13:09 Uhr
Dove im Fadenkreuz
Ein weiterer kritischer Spot zur Dove Kampagne “Onslaught” macht gerade die Runde. So genannte “Spoofs”, also satirische, kritische oder hämische Anlehnungen an den Ursprungsspot bzw. seine Aussage, erzielen häufig eine große Aufmerksamkeit und Reichweite. Dabei nutzten die “Spoofer” die Bekanntheit der Marke und dessen Medienpräsenz. Nicht wenige Werber fühlen sich denn auch in ihrer Arbeit der Ursprungskampagne bestätigt, vor allem, wenn die Botschaft bewusst kontrovers bzw. polarisierend angelegt war. Nutzt also ein Spoof tatsächlich auch der Kampagne oder sind die Werber nur einfach geschickt darin, sich trotz Verballhornung selbst wieder ins rechte Licht zu rücken?!
Und was nützt so ein Spoof eigentlich der Marke Dove selbst?!
Link: www.youtube.com
Update (v. Patrick): So eben in den Redaktionsmails gesehen, dass Martin uns auch auf die Greenpeace-Kampagne ingewiesen hat.
17 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 24. April 2008 um 14:43 Uhr
Zur Info wg. der Kritik am Palmöl:
Nicht nur als alternativer Bioantrieb, sondern auch in der Wasch- und Kosmetikindustrie dient Palmöl vor allem zur Herstellung waschaktiver Substanzen (Tenside). Diese sind in fast allen Waschpulvern drin.
Darf ich also auch von Grünfrieden auf einen interessanten Spoof hoffen sagen wir mal mit eines Persil-Spots für die toitsche Hausfrau? :-)
_________________________________
Zur Fragestellung selber, ob das auch den Werbern der Originalspots hilft: Bei diesem Spot wohl nicht. Der ist so beißend (übrigens auch die unerträglich beißenden Höhen in der – absichtlich? – übersteuerten Mucke), dass die deutliche und harte Botschaft an keiner Stelle mehr ironisiert oder kommunikativ zurückgesteuert werden kann.
Am 24. April 2008 um 14:49 Uhr
Info 2: Palmölgewinnung erzielt man nicht durch Bäumefällen (das kommt im Spoof verwirrend rüber), sondern man gewinnt das Palmöl aus der öligen Nuss bestimmter ölreicher Palmen. Es werden daher andere Baumarten gefällt um den Anpflanzungen der öligen Palme Platz zu machen. So rum.
Am 24. April 2008 um 15:09 Uhr
Ich denke, dass jegliche Art von Werbung Dove einen Nutzen bringt. Schon alleine deswegen, weil der Bekanntheitsgrad dadurch steigt. Also schneiden sich die Spoof-Produzenten mit solchen Spots meiner Meinung nach ins eigene Fleisch.
Am 24. April 2008 um 16:10 Uhr
[...] [via werbeblogger.de Nummer1, Nummer2 und Nummer3] [...]
Am 24. April 2008 um 16:30 Uhr
Es wird oft so getan, als ginge es bei Werbung nur um Bekanntheit. Wäre es so, würde der Spot Dove sicher nützen. Tatsächlich geht es aber auch um die mit der Marke verknüpften Assoziationen, deshalb gibt es ja schließlich die ganze Werbe- und PR-Machinerie. Sonst könnte man auch einfach den Produktnamen mit USP auf Dauerbeschallung auf die Konsumenten abschießen, ganz ohne jede Story/Markenwelt. Eine überall verfügbare Hitler-Seife wäre schließlich auch sofort jedem bekannt. Verkaufen würde sie sich deshalb noch lange nicht. Wenn sich Dove=Umweltsünder in den Köpfen der potenziellen Kunden festbrennen würde, wäre das sicherlich keineswegs dienlich für den Verkaufserfolg. Deshalb denke ich: Der Spot nützt Dove überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil.
Am 24. April 2008 um 21:25 Uhr
Ich kauf kein Dove mehr, ich kauf Aldi.
Am 25. April 2008 um 06:47 Uhr
@würstchen-willi: Japp, genauso seh ich das auch! Was heisst es schon, bekannt zu sein!? Klar ist auch der Kosmetikmarkt heiß umkämpft und es gibt viele Marken, bekannte und große kauft man da also schneller mal.
Aber grad Discounterprodukte oder Hauseigene Marken (wie z.B. K-Klassik) erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit. Diese werden allerdings nie “groß” beworben. Meist ausschließlich im Hauseigenen Prospekt, maximal via regionaler Anzeigenschaltung in Printmedien.
Viel Entscheidender ist in meinen Augen auch die Message und der Look von Werbung, der immer ein bestimmtes Bild zu prägen versucht.
In diesem Spoof entsteht eindeutig ein negatives Image für Dove.
Wie kann das also der Marke nutzen?
Bekanntheit wird hier lediglich in negativen Zusammenhang gesteigert!
Am 25. April 2008 um 11:40 Uhr
[...] Dove Onslaught Spoof Take II [...]
Am 25. April 2008 um 12:03 Uhr
Die pure Info über die Kollateralschäden der Palmölverwendung schadet dem Image der Marke, wie es in MEINEM Kopf ist, erstmal nicht. Denn gewiss ist Dove nicht der einzige Kosmetikhersteller, der Palmöl verwendet, und vermutlich waren diese krassen Auswirkungen den Akteuren auch nicht so bewusst – ebensowenig wie den Konsumentinnen der Produkte.
Was “hängen bleibt”, kommt jetzt also auf die Reaktion von Dove an, in Worten wie in Taten. Ich vermute, man hat sich Dove gerade deshalb als Vorwurfsgegner ausgesucht, weil Dove als Marke recht positiv verankert ist, indem sie lange schon recht engagiert gegen das Hungerharken-Schönheitsideal anstinken. Damit haben sie bei vielen Konsumentinnen einen “Stein im Brett”, der nicht so schnell verloren geht. Der sie aber andrerseits zum Reagieren zwingt…
Am 25. April 2008 um 12:36 Uhr
Ist es nicht auch so, dass der Großteil der Leute, die diesen Spot sehen, eher Werber und werbeaffine Insider sind und die eigentliche Zielgruppe “Verbraucher” gar nicht so erreicht wird?? Außerdem wird es vielen Konsumenten ohne Umweltbewusstsein (wozu ich den Großteil der Verbraucher zähle) ziemlich schnuppe sein, wieviel Bäume für irgendetwas abgeholzt werden. Schon weil viele wissen, dass heutzutage irre viel Umweltkaputtmachung betrieben wird, um irgendein Produkt herzustellen. Als ich letztens im Kino war, um mir den Film “Sharkwater” anzusehen, der ja ebenfalls das Problem “Auswirkungen der Haiüberfischung zum Zwecke der Haifischflossensuppenzubereitung auf den gesamten Ökokreislauf.”, zum Thema hat, fiel mir auf, dass neben mir gerade mal 6 weitere Personen im Kino waren. Nebenbei wurde der Dokufilm auch nicht wirklich von den Kinos vermarktet. Daraus folgere ich, dass es offenbar nicht so viel Interesse gibt (und daraus folgernd nicht viel in den Köpfen der Verbraucher auslöst) wenn man mit dem Finger auf die Wunden der Welt drückt. Mit einem Satz: Dove wird durch diesen Spot in keiner Weise einen nachhaltigen Imageschaden erhalten.
Am 25. April 2008 um 12:49 Uhr
Dove Spoofs…
Soeben hab ich bei Werbeblogger.de den Artikel “Dove im Fadenkreuz” gefunden, in dem ein Dove-Spoof vorgestellt wird, der eine Reaktion auf den Dove-Spot “Onslaught” ist. In diesem Spot wies Dove sozusagen auf die Folgen der Sch…
Am 25. April 2008 um 14:33 Uhr
“Denn gewiss ist Dove nicht der einzige Kosmetikhersteller, der Palmöl verwendet…”
Nokia ist auch nicht der einzige Handy-Produzent, der sich aus Deutschland verabschiedet.
Anders gesagt: Wie es wirklich ist, war schon immer scheißegal.
Am 25. April 2008 um 15:40 Uhr
Der Würstchen-Willi hat es ja schon gesagt, aber ich möcht auch noch mal meine Meinung verkünden. Imagepflege ist ne teure Sache für große Unternehmen. Wenn das alles so egal wäre, man würde wohl nicht soviel investieren. Daher ist dieser ganze “Any PR…” Scheiß m.E. auch nichts weiter als ne Floskel. Und das es Dove trifft ist auch klar, wer sich als Engel hinstellt, muss auch damit rechnen, das über die schmutzigen Flügel geredet wird.
Am 16. Mai 2008 um 17:04 Uhr
[...] Dove in den letzten Tagen bzw. Wochen hauptsächlich wegen negativer Kritik in den Medien zu finden war, schlägt die Marke nun zurück. Vorgeworfen wurde dem [...]
Am 15. Juni 2008 um 21:52 Uhr
[...] Dove Onslaught Spoof Take II Unser deutsches Pendant nimmt Stellung zum mittlerweile zweiten Spot, der als Gegeninitiative zur aktuellen Dove Werbekampagne “Onslaught” gestartet wurde. Von T.Mo | [...]
Am 27. Juni 2008 um 20:47 Uhr
Der “Bekanntheitsgrad” steigt und schädigt das Image. Dieser Spoof ist bestimmt nicht positiv für Dove. Aber ich glaube auch, dass die Verbraucher diesen Spoof nicht mitbekommen. Denn wer wird denn aus eigenen Stücken die “schmutzigen Flügel” suchen.
Am 9. September 2008 um 15:30 Uhr
[...] Kosmetikmarke aus dem Hause Unilever, hat mit der Kampagne Onslaught auch Kritiker auf den Plan gerufen, in diesem Fall “Greenpeace”, die nun ein Fazit aus ihrer Viralkampagne [...]