29.09.08
22:37 Uhr
22:37 Uhr
120 Jahre England in einem Brot
Ich mag diesen Spot:
Link: www.youtube.com
Allerdings müsste The Kaiser uns (zwischen seinen derzeit lesenswerten Ausführungen zu “Age”) erklären, ob er tatsächlich auch bei den Engländern zündet und wenn ja, welche Altersgruppen er dabei genau anspricht.
24 Kommentare
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- Daniela über die Arbeitszeit: Mit dem Alter werde ich immer tagaktiver… Während ich in meiner Schulzeit zwischen 8 und 16.00 (Schule) in...
- ralf schwartz: @Selket Interessant, danke.
- Selket: Es hat noch einen weiteren Grund, weshalb Katzen 9 Leben haben sollen: im Alten Ägypten – für Katzen wohl die beste Zeit ;-), war die...
- ralf schwartz: @AndreasK Ich kann die Härte, die Du in den Post hineininterpretierst, nur schwer nachvollziehen. Nichtmal die w&v selbst sieht...
- AndreasK: Weil jetzt das Internet nun mal da und total hip ist, muss die eigene w&v-Idee natürlich brachial digital gedacht, erstellt und...
- ralf schwartz: Ah, “LEAD digital”, dieses “14-tägliche Magazin für Digital-Professionals und Online-Marketer”. So reisst...
- Annette Mattgey: Dafür hat W&V doch LEAD digital. Da kann man all diese komischen Sachen mit dem Netz nachlesen, sogar auf ner eigenen Website....
- daniel: also erst mal, coole Grafik im oberen bereich :-) und der verdienst, hängt sicherlich von jedem selbst ab, viele faktoren spielen da eine...

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Am 29. September 2008 um 22:55 Uhr
Sehr schöner Spot…die Hintergrundmusik lädt das ganze sehr schön emotional auf und hat somit einen bedeutenden Anteil daran, dass das ganze funktioniert…ein Musterbeispiel!
Am 29. September 2008 um 23:01 Uhr
Und die Waliser und die Schotten? Die haben naemlich auch in den Kriegen mitgekaempft. Und unter den Minenschliessungen zu leiden gehabt (zumindest die Waliser). Nur mit 1966 (nehme an das sollte das beflaggte Auto und der Fussball darstellen) werden die nicht so warm werden.
Aber das nur am Rande…
Am 29. September 2008 um 23:26 Uhr
Hab den Spot hier in England im Kino gesehen und großartig gefunden – bis zur Auflösung am Ende.
Vielleicht sehe ich das als jemand, der in Deutschland schlichtweg eine höhere Qualität bei Backwaren gewohnt ist, stark verzerrt, aber das beworbene Brot ist echt ein wirklich schlechtes Produkt. Wenn hier in Deutschland das gelbe Toast-Brot aus dem Edeka (denn damit muss man Hovis vergleichen) mit einem derart großen Gefühlskino beworben würde, dann fänden wir das als 80er-Jahre-Over-The-Top-Werbung einfach peinlich und unglaubwürdig. Schlichtweg zuviel des Guten.
Vielleicht fehlt mir in diesem Fall auch das emotionale Involvement, schließlich hab ich bisher keine Beziehung zu Hovis gehabt. Mir scheint der Spot aber ein gutes Beispiel zu sein, wie man eine riesige Werbewelt um eine schwache Marke aufbaut. Hätte Hovis hier in England eine Markenwahrnehmung wie etwa “Brandt Zwieback” in Deutschland, würde ich den Spot gut und zur passend Marke empfinden. Hier scheint mir das Gegenteil aber der Fall zu sein.
Am 29. September 2008 um 23:51 Uhr
Korrektur: Kleiner Research im britischen Haushalt hat ergeben, dass Hovis das bekannteste Brot in England und eine starke Marke ist.
Dennoch wird Hovis als old-fashion angesehen und die bedeutungsschwangere Werbung steht im Kontrast zur Qualität von Produkt und Packaging. So die Meinung der britischen Mitbewohner.
Am 29. September 2008 um 23:59 Uhr
Ich wollte gerade sagen, Hovis und Billigmarke, das kann nicht stimmen. Das ist eine der teureren “Premium Brands” mit einer der besten Marken ueberhaupt.
Natuerlich etwas old-fashioned, aber das sind doch die Kunden die am ehesten Geld haben und auf das altbekannte Brot ihrer Kindheit und Jugend schwoeren. Und vor allem die, die noch am ehesten Brot essen und nicht zum ueblichen fast food microwave TV dinner greifen.
Am 30. September 2008 um 00:30 Uhr
Jaja, teuer ist das schon. Aber die Kombination teuer+Lebensmittel+England ist nur selten mit Qualität gleichzusetzen.
Hovis ist qualitativ im Segment Toast-Brot bis eingepacktes Vollkornbrot aus dem Supermarkt einzusiedeln. Ich hab Hovis hier im Schrank, ca. 1,40 Pfund bezahlt und zugegriffen weil es noch einige Tage länger haltbar war als die anderen Brote und im mittlerem Preissegment lag. Ohne Hintergrundwissen würde ich also aufgrund von Preis und Verpackung nie auf ein Premiumprodukt schließen. (übrigens bedient sich der Spot auch eher klassischer Working-Class-Themenwelten).
Man kann der Werbung also daher zugute halten, dass sie zumindest eine Geschichte um die Marke aufbaut (lange Tradition, Verbundenheit mit dem Heimatmarkt) ohne gegen das Old-Fashion-Image anzukämpfen. Ich hätte den gleichen Spot aber dennoch lieber für eine andere Marke gesehen.
Am 30. September 2008 um 00:56 Uhr
Du machst hier den grundlegenden Fehler den vermutlich so einige Deutsche machen: Du darfst nicht Deutsches Brot mit dem hier ueblichen Brot vergleichen. Die Leute hier kennen wenig bis nichts anderes und wollen auch nicht unbedingt was anderes. Dieses harte Deutsche Zeug, wie soll man denn damit einen Sandwich machen?
Working class Themenwelten? Jein. Fussball ist inzwischen eher Mittel- und Oberschichtensport, kann sich ja sonst keiner mehr leisten. Die Kriege duerften in konservativen Kreisen egal welcher Schichten noch immer gut ziehen. Eigentlich alles wo man nostalgisch werden kann und in den “guten alten Zeiten” schwelgen kann, dann darum geht es in grossen Teilen in dem Spot. Das einzige was ich sofort als working class identifizieren wuerde waeren die miners strikes.
Am 30. September 2008 um 01:26 Uhr
das mit dem fußball war doch jetzt nicht dein ernst?!
Am 30. September 2008 um 03:25 Uhr
Tja … der Spot ist heute so gut wie ers immer gewesen ist ;)
Am 30. September 2008 um 04:20 Uhr
Ja, Hovis ist eine der bekanntesten und ältesten Brotmarken in England. Ich kam nicht gleich drauf, als ich den Spot auf between drafts | brand meets world einstellte, aber als ich jetzt hier die Kommentare las, klingelte es wieder … es gab in den 70ern eine Reihe berühmter Hovis-TV-Spot (weiß ich aus Büchern :-)), von denen wiederum der bekannteste “Runaway” von 1979 war. Auf youtube findet sich ein Medley [ youtube.com/watch?v=... ] mit “Northern“ (1973), “Bike Ride” (1974) und “Runaway” (1979). Was ich allerdings nicht wußte ist, daß alle drei von Ridley Scott sind! Woot! Ein paar der Kostüme, scheint mit, hat er für seinen ersten Feature-Film The Duellists von 1977 verwendet, *kicher* … apropos, wenn jemand denkt, die Spots wären wegen des Dialekts schwer zu verstehen, solltet ihr erstmal Scotts ersten Kurzfilm Boy and Bicycle aus Filmhochschultagen sehen, der auf der Duellist-DVD mit drauf ist! Wie auch immer, den dritten Hovis-Spot, “Runaway”, finde ich am schönsten. Hier der Text (leicht geschönt):
:-)
^_^J.
Am 30. September 2008 um 08:53 Uhr
Ein Gentleman genießt und schweigt
Am 30. September 2008 um 09:39 Uhr
Ich mag diesen Spot überhaupt nicht:
1. Er nutzt eine uralte Mechanik.
2. 120 Sekunden!!!!! Da kannst Du Leute normalerweise zum Weinen bringen oder in den Selbstmord treiben, weil Deine Geschichte so ergreifend ist. Der Spot dudelt aber nur träge vor sich hin. Wo ist der bitte emotional? Telecom Neuseeland – DAS sind Emotionen.
3. Er ist nicht gut gemacht. Die Übergänge in die neuen Perioden sind absolut vorhersehbar und es fehlt die Raffinesse in den Bildern.
4. Warum sollte ich ihn mir ein zweites Mal anschauen? Ich weiss wie er endet und es gab auch keine Szene, die 2 Minuten Glotzerei wert sind.
Es grüßt der Nörgler Strick
Am 30. September 2008 um 10:12 Uhr
BTW- ist eigentlich aufgefallen, daß die gesellschaftliche Negativentwicklung mit dem Frauen-Wahlrecht eingesetzt hat ? :-)
Am 30. September 2008 um 11:21 Uhr
meistermochi,
etwas uebertrieben, aber was live football angeht nicht. Natuerlich sind die meisten Fans noch immer “working class”, aber sehr viele davon sehen die Spiele nur noch im Fernsehen.
Wenn ein Ticket fuer ein Spiel so um die £30-40 kostet und bei Arsenal das billigeste (!) season ticket £925 (zugestanden das teuerste, aber die anderen liegen auch bei £500+ und bei denen kommt die CL dann noch dazu), dann sind das keine working class Preise mehr.
Von den ganzen corporate boxes und hospitality suites mal ganz zu schweigen, frag mal Roy Keane nach der Prawn Sandwich Brigade.
Am 30. September 2008 um 11:48 Uhr
This spot seems to have gone down quiet well in England. Yes, it pulls the heart strings of the great British bulldog and I can see why people may like it.
I don’t particularly like it, and it sums up a few reasons why I left the country in the first place.
Happy now Pedde?
Am 30. September 2008 um 11:55 Uhr
happy
Am 30. September 2008 um 13:37 Uhr
Die Fussball-Debatte hier finde ich interessant … und in der Retrospektive, im Clip augenscheinlich die 60er-Jahre, WM-Sieg usw., war Fussball doch primär Working-Class: Der Clip vermittelt für mich die Bilder der guten alten Zeit; einer Zeit, in der man sich eben noch für 3 Pfund Highbury u. Fish & Chips leisten konnte:
Am 30. September 2008 um 14:01 Uhr
Stefan, point taken.
PS: Sollte da noch was kommen, am Ende Deines Satzes steht ein Doppelpunkt?
Am 30. September 2008 um 14:08 Uhr
Oh, Doppelpunkt … nein, da kommt nix mehr.
Am 30. September 2008 um 14:22 Uhr
lol @ derherold
Sehe es ein wenig wie Strick: Hätte besser laufen können. Bleibt aber trotzdem für’s Kino ein *netter* Spot.
Am 30. September 2008 um 17:09 Uhr
In der “guten alten Zeit” wollte, außer Nick-Hornby-lookalikes niemand in Highbury sein (noch nicht einmal für 3 Pfund), weil in der “guten alten Zeit” Londons Fußballklubs quasi bedeutungslos waren.
Am 30. September 2008 um 17:03 Uhr
That sounds intriguing. Do you refer to certain “heartstrings” pulled in the spot in particular, or rather how it goes about pulling heartstrings as such?
^_^J.
Am 1. Oktober 2008 um 14:35 Uhr
[...] so ähnlich lautet vermutlich das Motto eines aktuellen Werbespots der britischen Brotmarke Hovis (nach diversen Kommentaren aus dem Werbeblogger-Blog, ein traditioneller Anbieter im Premiumbereich). In ca. 120 Sekunden durchschreitet Hovis, in [...]
Am 2. Oktober 2008 um 13:44 Uhr
Bei der 1966er Szene habe ich das erste mal darüber nachgedacht wofür der Film sein könnte, also welches Produkt und dachte spontan an Olympia 2012. Fragt mich nicht warum genau, es war ja immerhin noch ein Brot was er durch die Stadt schleppte…