00:44 Uhr
Blau ist kalt, rot ist heiß
Es gibt gelernte Assoziationsmuster, die sollte man nicht brechen. Schon gar nicht bei der Markenführung. Was bei Farben und Temperaturen für viele Menschen direkt nachvollziehbar ist, stellt sich bei Musik und Klängen oft subtiler und teilweise auch zunächst weniger eindeutig dar. Dennoch verknüpfen wir als Menschen auch im Auditiven bestimmte Klänge mit unseren Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühlen, über alle individuellen Geschmacksgrenzen hinweg.
Pulsierende herzschlagähnliche Sounds wie im “weißen Hai”, schrille unharmonische Sequenzen wie bei “Psycho” oder auch eine klare Kinderstimme, die ähnliche Tonfolgen singt, haben eine feste memetische Verankerung bei uns Menschen, die sich nicht zuletzt auch die Filmindustrie immer wieder neu nutzbar macht.
Die Klänge in diesem Fall stehen für Verzweifelung, Bedrohung, Angst oder Trostlosigkeit.
Es ist direkt nachvollziehbar, fast fühlbar: Diese Sounds kommunizieren nicht ansatzweise Attribute wie Markenführerschaft, Faszination, Qualität, Leidenschaft oder Innovation, welche doch eigentlich für eine Marke wie zum Beispiel Mercedes stehen sollten.
Daher war mir schon damals völlig unverständlich, warum sich Mercedes ausgerechnet in diesem Klangumfeld für ihr eigenes, neues Sound-Logo bedient hat. Es passt einfach nicht. Es kann sogar das Markenbild beschädigen, wenn die Dissonanz zu groß wird, was der Fall ist.
Vermutlich haben sich die Markenführer gedacht: Der engelsgleiche Gesang steht für den Stern, der von oben leuchtet, tatsächlich aber klingt es wie ein ängstliches Kind, verloren in dunklen Wäldern.
Vermutlich denken sie auch, dass das Sound-Logo wirklich einzigartig ist. Auf eine Weise ist es das auch, denn wer sonst wollte mit seiner Marke ein ängstliches und verlorenes Kind verknüpfen.
Aber urteilt selbst. Wonach klingt das für euch? Nach Markenführerschaft, Qualität, Leidenschaft und Innovation oder eher nach Verzweifelung, Bedrohung, Angst oder Trostlosigkeit…
Ich bin wirklich ein Fan der Marke, aber es wäre besser, diese Klänge nicht weiter mit Mercedes zu verankern.
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70 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
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Am 5. Juni 2008 um 01:04 Uhr
Tja, was so der eine Halbton höher beim zweiten Ton hin zu Dur statt Moll hätte verändern können…
Aber dann wären sie vermutlich verklagt worden, weil nur noch zwei Töne zur Melodie der Kontaktaufnahme aus “Unheimliche Begegnung der 3. Art” fehlen würden ;)
Am 5. Juni 2008 um 01:19 Uhr
Ich finde das nicht schlecht, eigentlich sogar ganz gut.
Und nach einem ängstlichen Kind hört sich das nicht an, jedenfalls nicht für mich.
Erinnert mich ein bisschen an “Die Kinder des Monsieur Mathieu” :)
Am 5. Juni 2008 um 01:25 Uhr
Die letzten drei Töne wirken wie fremd-hingepappt an das vorige und einer dieser letzten drei Tönen passt gar nicht.
Das sag ich jetzt mal so als Nichtmusiker.
Die Eingangssequenz ist ganz ordentlich.
Am 5. Juni 2008 um 06:56 Uhr
Ein ängstliches Kind höre ich nicht. Den Engel schon eher. Die Aussage soll wohl sein, dass eine Mercedes wie ein Stern der Sicherheit in den düstersten Situationen leuchtet. Über den Kopf komm ich da drauf. Über den Bauch (und ist es nicht das was zählt?) wirkt das ganze kalt, bedrohlich, unheilverkündend – da passt der Gesang des einsamen Engels der Gegen die Bedrohung von Omens Damien anzusingen versucht dann doch noch passend. Sympathie, Vertrauen und Wohlbefinden schafft man so wohl nicht.
Stimmt also: Passt absolut nicht zu Mercedes.
Am 5. Juni 2008 um 09:00 Uhr
zu vroni und “hingepappt” … das scheint ein vergleichender zusammenschnitt zu sein. wenn ich nicht ganz blind bin ist das ein take aus einem film mit keanu reeves. dem “mercedes-dreiklang” fehlt meines erachtens die/eine leichtigkeit/unbeschwertheit, die man evtl. mittels der kinderstimme erreichen wollte.
Am 5. Juni 2008 um 09:22 Uhr
Ich find immer noch, dass es wie das Pro7-Soundlogo auf Droge klingt.
Am 5. Juni 2008 um 09:58 Uhr
Hat eigentlich Sanostol schon rechtliche Schritte eingeleitet?
Am 5. Juni 2008 um 10:07 Uhr
gebe markus vollkommen recht, bedrohlich, düster, endzeitvision. vielleicht fehlt mir ja einfach der zusammenhang, aber so als youtube clip ist das zwar hochemotional, aber echt! scary. soll mir das sagen, dass mercedes die vergangenheit des autos ist und ich diese – zauberlehrlingmäßig – nun wegen der hohen ölpreise nicht mehr los werde?
mal ernsthaft, wie passt dieser darke CGI-kram zur marke? ist das bewusster regelbruch? hat sich da harry potter fan im vorstand verwirklichen dürfen.
oder ist das einfach einfallsloses zeug aus dem typischen daimler ingenieurskontext: “was technisch geht, mache ma auch – kunde, was is das”?
Am 5. Juni 2008 um 10:12 Uhr
»(…) tatsächlich aber klingt es wie ein ängstliches Kind, verloren in dunklen Wäldern.« Diese Einschätzung wirkt dann doch sehr geschmäcklerisch. Was dem Einen sein Paganini ist dem Anderen eben sein Rieu.
Der Klang verfolgt die Strategie der Affirmation durch Irritation – sicherlich nicht die eleganteste Lösung, nichtsdestotrotz ein durchaus gangbarer Weg. Die Tonmarke wird sich etablieren.
Am 5. Juni 2008 um 10:18 Uhr
Hat ein Kollege grade gefunden: Die Melodie ist irre nah am Trailer von “End of Days”:
de.youtube.com/watch...
(Die Musik ist ziemlich leise, Mucke aufdrehen!)
Am 5. Juni 2008 um 10:26 Uhr
Interessant. Über das Thema habe ich mich erst gestern mit einem Toningenieur unterhalten, der der Meinung war, dass das neue Soundlogo nicht nur inhaltlich sondern auch handwerklich ziemlich daneben wäre.
Ich bin seit dem ersten Hören dagegen ein Fan der Tonfolge, einfach weil es sich konsequent aus der gesamten “Brumm-Brumm-Motoren-Geräuschwelt” abhebt und meiner Meinung damit gerade einen Punkt in Sachen Markenführerschaft macht.
A lá: “Warum machen wir SO ein Soundlogo? Weil wir es können.” Mercedes, halt.
Am 5. Juni 2008 um 10:27 Uhr
Ich weiß gar nicht was daran so schlimm sein soll. Ich finde das Soundlogo sehr gelungen. Es erinnert mich weder an ängstliche Kinder noch an irgendwelche Horrorfilme. Für mich wirkt es eher selbstbewusst. Außerdem hat es (find ich) einen hohen Wiedererkennungswert und wird sich(sofern es noch eine Weile benutzt wird) bei vielen einprägen. Ich find es sogar noch ein Tick stärker als das Soundlogo von BMW.
Am 5. Juni 2008 um 10:32 Uhr
Auch wenn es die meisten bereits kennen, möchte ich an dieser Stelle nochmal an das Viral “Making-Of” erinnern.
youtube.com/watch?v=...
Am 5. Juni 2008 um 11:12 Uhr
Also ich fidne das Sound Branding von Mercedes einzigartig. Oder doch eher eigenartig? Es setzt sich definitiv von den meisten anderen Brandings von Opel, Audi oder BMW ab. Doch sympathisch, ansprechend oder positiv markenbildend, finde es nach meinem Geschmack nicht. Mir kommen da Assoziationen hoch an Blairwitch Project, Silent Hill (die Sirene), The Grudge (das Windspiel) oder diverse andere Horroschocker, die auch mit dem Element Klang spielen. Aber jedem das Seine…
Am 5. Juni 2008 um 11:25 Uhr
Ich hab zu dem Ding irgendwie noch keine richtige Meinung. Ich finde es eigentlich nicht schlecht, war aber auch sofort in der Mystery-Ecke unterwegs. Allerdings eher in der melancholischen, von Bedrohung hör ich da nichts. Aber das Making-Of wollte ich auch gerade nochmal verlinken. Ganz groß.
Am 5. Juni 2008 um 11:35 Uhr
Passt zur heutigen Zeit-ängstlich und mysthisch zugleich. Aber, ist das noch Mercedes Benz? Nein-das ist Opel/GM.
Am 5. Juni 2008 um 11:36 Uhr
sehe das ähnlich wie zuckermann.
das problem ist einfach, daß zumindest bei mir dieser klang die assoziation von düsterheit und bedrohlichkeit aufkeimen lässt.
dumm, wenn vorher echter fahrspaß im clip demonstriert wird. die fröhliche stimmung der spots wird dadurch sofort wieder gekippt.
Am 5. Juni 2008 um 11:46 Uhr
Nachtrag: Weiß jetzt wieder, woran mich das erinnert hat und korrigiere mich: Vielleicht doch ein klitzekleines Bisschen bedrohlich ;-)
youtube.com/watch?v=...
Am 5. Juni 2008 um 13:17 Uhr
Was soll die Diskussion: das Sound-Logo hat sich MB Chefe ausgedacht (ist einschlägig bekannte Tatsache). Markenführung bei Position nennt sich das.
Und ob das jetzt “Gott-Marke” oder “Angsmarke” oder ein “Päderasten-schlitten” ist, darüber entscheidet nun mal NUR Chefe. Solche Marken-ruinösen Anwandelungen sind usus.
Ich finds PERFEKT so – denn dadurch bekommt einer von uns einen spannenden Job: Marken-Müll wieder aufräumen.
Am 5. Juni 2008 um 13:31 Uhr
Klingt wie Apokalypse weil Öl alle ist.
Der engelsgleiche Stern am Ende symbolisiert meiner Meinung nach den Grund der Verkanppung: Sinnloses Verbrennen eines der wichtigsten Rohstoffe der Menschheit.
Am 5. Juni 2008 um 13:40 Uhr
Meine erste Assoziation war mehr Richtung: Der Herr der Ringe – irgendwas Elbenmäßiges. Vielleicht wollten Sie auf den Zug der Fantasywelle aufspringen der bisher ungebrochen scheint? Aber ich schließe mich den Meinungen an: Passt gar nicht und geht ziemlich auf die Nerven. Mercedes ist eine starke Marke und sollte das auch so kommunizieren. Soundbranding zu verändern ist ok – aber doch bitte nicht so…
Am 5. Juni 2008 um 13:51 Uhr
Sternenklarer Sound. Ich finds sehr gelungen.
Am 5. Juni 2008 um 14:16 Uhr
Warum habt Ihr nicht diesen Spot eingebetet, da ist doch die Diskrepanz zwischen der Musik und dem Soundlogo viel besser raus zu hören?
Am 5. Juni 2008 um 14:21 Uhr
@Nils: Dafür gibt es ja die Kommentarfunktion :-). Klar, auch ohne speziellen Zusammenschnitt wird die Dissonanz im Original deutlich.
Am 5. Juni 2008 um 15:57 Uhr
ich finde es klingt wie eine Waschmittelreklame… fand es von anfang an nicht gut… Zu der schon sehr gewagten Trennung von Bild und Wortmarke dann noch dieser überhebliche Blitzer auf dem Logo und dann so ein Trauer-Sound.. nene.. das is nix..
Am 5. Juni 2008 um 16:07 Uhr
Für mich symbolisiert es die engelsgleiche Eleganz von Mercedes.
Am 5. Juni 2008 um 16:33 Uhr
Auch hier ein neuer aktueller Spot, der den “Bruch” auch akustisch symbolisiert. “What in the world can stop the G-Class?” wird gefragt. Meine Antwort: Nur das eigene Sound-Logo ;-)
youtube.com/watch?v=...
Am 5. Juni 2008 um 18:33 Uhr
Ich find das Logo einfach absolut gelungen. Gut gemacht Chefe.
Für mich klingt das klassisch, erhaben und absolut modern. Seit dem bin ich ein ganzes Stück mehr Mercedes-Fan als vorher, obwohl ich wesentlich visueller veranlagt bin!
Damit stell ich moch wohl gegen den Großteil der Leserschaft hier ;)
Am 5. Juni 2008 um 18:40 Uhr
[...] werbung marketing kommunikation unternehmen agentur internet marken gestaltung medien ci zukunft kreativ blogger wirtschaft markt kampagne media sport studie chance blogs entwicklung werbeblogger werte konzept digital projekt diskussion arbeiten konsum mitarbeiter ideen Wer fährt ab auf Soundbranding? Dieter Schneider am 5.06.2008 Der nicht mehr ganz so neue Auftritt von Mercedes, insbesondere das CD, ist ja in vielerlei Hinischt nicht unumstritten. Jeder, der schon mal ein Bier mit Kurt Weidemann getrunken hat, kann ein Lied davon singen. Vor allem über den Sound-Abbinder streiten sich die Geister. [...]
Am 5. Juni 2008 um 19:09 Uhr
wer hats eigentlich gemacht?
Am 5. Juni 2008 um 19:46 Uhr
@Max:
horizont.net/aktuell...
Am 5. Juni 2008 um 21:07 Uhr
Ich finde es passend und raffiniert einfach. Die Klarheit passt aber auch zu einem Klostertaler Mineralwasser. ;-)
Am 5. Juni 2008 um 21:37 Uhr
Mir läuft es jedesmal kalt den Rücken runter wenn ich die Soundmarke höre… Assoziation: Der Tod. Wohl eher nicht ideal für eine Automarke trotz ihrer Bekanntheit für Qualität und Sicherheit. Das einzig positive ist, dass man im vergleich zu anderen Spots gleich an die Marke denkt – immerhin :-)
Am 5. Juni 2008 um 22:27 Uhr
Sound-logos zu kreieren, die passend und neutral sind finde ich auch ziemlich schwierig… Aber das, was Mercedes da nun hat… Ayay.
Am 6. Juni 2008 um 00:14 Uhr
Wie in allen Bereichen der Medien ist es auch bei einem Soundlogo so, das Raum für Interpretation bleibt. Und auch wenn tiefe Töne in unhörbaren Bereichen uns Angst machen und hohe Töne eben auch mit Emotionen bestimmter Art verknüpft sind, so ist doch das Soundlogo von MB sicher nicht in diesen Bereich einzuordnen.
Es lässt eben Raum für Interpretation. Das kann der glockenartige Klang und die Reinheit eines Wiener Sängerknaben sein, gerne aber auch was psychopathisches. Warum auch nicht. Es polarisiert, es sorgt für Airplay und es wird wiedererkannt; es hebt sich von den anderen ab. Somit hat es die Aufgabe erfüllt. Vermittelte Emotionen stehen da an zweiter Stelle. Sie sollten nur nicht völlig negativ sein. Und das sind sie in der Mehrheit eben auch nicht.
Wer da also von Imageschaden o. ä. spricht sollte sich über Marketingstrategien und Nutzen besser nochmal Gedanken machen.
Am 6. Juni 2008 um 00:45 Uhr
@ryback:
“Und das sind sie in der Mehrheit eben auch nicht.”
Es gibt meines Wissens keine Studie, die bisher das Mercedes Sound-Logo auf seine Wirkung untersucht hat. Der persönliche Geschmack jedes Einzelnen spielt also hier im Kommentarstrang eine wichtige Rolle.
Ob das Sound Logo aber außerhalb unserer 40 Meinungen einen echten “Brand-Fit” hat, kann durchaus objektiver mit bestimmten Methoden erfasst werden. Eine Möglichkeit ist eben, die verwendeten Klänge und Tonfolgen zu analysieren und nach Analogien zu “forschen”. In welchem emotionalen Kontext werden diese oder ähnliche Klänge verwendet? Die Sound-Beispiele der Blockbuster geben da durchaus Hinweise.
Und ja, ich behaupte, dass das Logo so polarisiert, dass eben doch auch völlig negative Assoziationen mit diesen Klängen bei Teilen dee Verbraucher verbunden werden. Das ist sicher nicht die Aufgabe eines (Sound) Logos, welches über viele Produktbereiche und Kanäle hinweg nachhaltig und markenstützend genutzt werden soll.
Und dass das Sound Logo nun für Airplay sorgt, halte ich für abwägig. Der Mediaetat von Mercedes sorgt wohl eher dafür ;-)
Die paar Youtube-Clips oder auch unser kleines Blögchen hier sind es ja wohl nicht.
Am 6. Juni 2008 um 03:06 Uhr
Meiner Meinung nach, auch als absoluter Mercedes Gegner, ein vollkommen gelungenes Sound Logo.
Allein die Diskussion hier beweist doch schon, wie stark der Wiedererkennungswert dessen ist.
Und ein Beispiel einer gelungenen Verknüpfung des Spots mit dem Soundlogo ist hier zu sehen (dies war gleichzeitig auch die erste Erfahrung und Konfrontation des Soundlogos meinerseits und daher nur positiv, aber sehr selbst).
youtube.com/watch?v=...
Am 6. Juni 2008 um 09:10 Uhr
Also gut, das Soundlogo an sich find ich gar nich so schlimm.
Richtig scheiße finde ich die Clips dazu…den die letztendliche Komposition aus Bild und Ton find ich absolut unpassend…
leere Straßen, der weiße Reiter (gut, der ist nicht so schlecht, aber irgendwie lieblos am Ende…) eine Horrorfestung, ein irgendwas-Mysterium…ich weiß ja nicht.
Also bei mir hats auch eher negative Assosiationen, zumal bei mir der “Engelsgesang” (Soundlogo alleine), nur bedingt als Assoziation eines Marktführers der Automobilbranche eignet.
Allerdings stimme ich in @ryback insofern zu, dass Interpretationsraum bleibt.
Nur sollte der so weit gefächert sein…?(wie die Diskussion hier zeigt) Ich denke nicht!
Am 6. Juni 2008 um 09:13 Uhr
@Felix grad diesen Spot geschaut: Das meinte ich mit der Verknüpfung von BIld und Ton. Das Soundbett in diesem Spot hat nix mit den anderen hier eingebunden gemein!
Auch ich finde: super Clip und genauso, wie ich die Marke sehe wird sie dargestellt! Da passt auch das Soundlogo am Ende sehr gut dazu :)
Am 6. Juni 2008 um 12:47 Uhr
Wenn ich es richtig verstanden habe, steht “Mercedes” (nicht nur) in den USA für “Prestige”.
Der “engelsgleiche” Sound steht dem nicht entgegen.
Am 6. Juni 2008 um 17:06 Uhr
Passemd. grossartig. Einzigartig. Hut ab!
Am 6. Juni 2008 um 17:10 Uhr
ich fands von anfang an spitze. klar, etwas mystisch, aber damit auch irgendwie sehr exclusiv. keine ahnung ob das jetzt zu mercedes passt oder nicht. mir gefällt’s.
Am 7. Juni 2008 um 01:48 Uhr
@Roland
Studien solcher Art sind reichlich nutzlos. Sie haben den Mangel der “Unschärfenrelation” Heißt: Wenn man es zum Thema einer Studie macht bringt man es mehr in die Medien. Man verfälscht also das Ergebnis schon beim erstellen der Studie durch zwangsweise Einmischung. Sowas ist immer kritisch.
Das Logo objektiv zu zerlegen kann man sicher machen, aber Musik ist immer mit Emotionen verbunden. Und das sind in großen Teilen persönliche Erfahrungen. So werden drei angespielte Töne für jeden Menschen abseits der Grundintention eine eigene Bedeutung haben. Somit ist Musik immer mehr als die Summe der Einzelteile. Eine Reduzierung auf die reinen technischen Töne wird einen also wenig weiter bringen. Und um es einem “Brand-fit” zu unterziehen müsste man erstmal die Rahmenbedingungen kennen. Die kennt aber nur Mercedes. Alles andere wäre reine Interpretation.
Natürlich bieten uns Filme ein gutes Beispiel, diese arbeiten genaugenommen aber eigentlich auch immer mit den selben Techniken und können allenfalls ein Anhaltspunkt sein. Aber keine Lösung.
Ich habe nicht in Abrede gestellt das das Logo auch negative Assoziationen erzeugt. Kann es auch ruhig. Man kann es eben nicht allen recht machen. Muß man aber glücklicherweise auch nicht. Und ob die Mehrheit das Logo nun als negativ empfindet … ?? Liest man aufmerksam und objektiv die Kommentare hier hält es sich in etwa die Waage.
Nun, da das Logo auch an Stellen besprochen werden die vielleicht “wichtiger” (wobei ich die Wichtigkeit diese Blogs nicht in Abrede stellen möchte sondern nur vergleiche) erscheinen als diese hier, sprich: Horizont usw. scheint doch Airplay/Gerede/whatever zu entstehen. Und wie viele sich im heimischen Wohnzimmer drüber unterhalten werden wir eh nie erfahren. Und wenn wir es versuchen zu erfahren sind wir wieder bei Studien die dazu führen das eben noch mehr drüber geredet wird was zu mehr Airplay führt usw usf. Ein Teufelskreis. ;)
So oder so, niemand wird wegen einer vermeintlich negativen Tonfolge eben nicht mehr seinen Benz kaufen.
Tja, was ist denn die Aufgabe eines Soundlogos? Wiedererkennbarkeit? Transportieren von Emotionen? “Vertonung” der Unternehmensmaximen?? All das kann es sein, muß es aber nicht. Wie in der Malerei: Wir interpretieren uns heutzutage nen Wolf in Gemälde, der Maler hat evtl. einfach nur ein Bild malen wollen. Und ebensowenig werden wir ergründen was Mercedes sich nun beim aktuellen Soundlogo denkt. Wir dürfen aber gerne drüber reden und so wie die “großen Brüder” der Medienlandschaft dafür sorgen das noch mehr über Mercedes geredet wird. Machen wir doch gut, oder? :D
Am 7. Juni 2008 um 01:50 Uhr
Das is Cheap :
seht euch das mal an ……der oberhohn :
youtube.com/watch?v=...
Am 7. Juni 2008 um 07:41 Uhr
[...] ich damit bei weitem nicht alleine bin, zeigen die Kommentare zu “Blau ist kalt, rot ist heiß” – dort habe ich auch diese Parodie gefunden, die irgendwie ganz witzig [...]
Am 7. Juni 2008 um 14:59 Uhr
@Dennis, okay, der Sound ist nicht “composed” aber die AUSWAHL war so teuer. ;-)
Am 11. Juni 2008 um 23:58 Uhr
Tja, also ich habe, als ich das erste Mal den Spot mit diesem Gesang sah bzw. den Gesang dieses Spots hörte auch sofort die Assoziation Horrorfilm. Ich denke schon seit Tagen nach, aus welchen Horrorfilm das ist. Das wird wohl kaum ein Zufall sein. Und daher kann ich sehr gut nachvollziehen, wenn dieses Soundlogo bei einigen eher negative Gefühle wie Angst hervorruft. Ich habe den reinen Sound-Clip auch ein paar anderen vorgespielt ohne etwas dazu zu sagen. Zwei ordneten das auch ins Horror-Genre ein, die anderen fanden es bedrückend. Positive Assoziationen hatte keiner…
Am 12. Juni 2008 um 21:53 Uhr
Für mich klingt es zwar als Einzelton engelhaft, jedoch könnte das auch ein Auszug aus einem Horror-/Mysteryfilm sein wie oben erwähnt. Es assoziiert kein positives Lebensgefühl und schon gar kein Cabrio-Feeling, sondern eher einen respektvollen, beängstigenden Flair. Gefällt mir nicht. War sowieso nie Mercedes-Fan btw :)
Am 14. Juni 2008 um 08:34 Uhr
Das hört sich an wie ein Sound-Logo für ein Pro7-Halloween-Special.
Am 17. Juni 2008 um 17:08 Uhr
Also es mag ja sein, dass das Sound-Logo umstritten ist.
Wenn man allerdings als Beispiele ein paar selbst zusammen geschnittene Clips bringt, die das Logo ja bewusst in einen wertenden Zusammenhang stellen (Horrorfilm-Ausschnitte davor gepappt), dann darf man sich auch nicht wundern, wenn plötzlich alle denken: ja stimmt, ist wirklich horror-mäßig. Filmschnitt ist ein mächtiges Intrument, dass hier etwas unfair eingesetzt wird.
Trotzdem ist sicherlich was dran an der Theorie, dass bestimmte Sounds beim Menschen verankert sind. Bei dem Soundlogo von Mercedes steht für mich die Unterscheidung vom Bass-Gepoche der Konkurrenz (Audi, BMW) im Vordergrund.
Aber wenn ich dieselben Film-Ausschnitte vor das Audi-Soundlogo schneide, klingt das genauso horror-mäßig.
Am 17. Juni 2008 um 17:24 Uhr
@Spasmolyt:
Es geht bei den Beispiel-Clips bekannter internationaler Spielfilme ja nicht so sehr um den Cut, sondern um die Tatsache, dass diese (unterschiedlichen) Spielfilme bewusst eine bestimmten Sound-Kulisse nutzen, um eine finstere bis dramatische Stimmung und Spannung des Films zu unterstützen. Kinogänger und Filmfreunde weltweit kennen das Soundlogo also aus einem anderen Kontext, den sie unbewusst “gelernt” haben. Ein zugegebenermaßen extremes Beispiel ist der Sound aus dem Hitchcock-Thriller “Psycho”. Kein Mensch würde darauf kommen, diesen in einem Markenumfeld zu platzieren. Er ist memetisch “besetzt”, und das fast zu 100%. Aber selbst 50% “falsche” Assoziationswelt würden mir genügen, um die Finger von derartigen Klängen zu lassen.
Selbst wenn es Mercedes mit einem intensiven Media-Budget schaffen sollte, die “falschen Assoziationen” nach und nach “umzuprogrammieren”…Warum die Kosten und Mühe, wenn es auch einfacher geht?!
Am 18. Juni 2008 um 23:39 Uhr
[...] kommt im Werbeblogger nun wirklich nicht immer gut weg. Ob es nun um das streitbare Sound-Logo von Mercedes, die morbide Kampagne der Michael Stich-Stiftung oder die “Pferdeäpfel in [...]
Am 24. Juni 2008 um 19:41 Uhr
Es klingt sogar noch weitaus eher wie der Score von “End Of Days”, geschrieben von John Debney:
youtube.com/watch?v=...
Für mich persönlich – grauenhaft.
Am 1. Juli 2008 um 00:28 Uhr
Wiedererkennung ist doch ein entscheidender Faktor. Und der ist hier meiner Meinung nach gegeben. Assoziierung mit Engeltönen sind bestimmt nicht negativ besetzt. Aber alles Geschmackssache.
Am 2. Juli 2008 um 13:44 Uhr
ich finde das neue “soundlogo” eigentlich ganz gelungen. hoher wiedererkennungswert, fällt auf, und lange nicht so peinlich wich manch andere…
Am 5. Juli 2008 um 17:15 Uhr
ich mags! das hat sowas natürliches& somit auch innovatives – außerdem hört es sich sehr elegant an! besser als ford allemal
Am 8. Juli 2008 um 17:13 Uhr
[...] sagt mir das als Mann und Konsument nun? Mit dem Stern auf der Karre kommen die engelsgleichen tönenden Kinder nun schon zur Erde und pfeifen auf [...]
Am 15. Juli 2008 um 16:54 Uhr
das könnte mal interessant sein :-P
ich hab mich weggeschmissen
youtube.com/watch?v=...
Am 23. Juli 2008 um 14:34 Uhr
[...] die assoziative Wirkung des neuen Mercedes Sound Logo hatte ich bereits hingewiesen und durchaus ein breit gefächtertes Feedback an Meinungen erhalten. Von “Sternenklarer [...]
Am 31. Juli 2008 um 11:29 Uhr
[...] hatte mich hier im blog auch schon an der Diskussion um das Sound-Logo von Mercedes-Benz beteiligt. Hier nochmal zur Erinnerung das Soundlogo: (Entweder JavaScript ist nicht aktiviert, oder [...]
Am 31. Juli 2008 um 12:52 Uhr
[...] PR-Stil verzichtet, ist mehr als respektabel. Auch wenn ich persönlich eine andere Meinung zum “Brand Fit” dieses Soundlogos habe, kann ich die Form dieses Dialoges nur [...]
Am 1. August 2008 um 11:47 Uhr
[...] zurück zur eigentlichen Geschichte. Beim Werbeblogger wurde das neue Soundlogo von Mercedes kritisiert, und kommentiert, und kam letztlich nicht allzu gut weg. Dies zog natürlich seine Kreise in der [...]
Am 22. August 2008 um 00:34 Uhr
blog.daimler.de/2008...
logo gut. 80er e-klasse gut. besser. lovemark.
Am 22. August 2008 um 00:35 Uhr
meistermochi.de/?p=3...
Am 21. Oktober 2008 um 18:06 Uhr
Den Bossen von Daimler kann man wirklich jeden Scheiß verkaufen.
Am 26. Oktober 2008 um 13:32 Uhr
Um welchen Film handelt es sich bei dem Ausschniit mit Keanu Reeves eigentlich?
Am 26. Oktober 2008 um 13:39 Uhr
@itc: Soweit ich erinnere, ist es “Im Auftrag des Teufels”…
Am 24. August 2009 um 16:28 Uhr
[...] Model und kommt für den Spot der neuen Pflegeserie von Apoliva zum Einsatz. Dort singt sie, fast wie die Mutter aller Engelsounds, ein schwedisches Volkslied, während im alten 3-Wetter-Taft-Muster alle möglichen Wetter [...]
Am 4. Dezember 2009 um 17:58 Uhr
[...] war wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Mercedes auf das kontrovers diskutierte Soundlogo verzichtet. Jetzt ist es so [...]
Am 5. Dezember 2009 um 23:04 Uhr
Das Soundlogo ist sowieso gestrichen bei Mercedes, hat bei den Spots zu stark gestört. (Hat uns neulich ein Marketing-Mensch von Mercedes bei einem Vortrag an meiner Hochschule erzählt.)