23:27 Uhr
Twitter ist Müll
Auweia. Bei dem Beitragstitel gibt´s nicht nur Freunde…
Teilnehmen an Menschen und ihren Erlebnissen ist ein Aspekt. Teilnehmen an meinen “Followern”. Immer als Teil der Crowd. Ich stelle mir gerade vor, dass mein Sohn twittert, im Ausland, und mir als Vater vorschlägt, ich könne ihn doch “followen”, dann wüsste ich alles, was ihn beschäftigt und was er gerade so tut. Zusammen mit all den anderen “Followern”.
Ich stelle mir gerade vor, dass es Gesprächsbedarf zwischen zwei Menschen gibt und Twitter soll es denn richten. Hilfe! Braucht kein Mensch, oder? Twitter stiehlt Lebenszeit. Breit gestreute “Short Messages” sind schön und zumindest ein vitales Lebenszeichen, aber was hat dieses Radebrechen mit Dialog zu tun?
Es ist die kurzgekotzte und interpretationsschwangere Steno des Web 2.0. Häufig genug senderwirksam, aber nicht wirklich empfangsgeeignet.
Haut auf mich, aber bitte nicht via Twitter. Bin grad öfter realtime offline…
33 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 21. Mai 2008 um 23:44 Uhr
Mag sein, dass das meiste, was getiwttert wird, Müll ist. Aber manches ist eben auch Kunst; zumindest ein bißchen.
Am 22. Mai 2008 um 00:06 Uhr
Endlich jemand, der sich nicht in den Reigen der “Twitter ist toll, keine Ahnung wofür, aber Twitter ist toll”-Kreischer einreiht. Danke.
Am 22. Mai 2008 um 00:10 Uhr
Stimmt. Zum Teil.
Aber: Sind “normale” Dialoge nicht auch oft “Müll”?
Belanglos zwei Sätze auf dem Flur austauschen.
Mehr (und weniger) ist Twitter isoliert auf wenige Sätze vielleicht nicht. Und um Kontakt zu halten ist es sicherlich zu wenig.
Aber ein bisschen Kommunikation ist es eben doch.
Am 22. Mai 2008 um 00:38 Uhr
Sehe ich genauso. Manche Sachen gehören nicht in einen Blog und diese in einem für immer konservierten öffentlichen Chatlog zu platzieren, ist nicht unbedingt von Vorteil. Weder für Produzenten noch für Konsumenten. Schrott bleibt Schrott, egal wo’s steht. Außer vielleicht im MOMA.
Am 22. Mai 2008 um 00:39 Uhr
Mal wieder jemand, der sich nicht in den Reigen der “Twitter ist Müll, keine Ahnung wofür das gut sein soll, aber Kommunikation ist was anderes”-Kreischer einreiht. Danke.
Am 22. Mai 2008 um 00:41 Uhr
Mal wieder jemand, der sich in den Reigen der “Twitter ist Müll, keine Ahnung wofür das gut sein soll, aber Kommunikation ist was anderes”-Kreischer einreiht. Danke.
(Upps, schon mal abgeschickt und mich selbst ins Knie geschosssen, hah! Egal, dann eben zwei Kommentare zu einem kurzgekotzten Beitrag, der mehr Selbstdarstellung als Information ist.)
Am 22. Mai 2008 um 00:57 Uhr
Mich stört nur das Schnelllebige… bei Blogs gibt es einen zwei Wochen Hype, auf Twitter sind es nur ein paar Stunden.
Am 22. Mai 2008 um 01:07 Uhr
Haut auf mich, aber bitte nicht via Twitter. Bin grad öfter realtime offline…
Das scheint ja im Moment nicht so sehr das Problem zu sein. Soweit ich das mitbekommen habe ist der Kram in letzter Zeit oefter mal “down”?
Passt doch.
Am 22. Mai 2008 um 01:13 Uhr
Wenn der erste sinnvolle Tweet durch meine Timeline rauscht, hör ich sofort auf zu twittern!
Am 22. Mai 2008 um 05:25 Uhr
Twittern lockert die Zeit der Codesklaverei auf! Schade, dass meine Kinder (z.B. die in LA und Nara) nicht twittern.
Am 22. Mai 2008 um 07:23 Uhr
Twitter ist sowas wie der Hausflur 2.0. Wer nicht will, geht einfach weiter. Oder wird jemand zu twittern gezwungen= Übrigens hab ich auch von diesem Beitrag aus Twitter erfahren…
Am 22. Mai 2008 um 09:00 Uhr
Kann man auch schön auf reale Leben übersetzen. Nennt sich dann Smalltalk. ;)
Am 22. Mai 2008 um 09:10 Uhr
*beipflicht*
Danke für diesen Beitrag. Ganz Deiner Meinung. Ich finde Smalltalk im Reallife schon abartig aber das Ganze auch noch über einer Schar von Leuten auszugießen ist krank. Wer nichts zu sagen hat macht das auch nicht wett indem er seine Luftblasen in die Welt schreit.
Am 22. Mai 2008 um 09:11 Uhr
Naja…ein bisschen “Wahrheit” steckt schon in diesem Beitrag, aber nicht alles was einfach auch mal ein bisschen Spaß bringt muss immer gleich auch wichtig sein ;-). Was den Teenies ihre alltägliche Dosis Simsen in der S-Bahn, ist dem Onliner sein zwischendurch Twittern…
Am 22. Mai 2008 um 09:28 Uhr
Zustimmung! Zustimmung! Zustimmung!
Du bist nicht allein mit deiner Meinung.
Am 22. Mai 2008 um 09:32 Uhr
…aber was hat dieses Radebrechen mit Dialog zu tun?
Gar nichts. Aber hat das jemand behauptet? Nur wer versucht, in Twitter irgend einen Sinn zu sehen, kann (und wird) von Twitter enttäuscht werden. All die Twitter-is-the-next-big-thing-2.0-Boheies sind natürlich Schnacker, Twitter hat keinen Sinn. Egal. Es gibt halt Leute, die können, siehe Linkverweis oben, schlicht und ergreifend lustige Sachen twittern. Und darum geht es mir: Mich kurz zum Lachen oder zum Stirnrunzeln zu bewegen. Mit Dialog hat das alles nichts zu tun. Deshalb würde ich Dich, wäre ich Dein Sohn, auch blocken ;-)
Am 22. Mai 2008 um 10:02 Uhr
Twitter ist für mich ein tolles Tool, um Ideen zu sammeln – jeden Tag ein kurzer Tweet, aus dem man später (z.B. für die Bühne) eine ganze Geschichte bauen kann…
Am 22. Mai 2008 um 10:32 Uhr
[...] gelesenen Blogs zu stehen. Wärend Roland Kühl-v.Puttkamer heute beim Werbeblogger titelt “Twitter ist Müll“, kommt ramses101 ebenfalls beim Werbeblogger zu dem Entschluß “Twitter ist [...]
Am 22. Mai 2008 um 11:22 Uhr
Mir ist twittern (sowohl lesen als auch schreiben) einfach viel zu stressig. Neben Telefon, Skype, RSS, Persönlichem Kontakt und eMail einfach nur ein weiterer digitaler Nervkanal..
Am 22. Mai 2008 um 11:27 Uhr
Ich fand´s spannend, was Steve (Rubel) mir zu seinem Twitterverhalten erzählt hat: Er liest keine Tweets (keine Chance), schreibt aber ab und zu welche…
Am 22. Mai 2008 um 15:13 Uhr
Am 22. Mai 2008 um 15:22 Uhr
Aber würdest Du als jugendlicher (?) Sohn wollen, dass Dein Vater Deine Tweets liest?
“Boah hab ich nen Schädel. Scheiß-Vodka”
“@Sohn: Sauf nicht so viel!”
Am 22. Mai 2008 um 15:23 Uhr
PS: Das sollte jetzt natürlich keine Unterstellung sein, sondern war rein autobiographisch ;-)
Am 22. Mai 2008 um 15:35 Uhr
Twitter-prinzipbedingt hätte er gar keine Wahl ;-)
umgekehrt ich allerdings auch nicht….
Am 22. Mai 2008 um 15:43 Uhr
Steck ich jetzt nicht so drin, aber werden die Updates nicht automatisch bei geblockten Personen nicht mehr angezeigt?
Am 22. Mai 2008 um 15:52 Uhr
Wer kann aufklären?
Am 22. Mai 2008 um 21:10 Uhr
Es gibt sie noch – die Anderen!
Die dem Locken nachgaben, sich Mühen unterzogen, die Technik verinnerlichten, den Jargon entschlüsselten, nach Followern stocherten, die Outages hinnahmen, den unverständlichen Codes nachgoogelten, shorturl-websites besuchten, Assoziationen enträtselten, im Sinnlosen Sinn hinein interpretierten – und dann feststellten: Alles bloß zeitraubendes Hyperventilieren.
Tirili, Vögelchen.
Am 23. Mai 2008 um 10:19 Uhr
Noch immer habe ich nicht begriffen, was das wirklich Neue am Twittern ist. Das ist doch nichts anderes, als es vor 15 Jahren schon als ICQ gab. Und was es heute in unendlich vielen Variationen als MSN und Google-Talk, respektive 1000er Webchats gibt. Ein Haufen unterbeschäftigter Menschen schreiben mit einem noch größeren Haufen derselben Spezies über Dinge, die niemanden wirklich interessieren. Das ist fast ein wenig so, als würden alle Menschen in einem Einkaufscenter mit einem Megafon minütlich ihren derzeitigen Shoppingstatus durchrufen. WER um alles in der Welt braucht so etwas und WER definiert so ein leicht aufgebohrtes und prinzipiell uraltes WEB 0.1-Derivat als Megahype? Und wie soll ich neben all dem Xingen, StudiVZen, MSNen, Mailen und Googletalken nun auch noch twittern?? Und was soll ich mit den 15.000 neuen virtuellen Halbbekannten? Ich kenne mittlerweile soviele virtuelle Personen, dass ich langsam durcheinander komme. Sollte man nicht mal ein globales Kommunikationsinstrument schaffen.. “WorldCom 1.0: Ein Kanal – 6 Milliarden Kontakte.”
Am 23. Mai 2008 um 12:00 Uhr
Dafür das es Müll ist twitterst du aber recht viel :)
Am 26. Mai 2008 um 17:50 Uhr
Twitter scheint doch SMS via Web zu werden/sein oder? Schön und kurz aber mehr als ne Kurznachricht ist eben nicht drin. Aber trotzdem, wenn du schon so ne Meinung hast dann schaff es auch hier ab, in deiner Sidebar…
Am 26. Mai 2008 um 17:52 Uhr
@Michael: Nur wenn ich´s beobachte, kann ich´s beurteilen…
Am 5. Dezember 2008 um 04:09 Uhr
[...] ich twittere mittlerweile auch. Ich habe mich gewehrt, fürchtete für mich das, was Steve Rubel als “attention crash” beschreibt, [...]
Am 4. Oktober 2010 um 23:50 Uhr
2008 war es Müll, 2010 kaum wegzudenken! ;-)