15:30 Uhr
Greenpeace, der Dove Onslaught Sieger?
Dove, Kosmetikmarke aus dem Hause Unilever, hat mit der Kampagne Onslaught auch Kritiker auf den Plan gerufen, in diesem Fall “Greenpeace”, die nun ein Fazit aus ihrer Viralkampagne “Onslaughter” ziehen.
So findet man auf der Website der Naturschützer sowie als Nachtrag in der Beschreibung des Videos bei Youtube eine Schilderung der Reaktionen von Unilever auf die Tausenden von kritischen Mails und Stimmen, die diese virale Spotaktion ausgelöst haben:
Firstly, Unilever agrees to support an immediate moratorium on deforestation for palm oil in South East Asia.
Secondly, the company also agrees to use its leadership role within the industry to “aggressively” build a coalition of companies to support the moratorium. This includes them lobbying all the major players within and outside the Round Table on Sustainable Palm Oil (RSPO) including the likes of Kraft, Nestle and Cadburys.
Thirdly, they agreed to put urgent and substantial pressure to save forests onto their palm oil suppliers on the ground in Indonesia too. Once the suppliers are on board with the moratorium then we have a real chance of stopping rainforest destruction.
And finally, Unilever agreed that they would lobby the indonesian government to support the immediate moratorium.
Not bad for 2 weeks campaigning!
Greenpeace ist logischerweise stolz auf die Kamapgnenwirkung ihres Virals und feiert sich als Sieger. Was aber ist mit der Marke Dove? Nehmen die Kunden diesen “Schritt in die richtige Richtung” von Unilever und ihrer Marke Dove überhaupt wahr? Interessiert es den westlichen Hautpflegekunden wirklich, welchen Raubbau Palmölprodukte in “irgendeinem ziemlich entfernten Land” dieser Erde anrichten? Unilever selbst jedenfalls hält sich ziemlich bedeckt und beschränkt die Mitteilungen auf eine tief versteckten Unterseite ihres Web-Auftritts…
3 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 9. September 2008 um 16:02 Uhr
Nach meiner Beobachtung ist es dem allergrößten Teil der Konsumenten egal wie ein Produkt hergestellt wird. Nachvollziehen kann es kaum noch einer. Wer sagt schon das die Bilder die Greenpeace in dem Spot zeigt alle aus Indonesien sind und ob das alles Bäume waren die für Dove gefällt wurden (sahen ja nicht alle nach Palmen aus). Hinterher haben wir da Bäume gesehen die in Wirklichkeit für Mercedes, BMW, IKEA, Aldi, Apple oder das Papier der Mediamarkt-Anzeigenblätter gefällt wurden.
Hinterher ist alles nur noch eine Frage der Glaubwürdigkeit auf der einen und des Glaubenswillens auf der anderen Seite.
Am 9. September 2008 um 21:37 Uhr
@Abacus erlaubt sei die folgende Anmerkung: Keiner der gefällten Bäume ist eine Palme, das sind alte Urwaldriesen. Die werden gefällt, dann werden die Palmen angebaut. Sieht man auch wunderbar im Spot. (Die Palmen werden, ähnlich wie Apfelbäme, nicht gefällt. Die Palmnuss wird geerntet und zu öl verarbeitet). Aber das ist eigentlich egal, denn: am Ende wurde, ob die Glaubwürdigkeit nun gegeben ist oder nicht, durch ein Spoof Unilever zum Umdenken zumindest angeregt. Und das ist ja schon mal nicht schlecht. Für den Regenbaum an sich und vielleicht auch für uns. Obs Dove was bringt? Sei dahingestellt, warum Sie dies nicht offensiver kommunizieren ist mir schleierhaft. Aber vielleicht kann uns da ein PRler weiterhelfen.
Am 10. September 2008 um 00:24 Uhr
Ich bin (leider?) auch der Meinung, dass letztendlich die Finanzen zählen.
Mit den Frauen von Dove wird wirklich einiges an Marketing und Imageaufbesserung betrieben.
Was bleibt dann hängen?
Welche Inhaltsstoffe es hat?
Ich treibe mich viel in Frauen Communities oder Websites herum, wie die typischen à la gofeminin oder konsumgoettinnen.de und ich habe bisher nichtmal ansatzweise davon aus Frauenmund gehört.
Es wird also weiter verschleiert bleiben.