08:53 Uhr
Cisco und ihr peinlicher Best Practice Fake Thundersk8
Cisco wendet sich auch an eine hippe, coole, groovy Zielgruppe aka Subcommunity (ja genau diese Begrifflichkeiten dürften im Meeting gefallen sein), die Skateboarder, Skater oder einfach noch cooler “sk8er”. Da man ja mit Best Practice Beispielen immer punkten kann, entschloss sich Cisco wohl kurzerhand dazu (vielleicht aus mangelnder Best Practice Erfahrung?) einfach mal die Zusammenarbeit mit Skateboardunternehmen inklusive Profiskater zu erfinden. Das in den Videos beschriebene Traditionsunternehmen “Thundersk8″ gibt es nämlich gar nicht und auch der dort auftretende Prototyptester Dave Wein ist frei erfunden bzw. gar kein echter (Profi)skater (hier geht ein Skater schön ins Detail). Dennoch erzählen die ganzen Personen rund um die Erfolgsstory ausführlich, wie toll es doch ist mit Cisco-Produkten zu arbeiten und dass es ohne Cisco gar nicht diesen derzeitigen Unternehmenserfolg geben würde. Hallo? Wer hat denn diesen Bullshit wieder verantwortet? Mittlerweile dürfte selbst IT-Unternehmen nicht entgangen sein, dass solche merkwürdigen Lügengeschichte in Windeseile im Netz die Runde machen. Was soll das also? Was ich heute in erster Linie von einem Unternehmen erwarte ist Vertrauen. Ohne Vertrauen kauf ich denen nichts mehr ab. Solche Kampagnen sorgen dafür, dass ich schonmal nicht Kunde von Cisco werde.
Danke an Ingo für den Tipp per Mail.
19 Kommentare
Einen Kommentar schreiben
- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

Deutsche Werbe-/Medienblogs
- Agenturblog
- Aisberg
- Automobil Blog
- basd-art.de
- Beers and Ideas
- Bernd Röthlingshöfer
- Blindtext Blog
- Blog von Gwinner
- Cem Basman
- Clap-Club
- Clickpunkt 7
- Connected Marketing
- Creating Tomorrow
- Customer of Hell
- Datenschmutz
- Datenvandalen
- Digital Conversation
- Ferryblog
- Filmjournalisten.de
- Fischmarkt
- Flussaufwärts
- Fontblog
- Fridaynite
- Geistesblitz
- Guerilla Marketing Blog
- i-fekt Blog
- Ingo Kaestner
- Jenriks24phoetry
- JvM/Neckar
- Kreisrot Rundschreiben
- LPMDESIGN Weblog
- MADVERTISING
- Markentechnik Blog
- Marketing Oase
- Massenpublikum
- Medienvirus
- Mobile Zeitgeist
- Neukunden-Magnet
- Nico Zorn
- Nino Worldwide
- Off the record
- OnetoBlog
- Out of office
- Pimp my brain
- Pixelsebi
- praegnanz
- reine Formsache
- Reklame
- seoFM
- Sichelputzer
- Sloganmaker
- SOS SEO
- The missing Link Agenturblog
- Tischthema TV
- VisualBlog
- Werbewahn
- Werbewunderland
- Zielpublikum
- Zorno
- Zweieintel
Englische Werbe-/Medienblogs
Evergreens (teilweise Off-Topic)
Web 2.0 Blogs
Werbeblogger Autorenlinks




Am 3. April 2008 um 09:42 Uhr
Was ist denn so schlimm? Da machen Werber nun mal das was sie können: nette Geschichten erzählen. Und wenn man die nicht an einem ganz konkreten Beispiel erzählen kann, dann denkt man sich halt einen symbolischen Platzhalter aus. Und zwar auf dem Level, was die ZG mag und kapiert. Funktioniert super. Werden Geschichtenerzähler auch immer wieder machen und machen müssen.
Heikel nur, wenn dabei “Symbole” (zB die “Skater”) genommen werden, die keinen Bock darauf haben, als Marketing-Story-Vehikel herzuhalten (erst recht nicht, wenn deren “realness” angefasst wird). Soweit nicht so schlimm, sondern erst einmal nur etwas peinlich.
Der eigentliche Fehler besteht wohl darin, dass Cisco es als “Echten Case” und nicht als “Anschauungs-Beispiel” darstellt. SO wird dann aus dem Case ein Käse
Am 3. April 2008 um 09:44 Uhr
Och menno! Das ist doch echt mal peinlich. :(
Es gibt ca. 1Mio Skatboardhersteller. Da wäre es doch um einiges einfacher und wohl auch günstiger gewesen, hier eine Kooperation herzustellen. Es muß ja nicht Tony Hawk sein. (Wobei Cisco selbst dafür genug Budget haben dürfte.)
Am 3. April 2008 um 09:59 Uhr
wahrscheinlich gedacht, »wenn hp das kann, können wir das auch.« – leider verkackt :)
Am 3. April 2008 um 10:03 Uhr
Spätestens als das IT Büro mit Blumen aufgetaucht ist, wurde es unglaubwürdig.
Kai
Am 3. April 2008 um 10:03 Uhr
Aiai, das ist wirklich arm. Ich versteh aber nicht, dass Cissco überhaupt so dreist ist, derartige Stroies zu erfinden. Früher oder später hätt es doch eh Jemand entdeckt und dann ist das gejammer immer groß.
Am 3. April 2008 um 10:18 Uhr
Cool. Wo kann man die Thundersk8 Decks bestellen?
Storytelling ist Grunde keine boese Sache. Bei Moleskine funktionierts ja auch… und selbst wenn die Story nicht stimmt (Brand Eins, 02/08) machts die Marke nicht unsympatischer.
Das hier ist aber einfach nur platt!
Am 3. April 2008 um 11:22 Uhr
Peinlich, wirklich peinlich.
Und vor allem auch so vermeidbar.
Entweder, die Aussage ist wahr, dann findet sich auch ein kleiner Skateboardhersteller, der als Testimonial dient. Denn letztendlich hat er ja auch kostenlose Publicity davon
Wenn sich kein Hersteller finden sollte, ist die CISCO Technologie wohl nichts für kleine Unternehmen. Dann wäre die Werbung aber umso frecher.
Am 3. April 2008 um 11:31 Uhr
Ich weiß ja das Cisco ganz böse ist, weil es eben dual use produziert. Wer vermittelt kann eben auch trennen. Wo verbunden ist kann und wird abgehört.
Aber diese Werbung ist typisch. Cisco kennt seine Kunden nicht. Das Management hat keine Sekunde darüber nachgedacht, mal den Vertrieb zu fragen ob es irgendwo ein hippes Unternehmen gibt, das mit Cisco-Produkten arbeitet und bei einer Werbung mitmachen würden. Es gäbe vermutlich zehntausende solcher Unternehmen. Weil die Produkte von Cisco eben gut sind.
Allerdings ist das Management Scheiße. Die könnten genausogut faule Eier verkaufen. Das Produkt und die echten Kunden interessiert die nicht. Siemens ist ein typisch deutscher Vertreter dieser Denkweise. Sie kennen ihr Geschäft gar nicht. Sie kennen nur Quartalsszahlen und den nächsten Bonus.
Das ist kein Betrug. Das ist pure Unfähigkeit.
Am 3. April 2008 um 13:38 Uhr
sehr spannend, wie dylan ho – dessen gesicht man NIE sieht, wenn er einen trick zieht – mit der sprühdose sein board gestaltet haha. man brauch nicht viel ahnung zu haben, um zu sehen, daß auch das ein fake ist. SO geht man nicht mit einer dose um.
eine wirklich “affige” kampagne. wenn’s aber cool genug für aufstrebende jungunternehmer ist, bitteschön. vielleicht verdeutlicht es nur die möglichkeiten ciscos. nur sollte man es nicht als reale geschichte darstellen…
Am 3. April 2008 um 18:19 Uhr
also ich weiß auch nicht wie man das als tolle und ganz “normale” werbetätigkeit beurteilen kann.
schließlich geht die kampagne recht offensichtlich an eben denen vorbei, für die diese kampagne gedacht war.
einfach aus dem grund, weil sie offensichtlich unglaubwürdig und gefaked ist.
boar, leute hört auf eure (potentiellen) kunden zu verarschen.
echt peinlich!
Am 3. April 2008 um 20:02 Uhr
Das ist wirklich peinlich. Ob das wirklich wahr ist? Also wenn nicht ist es mal eine komische Art werbung zu machen.
Am 4. April 2008 um 06:39 Uhr
[...] Cisco und ihr peinlicher Best Practice Fake Thundersk8 | Werbeblogger Success Stories sind eigentlich uraltes Handwerk klassischer (Fach-)Pressearbeit. Dass man auf die Idee kommen kann, so etwas zu faken, zeugt wirklich nicht von Professionalität (tags: ethik pr) [...]
Am 4. April 2008 um 08:49 Uhr
[...] und wiesen im Detail zahlreiche Fehler in der erdachten Geschichte nach. Derzeit zieht diese Story ihre Kreise und Cisco hat den [...]
Am 4. April 2008 um 23:35 Uhr
Skandal:
Der Versicherungsvertreter in dem Werbefilm ist gar kein Versicherungsvertreter, sondern ein Schauspieler (!). Und überhaupt: die Jungs von der Werbefirma haben es total versäumt darzustellen, wie es bei einer Versicherungsfirma wirklich aussieht…
Mann, Mann, Mann…
Das die Skater das doof finden, ist ja klar. Frag doch mal einen Arzt, was er von Krankenhausserien hält. Den Realismus wird er sicher nicht loben.
Das Thundersk8-Ding ist einfach nur WERBUNG und auch sehr deutlich als solche zu erkennen. Schlecht? Ja, klar. Aber hier wird sicher nicht eine “Zusammenarbeit mit einem Skateboardunternehmen erfunden”, sondern einfach der Produktnutzen anhand eines vermeintlich “coolen” Beispiels “vermittelt”. Das das üblich und auch nicht verwerflich ist, sollte gerade hier eigentlich jeder wissen.
Am 5. April 2008 um 21:17 Uhr
Sehr amüsant die Sache. Wir hatten bei uns auf der Webseite genau dazu am 2.April eine Newsmeldung -> skateboardnews.de / boardstation.de . Die ganze Sache ist einfach nur peinlich. Alleine schon die Sache mit “Thunder SK8″ *gggg … und wer zum Teufel noch mal soll dieser Pro Skater sein??? Firmen wie HP oder Nissan haben solche Fehler nicht gemacht! Gerade Nissan hat gute Arbeit geleistet. Audi war dagegen schon schlechter mit seiner Vert-Werbung, aber längst nicht so peinlich wie Cisco.
Am 7. April 2008 um 16:22 Uhr
[...] Story. Und wer hat sie herausgefunden? Natürlich Insider aus der Branche, die bloggen. Der Werbeblogger Patrick Breitenbach hat die Hintergrundstory ausfindig gemacht und kommentiert sie wie [...]
Am 13. April 2008 um 17:36 Uhr
[...] Cisco und ihr peinlicher Best Practice Fake Thundersk8 | Werbeblogger – Weblog über Marketing, … – Werbung bei XING gesehen und nachgedacht. [...]
Am 14. April 2008 um 10:52 Uhr
[...] beim Werbeblogger, kommentiert hier und [...]
Am 18. April 2008 um 23:23 Uhr
[...] Wenn jedoch herauskommt, dass nichts an dieser Geschichte stimmt, auch die handelnden Personen frei erfunden sind, dann geht der Schuss nach hinten los. Der Interessent fühlt sich veräppelt und fragt sich: Haben die keinen echten Kunden gefunden, der bereit war, mit seinem Namen für das Produkt zu sprechen? Und falls Sie sich jetzt fragen, wer denn überhaupt so blöd naiv sein kann, im Google-Zeitalter noch Best-Practice-/Success-Stories zu erfinden: Cisco zum Beispiel. Die Geschichte dazu gibt’s beim Werbeblogger. [...]