02:11 Uhr
Blogvermarktung
Wer hat denn eigentlich bisher so beim Werbeblogger geworben?! Zenithmedia, die Hirschen, Springer &Jacoby, VM-People, Aquent, Apple, EON (Podcast) und noch einige andere mehr…
Wir hatten u.a. diverse Anfragen von Media-Agenturen, die den Werbeblogger komplett und exklusiv unter ihre Fittiche nehmen wollten; bisher verzichteten wir auf eine entsprechende Partnerschaft, da das angebotene “Konzept” uns einfach völlig unpassend für ein Blog wie den Werbeblogger erscheint.
Eigenvermarktung ist also weiterhin angesagt, damit die täglichen Stunden der Recherche, Moderation und Artikel sich gemächlich aber nachhaltig in ein (für uns persönlich vertretbares) wirtschaftliches Konstrukt fügen.
Eigenvermarktung hat grundsätzlich strukturelle Vor- und Nachteile.
Die Vorteile sind:
Freie Entscheidung der konkreten Werbekunden und entsprechender Kampagnen
Freie Kalkulation
Individuelle Gestaltungsfreiheit
Vorschläge für die an das Blog angepasste und ggf. passendere “Werbeform”
direkter Kontakt zu den eigenen Werbekunden
Nachteile:
Eigene Akquisitionsverpflichtung
Unsichere wirtschaftliche Planbarkeit für die Buchung/Auslastung potenzieller Werbeflächen
Exotenimage ;-)
Bindung an den eigenen Vermarkter
Nun sind wir als Werbeblogger nicht an einen Verlag gekoppelt. Wir verstehen uns auch nicht in erster Linie als Journalisten, sondern als Marktbeobachter der Werbung insgesamt und im besonderen als Begleiter von Themen aus unserem “regulären Job” heraus, die uns innovativ fordern und zu einem mittlerweile täglichen, auch spontanen Meinungsbild auf diesem Blog motivieren.
Als der Blogvermarkter Adical (aka Johnny Häusler & Friends) uns und anderen Blogs damals ihr Konzept vorstellte, haben wir verzichtet. So fiel auch die Entscheidung von Robert (Basic Thinking Blog) aus. Eigenvermarktung! Die Entscheidung von Robert, sich auch von Google zu lösen, hat sich in Folge ja auch als wirtschaftlich richtig dargestellt. Auch Robert konnte diverse neue Kunden gewinnen, die seinen Vorstellungen seiner Blogwerbung entsprechen, bei steigendem Ertrag.
Mit diesem Credo ist es dann offensichtlich auch möglich, als Erstes den eigenen Werbekunden in einer angekündigten Interviewserie im Blog redaktionell zu Wort kommen zulassen.
Böse Zungen würden gleich die ganze Trigami-Diskussion herunterträllern, denn Redaktion und Werbung führen in diesem Fall bis auf Weiteres -trotz angekündigter Wettbewerbsinterviews- ein heikles Zusammenspiel. Für mich persönlich geht diese Form der Platzierung in Ordnung. Ich meine zu wissen, wie Robert tickt und nehme ihm diesen Spagat inhaltlich ab.
Trotzdem macht es für mich deutlich, welche Gratwanderung Blogvermarktung in Eigenregie sein kann, wenn redaktionelle Themen den eigenen Werbekundenkreis berühren. Da kann der “freie” Journalist oder Blogger noch etwas anders argumentieren, weil er sich zumindest entsprechend der grundsätzlichen Aufgabenverteilung bei der Vermarktung nach außen unabhängiger zeigen kann. Ob er es tatsächlich ist, beweist dann die Praxis…
3 Kommentare
Einen Kommentar schreiben
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...

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Am 28. April 2008 um 10:11 Uhr
hmmm, dieses bemühen um transparenz kommt zwar ehrenwert daher – aber auch leicht verkrampft. entschuldigen muss man sich schließlich nur dann für die eigene vermarketung (dachte ich bisher wenigstens), wenn man irgendwelche unappetitlichen grenzen überschreitet (xing, studiVZ, flash layer). das man diese seriös nur im auge behalten kann, wenn man den blog selbst vermarktet ist auch klar. soweit, so generisch.
aus kundenpespektive gesprochen: tell me something new;-)
Am 20. Juni 2008 um 09:59 Uhr
Neu – Trends der Woche…
Ja, richtig! Die Fußball-EM 2008, auch Euro 2008 genannt, läuft aktuell auf Hochtouren und die deutsche Mannschaft bekommt langsam dass, was so landläufig als Form bezeichnet wird. Da aber Fußball-Diskussionen auch schnell mal ins…
Am 29. April 2009 um 04:59 Uhr
[...] Blogvermarktung (2) [...]