11:26 Uhr
Persil macht Blog
Was hätte man konzeptionell und mit dieser Markengeschichte alles an unterhaltsamen Themen und kreativen Ankern gehabt, um ein spannendes Markenblog aufzuziehen?! Alleine unser Interview mit Herrn Tönnesmann im Podcast hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht, denn die Geschichten, die die Marke Persil erzählt – und bestimmt auch wie sie Herr Tönnesmann erzählt- sind stellenweise wirklich reines Entertainment. Brand Entertainment eben.
Das von RappCollins konzipierte neue Blog für Persil kommt leider bisher sehr farblos und trocken daher. Wo ist z.B. der Look-Alike Mitmachwettbewerb für den Persil-Mann?! Wo sind die spannenden Inhalte, wenn man schon über die Produktion des eigenen Werbespots spricht? Warum geht´s bei Persil doch “immer noch weißer”? Warum kann ich meinen härtesten Schmutzflecken und seine Enstehungsgeschichte nicht ablichten und hochladen, in der Hoffnung dass die Leser meine Geschichte gut finden und die Persil-Profis sich nach allen Regeln der Waschkunst den wirlich härtesten Fällen annehmen? Gibt es Unterschiede, wie Frauen oder Männer (sich) waschen?! Welche exklusiven Informationen enthält denn das Blog? Wo ist der experimentelle Mut mit dem neuen Medium?!
Geht da vielleicht noch etwas, oder bleibt das Blog so blass und ausgewaschen?!
31 Kommentare
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- Vermögensberater/Finanzberater: Vor allem Designer verdienen aus meiner Sicht viel zu wenig für das was geleistet wird!!!
- Martina: ich sage auch wer viel arbeitet sollte viel verdienen aber ist auch wieder abhängig von dem wert der erarbeiteten sache
- Martina: Vielen dank! :D
- Mama2012: Meine Krabbelgruppe fällt schon längst nicht mehr auf Pampers herein, um ehrlich zu sein, wir benutzen die Windeln von Aldi, Rossmann...
- Dewey: Hi there! This is kind of off topic but I need some help from an established blog. Is it very difficult to set up your own blog? I’m...
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- Cihan: Hi! Ich bin der Meinung, dass Durchschnittsgehälter nicht die Grundlage für Diskussionen sein sollte. Designer zu sein ist sicherlich nicht...

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Am 28. April 2008 um 11:51 Uhr
“blass und ausgewaschen” ..nice! :)
Am 28. April 2008 um 12:39 Uhr
Du weißt ja, wie ungern ich dir zustimme. Ich muß dir aber leider zustimmen. Und einem Henkelaner-Kind tut der Auftritt doppelt weh.
Am 28. April 2008 um 13:18 Uhr
Irgendwie finde ich die Seite zu sauber… Blogs sollten nicht so aussehen…
Da ich kein Medienmensch bin, weiß ich nicht wieso, aber ein wenig weniger weiß hätt’s auch getan.
Die Themen bisher sind tatsächlich mehr als lasch. Aber wenn man sich die ersten Themen der heute rieeeesig erfolgreichen Blogs anschaut, kann man doch zuversichtlich sein, dass das noch was wird, oder?
Und wieso soll man sein Pulver überhaupt schon ganz zu Anfang verschießen? Das hat doch alles Zeit im schnellebigen Zwischennetz.
Am 28. April 2008 um 13:21 Uhr
@Marian: Es gibt nur einen wesentlichen Unterschied zwischen Privatbloggern und ihren Anfängen und einer “Jahrhundertmarke”. Sie genießt keinen Welpenschutz mehr…
Am 28. April 2008 um 13:31 Uhr
@Roland: sehe ich nicht so, es ist ja schließlich nicht so, dass das Thema Corporate Blogging schon Standard ist und allgemeines Gut es ist zu wissen wie es am Besten funktioniert. Also nur Mut Persil und da gilt immer noch vor allem: Just Do It
Wie Persil sich nämlich die Verwirklichung einer Jahrhundertmarke als Ziel für einen “perfekten” Blog vorzustellen hat, verstehe ich nicht.
Ich finde den Persil Blog sehr sympathisch :-)
Am 28. April 2008 um 13:42 Uhr
@Torsten
Der Mut, überhaupt ein Blog zu starten, ist sicher auch zu respektieren. Und Sympathie hab ich für die Marke sowieso, sie steckt bei mir im Hauptwaschgang ;-)
Mir geht es um die Chancen und mutige Ansätze. Da ich weiß, wie man intern im Spiel zwischen Markenführung, PR und Werbeabteilung auf diesen “Exoten” guckt, weiß ich auch, wie schwer es ist, konzeptionell Gas zu geben, wenn das Konzept einmal geschrieben steht. Aber vielleicht und hoffentlich irre ich.
Am 28. April 2008 um 13:45 Uhr
Ich finde es zwar nicht sonderlich spannend da, aber ich bin auch der Meinung, dass ein Unternehmensblog nicht dazu da ist, andere Blogger zu begeistern. Wenn das Persil-Blog es schafft, die Marke menschlicher und erlebbarer zu machen, ist das schon eine ganze Menge. Das Frostablog finde ich auch langweilig, aber wen interessiert das schon?
Am 28. April 2008 um 13:47 Uhr
Also erst einmal bin ich Mensch, dann Blogger ;-). Ich seh das als Konsument, männlich zwar, aber auch die waschen gelegentlich…
Am 28. April 2008 um 13:51 Uhr
Also ich finde den Frosta Blog sehr gelungen und Roland ich gebe Dir in deinem Post absolut recht, ein Blog soll Spass machen und dazu gehört eben auch Kreativität und Innovation. Ich denke aber auch, dass es für jedes Unternehmen ein großer Schritt ist, sich den subjektiven Meinungen zu öffnen, auch wenn dies unserer Meinung nach unverzichtbar ist :-)
Am 28. April 2008 um 14:53 Uhr
[...] Henkel ist einen anderen Weg gegangen: Im Persil-Blog scheint es darum zu gehen, eine Themenmischung zu finden, die recht nah am Produkt bleibt. Dazu gehören beispielsweise Blicke hinter die Kulissen (z.B. eines Fotoshootings) und Brancheninformationen bzw. Informationen zum Thema Waschen. Vom bisher Geschriebenen ist der Werbeblogger zumindest ziemlich enttäuscht. Sein Urteil: “Blass und ausgewaschen.” [...]
Am 28. April 2008 um 14:58 Uhr
@Roland: Die bisherigen Einträge wirken ein wenig als wäre im Hauptwaschgang nicht Persil sondern Werbeagentur gewesen und das finde ich etwas schade. Ich denke mal, irgendwann wird Persil auch drauf kommen, dass sie selber ihre Produkte herstellen und ein Blog eben kein Portal für Pressemitteilungen ist. Ich glaub einfach, die Leute, die da schreiben sind mit
Am 28. April 2008 um 15:02 Uhr
es fehlte folgendes:
dem Medium Blog noch nicht so vertraut – der einzige interessante Beitrag bisher stammt von einer Praktikantin, die Abteilungen des Restes (E-Marketing, Brand Management, Marktforschung…) klingen nach PR…
Am 28. April 2008 um 15:52 Uhr
ich als corporate blogger sehe das ähnlich. türlich ist der blog nicht besonders fresh, aber jeder macht nen anfang. und mir macht das die marke schon fast sympatisch weil es wenig trottelig daherkommt und nicht so superschickie mickie durchgestyled etc. der mut sollte zu belohnen sein. auch wenn ich den blog nicht lesen werde was solls :D
trotzdem patrick: die ideen die du geamcht hast sollten sich die jungs zu herzen nehmen ;)
Am 28. April 2008 um 23:06 Uhr
[...] Das sagen bislang die Anderen zum Persil-Blog: „Was hätte man konzeptionell und mit dieser Markengeschichte alles an unterhaltsamen Themen und kreativen Ankern gehabt, um ein spannendes Markenblog aufzuziehen?! Alleine unser Interview mit Herrn Tönnesmann im Podcast hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht, denn die Geschichten, die die Marke Persil erzählt – und bestimmt auch wie sie Herr Tönnesmann erzählt- sind stellenweise wirklich reines Entertainment. Brand Entertainment eben, schreibt Roland Kühl-v.Puttkamer. [...]
Am 29. April 2008 um 06:20 Uhr
Das sieht man mal wie der Wunsch unterhakten zu wetrden, tief in uns verwurzelt.
“Eigentlich” hätte man (noch vor einem Jahr ?) erwartet, daß ein corporate blog genutzt wird, um “ehrlich” mit den Konsumenten zu produzieren. Heute erwartet man youtube-gimmick-viral-Glamour. D.h., man erwartet, daß Henkel (u.a.) überhaupt nicht “ehrlich und demokratisch” kommuniziert, sondern britney-spears-lookalike-contests, Animationsspiele und singende Baumarkt-Mitarbeiter bietet.
Mein Gott, seid Ihr alle tief gesunken ! *duckundweg*
Am 29. April 2008 um 12:10 Uhr
@Herold
Nix singende Baumarkt-Mitarbeiter, auch kein pubertäres Web-2.0 Schischi, nur etwas mehr Wasser in den Waschgang, etwas farbiger, lebhafter und bunter. Und möglichst ein Themenset mit langer Leine, ohne rhetorischen Weichspüler…
Am 29. April 2008 um 12:18 Uhr
Manueller Trackback:
thorstenulmer.twoday...
Am 29. April 2008 um 13:23 Uhr
[...] muss dem Werbeblogger Roland da mal einfach recht geben – schon auf den ersten Blick kommt das neue Persilblog alles andere als [...]
Am 29. April 2008 um 13:31 Uhr
Persil bloggt…
Welches Ergebnis ist zu erwarten wenn eine traditionelle Marke (aus welchen Gründen auch immer) versucht, neue Wege in der Kommunikation zu gehen?
Nun ich denke, das neue Persilblog (aus dem Hause Henkel) ist ein Musterbeispiel dafür.
Man…
Am 29. April 2008 um 15:06 Uhr
[...] Helmschrott und Werbeblogger Artikelzusatzinfos 1. Tags: corporate blogging, persil 2. weitere Artikel [...]
Am 29. April 2008 um 15:23 Uhr
[...] – aber auch noch frischesten – Ansatz präsentiert Persil. Auch wenn das Blog gerade böse Prügel vom Werbeblogger bezogen hat, gibt es doch durchaus interessanten Content. Gerade bei der Themenauswahl zeigt Persil, dass es [...]
Am 29. April 2008 um 17:00 Uhr
Hallo zusammen,
als Verantwortlicher für den Persil-Blog lese ich natürlich mit Interesse die verschiedenen Kommentare, freue mich über Lob und Zuspruch und ganz besonders über konstruktive Kritik. Die gibt zum einen die Möglichkeit, Dinge zu verbessern und zum anderen natürlich auch ein immer besseres Bild davon, wie unterschiedlich die Erwartungen an einen Blog sind.
Der Persil Blog ist mit Sicherheit nicht der schrillste und unterhaltsamste Blog des Planeten. Das will er auch gar nicht sein. Einen zweiten Horst Schlämmer wird es also bei uns nicht geben (wäre auch irgendwann langweilig wenn Horst sich dauernd zum Thema Wäsche ausließe. Außerdem hat Horst ja Rücken und kann die Wäsche garnicht mehr alleine machen!)
Die Texte sind allerdings nicht von unserer PR-Agentur, die sind schon selbst verfasst. Da mag der eine oder andere nun sagen: “noch schlimmer”, aber wir lernen auch dazu und werden mit Sicherheit mit der Zeit eine “natürlichere” Sprache lernen (ist übrigens gar nicht so leicht, wenn man seit 100 Jahren nur über PR-texte und Werbung mit dem Verbraucher kommuniziert).
Also, es ist gar nicht so leicht die Ansprüche einer Traditionsmarke und ihrer Kommunikationspolitik mit einem neuen Medium zu kombinieren und hierbei das optimale Gleichgewicht zu finden. Aber auch das werden wir schaffen. Dass wir es dabei nicht jedem Blogger dieser Welt Recht machen werden ist schon ok. Das war auch nie unser Ziel.
Wir hoffen aber, dass diejenigen, die uns eine Chance geben uns weiter mit Tipps und Hinweisen füttern und den Inhalt dann auch spannend und interessant finden.
Beste Grüße
Tobias Feix
Am 29. April 2008 um 21:37 Uhr
Hallo Tobias,
um es klar vorweg zu nehmen: Ich finde es gut und richtig, dass ihr gerade als scheinbar banale aber präsente Konsumermarke diesen Weg geht. Lasst euch durch so böse Blogger nicht irritieren. Ihr müsst eben damit leben, dass ihr einen bekannten Brand repäsentiert. Ich wünsche euch, dass ihr die Freiheit an Themen aufnehmen könnt, die vielleicht bisher nie auf einem Storyboard standen. Und dass Henkel euch lässt….
Am 30. April 2008 um 00:17 Uhr
[...] (s)einen positiven Zweck erfüllt, ist noch nicht ganz klar. Diskussionen hierzu finden sich beim Werbeblogger und im Textdepot. Dennoch sollten sich andere Unternehmen von solchen Diskussion nicht abschrecken [...]
Am 30. April 2008 um 07:04 Uhr
[...] Das ist zunächst einmal eine sehr erfreuliche Tatsache. Schaut man aber auf die Reaktionen in der Blogosphäre, scheint eher eine mittelgroße Katastrophe passiert zu sein. Persil kann es den Blogger-Profis [...]
Am 30. April 2008 um 21:59 Uhr
hm, look-alike-mitmachwettbewerb, schmutzflecken ablichten und hochladen … das klingt irgendwie nach typischen kampagnen-zeugs mit gewinnmöglichkeit, aber nicht nach einem blog, in dem die marke (die mitarbeiter) mit ihren kunden reden wollen.
Am 30. April 2008 um 23:03 Uhr
@paulinepauline: Ja, ich weiß…. Es ist die bewusste polarisierende Überzeichnung des “anderen” Extrems. Was ich allerdings erst im Laufe der Diskussion festgestellt habe (da wir beim Persilblog durch diesen Beitrag den ersten Trackback gesetzt haben): Trackbacks werden nicht verlinkt und Kommentare sind nur via Registrierung möglich. Da wird der Netzdialog und das Gespräch doch deutlich erschwert…
Am 2. Mai 2008 um 18:11 Uhr
[...] Persil bloggt – und es hagelt Kritik aus der Blogosphäre Persil: Das Blog zum Waschmittel Persil bloggt und keiner ist damit zufrieden Persil macht Blog [...]
Am 2. Mai 2008 um 23:27 Uhr
[...] hier und hier gibt’s auch noch was Interessantes zum Lesen … Ähnliche [...]
Am 6. Mai 2008 um 22:20 Uhr
[...] präsentierte Weißes auf weißem Grund, sehr subtil. Roland Kühl-v. Puttkamer kommentierte in seinem Verriss des Waschmittelblogs: “Es gibt nur einen wesentlichen Unterschied zwischen [...]
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