01.10.08
13:25 Uhr

Wenn das Spielgeld knapp wird

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Ein kurzer Gedanke zur aktuellen Finanzkrise:

Bohrt man die Spielvarianten bei Monopoly etwas auf, um den ggf. wirtschaftlichen Exitus eines Mitspielers zu „verlängern“, ist man schnell mit der Menge an Geldscheinen am Ende. Eigentlich gut so. Hardcore-Spieler allerdings tauschen dann sogar handskizzierte Schuldverschreibungen aus oder handeln mit Optionen auf spekulative Spiel(er)entwicklungen.
Das kommt einem doch sehr bekannt vor, wenn man sich mit den aktuellen Entwicklungen der Finanzkrise beschäftigt. Da wird in Milliardenhöhe Geld in „das Spiel“ gepumpt, um das „Vertrauen der Menschen“ in das Spiel der Finanzmärkte zu erhalten. Es wäre ja auch wirklich zu dumm, wenn plötzlich scharenweise Menschen ihr Geld wollen und am Spiel nicht mehr teilnehmen. Ohne Spieler kein Spiel – zweifellos. Was die Entscheider in den Finanzmärkten allerdings übersehen: Selbst bei Monopoly ist es in den Spielregeln eigentlich nicht vorgesehen, weiterspielen zu dürfen, wenn man faktisch Pleite ist.  Man tut gut daran, sich gelegentlich an diese einfachen Spielregeln zu erinnern, sonst heißt es irgendwann so oder ähnlich:

Stell dir vor, es ist Monopoly und keiner geht hin… und das Spiel müsste vorerst in Polymono umgetauft werden.

10 Kommentare

  1. Knappes Spielgeld | Sebbis Blog

    […] mir leid für das fast vollständige Zitat, aber was ich gerade beim Werbeblogger gelesen habe, fasst eigentlich ziemlich gut zusammen was ich mir zum Thema Finanzkrise auch gedacht habe. […]

  2. Pixelagent

    Hehe, wir haben uns immer die Geldzusatzpakete beim Spielwarenhändler gekauft, weil wir irgendwann zu wenig Spielgeld hatten…

  3. J. Martin

    Richtig schummrig wurde mir, als ich heute Detlef Guertler Eintrag auf Wortistik zu Triage las [ blogs.taz.de/wortist... ] — in der Tat gingen beim Monopoly die Scheine in der Regel dann aus, wenn die Krise dann den nächsten Spieler traf … wer sich zuerst zu Boden wirtschaftete, hatte somit letzendlich die Nase vorn.

    ^_^J.

  4. meistermochi

    ich habe das nie so reflektiert aber: ja! na klar! monopoly muss man extrem aggressiv spielen, von beginn weg. dann hat man alle anderen bald in der hand.

    und ja: ich habe sogar meine gebunkerten salzstangen schon während einer partie verzockt. selbst fusioniert habe ich mit gegenspielern.

    aiaiai! kann marx mich noch heilen?!

  5. Niko

    Polymono!
    *LOL*

    Zum Thema „immer mehr Geldscheine oder eigene Schuldoptionen drucken“ passt übrigens auch Folgendes: Hier gibt es weitere Kredite direkt von George W. Bush!

    => guenstiger-kredit-on...

    ;-)

  6. Katharina

    Ich hasse dieses Spiel, habe meinen Schüler es beigebracht, weil ich denke, dass auch Hauptschüler dieses beherrschen müssen, um in der Welt zurecht zu kommen. Sie wollten sich prügeln, als der Kredit nicht zurückgezahlt werden konnte. Das ist eine echte pädagogische Herausforderung!!!

  7. bwl zwei null · Eiszeit für kommerzielle Blogs?

    […] von denen man das  früher so gar nicht gedacht hätte: Fefe macht jetzt auf Banken, der Werbeblogger analysiert die Finanzkrise und Don Alphonso reibt sich am Handelsblatt, das einen beunruhigenden […]

  8. mav

    Eigentlich müsste es am Ende für einige Mitspieler heißen: Gehe in das Gefängnis. Begib dich direkt dorthin…

  9. Die Finanzkrise in “Plain English” « World Blog

    […] Wenn das Spielgeld knapp wird (8) […]

  10. buntebank

    Also bei BUNTEBANK Reproduktionen Hamburg wird das Spielgeld eigentlich nie knapp ; )

Eure Kommentare

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