19.05.08
09:45 Uhr

Aus grey wird greyslich

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Aus Ruhr hoch n wird Ruhr hoch (r). Aus TeamworkCapital wird MetropoleWir. Aus einer Düsseldorfer Werbeagentur, welche die Standortvorteile einer alten Ruhrpottgegend nach außen kommunizieren soll, wird ein alberner, leicht verzweifelt wirkender Teenagerhaufen, der zigfach wohlwollende Kommentare für ihre eigene Kampagne in der Webausgabe der lokalen Tagezeitung von ein und dem selben Rechner platzieren.

Ich weiß nicht was ich trauriger finde, ein leidenschaftsloses Dachmarkenkonzept, was durch pseudobasisdemokratische Prozesse nun aufpoliert werden soll oder eine global agierende Agentur, die sich nicht wirklich mit dem Kommunikationsgefüge im Internet auskennt und nun wohl auch ihren Kunden „Astroturfing“ auf der Speisekarte mit anbietet.

9 Kommentare

  1. Grey open their doors to the general public

    […] to Werbeblogger for pointing us the right […]

  2. Lars

    Na da versucht man wohl mit letzter Kraft das Ruder herumzureißen und die Diskussion um die Kampagne neu anzustoßen um dann doch noch den einen oder anderen Blogger zu finden, der positiv über diese Kampagne berichtet. Zumindest versucht man dann dem Kunden die Sache als Erfolg zu verkaufen, da es nicht nur negative Berichte im Web zu dieser Kampagne gibt, sondern die Leser der lokalen Online Medien durchaus positiv auf diese Kampagne zu sprechen sind. Ich glaube das dieser Fehler von vielen anderen Agenturen ebenfalls gemacht werden würde. Nur Grey verzeiht man solche Faux pas nicht.

  3. Michael van Laar

    Ist vielleicht übertrieben, aber: Welche deutsche „global agierende Agentur“ kennt sich schon wirklich mit dem Kommunikationsgefüge im Netz aus? Trotz Unmengen peinlicher Beispiele in der Vergangenheit lernen viele es offenbar immer noch nicht.
    Meine persönlichen Eindrück von der next08 bestärken diese Annahme übrigens. Viele der deutschen Werbetreibenden und Online-Agenturen haben offenbar weder das Social Web verstanden noch Ambitionen, diesen Umstand in absehbarer Zeit ernsthaft zu ändern.

  4. henning

    Interessanter Weise wird in den meisten Beiträgen lediglich kritisiert, das die Greyer zu doof waren, das Turfing von verschiedenen Standorten aus durchzuführen. Und das Turfing selbst? Na, auch ein schlechtes Gewisen? Oder hast Du noch nie auf den eigenen eBay-Artikel geboten?

  5. Patrick Breitenbach

    @henning: Ich glaube du hast Astroturfing noch nicht ganz verstanden. Jedenfalls sagt das dein ebay-Vergleich.

    Das was Grey da gemacht hat ist natürlich kein Astroturfing im klassischen Sinne und schon gar nicht im ganz großen Stil.

    Echtes Astroturfing hat ja das Ziel nicht erkannt zu werden. Und natürlich sind bewusste Täuschungen von Menschen (gerade durch die Inszenierung von Graswurzelbewegungen) nicht nur ärgerlich sondern moralisch in den meisten Kulturkreisen verwerflich. Oder wer will schon gerne verarscht werden? Weder der ebay- noch der Mineralöl-Käufer möchten das.

  6. henning

    Na ja, beim eBay-Vergleich ging es mehr um den Schummelaspekt…

  7. Community, Blogs and Advertising « fifteen

    […] Natürlich sollte ebenfalls noch das Beispiel Grey (via Indiskretion Ehrensache und dem werbeblogger) als Negativbeispiel dienen. Und die sollten es ja eigentlich wissen… Tagged with: […]

  8. Andreas Frank

    gerade frisch zugeschickt bekommen: Der Song zum Logo!

    de.youtube.com/watch...

  9. gästehaus kapstadt

    Danke
    Ruhr hoch n Das Spardosen-Terzett !?!
    is nich wahr oder?

Eure Kommentare

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  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
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