20:38 Uhr
McDonalds entsnobbisiert McCafé in den USA
McDonalds bzw. McCafé in den USA (speziell Seattle) positioniert sich – ganz im Gegensatz zum deutschen Markt – nun konträr und gezielt ganz weit weg von der klassischen Konkurrenz wie Starbucks & Co. Die Neuorientierung scheint ziemlich frech und drastisch umgesetzt zu werden. So kann man unter “Unsnobby Coffee” sofort erkennen, welche Marschrichtung McCafes zukünftig einnehmen. Sie “entsnobbisieren” zukünftig den Coffe-to-go-Verkauf und versprechen ihren Kunden, dass sie in ihren Läden wesentlich einfacher und schneller an einen köstlichen Espresso kommen als in den anderen Schicki-Micki-Weltmusikläden, in denen es Kaffee mit den (laut Kampagne) durchgeknalltesten Namen gibt.
Für den Konzern wahrscheinlich ein richtiger Schritt sich wieder auf das eigentliche Kerngeschäft zu konzentrieren, also darauf, womit man in der Vergangenheit in den USA großen Erfolg hatte: Billiges, schmackhaftes Essen für die ganze Arbeiterfamilie, also auch den eigenen Angestellten. Das meine ich noch nicht einmal sarkastisch. In den Zeiten des verstärkten Lohndumpings (US will be the next China) braucht ein Großteil der Bevölkerung eben keinen überteuerten, dreifachen fettfreien Caramel-Frappuchino ohne Sahne, sondern schlichtweg schwarzes Gold – und zwar fix. Natürlich fährt man hierzulande genau die gegengesetzte Strategie. Bei uns hat die Coffeehousekultur mit to-go-Charakter noch nicht wirklich Fuß gefasst und somit hat unser Burgerliebling auch große Chancen in diesem Marktsegment Fuß zu fassen. Sie brauchen jedenfalls keine neuen Ladenlokale anmieten, sondern mussten ihre Bestandsbuden einfach nur umrüsten.
12 Kommentare
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- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...

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Am 28. August 2008 um 21:47 Uhr
Draußen nur Kännchen;-)
Am 29. August 2008 um 01:00 Uhr
Eine wirklich sinnvolle Idee – Starbucks bringt mich immer in Verlegenheit, da hat man ja mehr Auswahl als bei Subways und das will was heissen…
Am 29. August 2008 um 01:03 Uhr
Jep. The paradox of choice: ted.com/index.php/ta...
Hier das Buch auf deutsch: amazon.de/Anleitung-...
Am 29. August 2008 um 10:08 Uhr
Gegenvorschlag: tinyurl.com/5le7kb (auch wenn ich da nur Tee trinke)
Am 29. August 2008 um 18:10 Uhr
das bild erinnert mich an “2 Girls 1 Cup”.
Bäh.
Am 29. August 2008 um 23:29 Uhr
[...] Daher sei euch dieser Beitrag empfohlen. Und dieser auch. [...]
Am 29. August 2008 um 23:31 Uhr
meistermochi.de/?p=5...
Das sind so Marketing-, Medien-, Werbestories nach meinem Gusto.
Daher sei euch dieser Beitrag empfohlen. Und dieser auch.
Jaja, die Schlacht um den Kaffee…
Am 30. August 2008 um 10:25 Uhr
[...] Werbeblogger habe ich gestern gelesen, dass McDonals in den USA hat gerade eine tolle Kampagne gestartet hat, die [...]
Am 1. September 2008 um 14:40 Uhr
Darf man jetzt eigentlich offiziell seinen BicMac in diesem McCafé essen oder nicht?
Die Tante hinterm Schalter bei uns in Leer (Ostfriesland) hat uns letztens angesehen, als wenn wir Omis auf die Straße schubsen würden…
Am 5. September 2008 um 11:19 Uhr
Finde ich gut und trifft meiner Meinung nach auch den (zukünftigen) Zeitgeist. Daher sehe ich ehrlich gesagt langfristig in den ganzen mymueslis, chocris und wie sie alle heissen – mit Ihren super individuellen Produkten keinen großen / breiten Markt. Man bestellt es einmal, denkt sich “ist ja ganz nett” und bleibt dann über lang oder kurz doch bei dem 60% günstigeren Standardmüsli, Schokolade ect.
Am 9. Oktober 2008 um 21:51 Uhr
@Kai: Es darf nur nicht kompliziert oder sonst umständlich sein. Ansonsten sehe ich für die Zukunft ganz viele individuelle Produkte, da stehen wir erst ganz am Anfang.
Was die Möglichkeiten beim Kaffee angeht: Für mich ist die Auswahl aus den ganzen Möglichkeiten der halbe Spaß. Ich freue mich auch stets über Aktionsangebote bzw. saisonale Angebote, etwa zum Herbst oder zur Adventszeit.
Wer einfach nur einen normalen Kaffee möchte, kann bei McDonald’s auch den “normalen” Schalter nehmen und dort bestellen. Und auch am McCafé-Tresen sollte es kein Problem sein, einen einfachen Kaffee zu bekommen – wenn man den so bestellt.
Am 28. Juni 2009 um 14:44 Uhr
[...] ist eine lehrreiche Marketing-Erfolgsgeschichte. Das Schnellrestaurant legte Mitte der 2000er-Jahre zuerst in den USA das muffige Plastik-Ambiente in seinen Restaurants ab und verordnete sich eine Lounge-Atmosphäre. [...]