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Mygazines.com. Print als Digitalkopie
Viele Verlage verfolgen -zumindest für die tagesaktuellen Nachrichten- das Prinzip “Online First“, also die zeitliche Priorisierung von Nachrichtenveröffentlichungen im Web-Medium. Das ist durchaus sinnvoll, denn bevor ggf. die Druckwalzen angeschoben werden, ist die Nachricht wieder “alt”, jedenfalls für aktive Internet-Nutzer. Diese Praxis führt dazu, dass die Print-Auflage von Tagesszeitungen seit Jahren siginfikant sinkt.
Wochentitel und Fachmagazine sind davon ggf. weniger betroffen, da ihr Themenset nicht die tagesaktuellen Nachrichten, sondern eher “übergeordnete Trendthemen”, entsprechende Hintergrundberichte, Kommentare und Analysen in den Mittelpunkt stellt. Aus diesen jounalistischen Inhalten schöpften letzlich erfolgreiche Titel ihre analoge Daseinsberechtigung.
Das Web ist allerdings nimmermüde. Ganz dem Web 2.0 Gedanken eines Nutzerportals folgend, lädt Maygazines.com Zeitungsleser dazu ein, verschiedene Titel ihrer Print-Ausgaben als digitale Kopie der gesamten Netzgemeinde zur Verfügung zu stellen. Ob “Time Magazine”, “Business Week” oder “Wired”, alles ist zum Teil mit aktuellsten Ausgaben vorhanden und auf dem Computerdisplay “durchzublättern”.
Mal ganz davon abgesehen, dass mir solche Angebote bezgl. der Copyrights und Verwertungsrechte sehr kritisch vorkommen… Was wäre wohl, wenn diese Praxis sich durchsetzte und letzlich auch jeder Printtitel frei auf mobilen Endgeräten (E-Reader) verfügbar wäre?
Als Verlag allerdings würden sich mir die Zehennägel aufkringeln, bei so viel hemmungsloser Verbreitung von Fremdinhalten, die kaum gebändigt werden kann. Die werbenden Unternehmen andererseits freuen sich vermutlich im Stillen über die digitale “Gratis-Reichweitenverstärkung” ihrer Print-Anzeigen…
5 Kommentare
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- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...

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Am 6. August 2008 um 18:50 Uhr
Dabei gibts auch Ansätze, die in die andere Richtung gehen. Die Printmedien veröffentlichen Ihre Inhalte am besten gleich selbst in eine Web 2.0 Plattform wie issuu.com und erhöhen dank Verbreitung bzw. Einbettung in weitere Websites ihre Reichweite: pixelfreund.ch/2008/...
Am 6. August 2008 um 20:03 Uhr
[...] Mygazines.com: Plattform zum Hochladen und Abrufen von Printmagazinen in digitaler Form. Danke Werbeblogger [...]
Am 10. August 2008 um 23:34 Uhr
Danke für den Tipp.
Ich warte schon seit längerem darauf, daß ich div. englischsprachige Magazine kostenlos lesen kann.
Allerdings weiß ich jetzt nicht, worin ich dann meine anderen in der Bahnhofsbuchhandlung gekauften “Magazine” einwickeln soll. :-)
Am 11. August 2008 um 09:52 Uhr
Ist das denn ein legales Angebot? Da wird so viel Wind um das Filesharing von Filmen und Musik gemacht, da ist das sharen von Magazinen doch sicher auch nicht ganz ok oder?
Am 18. Oktober 2008 um 11:47 Uhr
Hat sich erledigt, die Finanzkriese hat zugeschlagen … Mygazines.com wurde geschlossen.