04.09.08
22:47 Uhr

Psychochromatische Datenschutzallergie

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Seit dem Erscheinen von Googles neuem Browser “Chrome” poppt sie wieder auf, die große Datensch(m)utzthematik. Natürlich hat sich Google in den Blogs schon längst von ihrem Image als “don’t be evil” Garagenfirma verabschiedet und steuert unbeirrbar auf die digitale Weltherrschaft zu. Ja, ja deine Mudder. Genau das ist auch der Grund, warum so viele Menschen plötzlich Angst vor diesem Unternehmen bekommen. Einerseits dringt aus den Firmenmauern nur wenig nach außen, also keine all zu spleenigen Unternehmenschefs (á la Ballmer), so gut wie keine waschechten Firmenskandale oder sonst irgendwelchrn üblichen Negativmeldungen. Natürlich tauchte hier und da unschöne Geschichten in Zusammenhang mit chinesischen Dissidenten auf, natürlich ist Google ein Inbegriff für die Datenkrake schlechthin (komisch is ja auch ein Datensuchgerät), der Online-Werbekiller und das Nonplusultra für die digitale Existenz, denn schon längst ist das eigentliche Mantra des Unternehmens bei allen angekommen: I ‘m googled, therefore I am.

Doch zurück zum eigentlichen Kernthema, dem Datenschutz. Google ist böse, weil sie alles zu dokumentieren scheinen, was wir im Netz so anstellen – jedenfalls eigentlich nur mit den Produkten von Google, macht ja sonst kaum jemand. Seltsamerweise haben wir aber keine Probleme damit, an irgendwelchen Online-Gewinnspielen teilzunehmen, ein Profil bei Xing, Facebook und Co. zu haben und unsere Urlaubsfotos bei Flickr einzustellen. Wir schreien nach Web 2.0, dem Mitmachweb, bei dem die eigene Profilneurose nie befriedigt genug zu werden scheint und wehe, wir tauchen im Ranking bei Google weiter unten auf oder unsere Adsense-o.ä.Linkverkaufs-Einnahmen sinken durch zu wenig COntent und Vernetzung. Wir haben kein Problem damit unsere intimsten Daten (inkl. Kreditkartengedöns) Amazon & eCommercekonsorten zu übergeben und zigfache Schufaauskünfte hinter unserem Rücken ablaufen zu lassen, so dass dabei sogar unser dortiges Ranking (Scoring) schlechter wird und wir plötzlich nur durch fleißiges Konsumieren als finanziell unzuverlässig klassifiziert werden. Wir haben kein Problem damit, mobil zu telefonieren, SMS zu verschicken, einen biometrischen Pass erstellen zu lassen oder unsere Krankendaten in Zukunft auf einen winzigen Chip zu speichern. Wir haben kein Problem damit, bei Versicherungsanträgen großer Konzerne ausführlich zu berichten, welche körperlichen und seelischen Leiden wir hatten oder haben werden. Wir stören uns nicht daran, dass unser Staat angeblich zur dessen und damit auch unserer Sicherheit unsere Internetaktivitäten dokumentiert, wir schreien nicht auf, wenn wir – bevor wir eine staatliche Stelle antreten – angeben müssen zu welcher Religionsgemeinschaft wir gehören oder wie wir politisch ticken. Auch machen wir kaum Geschrei, wenn unsere Passagierdaten von Land zu Land gereicht werden (sind ja keine Terroristen, haben also nix zu befürchten) oder wir Fingerabdrücke und weiteres hinterlassen müssen, um in das freie Amerika einzureisen. Aber als Webseiten-, Forums- oder Blogbesitzer möchten wir natürlich nicht auf die Statistiken zu unseren Besucherzahlen und die IP-Nummernkontrolle für Trolls, Spammer und anonyme Pöbler verzichten.

Ich frage also: Wieviel von dem passiert parallel während man sich gleichzeitig über einen Browser aufregt, den man – ganz im Gegensatz zum IE – noch nichtmal benutzen MUSS?

Das soll nicht den mangelhaften Datenschutz von Googles neustem Handstreich in Schutz nehmen oder gutheißen, relativieren oder bejubeln. Das soll lediglich ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der gläserne Mensch längst zur Realität geworden ist – was nicht gut ist, aber auch nicht gleich höllisch sein muss, dazu ist das Thema einfach viel zu komplex. Wer seine Daten wirklich schützen will, sollte sobald wie möglich die westliche technologisierte Zivilisation verlassen. Denn es wäre ein Irrglaube zu meinen, man bekäme auf immer kostenlose Softwareprodukte, ohne auch im entferntesten irgendwie mit etwas zu bezahlen. Persönliche Daten sind die neue Währung. Das haben wir uns mit unserem “im Internet ist alles kostenlos” und die Wahl des Konsumtempels und der jeweiligen Regierungsvertreter selbst eingebrockt.

Wer also anonym surfen und digitale Produkte nutzen will, kommt nicht an den Hackertools und Falschidentitäten vorbei. Wer nicht möchte, dass irgendwelche Leute wissen, dass ihr euch Pornoseiten im Netz anschaut, sollte die Adware und Trojanerverseuchten Seiten sowieso gleich meiden und sich lieber gleich eine kleine Heimproduktion zulegen (weil ausleihen und bestellen ist auch nicht wirklich ohne Dateneingabe möglich, ne). Wer sich anonym vernetzen will, hat meiner Ansicht nach das Internet nicht wirklich verstanden. So, nun dürft ihr draufhauen und weiter Horrorszenarien stricken oder euch mal überlegen, wozu man solche Daten zur Abwechslung auch mal “unböse” einsetzen könnte, denn auf kostenlose Bequemlichkeit will ja irgendwie auch niemand verzichten, oder?

Ergänzung: Sehe grad, dass sich Spreeblick bereits mit der Thematik ähnlich provokant-differenziert beschäftigt hat und “Blogpapa” Robert entsprechend angepisst reagiert. Köstlich.

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27 Kommentare

  1. leu

    Wirklich köstlich die Reaktion von Basic. Irgendwie hab ich das Gefühl in Deutschland nimmt man Bloggen immer noch sehr ernst.

  2. MILE

    Ich denke eher, dass sich manche Blogger sehr ernst (zu ernst?) nehmen…!? Aber da ich weder Spreeblick noch Basicthinking jemals wirklich etwas abgewinnen konnte, ist diese überflüssige Diskussion ohnehin mal wieder an mir vorbeigegangen…

    Und Chrome ist für mich weniger ein Browser als vielmehr ein Frontend für die diversen Google-Apps, die ich ohnehin nicht verwende…! Nicht, weil ich mich durch die allgemein vorherrschende Paranoia beeinflussen lasse, sondern weil ich in keinem davon einen wirklichen Vorteil für mich entdecken konnte…

  3. rolf

    Ich empfehle googlewatchblog.de/2... für die Paranoiker. Ansonsten mag ich Chrome einfach. Genauso wie den Google Reader, Google Mail und die Google Suche.

  4. Trends

    Neben dem Sammeln von Daten, was der Staat und andere sicher auch machen, kommt allerdings hinzu, dass diese Software und der Konzern dazu uns dann Vorschläge machen, was wir lesen sollen.
    Gut, der Staat hat sicher auch einen Einfluss auf die Massenmedien, welche Apotheke ich benutze, schreibt mir die Krankenkasse derzeit jedoch noch nicht vor.
    Vielen ist sicher die Reichweite solcher Dinge nicht bewußt und wird es wohl auch nie werden.

  5. krootoo .5 » Datenschmutz

    [...] stammt nicht aus meiner Feder, aber erwähnenswert: [...]

  6. chrizz

    das “gefährliche” an der Sache ist m.E. das die Daten bei einem Unternehmen liegen… Klar, Amazon sammelt auch wie bekloppt und ich bekomm immernoch Kaufempfehlungen für Bücher, die ich vor ca. 5-7 Jahren gekauft habe, aber da ist es nicht so präsent und extrem wie bei Google. Google bietet im Internet einen nahezu Allroundservice. Ich kenne keine Nutzerstatistiken für Angebote wie Google Docs, oder Mail, aber ich bleibe dabei, dass ich hier nicht auf Google zurückgreifen werde. Anonym im Netz ist nur mit sehr viel Aufwand möglich – ob es letztlich dann aber auch zum gewünschten Erfolg führt, wage ich zu bezweifeln. Insofern die Daten dezentralisieren – Mails bei GMX, Dokumente auf dem eigenen Server, Xing muss halt, und auf Pornos verzichten… ;) Der gläserne Bürger sind wir schon, bzw. sind wir auf dem Weg dahin… Und ob nu der Staat die Daten hat, oder Google… letztlich birgt beides großes Missbrauchspotential…

    Cheers!

  7. Patrick Breitenbach

    Ist mir schon alles klar mit Missbrauch etc. pp. Aber manche Leute glauben doch nicht ernsthaft, dass Google der erste Konzern mit umfangreichen Datensammlungen ist?

    Ich glaube weniger dass die Gefahr darin liegt, dass ein Unternehmen den Missbrauch betreibt sondern einzelne Personen aus dem Unternehmen. Ich denke nach dem Fall mit der Telekom und der Gesprächsabhöraktion, brauchen wir nicht meinen, dass wir nicht potenziell verglast sind, oder?

    Und ehrlich gesagt traue ich dem Staat genauso viel wie den Unternehmen und teilweise ist das in einem kapitalistischen System auch kaum noch zu trennen. Ähnlich wie damals vor der Säkularisierung. (Auch die ist wenn man Mrs. Palin so zuhört, nicht wirklich vollzogen) ;-)

  8. chrizz

    ich hab grad gesehen, dass der erste Satz von meinem Kommentar etwas sinnentstellt ist… daher nochmal die Korrektur :)
    das “gefährliche” an der Sache ist m.E. das die Daten bei __einem__ Unternehmen liegen.

  9. Saint Germain

    Google-Chrome ist sehr schnell, aber es gibt keine addons…. Firefox ist “the best”.

  10. Zuckermann

    danke patrick! für das kontextualisieren dieser leicht hysterischen debatte.
    und wer jetzt seinen korrektkorrekt browser (weil open source mit echtheitssiegel) firefox mit chrome features pimpen möchte, voilà: tinyurl.com/5os3cm.

  11. ein blog eben, keiner weiss wieso » del.izi.ös von 29.08.2008 bis 05.09.2008

    [...] Psychochromatische Datenschutzallergie | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR &… "[...] Seltsamerweise haben wir aber keine Probleme damit, an irgendwelchen Online-Gewinnspielen teilzunehmen, ein Profil bei Xing, Facebook und Co. zu haben und unsere Urlaubsfotos bei Flickr einzustellen. Wir schreien nach Web 2.0, dem Mitmachweb, bei dem die eigene Profilneurose nie befriedigt genug zu werden scheint und wehe, wir tauchen im Ranking bei Google weiter unten auf oder unsere Adsense-o.ä.Linkverkaufs-Einnahmen sinken durch zu wenig COntent und Vernetzung. Wir haben kein Problem damit unsere intimsten Daten (inkl. Kreditkartengedöns) Amazon & eCommercekonsorten zu übergeben und zigfache Schufaauskünfte hinter unserem Rücken ablaufen zu lassen, so dass dabei sogar unser dortiges Ranking (Scoring) schlechter wird und wir plötzlich nur durch fleißiges Konsumieren als finanziell unzuverlässig klassifiziert werden. Wir haben kein Problem damit, mobil zu telefonieren, SMS zu verschicken, einen biometrischen Pass erstellen zu lassen oder unsere Krankendaten in Zukunft [...]" (tags: google chrome datenschutz privacy blogs werbeblogger ) [...]

  12. @linksgoogle

    Psychochromatische Datenschutzallergie | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR " Blog .. tinyurl.com/6o6q7p

  13. Lupus

    Ich stell mal eine Theorie auf “Google nutzen verblödet”?

    Weil ich jemandem freiwillig meine Daten gebe darf sie sich ein anderer also unkontrolliert holen? Wie hohl seid Ihr eigentilich (geworden)? Und weil das andere so machen ist das bei Google nun erst recht ok? Na die Amis erschiessen Zivilisten – da geh ich gleich mal raus auf die Strasse, das ist ja schliesslich ok….

    Und die diffusen technischen Andeutungen – Leute, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten (gilt auch für Spreeblick und Konsorten).

    Vergleicht mal die Dumps der Datenverbindungen der einzelnen Browser und dann reden wir weiter – ok?!

  14. Andy

    tamagothi.de/2008/09...

  15. Patrick Breitenbach

    @Lupus: Wieso unkontrolliert holen? Aufklären bitte, statt die Leute einfach nur als dumm zu bezeichnen. Soweit ich weiß, ist die Nutzung von Chrome immer noch freiwillig.

  16. sw23

    Auch wenn ich mit dem ersten Teil des Beitrags voll mitgehe, so bin ich um so verwirrter über die Schlussfolgerung. Weil viele andere Firmen auch auf den Datenschut pfeifen, soll ich also bei Chrome den Mund halten und fröhlich damit surfen? Schließlich sagen sie ja “wir sind nicht evil”. Klingt fast so, als seien die Kontroversen um Stasi 2.0 nur ein Imageproblem.

  17. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Google Chrome ist ein “freiwilliges” Produkt. Genauso wie Facebook, Twitter, Flickr, Firefox und hunderte andere. Selbst das Web ist freiwillig. Darum geht´s doch gar nicht.
    Mir ging es auch nicht darum, grundsätzliches Google-Bashing zu betreiben. Allerdings ist es immer sinnvoll, auch und gerade als intensiver Web-Nutzer, bewusst und kontrolliert mit seinen eigenen persönlichen Angaben umzugehen.
    Die dezentrale Lagerung von Informationen und Daten ist da ein Teil eines sehr bewussten Umgangs mit verschiedenen Diensten. Ich muss halt nicht alles bei Google machen.
    Dass alle Daten am Ende doch wieder “gehandelt” werden und so Google will, sie auch so an die Daten kommen könnten, wenn sie es darauf anlegten, ist eine andere Sache, aber ich muss doch nicht gleich alle Produktivumgebungen in treuer Begeisterung online! mit einem einzigen Anbieter abwickeln. Der Nutzer sollte immer mindestens das an eigener Umsicht tun, was ihm persönlich möglich ist, unabhängig von den Praktiken der Web-Unternehmen insgesamt.

  18. Lupus

    Scheisse fressen ist auch freiwillig…

  19. HerrK

    Gab da einen sehr schönen Artikel, passend zu dem Thema, der sehr schön aufzeigt wie die Situation momentan ausschaut…
    ———-
    Der perfekte Google-Nutzer verrät eine Menge

    Stellen wir uns den perfekten Google-Nutzer in dem fiktiven US-Bürger namens Thomas Tepper vor. Jedes Mal wenn er die Suchmaschine oder den neuen Chrome-Browser nutzt, erfährt Google etwas mehr über ihn: dass er Basketball mag, sich für Politik interessiert, wahrscheinlich Obama wählt und in die 24-jährige Katie Jones verliebt ist. Nach ihrem Namen suchte er zuletzt besonders häufig. Auch den Großteil seiner Bekannten kennt Google: Menschen, denen Tepper regelmäßig E-Mails (“GMail”) schreibt oder mit denen er chattet (“Talk”). Ihnen zeigt er auch Videos (“YouTube”) und Fotos (“Picasa”) aus seinem Urlaub. Google weiß so mit einiger Gewissheit auch, wie Thomas Tepper aussieht.
    mehr Bilder

    Besitzt Tepper ein iPhone, kann Google Bewegungsprofile anlegen. Das funktioniert über den Navigationsdienst “Maps”. Im Internet protokolliert Google mithilfe der “Toolbar” jede einzelne Seite, die Tepper aufruft. Und das Inhaltsverzeichnis seiner Computerfestplatte überträgt er mit dem Suchprogramm “Desktop Search” an die Rechenzentren des Konzerns.

    Googles Arm reicht bis zum Arbeitsplatz: Teppers Chef bei der Stadtverwaltung San Diego speichert Dienstpläne bei “Docs und Spreadsheets”, damit alle Mitarbeiter darauf zugreifen können. Die Suchmaschine erfährt dadurch, wo Tepper arbeitet, wann er arbeitet und wer seine Kollegen sind.

    Nicht einmal Teppers Innerstes ist sicher: Sein Hausarzt rät ihm, seine Patientenakte bei “Google Health” zu hinterlegen, damit andere Mediziner im Notfall einfacher darauf zugreifen können. Auch das ist noch nicht das Ende: Thomas Tepper will schon bald eine Speichelprobe an das junge Unternehmen 23andme.com schicken. Das entschlüsselt sein Erbgut – und wird von Google finanziert.
    ————–
    Quelle: welt.de/webwelt/arti...

  20. Dr. Text

    Google, Telekommunikationsunternehmen, der Staat, Payback, usw, usf. – alle sammeln unsere Daten. Und was machen Sie damit richtig! Sie befeuern uns mit Werbung. Ja auch der Staat mit seinem Riestermüll. Von dem in 20 Jahren niemand mehr was hat. Verzeihung ich kam vom Thema ab.
    Und was passiert dann? Die Menschen kaufen als gäbe es kein Morgen. Sie verballern ihre Kohle für iPods und iPhones und Handys mit angeschlossenem Mixer und Waschmaschinen, die singen können. Und Autos die allein einparken … und Flachbildschirme mit 5 Meter Durchmesser.
    Müssen sie aber doch gar nicht. Es gibt im Prinzip nur ein Mittel das hilft in einer Zeit, wo Menschen sich gegenseitig völlig überfordern: einfach mal den Kopf einschalten. Prioritäten setzen und in sich reinhören: Was benötige ich, um glücklich zu sein? Wer bin ich? Was will ich in meinem Leben erreichen? Was sind konkrete Ziele und welchen Weg gehe ich, um sie zu erreichen?
    Wenn ein Grundplan steht, dann kann man sich überlegen, wie man Kosten minimiert und sich nicht zum Opfer der Werbung macht. Man tut so altmodische Dinge, wie mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt gehen und second hand einkaufen zum Beispiel. Und wenn das alles nichts hilft, dann hat jeder, jeden Tag die Chance, das Netzkabel seines Computers ein für alle Male zu ziehen. Und nicht nur das. Er kann auch seinen Fernseher verschrotten, das Radio, das Handy usw.
    Dagegen kann nicht einmal Google was unternehmen.

  21. Lupus

    Jesus liebt auch Dich!

    @Dr. Text – HÄH?

  22. Patrick Breitenbach

    Natürlich ist Scheisse fressen auch freiwillig, und dennoch machen es sehr sehr viele Menschen. :-)

    Und wer richtig gelesen hat, wird feststellen, dass ich die Datensammelei nicht gutheiße, ich finde es nur seltsam sich darüber über alle Maße aufzuregen, während man vielleicht gerade bei Plazes angibt, wo man sich befindet oder Kotzbilder auf StudiVZ hochlädt.

    Auch finde ich es fantastisch, wie man Google eher Mißbrauch unterstellt als andere Unternehmen, Staaten & Co.

    @Lupus: Ich warte immer noch auf deine Ausführung. Bisher bleibst du lieber nur beim anpöbeln anderer.

  23. dot tilde dot

    ich finde es ganz wunderbar, dass wir in den datenschutzdebatten endlich mal ein bisschen ekelfleisch haben. und dass bei all den news über adressdatenhändler und verloren gehende datenbanken unser aller google in den fokus gerät, ist doch schön. wenn’s auch ein reflex sein mag und eigentlich vieles vor jahren schon erschreckend scheinen musste – ein bisschen hysterie kann ob der vorherrschenden scheiß-egal-stimmung doch nicht schaden.

    .~.

  24. Lupus

    Patrick, wenn ich, was ich nicht mache, bei StudiVZ meine Kotzbilder hochladen würde, dann tue ich das aktiv und aus freien Stücken. Wenn Chrome aber stets und ständig ALLES was ich in der URL Zeile habe (übrigens auch das, was in der URL Zeile landet, wenn ich einen Link einer Seite anklicke) an GOOGLE überträgt OHNE das ich das aktiv und bewusst so wollte (ein OPTOUT ist da unzureichend, weil die meisten Nutzer nun mal dumm sind/sein wollen) dann ist das gelinde gesagt Scheisse. Ich unterstelle auch anderen Mißbrauch aber warum soll ich hier ausserhalb des Themas mich zum Beispiel über Schäuble, Microsoft und Co. aufregen? Und das Argument, wenn es andere tun, dürfen die es auch, ist sowas von daneben, dass es garnicht mehr geht und ich mir echt sorgen mache!

    Die Amis töten Zivilisten und niemand stoppt sie – also ist es ok, wenn ich endlich mal losgehe und ein paar unliebsame Mitmenschen erschiesse? Hey, warum aufregen, dass tun doch ganz viele auf der Welt und es regt sich keiner drüber auf, selbst Deutsche Soldaten sind da schon auf den Geschmack gekommen – und? Fällt Dir was auf?

  25. Patrick Breitenbach

    @Lupus: Mir fällt auf: Ein Vergleich mit der Ermordung von Menschen mit der Datenübertragung von der Texteingabe einer Browserzeile. Unpassend.

  26. enzyglobe » Blog Archiv » Datenschmutz

    [...] beim werbeblogger via [...]

  27. Timm Stetten

    Gerade gestern trudelte eine E-Mail bei uns ein, ich find das als Anektdote zum Thema ganz nett… =)

    “Sehr geehrter Herr Stetten ,
    >
    > ich arbeite als selbständiger Immobilienmakler für Remax .Im Google habe ich die Information zu meiner Person gelesen .
    >
    > Ich habe Ihnen nicht den Auftrag erteilt zu meiner Person diese Informationen in Google zu stellen .
    >
    > Das hat auch etwas mit Datenschutz zu tun .
    > Ich will und brauche Ihnen das nicht weiter zu erklären .
    >
    > Ich erwarte , dass das schnellstens wieder gelöscht wird .
    >
    > Mit freundlichen Grüßen
    >
    > X.Y.

    Reply:

    Sehr geehrter Herr X.Y.,

    als Agentur wurden wir von Herrn P. beauftragt, die Webpräsenz remax-XXXXX.de zu erstellen. Herr P. bat uns, eine gesamte Teamauflistung einzubinden, zu der er Sie als Teammitglied dazuzählt. Wir haben diesen Auftrag entsprechend erfüllt, können aber gerne Ihren Team-Eintrag entfernen.

    Wenn Sie jedoch bei Google nach Ihrem Namen suchen, werden Sie feststellen dass nicht remax-XXXXX.de als erster Eintrag zu finden ist, sondern remax-nordost.de. Auf diese Seite haben wir keinen Einfluss – als registrierter Makler von RE/MAX werden Sie automatisch auf der Seite von RE/MAX dargestellt. Wenden Sie sich für diesen Fall bitte an die für Sie zuständide RE/MAX-Zentrale. Auf die weiteren Seiten wie Immonet.de, WG-Gesucht.de, Immowelt.de, kijiji.de, und so weiter haben wir ebenso wenig Einfluss. Und schon gar nicht auf die Datenbank von Google. Ich kann ja auch nicht einfach auf Ihren Rechner zugreifen und irgendwelche Daten löschen. Wenn Sie Ihren Namen schützen wollen, empfehle ich Ihnen Inserate im Internet mit einem Pseudonym oder einer Chiffre-Nummer zu erstellen.

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