinnen. Deshalb: en interessierts? Ist ja noch nicht einmal die gleiche Produktkategorie… btw, ich mag den Qatar-Spot auch lieber.

  8. the_stephan

    W.T.F? Man glaubt es ist ’ne Brotwerbung, aber dann isses gar keine? Schnell wieder hinlegen, finde ich. Tai Chi wirkt ja auch Wunder. Oder Yoga! Und was ist eigentlich aus Autogenem Training geworden, das könnte eigentlich mal ein hippness-makeover vertragen, hilft aber auch in der Old-School-Variante.
    Viel schlimmer an dem besser gefilmten Qatarspot ist ja, dass er ja gegen die gute alte Phil-Dusenberry-Weisheit verstößt, dass gute Werbung das Wahre dramatisiere: Airline food is crap, no matter what. Hier dramatisiert gut gemeinte Werbung die Unwahrheit, drum finde ich sie schlecht.

  9. eddi ist berechenbar

    man kann sich auch anders klein machen, als irgendwelche Mee Toos von anderen Mee Toos a) zu kopieren, b) als Kopie abzustempeln.

  10. Knetgummi

    Mich erinnert das alles an das Intro von „Dexter”

  11. mr.jay

    Wenn das Original eine Fluglinie beworben hätte, wäre ich noch mitgegangen, so aber unverständlich!

  12. Thomas

    @Stephan: Die Idee hinter der gesamten Kampagne ist ja eben die Butter in den Hintergrund treten zu lassen und die eigentlichen Stars, das gute Essen in den Vordergrund zu stellen. Die Strategie war extrem erfolgreich und ist auch nachzulesen (wklondon.typepad.com...).

    Es ist in meinen Augen völlig irrelevant ob hier für das gleiche geworben wird oder nicht. Der Quatar-Spot kopiert zu einem großen Teil die Storyline, die Shots, die gesamte Tonality der Lurpak-Ads. Das einzige was sie nicht kopieren ist eben der Insight, weil er auf das Business nicht anwendbar ist. Deshalb ist die Lurpak-Geschichte auch gut und die Quatar-Werbung verlogen (weil Bullshit). Aber da die Tonality einer Marke nun mal wichtig ist, ist es eben eine Kopie.

  13. meistermochi

    besser gut geklaut, als schlecht selbst gemacht. aber da kann ja auch gleich persil auf ariel zeigen!

  14. Peer Schmidt-Paulus

    So what…

    Beides unterdurchschnittliche Spots. Wenig kreative Kraft. Und da beschwert man sich noch auf niedrigem Niveau…

  15. peter

    visuelle codes bilden und formen sich über die Zeit, sie bleiben wenn sie funktionieren sind. Lahm sind sie wirklich diese Symbol bilder… Totebilder / visual headlines nutzen sich leider ab… Das sieht man an deutschen Fernsehn wo nur mit diesen Codes gearbeitet wird. More of the same aber keine Kopie

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  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
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