15:53 Uhr
Welchen Empfehlungsquellen vertrauen die Konsumenten?
Als ich vor kurzem bei Amazon nach einem passenden Flat-TV für mein MediaCenter-Projekt suchte, ist mir aufgefallen, dass ich als Erstes auf die kleine Statistik der Kundenrezensionen achte. Dafür hält Amazon ein kleine Grafik bereit, welche Auskunft über die Summe aller Reviews und Bewertungen (von 1-5 Sternen) gibt. Automatisch “vertraute” ich einer Produktbewertung überhaupt erst, wenn das Produkt von mehreren Käufern bewertet wurde. Fand ich bei Produkten “nur” eine oder zwei Bewertungen vor, hatten diese Meinungen fast keinen Einfluss und ich suchte woanders, z.B. bei Ciao oder anderen Review-Portalen. Anders sieht es bei Personen aus, die ich persönlich kenne. Dort reicht ggf. eine einzelne Empfehlung für eine Entscheidung.
Ich vertraue mir unbekannten Personen also nur “in Summe”, ganz nach dem Prinzip der Weisheit der Massen.
In den USA wurde hierzu eine Studie erstellt, dessen Ergebnis dieses Nutzerverhalten unterstreicht.
[inspic=160,left,fullscreen,280] Am meisten Mundpropaganda-Potenzial hat die persönliche Empfehlung von Menschen, die man kennt, on- und offline. (Nicht umsonst will Facebook mit “Beacon” diesen Mundpropaganda-Prozess kommerziell nutzbar machen, was dann an anderer Stelle zu Problemen führt.)
Interessant ist auch, wie wenig relevant (30%) die Verbraucher Blogs als Quellen einschätzen. Bei genauerem Hinsehen kann man allerdings auch feststellen, dass doppelt so viele Menschen (63%) einem anerkannten Experten vertrauen (die sich ja durchaus auch als Blogger präsentieren). Ebenso können Blogger auch Freunde bzw. Bekannte sein oder Blog-Kommentatoren können eben eben den Teil an Meinungsvielfalt zu einem Produkt ergänzen, wie man es sonst eher aus Foren kennt. Daher sind die Abgrenzungen dieser Studie etwas unsauber.
Dennoch ist klar, wie bedeutsam Empfehlungen für eine Kaufentscheidung ist. Sie überragt sogar die Bedeutung von Tests oder Bewertungen in Fachmagazinen, Zeitungen oder TV-Berichten.
Obwohl ich nicht glaube, dass diese Zahlen sich relevant verändert haben, sei noch darauf aufmerksam gemacht, dass die Studie aus dem dritten Quartal 2006 stammt.
5 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 1. Mai 2008 um 11:15 Uhr
[...] Welchen Empfehlungsquellen vertrauen die Konsumenten in den USA? Blogs schneiden oookaay ab, was sich positiv ändert, [...]
Am 2. Mai 2008 um 08:44 Uhr
So gering ist die Zahl (30 Prozent) für Blogger gar nicht. Ich denke, das hat auch sehr viel mit der Reputation des jeweiligen Bloggers zu tun.
Ein kleines Posting: Lange fand ich Twitter unsinnig und habe mich dagegen gewehrt, mit dem Twittern zu beginnen. Erst ein Posting von Klaus Eck, den ich hoch schätze, brachte mich dazu, den Dienst doch mal auszuprobieren.
Am 2. Mai 2008 um 15:41 Uhr
[...] via Werbeblogger [...]
Am 5. Mai 2008 um 14:18 Uhr
die deutsche version zu dem thema:
twurl.nl/npi4r4
Am 13. Juli 2009 um 14:31 Uhr
[...] via Werbeblogger [...]