31.03.08
09:00 Uhr

Schnellschuss-Links vom 29.03.2008 bis 31.03.2008

Unsere Schnellschuss-Links vom 29.03.2008 bis zum 31.03.2008:

Dacia packt Revolutionäre aus.
Eher lächerlich, Fidel Castro, Che oder Karl Marx als Werbefiguren zu nutzen.

Muxtape – Mixes 4 all
Her mit den digitalen Mix-Kassetten.

Das ist der Grund …
Warum alle Fernsehsender umdenken müssen/mussten.

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30 Kommentare

  1. GIZA

    Ich will hier gar nicht groß das politische Faß aufmachen. Aber Castro, Marx und besonders Che taugen nun überhaupt nicht für Werbung. (Wenn man etwas positives sagen möchte.) Da könnte man auch den A.H. aus B. in Ö. als Testimonial wählen… nene…

  2. Stephan

    In der Zielgruppe, die solche Fahrzeuge kauft, funktioniert der Spot ganz sicher. Klar geht das nicht bei Audi A8-Stammkunden und den Benz-Kunden holt man damit sicher auch nicht aus der Ecke – aber das ist wohl auch nicht gewollt.
    Und das schönste an der Idee: sie war sicherlich günstig umzusetzen, denn Model-Release-Verträge mussten mit den Personen sicher nicht gemacht werden ;-)
    Ich würde den Spot nicht als lächerlich betrachten – auch in Anbetracht der politischen Wahlergebnisse der letzten Monate. Es ist eher eine Art ‘dem Volke aufs Maul geschaut’. Ob das positiv ist oder nicht, sei dahingestellt, als lächerlich würde ich es aber keinesfalls abtun.

  3. Patrick Breitenbach

    @Stephan: Da sich dahinter nur heiße Luft verbrigt, hat man dem Volk nur halb aufs Maul geschaut. Menschen, die sich für diese Leute interessieren wollen die nicht in einer Autowerbung sehen. Die anderen erkennen die eh nicht wieder …

    Harry aus der Lindenstraße? Wieso wirbt der für Dacia? ;-)

  4. ramses101

    Zum Link mit den TV-Serien: Warum müssen TV-Sender deshalb umdenken? So wie ich das sehe, sind das ganz normale Urheberrechtsverletzungen.

  5. Patrick Breitenbach

    @ramses101: Ja eben drum! Belange mal so einen chinesischen Server…

  6. ramses101

    Klar ist das schwierig. Aber “umdenken”? In welche Richtung denn? Das kann ja nur technischer Natur sein: Neuer Kopierschutz, Verschlüsselung etc. Und da passiert doch permanent was. Wirklich wehren kann man sich dagegen nicht. Neil French musste auch feststellen, dass sich ein chinesicher Verlag mal eben seine komplette Homepage kopiert und als “Neil-French-Book” veröffentlicht hat. Ohne seine Einwilligung, versteht sich. Aber welches “Umdenken” sollte einen vor Diebstahl schützen?

  7. Patrick Breitenbach

    Selbst hosten. RTL, ZDF machen es vor. Produktionsfirmen (myspass.de, southpark etc. ziehen nach)

    Also Laden aufmachen statt zumachen.

    Ich denke der Kopierschutzzug ist lange abgefahren, auch in der Musik.

  8. ramses101

    Das ist dann natürlich eine rein betriebswirtschaftliche Geschichte: Ab wann setze ich der Verwertungskette selbst ihr Ende? Und je schneller das Ende des Geldflusses kommt, desto mehr muss er bringen. Ergo: Es wird teurer für den Konsumenten – oder für den Werbekunden, der bezahlt (und auch die wiederum werden nicht mehr ausgeben, ohne es sich woanders wieder zu holen.)

    Und der Kopierschutz ist noch lange nicht tot, er braucht nur etwas länger. Der Premiere-Code wird (oder wurde jedenfalls) auch ständig geknackt. Was ist die Lösung? Laden aufmachen, weil es ja eh nix bringt? Irgendwie muss man doch auch Geld verdienen. Und das muss irgend jemand bezahlen. Wenn es Inhalte für lau gibt, dann nur, wenn sie jemand spendiert. Und der redet dann natürlich mit. Und dann kommen eben so grottige Sachen wie Dr. Dry dabei raus. Oder glaubst Du, es hätte sich irgend eine Marke gefunden, die “Dexter” spendiert hätte? Ich nicht.

  9. Patrick Breitenbach

    Das Geld liegt natürlich immer bei den Fans und Im Long Tail.

    Zu Dexter. Da ist glaube ich der erste “Brandingpartner” schon gefunden worden:
    mediaincanada.com/ar...

    Es wird wesentlich einfacher Werbung und Produkte für Serienfans zu machen. Es ist halt eben “kreatives Umdenken” gefragt. Hab ich aber schon öfters hier beschrieben. Zum Beispiel hier: werbeblogger.de/2007...

  10. Patrick Breitenbach

    Also raus aus der klassischen Denke, weil sonst wird natürlich kein Schuh draus…

  11. ramses101

    Du zäumst das Pferd von der falschen Seite auf: Natürlich findet sich ein Markenpartner für Dexter. Natürlich invetsieren Fans Energie und Geld in ihre Lieblinge – aber das ändert nichts daran, dass erst einmal jemand (und das ist eben nicht der Long-Tail) etwas produzieren muss, für das sich dann Partner und Fans finden lassen. Das kostet Geld, wenn Du das “klassisch” nennst, dann ist es das eben.

    Aber wenn tatsächlich mal jemand nicht klassisch denkt – was ich absolut begrüße, dann ist es doch auch wieder verkehrt (siehe Axe). Ich bin mir sicher, dass die Dr. Dry-Nummer die Unterhaötungsform der Zukunft sein wird. Un-Branded-Entertainment-Paid-By-Brands, wenn mir dieser alberne Anglizismenbandwurm kurz gestattet ist.

    Du forderst doch immer wieder (völlig zu recht) ein Umdenken und das Aufbrechen klassischer Strukturen – und das passiert auch. Allerdings mitunter zu anderen Bedingungen.

  12. Patrick Breitenbach

    “aber das ändert nichts daran, dass erst einmal jemand (und das ist eben nicht der Long-Tail) etwas produzieren muss”

    Ja und? Dafür sind doch Produktionsfirmen da, verstehe das Problem jetzt nicht so ganz bzw. worauf willst du hinaus? Die Fernsehsender bleiben ja (sie bezahlen für die Inhalte), sie setzen ihre Inhalte nur zusätzlich ins Netz und vernetzen das mit kontextbasierter Werbung und dazu passenden Produkten. Also das was man im TV nie wirklich geschafft hat.

    Werbung und Merchandising bleibt natürlich, nur eben wesentlich Inhaltsbezogener.

    Wir regen uns über Dr. Dry auf und konsumieren nebenher in fast allen amerikanischen Serien und Filmen Product Placement. Es ist also eher Gegenwarts- als Zukunftsmusik.

  13. Patrick Breitenbach

    Aber vermutlich reden wir nur aneinander vorbei …

  14. ramses101

    Ich hinterfrage nur Dein “Umdenken”. Wenn ich mir eine Serie auf der offiziellen Seite mit kontextbasierter Werbung anschauen muss, geh ich doch lieber auf die illegale Seite – da hab ich das dann pur.

    Eine Reaktion auf Diebstahl kann ja auch nicht sein, sein Eigentum selbst zu verteilen. Das Ergebnis wird sein, dass es entweder wirklich teuer und exklusiv wird, qualitativ hochwertige Inhalte bei ihrer Erstausstrahlung zu sehen, denn Serien wie “Lost” müssen sich auch erst mal refinanzieren. Und wenn das mit Zweit-, dritt und Viertverwertung nicht mehr geht (eben weil die Inhalte längst umsonst zu haben sind), muss es eben in der Erstverwertung passieren.

    Oder das Geld für solche Produktionen wird aufgebracht von jemandem, der sich etwas anderes als Return-On-Investment wünscht, als eine direkte Bezahlung der Inhalte (wie z. B. Produktionsfirmen das tun: Die produzieren, der Sender bezahlt). Und da sehe ich eigentlich nur Marken (mit Glück jedenfalls, mit Pech sind es Regierungen). Dr. Dry ist m. E. schon ein Schritt weiter als das reine Produktplacement, macht aber sehr deutlich, wohin die Reise gehen wird.

  15. Patrick Breitenbach

    Du meinst also auf der illegalen Seite ist keine Werbung? ;-)

    Du stellst also das gesamte Privatsenderkonzept in Frage? Dort gab es seit jeher Inhalte “umsonst”.

    Alles eine Frage des Mehrwertes. Wieso sollte ich auf unsicheren Raubkopierseiten umherschweifen, wenn ich die Original-Serie auf dem Originalsender mit originalzusatzangeboten besuchen kann, wo womöglich die Seite übersichtlicher ist, die Server schneller sind und ich eben im Schoß einer Sendermarke bin.

    Gibt nur zwei Möglichkeiten Geld zu verdienen mit Inhalte: Werbung/Cross-Selling (inkl. Product Plugs und Zusatzprodukten) oder Pay per View. Letzteres scheint vom Konsumenten nicht wirklich angenommen zu werden.

    Jetzt mal böse in Richtung Konsument geschossen: Beides geht halt einfach nicht. Inhalte kostenlos plus Werbefrei. Das Leben ist halt kein Wunschkonzert, es sei denn man hebt das gesamte kapitalistische System aus den Angeln …

  16. Patrick Breitenbach

    Und damit wären wir wieder bei Marx und Dacia angelangt! ;-)

  17. ramses101

    es sei denn man hebt das gesamte kapitalistische System aus den Angeln …

    Exakt das meine ich ja. ;-) Gerade was auch die Privaten angeht: Irgend jemand muss bezahlen. Die Werbung in der Erstverwertung (TV) und der Konsument in der Zweitverwertung (DVD), Drittverwertung (DVD mit Schnickschnack) und Viertverwertung (Superdupersammelbox). Schleicht sich irgendwo in diese Kette jemand ein und zieht so Geld ab, muss das Finanz-Loch an anderer Stelle gestopft werden. Dass das mit Contentbasierter Werbung funktioniert, glaube ich eben nicht. Aber das heißt ja nix.

  18. Patrick Breitenbach

    Ein paar Zusatzoptionen für Online:

    Erstverwertung: Brandingpartner, Sponsoring, Pre-Spot (evtl. premiummodell werbefrei)

    Zweitverwertung: Direkt an die Plattform gekoppelter Vertrieb von DVDs

    Dritt- und Viertverwertung: Ecklusive Fanangebote. Also beispielsweise die Kaffeetasse aus Stromberg, die Klamotten aus Nip/Tuck oder Konservierungsmittel von Six Feet Under.

    Das wird kommen, ich weiß es rein zufällig! ;-)

    Conbtenbasierte Werbung funktioniert mindestens mal genauso gut wie die Werbeblöcke im TV und solange dafür noch bezahlt wird …

  19. Armin

    Re TVcong:

    Hast Du Dir das auch wirklich mal genauer angesehen? Da steht bei so einigen der Shows auch nur:

    “Show Not Found in Database, check back soon”

    Und wegen “Belange mal so einen chinesischen Server…”, wieso denn? Die Site hostet nichts. Gar nichts. Die linkt nur zu Videos auf den ueblichen Videohosting-Sites (Veoh, YouTube, Megavideo und wie sie alle heissen) oder sogar nur zu Foren wo dann wieder ein Link zu einer der ueblichen Videohosting-Sites zu finden ist.

    Kann mir nicht vorstellen dass das den Fernsehsendern so riesige Kopfschmerzen macht.

  20. ramses101

    Alles richtig, aber eben auch nicht wirklich neu. Und schützt vor allem nicht vor Diebstahl. Diebstahl wird den Sendern eben erst dann egal, wenn er a) ausgeschlossen ist (was ich ja auch für utopisch halte) oder b) wenn es ohnehin nichts gekostet hat. Und darauf wird es hinauslaufen.

    Dass es weiterhin Fan-Geschichten und Merchandising gibt, ist auch klar. Und von mir aus auch contentbasierte Werbung. Dass die funktioniert: Habe nichts Gegenteiliges behauptet. Ich glaube nur nicht, dass so erzielte Gelder Lücken schließen können, die durch Diebstahl entstehen. Denn das hieße ja, zusätzlich statt alternativ Geld einzunehmen, ohne tatsächlich mehr zu haben.

    Zugespitzt formuliert: Früher: 1. Kohle durch Werbeblöcke, 2. Kohle durch DVD-Verkauf Zukünftig: 1. Kohle durch Werbeblöcke + 2. Kohle durch parallele contentbasierte Werbung, da das Geld aus dem DVD-Verkauf wegen Downloads und Selbstbrennens flachfällt? Das wäre mir zu nervig.

  21. Patrick Breitenbach

    Wieso sollte der DVD-Verkauf flachfallen? Das Gegenteil ist derzeit der Fall. Es kommt immer auch ein wenig auf die Extras drauf an.

    Diebstahl wird es auch weiterhin geben. Die Frage ist: Soll es ein Volkssport bleiben oder locke ich derzeitige Raubkopierkonsumenten mit attraktiven Angeboten zurück in den Kommerzkreislauf?

    @Armin: Die Seite war nur ein Beispiel von vielen. Ich hab nur mal kurz reingeguckt und da hatte ich auf Anhieb einen chinesischen Videohoster. Dachte da lief alles andere auch drauf.

  22. Patrick Breitenbach

    Long Tail bedeutet übrigens auch, dass der Konsument beim alten Preismodell gar nicht mehr alle vielfältigen Inhalte bezahlen könnte. Allein deshalb muss da umgedacht werden.

  23. Patrick Breitenbach

    Naja die Hürden in Deutschland sind derzeit sowieso noch zu hoch.

    spiegel.de/netzwelt/...

    Was aber wiederum zur Frage führt: Wer nutzt eigentlich Raubkopien? So viele können das ja dann auch nicht sein?! ;-)

  24. jochen

    und wenn man auf dem kong-teil was nicht findet… einfach zu ovguideDOTcom gehen. die seite durchsucht so ziemlich alle seiten, die auf tv-, kinoinhalte verlinken. =D

  25. ramses101

    Ich glaube ja auch nicht, dass der flachfällt. Aber nur, wenn die bestehenden Einnahmequellen versiegen würden (zu der eben auch der DVD-Verkauf gehört), müssten die Sender doch umdenken. Da das aber nicht passiert und es Urheberrechtsverletzungen gab, gibt und geben wird, müssen sie eben meiner Meinung nach nicht großartig umdenken. Zumindest nicht, was das angeht.

    (Ich liebe Internetdiskussionen. Die sind immer so schön zielgerichtet :-D)

  26. MeMyselfAndI

    Ich hätte auch noch einen Beitrag für die Linkliste. Und zwar gibt es zum neuen Film von Michel Gondry (”Be kind, rewind”, oder zu deutsch “Abgedreht”) nach all den ganzen Aufrufen zum Selber-Nachdrehen von Filmklassikern auch eine StreetArt-Offensive, wobei ich mir nicht sicher bin, ob da nicht jemand aus der Marketingabteilung einfach ein bisschen mit Photoshop umgehen kann.
    Hier mal ein paar Beispiele:
    tinyurl.com/ypctvt
    tinyurl.com/yquwx6
    tinyurl.com/2c5pd6
    Wenn das mal nicht zum “Busten” einlädt…

  27. sendseon

    so viele kommentare und keinem ist der erste aufgefallen. hitler mit marx oder castro zu vergleichen ist nicht nur schrecklich dumm, es grenzt sogar gewaltig an volksverhetzung.

  28. ramses101

    1. hat GIZA die besagten Personen nicht miteinander verglichen, sondern lediglich eingewendet, dass eine genau so wenig für Werbung taugt, wie die andere. 2. könnte ich Hitler aber durchaus mit Castro, Marx oder sonstwem vergleichen – entscheidend bei einem Vergleich sind schließlich immer die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten, nicht die Tatsache des Vergleichs an sich.

  29. Thomas Meessen

    Nochmal zurück zur Dacia Werbung. Kann man sich wirklich sicher sein, dass diese Werbung nicht funktioniert? Meiner Meinung nach ist die Verknüpfung der Personen mit dem kleinen Slogan natürlich sehr sehr simpel gestrickt, aber warum auch nicht? Die Zielgruppe besteht wohl nicht aus Nobelpreisträgern. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass sich eine nicht gerade ausgeprägte geschichtliche Bildung positiv auf das Produkt auswirken könnte. Nach dem Motto: “Ok, die Testimonials verkörpern Revolution, dann muss der Preis des Autos ja auch die (automobile Welt) verändern. Die Tatsache, dass militärische Gewalt etc. in diesem Zusammenhang eine große Rolle spielt ist vielen vielleicht garnicht bewußt und wird auch nicht negativ mit dem Produkt assoziiert. Naja, ist vielleicht nicht so mega plausibel, aber ich würde die Wirksamkeit dieses Spots nicht komplett verneinen.

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  • Micha: @Ralf Ich folge auch Dir, dass das rein Quantitative nicht ausreicht. Aber dieses Problem hat nicht nur Social Media: Wenn durch eine...
  • J. Martin: @Six LOL! Deinen Kommentar sehe ich ja erst jetzt, sorry. Genau. An positiven Beispielen fällt mir nur Lurchis Abenteuer ein.
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