15:30 Uhr
Reverse Publishing
Wenn ursprünglich für das Web erstellte Informationen anschließend auch auf Papier veröffentlicht werden, dreht sich das bisherige Prinzip der klassischen Veröffentlichungskette um. Mit den exponential zunehmenden Entwicklungen von (freien) Inhalten speziell für das Internet-Medium stellt sich -fast reflexartig- für Verlage die Frage, ob sich diese Inhalte nicht auch wieder zurück in die “Holzklasse” transportieren und damit weitere Ertrags-und Verwertungsquellen erschließen ließen.
Ganz interessant ist dabei die aktuelle Entwicklung der Verlagsstrategien bei Nachschlagewerken und Enzyklopädien:
Während bei Brockhaus “alles gar nicht so gemeint war” und bereits die frische neue Ausgabe des Offline-Werkes ankündigt, sucht Bertelsmann mit ihrer “Wissen Media Group” die Partnerschaft mit Wikimedia.de als organisierter Repräsentant des Online-Portals Wikipedia und “SPIEGEL Wissen GmbH & Co KG”.
Ziel der Allianz ist es neben dem Aufbau des Online-Portals “Spiegel Wissen” nun auch, eine jährliche Wikipedia -Print-Ausgabe mit Auszügen der Online-Ausgabe für einen Preis von € 19,95 herauszugeben.
Die grundsätzliche kommerzielle Verquickung mit einem Verlag und nun zuletzt die Ankündigung, Wikipedia-Inhalte durch einen Verlag kommerziell im Print zu vermarkten, löste eine gewisse Unruhe in der Wikipedia-Community aus. In eigener Sache stellt Wikipedia/Wikimedia e.V. sich der Diskussion, die -wie zu erwarten- die Vor- und Nachteile einer Kommerzialisierung und das Wikipedia Selbstverständnis freier und kostenloser Wissenquellen in den Mittelpunkt stellt.
Spannend…
2 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 7. Mai 2008 um 17:53 Uhr
Hallo Roland, danke für den Beitrag. Wir von der Leselupe gehen schon seit einige Zeit einen ähnlichen Weg. Die Leselupe – einen Literaturcommunity mit aktuell über 50.000 Geschichten und Gedichten von inzwischen 3.500 Autoren – wird dieses Jahr 10 Jahre alt. Schon seit dem Jahr 2000 veröffentlichen wir jedes Jahr u.A. einen Anthologie mit den besten Werken der Leselupe. Reich werden wir (und die Autoren) von den verkauften Exemplaren (im dreistelligen Bereich) sicher nicht, aber es ist für die Autoren und die Community sowohl Belohnung als auch Anreiz zugleich. Und es macht Spaß!
Dieses Jahr, werden wir zum 10-jährigen Jubiläum der Leselupe ein ganz besonderes Buch veröffentlichen – die 50.000 Werke liefern dafür natürlich genug Potential. Ich erlaube mir, wenn es soweit ist, dich darüber zu informieren… ;-)
Grüße, Tim
Am 8. Mai 2008 um 09:33 Uhr
“Mit 50.000 Stichwörtern und erklärten Begriffen verzeichnet es die in 2007/08 am häufigsten recherchierten Suchbegriffe der Online-Enzyklopädie. Die Stichwortartikel geben die zentralen, den Online-Artikel zusammenfassenden bzw. einleitenden Informationen wieder.”
Vielleicht geht es nur mir so, aber mit einem solchen Lexikon könnte ich persönlich nur sehr wenig anfangen. Das sind einerseits zu wenige Begriffe, und dann ist die Information auch noch ziemlich eingeschränkt. Man kann sich ja die Wiki auch runterladen und auf DVD brennen – da hat man dann aber die ganze Ausgabe. Und selbst da hat man schon das Problem der nicht mehr vorhandenen Aktualität.