15:44 Uhr
Gesprächskultur Vorbild re:publica?
Inspiriert durch das gerade beendete Diskussionspanel auf der re:publica muss ich mich dem Thema Gesprächskultur widmen. Wenn ich eine Podiumsdiskussion verfolge und ich habe rundherum ein gar schreckliches kommunikatives Rauschen, dann frage ich mich ernsthaft, ob der technische Fortschritt nicht irgendwie auch einen kulturellen Rückschritt nach sich zieht. Da sitzen schonmal zwei Leute auf dem Podium mit vor sich aufgeklappten MacBooks. Beides sind eigentlich Vorbildkommunikatoren. Thomas Knüwer hat wenigstens noch der Versuchung widerstanden nicht ständig in sein Notebook reinzuschauen – ganz im Gegensatz zu Mercedes Bunz. Eine noch desinteressiert wirkende Körpersprache ist glaube ich nicht mehr möglich. Beständiges starren und lesen (manchmal hatte ich das Gefühl, ihre Lippen bewegen sich beim lesen) während andere Menschen eigentlich mit der Person diskutieren wollen, irritierte sicherlich sehr viele Anwesende. Obwohl – man sagte mir per Twitter, dass die meisten im Publikum sitzenden Zuhörer eigentlich genau die gleiche Pose eingenommen haben: Laptop vor der Murmel.
Also anstatt an Diskussionen direkt Vis-a-Vis teilzunehmen, vielleicht auch mal den anderen in die Augen zu schauen, kommuniziert man irgendwie über Bande und sehr oft aneinander vorbei. Denn es fehlt das wichtigste Element der Kommunikation: Konzentration, um dem anderen zuzuhören.
Doch die ehrlichste Reflektion für die dortige Gesprächskultur bildet die im Hintergrund aufgebaute Twitter-SMS-Wand, auf die Menschen dann ihre Kommentare mit 140 Zeichen platzieren können. Ursprünglich ist das theoretisch dazu gedacht, womöglich auftretende spannende Fragen an das Podium zu stellen. Ganz praktisch wird das jedoch genutzt um Botschaften wie “Ey, Sascha Lobo hat ‘ne neue Frisur” oder “Gääähhhhnnn!” an die Wand zu werfen.
Endlich haben manche Klassenclowns ihr El Dorado gefunden, ohne von der gestrengen Lehrerin strafend in die Ecke geschoben zu werden. Das ist dann auch schon eine echte Ironiekrönung, wenn Johnny Häusler sich über verletztende, inhaltslose Kommentare in seinem Blog aufregt und im Hintergrund via SMS der Beweis erbracht wird, dass solche Kommentare rein gar nichts mit der Kommentarfunktion an sich, sondern ganz einfach mit der Gesprächskultur vieler Menschen zu tun hat.
Blogs sind Gespräche? Ich fürchte da sind wir noch sehr weit davon entfernt und ich schlage hiermit das Panel “Gesprächskultur” für re:publica 2009 vor. Ich würde diesmal sogar kommen – ohne Notebook vor der Fresse, allerdings auch ohne SMS-Twitter-Wand im Hintergrund.
44 Kommentare
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- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
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Am 2. April 2008 um 16:27 Uhr
Einen ähnlichen Eindruck hatte ich per Ferndiagnose gerade auch schon. Wo sich per Twitter unterhalten wird, obwohl die realen Entfernung zum Gesprächspartner Rufweite beträgt, hakelt es gewaltig in der kommunikativen Leitung.
Ich schreib dann mal meiner Artist-in gegenüber eine Mail…
Am 2. April 2008 um 16:36 Uhr
Dein Vorschlag richtet sich sicherlich an die re:publica 2009?
Aber das nur am Rande, ich will jetzt hier nicht in die “besserwisser-kommentar-ecke abgedrängt weren…
Am 2. April 2008 um 16:46 Uhr
@Paule: Stimmt. Hab ich korrigiert.
Die Korrektur fiel nicht unter Rechtschreibung und ist informativ, also auch legitim! ;-)
Am 2. April 2008 um 16:54 Uhr
Hallo Patrick, gleiche Beobachtung habe ich auch gemacht, ebenfalls per Web-Stream.. Ich fande es schon erschreckend wie unreflektiert und teilweise flapsig da Frau Bunz Antworten aus dem Ärmel schüttelte.. Immer wieder totschlag Argumente von beiden Seiten um auch ja nicht zu viel zu Diskutieren. Eine richtige Diskussion sieht für mich anders aus.
Auch ansonsten wenig Neues sondern eher eine Diskussion die in der Form auch vor 2 Jahren hätte stattfinden können (bis auf Zoomer.de ;) ). Natürlich lag es zum einen auch an der improvisierten Moderation (wie kann das eigentlich sein, dass kein conferencier im VORHINEIN schonmal bestimmt wurde?) und zum anderen an der angesprochenen Diskussionsabwesenheit einiger Teilnehmer.
Also Frau Bunz, auch wenn sie wirklich viel beschäftigt sind, klappen sie doch das nächste wenigstens ihren Laptop zu und tun sie so als würden sie sich für die Teilnehmer interessieren.
Besonders positiv kann man da Stefan Niggemeier erwähnen.. Er tut zwar immer abwesend, trifft die Diskussion aber meistens im Kern und gibt kluge Sachen von sich ohne arrogant zu wirken.
Am 2. April 2008 um 16:57 Uhr
@Max: Richtig, Stefan Niggemeier war scharfsinnig und auch Thomas Knüwer hat einen recht guten Job (trotz Notebook) gemacht.
Am 2. April 2008 um 17:10 Uhr
Ich habe diesen Beitrag gelesen, während eine Session läuft. Ja gut, ne.
Am 2. April 2008 um 18:35 Uhr
Habe ich auch beobachtet. Das Gleiche übrigens wie beim Barcamp München, bei dem ich war. Und schon damals habe ich mich gefragt, ob ich der einzige bin, der dieses Verhalten ziemlich respektlos findet.
Bin mal gespannt, inwiefern dieser Trend zukünftig auch in klassische Meetings Einzug halten wird. Ein Notebook hat ja schon heute fast jeder dabei – aber bisher noch keine UMTS-Karte und der Zugang zum WLAN einer anderen Firma wäre ja kompliziert einzurichten. Aber sobald alle Notebooks haben und online sind, wird sicherlich mehr gesurft. Schöne neue Welt…
Am 2. April 2008 um 20:59 Uhr
Ich war auch schon in genügend Meetings, in denen dieses respektlose Verhalten an den Tag gelegt wurde – und es nimmt immer weiter zu :(
Am 2. April 2008 um 21:01 Uhr
Solange der Einsatz des Notebooks für ein Meeting sinnvoll ist, finde ich das ja okay. Recherche, Protokollierung etc.
Aber in einer Gesprächsrunde, die nur einer Diskussion dient, einfach unpassend.
Am 2. April 2008 um 22:53 Uhr
ich verfolge das ganze auch nur via twitter und internet – leider.
aber mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, eigentlich seit dem ich twitter intensiver nutze:
“alte” kommunikationsformen werden immer stärker ver- und zurückgeträngt.
so ersetzt twitter teilweise chatprogramme bzw. instantmessenger wie icq. ganz zu schweigen von blogs.
da kommen die kommentare nicht als eintrag sondern direkt via twitternachricht.
eigentlich schade.
das die zwischenmenschliche kommunikation da erst recht drunter leidet ist in meinen augen wirklich schon fast als tragödie anzusehen.
eben genauso wie du es treffend beschrieben hast. ich denke, ein bisschen spassss ja okay (guck mal, ich sitz 20cm hinter dir…) aber wenn man in dikussionsveranstaltungen ncith diskutiert, weil man sich mit dingen die außerhalb stattfinden beschäftigt, brauch man da nicht hingehen.
wenn man dann auch noch selber auf dem podium sitzt, dann kann man die veranstaltung auch gleich einsparen.
es lebe das reallife!
Am 3. April 2008 um 03:41 Uhr
twitter twitter twitter – die avantgarde trifft sich im verbugtesten scheiss gaestebuch des planeten. ist ‘ne dissertation in soziologie wert. eine mit 140 zeichen.
och jetzt ist der podca..-, was? icq ist abgestuertzt… hm imap, wie hiess die verdammte adre…, hab ich den div geschl… nein den codec hab’ ich ni… was? hast du was gesagt? sorry – kopfhoerer.
was wollte ich hier eigentlich? irgendwas woll…
und bei all dem nie vergessen: die welt ist schlecht!
Am 3. April 2008 um 06:58 Uhr
[...] Sie Ihre Waffen am Eingang ab! 3. April 2008 Patrick hat einige bemerkenswerte Beobachtungen zur Gesprächskultur auf der re:publica gemacht, die ich aus eigenen Erfahrungen in der Szene nur bestätigen kann. Das ständige Rumhantieren mit [...]
Am 3. April 2008 um 08:37 Uhr
Oliver Überholz hat bei der Diskussionsrunde “Die Zukunft der Social Networks” übrigens SMS geschrieben. Oder mit seinem Handy im Netz gesurft. Keine Ahnung. Jedenfalls saß er dabei ebenfalls auf dem Podium. Ist das schon mobile Konzentrationslosigkeit?
Schön ist es nicht. Aber Mercedes Bunz sieht immerhin dabei besser aus.
Am 3. April 2008 um 08:57 Uhr
@Sachar: Aber auch nur weil du sie so “fast heiß” findest! ;-D
massenpublikum.de/bl...
Am 3. April 2008 um 09:36 Uhr
Ich bin mir nicht ganz so sicher wie du, Patrick (bin allerdings auch nicht vor Ort und verfolge es nicht mal intensiver als eben in den tweets der Leute, denen ich folge und die da sind). Ich hab durchaus schon Meetings erlebt, in denen die – nenne ich es mal – simultane Disruption durch Kanalvielfalt hilfreich und kulturbildend war. Letztes Beispiel war für mich unser internes internationales Meeting, über das ich auch gebloggt habe: przweinull.de/eintra...
Es geht aber nur gut, so ist meine Erfahrung, wenn es (a) vorher abgesprochen und (b) von den Beteiligten mitgetragen ist. Und wenn – und da stimme ich dir ausdrücklich zu – der oder die Präsentierende oder Diskutierende im Moment auf dem Podium die disruptiven Kanäle nicht bedient.
Ansonsten sehe ich schon, dass nicht nur die nächste Generation (guck dir mal unsere Kinder an, ok, deine in ein paar Jahren, meine jetzt schon), sondern mit Übung auch wir alten Säcke durchaus zu einer größeren Parallelnutzung von Kanälen in der Lage sind. Oder liegt das an meinem ADS?
Am 3. April 2008 um 09:40 Uhr
Ich sagte ja nicht, dass “disruptive Kanäle” generell schlecht sind. Ich finde es auf einem Diskussionspodium einfach unpassend und unhöflich. In Meetings kommt es darauf an, was gearbeitet wird. (Mach ich ja selbst mit Notebook und Devices).
Am 3. April 2008 um 09:47 Uhr
Ok, präziser meine ich: Ich mag disruptive Kanäle auch bei Podiumsdiskussionen, habe sie aber als Veranstalter bisher vor allem in kleineren und fokussierteren Runden eingesetzt, wo sie eine gute Dynamik entwickelt haben. Zuletzt fand ich es bei der Euroblog in Brüssel sehr passend, da wurden sie allerdings auch nicht an die Wand geworfen. Und die Diskutierenden auf den Podien haben nur dann getwittert, wenn sie sich gelangweilt haben – was ja auch ein Statement ist ;-)
Am 3. April 2008 um 09:51 Uhr
Man weiß halt nicht, ob es Desinteresse oder einfach nur Kommunikationsucht ist. So oder so, viele empfinden es einfach als störend, irritierend whatever. Es signalisiert für mich ein “Nicht zuhören”. Das Schlimmste, was in einer Kommunikation passieren kann.
Konsequent wäre es, wenn alle gleichzeitig die Kanäle nutzen, dann bräuchten wir aber auch keine Panels mehr machen, die offline organisiert werden.
Am 3. April 2008 um 10:16 Uhr
kleiner Nachtrag:
Mich würde es nicht wundern, wenn RTL in 1-2 Jahren ein Coachingformat für “Kommunikationsgestörte” Kinder bringt. “Weg vom Rechner – Das Camp”…. ;-)
Am 3. April 2008 um 13:20 Uhr
“simultane Disruption durch Kanalvielfalt” ja nee is klar.. *dieses buzzword-schießen finde ich genauso schlimm wie diese twitterei*
Am 3. April 2008 um 13:43 Uhr
Zweischneidig.
Während ich von den Vorn-/Podiumssitzern durchaus erwarte, dass sie dem Auditorium ihre *volle* Aufmerksamkeit widmen, finde ich das gezwitscher im Raum wenig störend, eher produktiv.
Trotz aller Interaktivität und dem Miteinander etc. spielen die Vorn eben die Hauptrolle. Ich persönlich habe bei Vorträgen die ich halte usw. auch immer das Bedürfnis mich *vollständig* darauf zu konzentrieren, allein weil es sonst leicht peinlich werden kann. Wenn nur zwei Leute da sind und die sich anders beschäftigen ist es natürlich störend. Aber vor 200 oder 400 Menschen… Da sind ja dann doch immer auch welche dabei, die einem Aufmerksam folgen.
Und am Ende ist es eben auch die Aufgabe der vorne sitzenden oder stehenden so interessant zu sein, dass man sich eben nicht mit 60% Aufmerksamkeit um sein Notebook oder Mobile kümmert, sondern eben gebannt zuguckt.
Zudem hast du doch, wenn ich mich da recht entsinne, auch eifrig getwittert während des beschriebenen Panels ;-) (btw. durchaus lustig von aussen).
Am 3. April 2008 um 13:48 Uhr
Ich sehe das ja ebenfalls durchaus zweischneidig und will mich nicht darüber hinwegheben. War ja der Versuch einer Meta-Beobachtung. Was für mich jedoch wirklich ein No-Go ist sind die Podiumsdiskutanten, die chatten, telefonieren sich am Sack kratzen oder was auch immer. Aber mein Gott, sie müssen selbst wissen, wie sie rüberkommen wollen.
Auch die SMS-Wand ist zweischneidig. Für Fragen zur Diskussion sicherlich sehr sinnvoll.
Am 3. April 2008 um 17:19 Uhr
Und deswegen trifft man sich, um in seinen Laptop zu kucken, Twitterposts zu machen, zu posten und E-Mails zu lesen. Nebenbei hört man mal hin und kann nachher sagen, ich den schon mal in echt gesehen. Beim nächsten Mal: Laptop- und Handyverbot.
Am 3. April 2008 um 18:40 Uhr
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben eben 90 Minuten ihres Leben dazu verwendet, nichts wirklich neues zu erleben.
90 Minuten. In denen hätten Sie guten Sex haben können (sieben bis 13 Minuten, siehe stern.de/wissenschaf...). Und nochmal. Dann nochmal, nochmal, nochmal und nochmal. Jetzt sagen sie nicht, das geht nicht. Doch, geht. Ist nur vielleicht langweilig. Andererseits, muss ja.
Jedes Mal die Statistik ausgereitzt blieben 2 Minuten danach. Das wäre eine Zigarette und mal kurz drüber twittern. Anschließend drüber bloggen. Mit Kommentaren.
Re:kombination statt Re:quiem
Am 3. April 2008 um 19:58 Uhr
[...] Gesprächskultur Vorbild re:publica?Der Werbeblogger Patrick beschreibt anschaulich, wie manche Leute auf den Podien der re:publica zu ihrem Fußvolk stehen – sie sehen sie offensichtlich als profanes Klickvieh an, zumindest behandeln sie sie so. Desinteressierter kann man sich nicht zeigen… [...]
Am 3. April 2008 um 20:34 Uhr
Parallelnutzung von Kanälen? Lieber Haltungsturner, ich bitte Dich. Jeder meiner Vortragsgäste erhält einen ausdrücklichen Verweis bei der Nutzung von Laptops oder anderen “devices”. Entweder zuhören und mitmachen (heißt hier: reden), oder gehen! Alles andere ist unhöflich. 2.0 heißt doch auch, lieb zueinander zu sein. Steht mindestens zwischen den Zeilen des Cluetrain-Manifests, oder?
Am 3. April 2008 um 21:20 Uhr
Am genervtesten von paralleler Twitternutzung und SMS-Wall sind offenbar die, die nicht vor Ort sind. Ist aber auch nur so ‘ne Meta-Beobachtung.
Am 3. April 2008 um 21:56 Uhr
@Florian Steglich: Das kann gut sein, denn die starren ja selbst schon auf den Monitor (Live-Stream).
Am 3. April 2008 um 22:03 Uhr
“Mercedes Bunz” ist meiner Meinung nach ohnehin eine absolut arrogante Unsympathin vor dem Herrn.
Am 4. April 2008 um 00:43 Uhr
Gesprächskultur Vorbild re:publica?…
Patrick Breitenbach über die Gesprächskultur der Blogger….
Am 4. April 2008 um 08:20 Uhr
Ein Autisten-Kongress? Genau aus diesem Grund bin ich nicht nach Berlin…
Am 4. April 2008 um 11:41 Uhr
Ja, ich bin auf der re:publica und ja, Patrick, du sprichst mir aus vollem Herzen.
Vor allem geht es dabei aber nicht um Respekt. Nicht nur. Es mag unhöflich sein, ständig andere Kanäle zu penetrieren, vor allem aber ist es eines: dumm.
Es ist in jeder Diskussion hier stark zu spüren, dass Menschen vielleicht gerne Multitasker wären, es aber einfach nicht sind. Es leidet die Qualität, es leidet das Denken – somit letztlich Alles, was ich von guten Panels/Diskussionen erwarte. Sehr, sehr schade.
Dringend möchte ich auf diesen schönen Artikel verweisen, der großartig zum Thema passt.
brandeins.de/home/in...
Man kann nicht nicht kommunizieren – hat Wazlawick gesagt. Vor allem aber, kann man auch zu viel kommunizieren…
Am 4. April 2008 um 18:10 Uhr
Ich für meinen Teil habe ja gestern, wie auch schon 14 Tage zuvor mit jeweils zwei Bloggern nach alter Väter Sitte in einer Kneipe gesessen, sehr zu unser aller Vergnügen und ohne Inbetriebnahme elektronischer Lebensaspekte. Vielleicht ist einfach sind Konferenzen Republicas/Barcamps und dergl. einfach so obsolet wie die Cebit.
Am 5. April 2008 um 00:14 Uhr
[...] dass sie sehr wohl mitbekommen hatten, was da erzählt wurde. Multitasking halt. Das mag mancher für unhöflich halten, aber unter dem Strich ist dies sicher besser als o.g. Schulsituation. Etwas anderes ist mir [...]
Am 5. April 2008 um 11:26 Uhr
Bzgl. Computernutzung auf dem Podium (“Parallelkommentierung” auch bei Herrn Knüwer):
Ich kannte das von der rp07 – damals hatte ich (auf dem Podium) ursprünglich meinen Rechner mitgenommen, um die SMS-Wand beobachten zu können, denn da gab es noch keinen Monitor vor dem Podium, so dass nur das Publikum die SMS-Wand sehen konnte.
Das das ganze sich als positiv zur kurzfristigen Netzrecherche eignet, habe ich dann aber auch festgestellt und genutzt.
Am 5. April 2008 um 22:24 Uhr
die parallel-kommunikation per elektronik fand ich nicht so schlimm wie laut verschobene stühle, dauernd umgestossene flaschen und und plärrende kinder.
ich weiss, man kann mich jetzt schnell in die kinderhasserschublade schieben, aber das waren nun mal vorträge und kein kindergarten. das nenne ich mal rücksichtslos.
Am 6. April 2008 um 16:38 Uhr
[...] Cem Basman von Sprechblase: “Geben Sie Ihre Waffen am Eingang ab!” und die Meinung von Werbeblogger Patrick. Noch einen schönen Sonntag und behaltet euren [...]
Am 6. April 2008 um 18:59 Uhr
[...] sie kennen. Nur: Eine Bloggerkonferenz funktioniert per definitionem nicht ohne Notebook. Dass die Gesprächskultur dadurch eine andere wird, muss wohl achselzuckend hingenommen werden. Und immerhin kam wohl trotz Ignoranz des [...]
Am 7. April 2008 um 16:47 Uhr
[...] Zuhörens. Letzteres ist wohl Etwas, das in der Bloggerscene noch entwickelt werden muss.Fliers WeltWerbebloggerSprechblaseGedanken Blog Persönliche DatenName:Webseite:KommentarMangels php auf dem Webspace ist [...]
Am 8. April 2008 um 12:54 Uhr
[...] Anlass ist die re:publica selbst, und die vielfach geäußerte Kritik, niemand konzentriere sich vor lauter Paralleltwittern, Nebenbeibloggen und SMS-Wand-Lesen mehr auf [...]
Am 8. April 2008 um 18:27 Uhr
[...] Gesprächskultur Vorbild re:publica? (werbeblogger vom 2.4.2008) Klasse: Da stellt man sich in Gedanken vor, dass manch Blogger/-in auf der re:publica mangels Kommunikationskompetenz ihren/seinen Kopf in Macs, Airbooks und Eees steckt (ok, beim Letzteren passt nur die Nase rein), und dann ist das real noch viel schlimmer. Wie geil! [...]
Am 10. April 2008 um 22:49 Uhr
[...] Infohäppchen und Meinungspenetranz im SMS-Format beruft. Der Gedanke, dass im Hinblick auf die Gesprächskultur technischer Fortschritt kultureller Rückschritt bedeute, ist ein erster Schritt, statt Klagen [...]
Am 7. Juni 2008 um 01:28 Uhr
Ephedra…
…
Am 17. November 2008 um 00:01 Uhr
[...] Infohäppchen und Meinungspenetranz im SMS-Format beruft. Der Gedanke, dass im Hinblick auf die Gesprächskultur technischer Fortschritt kultureller Rückschritt bedeute, ist ein erster Schritt, Klagen [...]