25.09.08
00:27 Uhr

Wie mir Sevenload und Premiere heute kostbare Lebenszeit mit Shanghai-Marketing raubten

Eines muss ich vorweg bemerken: Ja, ich bin ein Idiot, denn ich habe trotz besseren Wissens etwas getan, was ich einfach nicht hätte tun dürfen. Doch was genau, dazu später.

Heute erhielt ich Post von Premiere. Ein dicker A4-Umschlag. Inhalt: Ausgabe der TV Digital, einen verschlossenen DIN Lang Umschlag mit deutlich ertastbarer Plastikkarte – Aufschrift “Ihre Smartcard”, eine Informationsbroschüre zu Premiere und Premiere Flex, ein Bogen AGBs (ausschliesslich unterm Mikrofiche lesbar) und ein Willkommensanschreiben, welches meinen Namen und eine zugewiesene Kundennummer ziert. Darin steht u.a., dass man sich freut, mich als Kunden bei Premiere begrüßen zu dürfen. Sobald ich die beigefügte Smartcard aktiviere, könne ich mein Wunschprogramm uneingeschränkt nutzen.

Zu dumm nur, dass ich erstens nicht über die notwendigen Gerätschaften verfüge, geschweige denn über den digitalen Fernsehempfang und zweitens ich mit niemanden einen solchen Vertrag abgeschlossen habe, es sei denn …

… nee, die alten Zeiten des Shanghaiens, bei dem die potenziellen Leichtmatrosen zunächst unter den Tisch gesoffen wurden und diese dann anschließend schwer verkatert auf Deck mit einer Ankertätowierung wieder erwachten, sind zum Glück vorbei, oder?

Also ich war mir sicher, dass ich niemals einen Vertrag unterschrieben oder sonstwie irgendetwas mündlich mit Premiere vereinbart hatte. Was war da also los? Natürlich dachte ich dank chronischer Paranoia zuerst an einen Identitätsmißbrauch. Wenn irgendein Spaßvogel schon den E-Mailaccount der zukünftigen amerikanischen Vizepräsidentin knacken kann, dann wird es ja nicht soo schwer sein, mir ein lebenslanges Premiereabo ans Bein zu hacken. Also griff ich zum Telefon und rief die kundenfreundliche Hotline von Premiere an, die mich nur läppische 14 Cent pro Minute kostete. Jedoch muss ich zur Verteidigung des Konzerns erwähnen, dass dieser mich höchstens 20 Minuten in der Warteschleife hat hängen lassen, ganz bestimmt nicht viel länger.

Die freundliche Dame am anderen Ende war dann recht überrascht als ich ihr vermitteln wollte, dass ich zwar eine Kundennummer bei Premiere habe, aber gar kein echter Kunde von Premiere sein konnte. Völlig perplex versuchte die Gute diesen Case auf ihrem Q&A Protokoll zu finden – ohne Erfolg. Ich fragte sie, wie denn sowas überhaupt möglich sei und was das jetzt eigentlich bedeutet. Als Antwort erhielt ich die Information, dass man (werauchimmer) mich gestern per Webinterface angemeldet hat. Aber ich könne beruhigt sein, es sind keine Bankdaten von mir hinterlegt worden, nur mein Name, Adresse und der Ort sind in ihrer Datenbank gespeichert. (Das beruhigte mich natürlich unheimlich!) Darauf fragte ich stutzig, wie es denn sein kann, dass Hinz & Kunz andere Hinze & Kunze einen Premiere Vertrag verpassen kann, nur mit diesen drei Datensätzen zur Verfügung. Nein, nein, so einfach sei das nicht, meinte sie, nur in diesem Fall habe die betreffende Person wohl ihre Computer clever überlistet. Normalerweise muss man schon eine Telefonnummer angeben, aber hier war wohl jemand ziemlich dreist & smart und hat einfach nur eine “0″ eingetragen. Leider könne Sie jedoch nicht zurückverfolgen, woher diese Anmeldung tatsächlich stamme, ich solle mir aber keine Gedanken machen, schließlich hätte ich ja eine 25 Euro Guthabenkarte erhalten, die jetzt nach Abzug der Jahresgebühr noch 12 Euro Pfeifendeckel Guthaben aufweist. Also kein Grund zur Panik.

Verblüfft beendete ich das Gespräch und ließ nochmal sämtliche Szenarien durch den Kopf gehen. Wer könnte mich so sehr hassen, dass er so etwas tut? Oder leide ich doch nur an einer mächtigen Selbstüberschätzung und es handelt sich hierbei nur um einen kleinen dreckig-perfiden Marketinggag, nach dem Motto: Einfach mal Vertrag abschließen, mal sehen was passiert. Denn witzigerweise ist auf all dem Infomaterial irgendwo vermerkt (ja ich bin extra in die Unibibliothek gefahren um den Mikrofiche anzuschmeissen), dass das Widerrufsrecht erlischt, sobald ich meine Smartcard aktiviere. Hier der orignale Wortlaut:

Erst durch die Aktivierung Ihrer Smartcard wird das Programm von Premiere für Sie freigeschaltet. Falls SIe ein Widerrufsrecht haben, erhalten Sie die ordnungsgemäße Wiederrufsbelehrung mit seperatem schreiben. Mit diesem Anruf zur Aktivierung der Freischaltung erlischt Ihr Widerrufsrecht.

Uups! Naja, zum Glück konnte ich das Teil nirgendwo einfach so reinstecken (Todd Highfive!)

Es ließ mir also einfach keine Ruhe und ich entschloss mich dazu mein Glück erneut zu versuchen. Aufgrund jahrelanger Erfahrung mit Telekommunikations-Call-Centern in und rund um Bengaluru, wusste ich, dass man sehr oft andere oder zusätzliche Informationen bei anderen Mitarbeitern oder im Zweifelsfall auch Robotern erhalten konnte. Die zweite freundliche Dame am Telefon war jedenfalls ebenso verdutzt, dass sie dieses Szenario nicht auf ihrem Gesprächsverlaufsprotokoll finden konnte. Sie bat mich um eine kurze Verschnaufspause, bei der ich zwar wieder die imaginären Münzen pro Minute klingeln hörte, jedoch diesmal keine beruhigende Fahrstuhlmusik angeboten bekam. Das beunruhigte mich wiederum, denn ebenfalls durch vergangene Erfahrungen geprägt, vermutete ich zunächst, dass ich einfach abgewürgt wurde. Doch zum Glück durchbrach ein Knacken das gefühlte Zeitloch und die freundliche Dame meldete sich erneut bei mir. Sie erklärte mir, dass die Firma SATLAND für mich diese Flexbumscard bestellt habe und auch für die Kosten aufgekommen ist. Nun war ich ziemlich perplex, denn das stand ausnahmsweise nicht auf meinem Protokoll. Sie meinte noch, dass sie auch nicht wisse, warum, wieso und weshalb, mehr könne sie mir leider jetzt auch nicht sagen.

Ich bedankte mich höflich, fragte sie aber dennoch, wie wir denn jetzt verfahren. DAS wiederum stand auf ihrem Protokoll und schon spulte sie ihren Verkaufsabschnitt 3.4.b runter. Also ich hätte ja schon unheimliche Vorteile mit der Flex Card und … Äh ich unterbreche Menschen ja nur sehr ungerne, zumal ich ja zum Gespräch eingeladen und bezahlt hatte, aber ich meinte, dass ich jetzt so gar kein Interesse habe, doch noch einen Vertrag mit ihrem Unternehmen einzugehen, schließlich hab ich ja schon einen ungewollten an der Backe. Also fragte ich erneut, wie ich jetzt aus der Nummer herauskomme. Tja, das Leben einer Callcenter-Angestellten ist nicht einfach, strenge Disziplin und vor allem DAS PROTOKOLL bringen einen über die Runden, also setzte die gute Frau erneut an, um mir die Vorteile der Flachwixkarte zu erläutern. Da sah ich ein, dass die Zeit gekommen war, das Gespräch höflich zu beenden.

Mein nächster Anruf bei Satland brachte dann sehr schnell und v.a. sehr überraschend Licht in die ganze düstere Angelegenheit, dabei hatte ich doch erst 2 Stunden damit verbracht wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung zu gackern und dabei wilde Verschwörungstheorien auszupaldowern. Der gut aufgelegte Herr am anderen Ende der Leitung erlöste mich schnell von meinem Leiden. Er erklärte mir, dass dies alles im Auftrag von Premiere geschah, sie wickelten das nur technisch für die ab. Es ging da wohl um ein Gewinnspiel auf Sevenload.

Das ist jetzt auch der Punkt, wo meine Idiotie ins Spiel kommt und mir die Schuppen von den Augen rieselten. IDIOT, IDIOT, IDIOT. Ich hatte vor Monaten, mit einen tierischen Drang auf einen neuen Flachbildfernseher, bei einem Gewinnspiel zum Relaunch von Sevenload teilgenommen. Die gigantische HD-Schleuder war zu diesem Zeitpunkt nur ein oder zwei Klicks von mir entfernt, also achtete ich gar nicht darauf, bei ein- und ausblendenden Bannern auch gar nicht so einfach, dass als Trostpreise über 1500 Premiere Flexcardguthaben auf die Teilnehmer warteten. Ach, deshalb musste ich bei der Gewinnfrage angeben, ob ich SAT oder Kabelempfänger bin. Hatte mich damals schon gewundert.

Im Nachhinein musste ich jedenfalls feststellen, dass dort nirgendwo vermerkt war, dass man als “Gewinner” einen 12-Monate Vertrag mit Premiere eingeht, noch gab es irgendwo, irgendwann mal eine Gewinnbenachrichtigung von Sevenload oder Premiere. Selbst im Willkommensanschreiben war nie die Rede vom Gewinn auf Sevenload und auch die beiden guten Frauen in der Service-Hotline wussten nix von mir als frisch gebackenen Glückspilz. Und das war dann auch der Punkt, wo ich mich richtig ärgerte, zum einen natürlich maßlos über mich selbst, weil ich Depp nach 10 Jahren mal wieder Daten in ein Gewinnspiel geklöppelt hatte (aber die Sevenloader waren für mich naive Dorfschönheit doch immer die lieben WebZwonuller), aber zum anderen über diese dreist-stümperhafte Kommunikation rund um das ganze Schlamassel. Dreist, für den Fall, dass dies so beabsichtigt war, um möglichst gute Quoten aus der Trostpreisaktion herauszuschlagen und stümperhaft, falls es tatsächlich – naja – einfach nur unprofessionell ablief und die “Gewinne” ohne Benachrichtigung und Kennzeichnung der verantwortlichen Unternehmen ausgehändigt wurden. Das wäre selbst für lockerflockig Web 2.0 Business ziemlich enttäuschend.

Wenigstens bin ich beruhigt, dass meine Daten nun in richtig guten Händen liegt. Wie weist Premiere in ihrem Bestellvorgang für die Flexcard (bei der man immer noch für andere diese Dinger bestellen kann, auch mit einer “0″ in der Telefonnummerzeile) auf ihrer Website so schön hin:

Dann bin ich letztendlich wirklich beruhigt. Aber eine Frage tauchte noch beim Retrospektieren des längst abgelaufenen Gewinnspiels auf Sevenload auf, denn dort heißt es nach wie vor:

Jetzt würde mich dann doch mal brennend interessieren, wie die Jungs und Mädels bei Sevenload den Begriff “Vertrauchlichkeit” eigentlich definieren bzw. dehnen? Schließlich landeten meine Daten bei einem Zwischenhändler namens SATLAND, der auf der Seite nirgendwo erwähnt wird. Naja und an wen Premiere das Zeug verscheuert, will ich lieber gar nicht erst wissen. Also wer möchte zuerst antworten? Ibo? Mike? Oder gleich ein Fall für das Watchblog-TV? Bin gespannt.

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42 Kommentare

  1. DonDahlmann

    Ach soooo bessert Premiere seine Abo-Zahlen auf. Du meine Güte, die sind ja mittlerweile fast so schlimm wie Drücker-Kolonnen.

  2. hobbes84

    Nicht das Datenklau und unlautere Geschäfte auch schon längst das Internet erreicht hätten – aber diese Masche kenne ich bisher nur von SKL Telefonverkaufsgespräc…äähhh -gewinnspielen.
    Das Web 2.0 ist wohl auch vor so etwas nicht gefeit – unschöne Kiste für dich und man darf wohl wahr gespannt sein, wie die Deeskalations-Strategie vor allem von Seiten Sevenloads aussieht…retten was zu retten ist oder sachlich und offen (war der Relaunch nicht unter dem Motto “Transparenz”) darüber reden.

  3. Kellerkind

    Premiere sowie auch Sevenload werden sich wahrscheinlich nicht äußern. Wenn sie es doch tun sollten, bin ich gespannt darauf mit welchen Erklärungen Sie auffahren werden.

    Ich in mir nicht ganz sicher, wie das ganze (Straf)rechtlich aussieht.

  4. Mike Schnoor

    Hallo Patrick,

    Die Übermittlung der persönlichen Daten an Premiere ist erfolgt, da Premiere die Gewinne per Post versendet und hierfür die Daten benötigt werden. Das Gewinnspiel wurde deutlich als ‘in Kooperation mit Premiere’ gekennzeichnet.

    Auch uns ist dieses Thema sehr wichtig. Wir prüfen nach deinem deutlichen Hinweis im Blog den genauen Vorgang und bitten dafür um etwas Geduld.

  5. Georg Krüger

    hehe du alter gewinnspielfuchs 3000 :)
    bin gespannt was da rauskommt…

  6. AndreasN

    Ich werde nie nie nie nie nie wieder bei einem Gewinnspiel mitmachen. Ich habe es einmal getan, ca. vor anderthalb Jahren Offizielles Gewinnspiel von Mini. Nach drei Wochen kam dann der Anruf. Ich habe leider nicht gewonnen, aber vielleicht habe ich ja interesse an einem Lotterielos. WTF????

    So ging das ca. vier Monate weiter. Das schlimmste war eine technische Panne in deren Servicecenter wodurch regelmäßig ca. 10x am Tag Anrufe von denen bekam und niemand meldete sich am anderen Ende. Erst ein reger Schrift- und Telefonverkehr mit Alice, T-Com und Polizei hat die Sache dann endlich aufgeklärt.

    Aber bis heute versucht man mir durch dieses EINE Gewinnspiel noch Zeitschriftenabos, private Krnkenversicherungen oder Reisen zu verkaufen.

    Danke, Mini, danke BMW ;-)

  7. Andreas

    Eine sehr gut geschriebene, unglaubliche Geschichte. Ach ja und: Selbst schuld, alda! ;o)

  8. STK

    Unglaublich. Man hat ja so einiges durch, selbst mit den größten Anbietern. Aber diese Story schlägt vieles mir Bekannte.
    Meine Wenigkeit hat so etwas mit 1und1 durch, aber ohne Gewinnspiel. Fazit: Man schwört sich Besserung im Umgang mit seinen Daten und gewisse Dienste zu meiden, oder Unternehmen, oder das Internet, oder die Öffentlichkeit … ;)

    Gibt es eigentlich eine Platform für sowas? wenn nicht sollte das mal jemand umsetzen: ich bin für unglaublichwahr.de oder sowas.

    Grüße,
    Stefan

  9. Robert

    lange Story, mus das mal auseinanderwuseln: Du machst bei einem Gewinnspiel mit, gewinnst, bekommst aber keine Benachrichtigung. Deine Sorge ist, dass Du monatl. Gebühren bezahlen musst. Was sich im Nachhinein mehr oder minder als eine zugeschickte TV-PrePaid-Karte á la Mobilfunk herausstellt (ein Klick via Google zeigt mir in Amazon, wozu die Karte dient und dass sie per se anscheinend Schrott ist). Ich habe jetzt aber immer noch nicht verstanden, wo nun das Problem liegt? Dass mein Daten weitergegeben hat, dass Du Angst hast, monatl. Gebühren zu zahlen, dass man deine Daten weiterverscherbeln wird, dass Du nicht benachrichtigt wurdest oder wo ist das Problem? Wundere mich nur, weil Du erstens ein Marketier bist und zweitens ein bewanderter Internetnutzer, daher verstehe ich immer noch nicht, wo nun die Story ist.

  10. The Kaiser

    Sehr geehrter Herr Basic,

    kann es sein, dass Ihre Unfähigkeit diese Geschichte zu verstehen, auf bestimmte Vertragsklauseln Ihres Mediapartners hinweist? Oder ist ihr Thinking wirklich so Basic?

    Mit freundlichen Grüßen,
    The Kaiser

  11. Patrick Breitenbach

    Ich versteh mich oft genug selbst nicht.

  12. DonDahlmann

    So flach und einfach ist die Sache nicht, Robert.

    Interessant an der Sache ist, dass man mal sieht, welchen Weg die Daten gehen. Das Sevenload ein Gewinnspiel mit Flex-Karten macht, ist ja nichts verwerfliches. Auch nicht, dass die Daten an Premiere weitergeben werden, die die Karten ja irgendwie rausschicken müssen. Spannender ist die Sache mit dem Zwischenhändler, weil man spätestens ab hier keine Kontrolle mehr über die Daten hat. Bisher waren laut Gewinnspiel nur Premiere und Sevenload involviert, plötzlich kommt eine dritte Partei ins Spiel, mit der ich nichts zu tun habe, und wo ich auch nicht weiß, was die nun wieder mit meinen Daten machen. Sie weiterverkaufen an einen Adresshändler, der sie an einem Verlag verscherbelt, der mir ein Abo für eine TV-Zeitung aufschwatzen will?

    Und endlich auch mal eine Bestätigung dafür, dass Premiere offenbar tatsächlich seine Abozahlen mit einmal aktivierten Flex-Karten aufpoliert. Flex-Karten sind Prepaidkarten ohne Ablaufdatum. Das heißt – selbst wenn ich nur alle zwei Jahre mal einen Film für 3 Euro bestelle, bleibe ich als aktiver Kunde im System. Interessant wäre jetzt zu erfahren, wie viel Kundendaten tatsächlich von Sevenload an Premiere gegangen sind und wer die Auslosung der “1500 Gewinner” vorgenommen hat. Wäre ja auch möglich, dass Sevenload die Daten aller Gewinnspielteilnehmer zu Premiere geschoben hat und die dann die “Gewinner” ausgelost haben. In dem Fall wundert es dann nicht, dass Patrick gar keine Gewinnbenachrichtigung erhalten hat.

  13. mr.jay

    och man und ich hab gerade bei spiel um eine traumreise mitgemacht…

  14. Robert

    @TheKaiser, geschenkt, geh spielen:)

    @DonDahlmann, was auch immer Premiere PR technisch treibt, interessiert mich persönlich zero, ich wollt nur ganz gerne von Patrick hören, was ihn nun tatsächlich juckt. Die Tatsache der Nicht-Benachrichtigung, eine möglicherweise eklige Vetragsklausel, dei mögliche Datenweitergabe, what ever. Die Story finde ich nämlich theoretisch spannend, nur sehe ich noch keinen echten Aufhänger für mich.

  15. The Kaiser

    @Robert: Danke blogpapa – muss ich vor 22.00 Uhr zu Hause sein?

  16. Robert

    frag doch Sevenload, die zahlen die Spielzeuge:)

  17. Robert

    btw, offtopic: Euer Blog lädt ziemlich langsam. MySQL?

  18. Kellerkind

    Also ich finde schon das diese Story ein guter Aufmacher ist. Es geht nicht allein um diese Geschichte, den diese ist nur kategorisch für die x-tausende Missbräuche mit unserer aller Daten.

    Ich sehe als Marketer hier auch die klare Versäumnis einer Gewinnbenachrichtigung, das ist mehr als Fatal. Eine ganze Aktion ist somit eigentlich wertlos. “Sie haben am Gewinnspiel teilgenommen und für den 1.Platz hat es leider nicht gereicht, dafür haben sie eines von 1.500!!! Trostpreisen gewonnen. Viel Spaß damit” … das hätte prima mit einer weiteren Aktion verbunden werden können. Das Produkt Premiere “Flachwixkarte” hätte viel besser kommuniziert werden können, aber durch diese Art der Versendung (über dritte!!!) hat man vertrauen (und mehr) verloren / verspielt!

    Also Marketer in aller Welt – lernt daraus!

    PS (mit allem Respekt:) :
    Allein das dieser Basic-thinker-Billig-Blogger Sevenload fett auf seinem Blog stehen hat, disqualifiziert ihn für eine weitere Aufarbeitung dieses Falles. Würde mich interessieren wie dieser (vorausgenommen er nicht so leicht beeinflussbar) auf so eine Aktion reagieren würde.

  19. Georg Krüger

    Ich denke Don hat die Sache ganz gut aufgedröselt. Gut zusammengefasst.

  20. Robert

    Sevenload ist geil. Ok, was war das Thema? Ahso, Patrick und Gewinnspiele:)

  21. Patrick Breitenbach

    @Robert: Weiss jetzt nicht so genau, wo es dir jetzt juckt. Alles was du wissen willst, steht hier und in den Kommentaren. *schulterzuck*

    Sicherrlich ist das kein Bild-like-Aufmacher, sondern nur ein kleines Alltagserlebnis, was ich gestern eben hatte. Wenn du saftige Webzwonull-Aufmacher willst, lies einfach Valleywag und Techcrunch weiter.

  22. Robert

    kein Grund, Leberwurst zu spielen, wenn man Dir eine simple Frage stellt. Marktiers sind komische Tierchen, ihr kommuniziert zu viel künstlich:)

  23. Patrick Breitenbach

    @Robert: Stimmt, das ist wirklich kein Grund für dich.

  24. Patrick Breitenbach

    und deine Frage war kniffliger als du denkst, denn du musst wissen, dass wir “Marketiere” auch ein bißchen einfältig sind.

  25. Kellerkind

    @Robert

    Ich habe mir deinen Blogg-Mist angeschaut! Da drängt sich mir die Frage auf, warum du bei diesem Thema einen Aufhänger suchst und dein Blogg nur so trieft vor lauter Aufhängerlosigkeit!

    Es ist ein guter Versuch das Thema durch unqualifizierte Beiträge zu sabortieren, aber ich möchte jetzt doch von anderen hören, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. (jetzt nicht nur 7load&Premiere).

  26. ramses101

    Also ich finde es schon bemerkenswert, dass die Daten – so lange sie bei sevenload sind – ausschließkich Gewinnspielzwecken dienen, jedenfalls bis sie aus Gewinnspielzwecken bei Premiere landen und von dort aus munter an “ausgewählte, seriöse Partner” weiter gegeben werden können. Heißt das, dass ich in Zukungt mögliche “Nachfolge-AGBs” erahnen muss?

  27. Robert

    @Patrick, eine stinknormale Verständnisfrage, keine Antwort, gut, ab dafür. Scheint Dir heute echt schwer zu fallen, warum auch immer. Du bist mal wieder echt ein Brummbär:)

    @Kellerkind, ich mach jetzt einfach mal ne Schublade auf für Dich.

  28. Kellerkind

    @Danke und setzt dich auch gleich rein, ich kann dich nämlich nicht mehr sehen …

  29. Patrick Breitenbach

    @Robert: Ich versteh wirklich nicht, was du wissen willst. Hat weder etwas mit Leberwurst noch mit Brummbären zu tun. Wirklich nicht! :-)

    Alle Dinge, die du gefragt hast, stehen doch da, was genau fehlt dir?

    Hier nochmal die Summary, wenn du wirklich den langen Text nicht lesen willst:

    1. Bekomme die Nachricht, ich bin plötzlich Premierekunde (Heute übrigens wieder im Briefkasten, kein Wort von Gewinnspiel)
    2. Empörung, da mir niemals bewusst war, dass ich einen Vertrag abgeschlossen habe oder ein Produkt bestellt habe
    3. Zwei Anrufe bei Premiere brachten keine wirklichen Infos, außer das jemand anders für mich das Produkt erworben hat und ich nun in der Kundendatenbank stehe (kein wort von gewinnspielen etc.)
    4. Anruf beim Zwischenhändler, der im Gewinnspiel nicht auftauchte brachte die Erinnerung zurück, dass der Flexkartenerwerb ein Ergebnis der Sevenload Gewinnspielaktion war, zu der es keine Gewinnbenachrichtigung gab, ergo ich diese Info in mühseliger Telefoniererei mit Angst um Identitätsklau selbst herausfinden musste
    5. Die Erkenntnis, dass ich nicht mehr bei sowas mitmache, weil der Gewinnspielausrichter nicht transparent genug dargestellt hat, an wen meine Daten überall hingehen.

    Das sage ich als Verbraucher nicht als Marketer oder Werber. Und selbst als Berater kann ich sowas nicht gutheißen, ganz einfach weil der Schuss nach hinten losgeht, so wie es Kellerkind schon treffend hier zum Thema Marketing formulierte: werbeblogger.de/2008...

    Das Ding ist einfach dunkelgrau und hat einfach nur genervt und Don Dahlmann hat hier ja auch nochmal alles wunderbar zusammengefasst:

    werbeblogger.de/2008...

    Jetzt noch Fragen? Aber dann bitte etwas konkreter und einfacher formuliert! ;-)

  30. Robert

    hey, geht doch:))) Danke, ich weiß jetzt einfach, was ich so weitergeben kann. Zumal gerade das Umfeld extrem spannend ist, denn das hier ist nun einmal Werbeblog. Das sich mit den Dingen befasst, die Marketiers anstellen, mal gute, mal schlechte Dinge. Und mir dabei die Erkenntnis eröffnet, dass Marketing-Menschen zuvor immer ihre eigene Suppe auslöffeln sollten, bevor man sie auf Kunden loslässt. Das münze ich nicht auf Dich, sondern generell.

  31. Patrick Breitenbach

    Ich denke, das sogenannte Umfeld ist bei solchen Geschichten immer egal, weil hier auch nicht typisch über Werbung geschrieben wird, wie du es beispielsweise auf Horizont und W&V lesen kannst. Wobei es wirklich wichtig ist, dass mittlerweile sehr viele aus der Branche mitlesen und auch mitlernen möchten. Werber sind nämlich nicht von Grund auf böse, sie sind einfach schlecht erzogen worden! :-P

  32. Sevenload´s Gewinnspiele Teil 2 Laß dich nicht verarschen | Du hast keinen Titel

    [...] FehnjterIch nenne es Teil 2, weil ich Teil 1 aus eigener Erfahrung berichtet habe. Beim werbeblogger liest man wie sich echte Sevenload Gewinner über eine Flachwixkarte (Premiere Flex) von Premiere freuen. Interressant im Kommentarbereich ist, das alle ausser Robert [...]

  33. Boris Noll

    Zur Diskussion kann ich nur sagen… bis einer weint! btw. das Niveau sinkt immer zu schnell bei solchen Aktionen…

    zum Thema passiert…aber nen Gewinner schreiben hätte ich auch gern gehabt.. so hats halt nen komischen nachgeschmack..

  34. Michael

    Also ich verstehe echt nicht, warum Ihr Robert in so einem aggressiven Ton unbedingt in die Pfanne hauen wollt? Ist das Nachfragen hier nicht erlaubt und eine vernünftige Kommunikation nicht erwünscht??

    Naja, kommt mir halt so vor.

    BTT: Ich bekomme auch hin und wieder irgendwelchen Müll zugesandt. DVDs, Bücher etc. Ungewollt und unbestellt. Who cares?? Ich ignoriere das Zeug einfach.

    Es liegt bei mir originalverpackt zur Abholung bereit, falls es ein Versehen war bzw. wenn mir jemand, wie auch bei Deiner Premiere-Geschichte zuerst vermutet, einfach frech einen Vertrag aufs Auge drücken will.

    Eine Rechnung, sollte jemals eine kommen, werde ich nicht bezahlen, denn ich habe ja niemals etwas bestellt. Kein Absender kann das Gegenteil beweisen. Wie auch?? Als ein Anrufer mal meinte (vor Jahren, Reader’s Digest war es glaube ich), ob ich es zurückschicken könnte, habe ich verneint. Ich bin dazu nicht verpflichtet, wenn mir jemand unaufgefordert etwas zuschickt. Das wäre ja noch schöner, denn dann wird man in Zukunft mit allerlei Müll überhäuft. Die DVDs und Bücher LIEGEN NACH WIE VOR ZUR ABHOLUNG BEREIT *gggg*!

    Bisher war aber noch niemand bei mir ;-)

    Meine Meinung zu Deinem Premiere Fall:

    Da lief marketingtechnisch einiges schief (keine Gewinnbenachrichtigung, wenigstens per Mail, wenn man Porto sparen will, kein “brauchbares” Begleitschreiben, ein uninformiertes Call-Center etc.), wenn nicht sogar die ganze Aktion mit diesem vermeintlichen Gewinn, der in ein Vertragsverhältnis übergeht, mehr als skurril ist. Das geht schon in Richtung vorsätzliche Täuschung… Außerdem bin ich 100%ig überzeugt, dass ALLE Gewinnspielteilnehmer diese Karte erhalten haben.

    Die Datengeschichte ist natürlich sehr heikel. Gewinnspiele werden immer ins Leben gerufen, wenn man an SAUBERE (=reale) Daten kommen möchte. Ohne Gewinnspiele gibt jeder Fantasienamen oder Nicknames an. Ist irgendwie normal und logisch. Daher mein Fazit: NIEMALS, aber auch wirklich niemals an einem GS teilnehmen!!!

    Dass Deine Daten an Dritte weitergegeben wurden, schockiert mich nicht. Dass ist einerseits normal (trotz anderwertiger Zusagen!) und andererseits rechnet wirklich niemand, dass ein spendabler Gönner 1.500 Gewinne selbst versendet. Ok, wenn es nur 3 Gewinne gäbe, wäre es was anderes…

    Die Frage ist nun primär, was mit Deinen Daten WEITERHIN geschieht. Wenn die – erlaubt oder nicht – vom Dritten bzw. auch von sevenload oder Premiere weiterverkauft werden, ist das natürlich weniger angenehm. Aber wie schon erwähnt, man kann Werbung auch ignorieren oder wegwerfen *ggg*.

    Ich würde an Deiner Stelle schriftlich einen Widerruf an die drei Beteiligten senden. Vielleicht nehmen sie Dich aus der Datenbank raus, wenn Du Glück hast… Aber gib nur Deinien Namen und die letzten beiden Ziffern der PLZ an. Auf keinen Fall ALLE Daten, weil sonst kommst Du in die Datenbank rein statt raus! Wenn Sie Dich tatsächlich nach wie vor gespeichert haben und rausnehmen wollen, werden sie Dich mit Deinen Teilangaben in der Datenbank auch finden ;-)

    So, und nun entspann Dich, denn Daten bekommt man heutzutag überall her. Sogar gelistet, sortiert, nach Berufsgruppen, Einkommen etc. Kundenkarten sind auch immer eine gute Quelle. Grundsätzlich ist aber alles halb so wild.

    Solange Du nicht 80 und senil bist, wirst Du (unerwünschte) Werbung von Phishing-Abzock-Lockangeboten unterscheiden können und richtig handeln.

  35. Michael

    Die Uhrzeit meines Beitrages stimmt nicht. Es war 4.16 und nicht 4.44 Uhr ;-)

  36. Michael

    Sorry, es ist spät. Es sollte 4.26 und nicht 4.16 heißen…

  37. Patrick Breitenbach

    Oh wie schön, ich bin also jetzt auch eine Karteileiche! :-)

    allesaussersport.de/...

  38. markus

    Habe die Karte auch gewonnen.. mache aber gar nix.. hab ja auch nix unterschrieben. Außerdem haben dir mir eine Karte für Kabel geschickt.. ich habe aber Sat :-)

  39. M.

    …und darum fand ich das so klasse, dass man beim “Überraschomat”-Gewinnspiel von tobaccoland GAR nichts angeben musste. Nix, nada. Nur eine E-Mail-Adresse, egal welche, und konnte trotzdem gewinnen, 10 Euro-Amazon-Gutscheine immerhin. Und erst, wenn man wirklich einen der Hauptgewinne bekommen hat, seine Postanschrift. (Aber das ist mir natürlich ohnehin nicht passiert…)

    Alles andere? Niemals würde ich im Netz jemandem meine Daten geben… egal, ob es nun sevenload oder 1&1 oder sonst was ist. Schon allein weil: Großbritannien ist gar nicht SO weit weg ;)

  40. Roland

    passt doch alles wunderbar zusammen…
    horizont.net/aktuell...

  41. Lisa

    Habe mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber da ich bei diesem Gewinnspiel auch mitgemacht habe, wundert es mich schon ein bisschen, dass Du nicht wie ich per E-Mail (sogar insgesamt zweimal) von sevenload über den Gewinn informiert worden bist…

  42. TillaPe

    Ach ja – das war früher einfach einfacher. Da hat man im Absender auf der Gewinnspielmitmachpostkarte einen simplen Fehler eingebaut und konnte wunderbar nachverfolgen, an wen die Adresse alles verkauft wurde ;)
    Blödes Internet.

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