21.03.08
00:25 Uhr

Wasser oder Berge

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Frisch aus meinem kleinen Kurzurlaub ein spontaner Gedanke:
Ich liebe es, weit zu schauen. Der Vorteil der Küste ist, dass ich quasi gleich „im Erdgeschoss“ auf Meerwasserspiegel den Blick finde, den ich suche. Dabei gibt es eigentlich konkret nichts zu sehen, nur schier endloses Meer, Himmel und den Horizont. Ganz anders auf den Bergen. Massiv reiht sich neben Massiv. Interessanterweise finde ich dort immer wieder Menschen, die sich -kaum dass sie den Gipfel mühsam erreicht haben- umgehend mit beeindruckenden Ferngläsern wieder auf ihre optische Reise „ins Tal“ begeben. Warum eigentlich?!

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14 Kommentare

  1. dunni

    Weil die Welt von oben schöner aussieht, und man sich ein bisschen vorkommt wie Gott, wenn man „auf die da unten“ schaut.

  2. Der Gilb

    Von dort oben hat man einfach einen besseren Überblick. Ich bekomme dort immer ein Gefühl für das große Ganze (und mich als kleinen Teil davon).

  3. Jan M.

    Das Gefühl von Erhabenheit.
    Jeopardy: Was ist der Olymp?

  4. Reinhardt

    Würde fast mal vermuten, dass es genetisch bedingt ist.

    Adler halten sich oben auf und beobachten was unten geschieht…
    Katzen springen gerne auf Schränke, Tische und beobachten was unten geschieht…

    ach da gibt es mionen-Beispiele aus dem Tierreich….

    Warum sollte sich der „Mensch“ davon unterscheiden…

  5. Jens B.

    Und vielleicht auch um zu sehen welche Strecke, auf Welche Arbeit man zurückblicken kann. Kann man sich ein bisserl selbst auf die Schulter klopfen ;)

  6. EssWeh

    Wenn das Tal noch sichtbar ist, ist der Gipfel eh zu niedrig ;)

  7. tim

    … mit dem fernglas kann man wunderbar die loser aufspüren, die denn eigenen strammen wandermarsch nicht mithalten konnten, oder aber die botox-lippen alter reicher damen bewndern, die im tal bei schönstem sonnenschein auf der terasse des örtlichen hotels ein glas champus in ihren rachen kippen… :-)

  8. Harald

    Du hast Recht, Roland: Wenn Himmel und Horizont so nahe beieinander liegen, sieht man nicht die Hölle mit Werben und Verkaufen und so… ;o)

  9. Julian

    Die Berge erinnern jeden einzelnen von uns daran, daß wir kleiner sind als die Natur und es immer bleiben werden. Wenn man mal einen von ihnen mühsam bezwungen hat, ist man von lauter anderen Bergen umgeben und fühlt sich immer noch klein und unwichtig. Ich genieße dieses Gefühl: Es holt einen auf den Boden der Tatsachen zurück und man kann Ehrfurcht lernen. Außerdem ist das detailreiche Panorama einfach gigantisch.

    Das Meer ist auch toll, aber eher unheimlich: Die Hälfte des Sichtfeldes ist eine fremde, unheimliche, dunkle Welt, voller glitschiger Geheimnisse… Ich mag das Meer, nicht falsch verstehen, aber es beeindruckt mich nicht so wie Berge. Die sind ein Teil unseres Lebensraums, das Meer ist eine fremde, fasziniernde Welt. (und unsere ferne Herkunft, wie der Salzgehalt unseres Blutes beweist)

  10. christian

    das werde ich auch nie verstehen. komme aus dem norden, bin leidenschaftlicher segler. jedes mal in meinem leben wenn ich in bergnähe war fühlte ich mich irgendwie unwohl.
    das wasser, die frische brise ein funke von freiheit, das brauche ich wie die luft zum atmen.

  11. Julian

    @ christian: Ja, ich kenn das. Viele Leute aus dem Flachland fühlen sich in den Bergen (bzw. den Tälern) eingeengt von soviel Gestein. Kann ich verstehen, wenn man sein Leben lang so aufgewachsen ist. Ich halte das für eine gute Sache, denn so verteilen sich die Menschen halbwegs gleichmäßig auf der Erde und strömen nicht alle in die Berge oder ans Meer oder an die Fjorde, in die Wüsten / Steppen / Dschungel… :-) – Jedem das seine… Und segeln würd ich auch gern lernen, eines Tages

  12. Badratgeber

    Das Meer, die Seeluft, ein breiter Strand und eine angenehme Temperatur, was will man mehr??

  13. Freiwilligenarbeit

    Ich komme auch aus dem Norden und kenne nur wenige, die gerne in den Bergen Urlaub machen (einzige Ausnahme ist vielleicht noch zum Skifahren). Berge nehmen mir einfach die Luft zum Atmen, und irgendwie fühle ich mich nicht wohl. Ein Blick von einem Gipfel ins Tal ist für mich vergleichbar mit einem Blick auf das weite Meer, das ja auch Tiefe hat, nur eben ein wenig undurchdringlicher.

  14. sebastian

    @ julian – wahnsinn oder, das flach- und bergländer so ticken? berge engen nicht ein. mich nicht. im gegenteil. die freiheit, die viele am meer spüren, spüre ich auch in en bergen. und deinen kommentar zum kleinen menschsein empfinde ich genau so. am meer ist es die sehnsucht, die mich treibt. nicht freiheit. ich kann nicht loslaufen, denn dann gehe ich unter. ich kann nicht losschwimmen, denn dann sterbe ich. berge kann ich besteigen und (!) überqueren. das meer erzeugt (in mir) sehnsucht.

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