22:06 Uhr
Stellungnahme von Prof. Jochen Pläcking
be berlin/sei berlin, Plagiatsverdacht
Sehr geehrter Herr Breitenbach,
ich darf Ihnen, da mein Name nun schon ein paarmal in Ihrem Blog bei der Diskussion um eventuelle Plagiatsvorwürfe erwähnt wurde, ein paar klarstellende Worte schreiben.
Meine Firma kleinundpläcking berät nun schon seit zwei Jahren über Berlin Partner direkt die Senatskanzlei des Landes Berlin bei der Strategie für eine neue Positionierung für die Stadt.
Von uns stammt die Positionierung „City of Change/Stadt des Wandels“.Wir sind keine Agentur, sondern Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt Marke.
Wir sind völlig unabhängig und frei von Partikularinteressen. Das heisst, wir beraten nur
und machen weder Design, noch Werbung, noch Marktforschung.Das Mandat für Berlin ist viel grösser als nur die Begleitung der Kampagne.
Sie haben meine Vergangenheit richtig beschrieben. Ich bin seit über 40 Jahren in Werbung und Marketing unterwegs und kenne sehr viele Menschen, wie Sie sich vorstellen können.
Aber diese Menschen kennen auch mich und wenn man mir eines nicht vorwerfen kann, dann ist das Unlauterkeit.Wie Sie wahrscheinlich wissen, wurde ich von Herrn Wowereit in seinem Brief an die Kreativ-Scene (im August 2007 in W&V und Horizont als Anzeige veröffentlicht) gebeten,
die Kreativ-Ausschreibung (kein unbezahlter Pitch) fachlich zu begleiten.
Zitat:
„Damit das Verfahren fair und fachgerecht durchgeführt wird, habe ich den erfahrenen Markenexperten Jochen Pläcking gebeten, den Wettbewerb fachlich zu begleiten. Er wird unterstützt von dem dafür zuständigen Team des Senats und Berlin Partner.“Das habe ich getan.
Zum Einen stand ich mit den Herren des Senates und von Berlin Partner allen Teilnehmern an der Ausschreibung für ein mündliches Rebriefing persönlich im Rathaus zur Verfügung. Zum Anderen habe ich im Rathaus die Kampagnen ausgewertet. Nichts hat die Räume der Senatskanzlei verlassen.
Die Einsendungen der Auschreibung wurden nach dem Einsendeschluss von Beamten der Senatskanzlei geöffnet, auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft, nummeriert und mir im Rathaus übergeben, wo ich für den Zeitraum der Auswertung einen Arbeitsplatz hatte.
300 Teams und Einzelpersonen haben Vorschläge eingereicht. Insgesamt waren darunter ca.900 Slogans. Der Slogan „be berlin/sei berlin“ wurde von vier verschiedenen Teams vorgeschlagen.
Ich stellte Longlists zusammen, die vom Senatsteam zu Shortlists verdichtet wurden.
Diese Shortlists wurden dem Regierenden Bürgermeister vorgestellt. Daraus ergab sich, daß zwei Agenturen nachpräsentieren mussten. (Diese Präsentation wurde separat honoriert).Aus dieser Präsentation ging Embassy als Sieger für die Kampagne hervor.
Wie schon in der Ausschreibung angekündigt, wurden alle Gewinner der drei Gewerke Slogan, Design und Kampagne gebeten, an einem Kreativ-Team teilzunehmen, um die Kampagne gemeinsam zu schaffen, was auch an mehreren Terminen stattfand.
Alles lief offen und total transparent und nachvollziehbar, was Ihnen alle Teilnehmer bestätigen können.So, nun zu den Beziehungen.
Es ist richtig, daß ich Aufsichtsrat bei Fuenfwerken bin. Ich habe das von Anfang an und während des gesamten Prozesses transparent gemacht.
Ich habe auch immer transparent gemacht, daß Gregor Blach (WEDO) Mitarbeiter der DDB-Berlin war, als ich CEO der DDB-Group-Germany war (600 Mitarbeiter).
(In dem Zusammenhang hatte ich mein Mandat während des Prozesses zur Disposition gestellt, was aber nicht akzeptiert wurde, weil man meine Integrität nie in Zweifel zog.)
Berlin Partner ist schon seit Jahren die (Public-Private-Partnership) Marketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berlins und managt im Auftrag des Senates die Gesamtkampagne.
Bei Berlin Partner sind neben 180 Berliner Unternehmen auch einige Agenturen und Unternehmensbersatungen Partner. Das gehört sich so in Berlin.
Auch kleinundpläcking, WEDO, OMD, TNS, Fuenfwerken etc.OMD ist seit Jahren die Media-Agentur von Berlin Partner und damit des Senates. Sie ist eine Omnicom-Gesellschaft wie die DDB, die BBDO, die TBWA und viele andere Agenturen.
.Hier hat niemand plagiiert.
Es tut mir leid für Frau Horn, aber aus reiner Enttäuschung anderen Plagiat zu unterstellen und mir Unlauterkeit, ist nicht ok.
Mit besten Grüssen aus Berlin,
Ihr
Jochen Pläcking
19.3.2008
Vielen Dank Herr Prof. Pläcking für diese Stellungnahme zu den verschiedenen Ungereimtheiten.
51 Kommentare
Einen Kommentar schreiben
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
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- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...
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Am 19. März 2008 um 22:08 Uhr
[...] Update II: Die Welt hat ein offizielles Statement erhalten. Wir natürlich nicht. Update III: Stellungnahme von Prof. Jochen Pläcking. Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): Agentur, agenturen, beberlin, berlin, Blog, [...]
Am 19. März 2008 um 22:10 Uhr
[...] Hier die Stellungnahme von Prof. Jochen Pläcking Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): Agentur, be-berlin, beberlin, berlin, DDB, [...]
Am 19. März 2008 um 22:57 Uhr
… und alle Fragen offen.
Am 19. März 2008 um 23:48 Uhr
Freut doch auch mal die andere Seite zu lesen. Jetzt ist interessant, was die Executive Chief von fuenfwerken sagt.
Ob er vielleicht bei einer Ausschreibung nicht teilnehmen sollte, wenn sein AR in der Jury sitzt?
Am 20. März 2008 um 00:29 Uhr
Natürlich haben wir bei Fuenfwerken überlegt ob wir an der Berlin-Ausschreibung teilnehmen sollten. Man kann das mal auch von der anderen Seite betrachten. Wir hatten die Befürchtung, falls wir in eine engere Auswahl kommen sollten, dass wir vielleicht gerade wegen unseres Aufsichtsratsmitglieds Jochen Pläcking nicht als Gewinner auserwählt werden können. Deshalb hat meine Kollegin Priska Wollein direkt bei den „Ausschreibern“ nachgehakt und dies geklärt, da wir sicher gehen wollten, dass alle Parteien neutral sind. Dies wurde uns zugesichert und ist auch so geschehen.
Am 20. März 2008 um 01:12 Uhr
[...] Edit: die Stellungnahme [...]
Am 20. März 2008 um 02:01 Uhr
ja, ja. Da sieht man mal wieder, wie schnell im Internet ein von Unbekannten schneller Rufmord begangen wird. Große Geschichte, auch von Spiegel Online gefeatured. Stellungnahme hört sich für mich sehr gut an…sollte man vielleicht bevor man große Geschichten in irgendwelchen Blogs macht vorher abklären. Journalistisch arbeiten, meine ich. Einfach mal anfragen. Könnte nämlich tatsächlich beschädigen, oder? Werbeblogger, Horn ……
Am 20. März 2008 um 03:04 Uhr
..einfach mal anfragen??? das wurde doch gemacht oder irre ich da…wer sich aber erst geschliffene texte und ewige erläuterungen und rechtfertigungen zurecht basteln muss anstatt schneller klarer und kurzer statements, macht sich in meinen augen unglaubwürdig…
auch wenn nun auch diese, andere seite nicht unplausibel klingt
*spannung*
Am 20. März 2008 um 05:23 Uhr
[...]Sie haben meine Vergangenheit richtig beschrieben. Ich bin seit über 40 Jahren in Werbung und Marketing unterwegs und kenne sehr viele Menschen, wie Sie sich vorstellen können.
Aber diese Menschen kennen auch mich und wenn man mir eines nicht vorwerfen kann, dann ist das Unlauterkeit.[...]
Unlauterkeit??? Sich also über 40 Jahre ein Interessennetzwerk aufbauen und dann den Schinken unter sich und seinen Kumpels teilen, sonst wäre man ja nicht loyal… Das Statement ist doch eine ganz klare Zusage an die Vetternwirtschaft.
Pläcking nimmt das dicke Geld und verteilt es unter seinen Freunden… meiner Meinung noch viel schlimmer als die “Plagiatsvorwürfe”.
Am 20. März 2008 um 06:31 Uhr
Leider auch ein “Blognachteil”. Eine klassissche Zeitschrift hätte erst redaktionell recherchiert, vorher Stellungnahmen eingeholt und dann geschrieben. Nun steht alles da und der Leser muss sich seine Infos zusammensuchen. Und die Anschuldigungen stehen ja nach wie vor am Anfang der Geschichte….
Am 20. März 2008 um 08:00 Uhr
Tja Nils, leider nehmen sich die echten Journalisten (vgl. auch Fachpresse unserer Branche) dem Thema nicht an.
Am 20. März 2008 um 08:08 Uhr
Was soll eigentlich die Aufregung über angeblichen, oder doch zumindest möglichen Rufmord? Was soll der Vergleich mit klassischen Medien? Was soll der Vorwurf von (ungerechtfertigten) Anschuldigungen seitens des Werbebloggers?
Patrick (u.a.) HABEN recherchiert! Patrick HAT um Stellungnahmen gebeten, sie bekommen und veröffentlicht!
Patrick hat ein paar Auffälligkeiten hier dargestellt und zur Diskussion gestellt und darüber hinaus ein paar Fragen aufgeworfen. Wo ist also das Problem?
Das (kritische) Fragen gestellt wurden? Das es eine Diskussion gab/gibt? Das es eine ÖFFENTLICHE Diskussion gab/gibt? Das eine solche Diskussion im Internet stattfindet, statt in irgendwelchen Kantinen, Kneipen, Wohnzimmern oder wo auch immer? Oder das es überhaupt eine Diskussion gab/gibt?
Für mich hat die ganze Sache mit der Vergabe nach wie vor ein, wie sagt man im Schwäbischen, (unangenehmes) G’schmäckle, trotz des einlullenden und vernebelnden Statements. Und für mich offenbart sich mit diesem Statement, das es offensichtlich sehr verschiedenen Auffassungen von Vetternwirtschaft gibt.
Wer solche Diskussionen nicht aushalten kann oder als üble Nachrede betrachtet, sollte sich vielleicht mal ein paar (mehr) Gedanken zum Thema Meinungsfreiheit, Demokratieverständnis und mündige, aufgeklärte Bürger/Menschen machen, die selbst in der Lage sind, sich Informationen zu verschaffen, sich eine Meinung über bestimmte Vorgänge zu bilden und nicht jede PR-Lüge schlucken oder zu allem nur nicken und ja-sagen, was “von oben” kommt.
Und komme mir bitte hier keiner mit Absatz 2 des Artikel 5 GG.
Am 20. März 2008 um 08:12 Uhr
@Holger Schmidbauer: So viele Zweifel vorab, so viel Arbeit evtl. umsonst und dann schlussendlich doch mitmachen und dann noch gewinnen? Ich würde sagen: Jackpot!
Am 20. März 2008 um 08:16 Uhr
Ich finde es zudem merkwürdig wieso eine Agentur bei einem Wettbewerb mitmachen darf, dessen Jury im Vorstand des Unternehmens sitzt? Jedes merkwürdige Werbe-Gewinnspiel schließt Mitarbeiter und Verwandte aus. Es wäre transparenter, anständiger und schlussendlich einfacher gewesen, fuenfwerken hätte gar nicht an der Ausschreibung teilgenommen.
Am 20. März 2008 um 08:30 Uhr
Zu den Anfragen: Angefragt wurde die Gewinneragentur embassy. Diese haben sich umgehend gemeldet und wiesen auf die Verantwortlichkeit des Berliner Senats hin. Daraufhin ging eine Anfrage an den Senat und an die Berlin Partner GmbH, also dem verantwortlichen Dachunternehmen, bei dem auch Herr Pläcking tätig ist. Ich bin also den direkten Dienstweg gegangen, nachdem ich bei embassy nicht weiterkam. Weder von der Berlin Partner GmbH noch vom Berliner Senat habe ich ein Statement oder irgendein Signal erhalten. Ich fürchte auch, der SPON-Artikel war erst Anlass, sich langsam in Bewegung zu setzen, denn vorher beschäftigt man sich ja nicht mit unjournalistischen Medien wie Blogs.
Nochmal ganz klar: Wir sind keine Profi-Journalisten, haben aber nach bestem Wissen und Gewissen die Informationen geprüft und recherchiert. Wir lassen hier auch alle zu Wort kommen und sehen unsere Aufgabe nicht darin Antworten zu liefern sondern Fragen zu stellen. Nils hat Recht jeder Leser kann und soll sich seine eigene Meinung bilden.
Den Vorwurf eines Rufmordes weise ich zurück, da alle Verbindungen von Herrn Pläcking selbst in seinem Statement bestätigt wurden. Es ist nun alles eine Frage der Interpretation. Wie transparent ist zum Beispiel Herr Pläckings Transparenzbegriff? Ich habe jedenfalls an keiner Stelle, bei offiziellen Informationen zum Wettbewerb, einen Hinweis erhalten, dass Herr Pläcking im Aufsichtsrat von fuenfwerken sitzt oder dass Herr Blach (nicht nur Mitarbeiter sondern) persönlicher Assistent von Herrn Pläcking war.
War dann wohl eher eine Transparenz nach innen, dem Senat gegenüber, kann das sein?
Nun frage ich als Steuerzahler einfach ein wenig nach, was mit meinen Geldern geschieht. Dürfen also nur Journalisten Fragen stellen?
Sollte Herr Pläcking das Gefühl haben hier würde ungerechtfertigt Rufmord betreiben, kann er die nötigen Schritte veranlassen oder sich selbst dazu äußern.
Am 20. März 2008 um 09:09 Uhr
das pr-journal hat das ganze auch online gepackt >>
pr-journal.de/redakt...
Am 20. März 2008 um 09:13 Uhr
@Nils: das prob sehe ich da wieder mal in uns deutschen begründet, die unfähig sind sioch eigene fehler einfach einzugestehen, und zwar gelich und sofort! anstatt dessen wird erstmal abgewartet, eben weil man auch davon ausgeht “es ist ja nur ein blog”, also so lang die bild oder die faz nicht auf seite 3 hat , ist keine wirkliche gefahr in sich.
ist aber eine öffentlichkeit dann werden erstmal rechtfertigungen und ausreden in pamphleten niedergeschreiben. 3 tage später. selber schuld also, wenn das dann etwas untergeht!
was die recherche angeht und den umgang mit dem thema:
großes lob noch mal, hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil immer wieder auch in formulierungen klar gemacht wurde, das man auf die statements seiten der stadt warte und es nur merkwürdge “zufälle” seinen, also rufmord sieht anders aus!
Am 20. März 2008 um 09:17 Uhr
… und unter den 900 Einsendungen war nichts besseres dabei als „be berlin“?
Oder hat man den genommen, der die meisten Einsendungen hatte?!
Am 20. März 2008 um 09:20 Uhr
@Patrick: Auch wenn Du dies sicherlich nicht so beabsichtigt hast und meinst, so stört mich ein kleines bisschen Deine Berufung auf den Status eines Steuerzahlers um überhaupt (kritische) Fragen aufzuwerfen. Aber vielleicht hast Du auch Recht, in solchen Momenten wünschen sich sicherlich wieder einige die Rückkehr zum Dreiklassenwahlrecht… ;-)
Am 20. März 2008 um 09:27 Uhr
@saizew: Sagen wir so, die Formulierung war dahingehend gewählt, weil es ein staatliches Ausschreibungsverfahren war, welches einen ganz anderen Status hat wie zum Beispiel ein Pitch von Unternehmen. Pitches von Unternehmen gehen mich erstmal gar nix an und auch da würde ich mir zwar Transparenz wünschen, ich kann sie aber nicht einfordern.
Aber als Teil der Gesellschaft (und jeder Teil der Gesellschaft zahlt mehr oder weniger Steuern und wenns nur die Mehrwertsteuer ist) und als Teil meiner Branche – die eh schon unter keinem guten Ruf steht – fühle ich mich verpflichtet Fragen zu diesem öffentlichen Vorgang zu stellen. Ich sehe also alle Menschen unseres Staates (aka Steuerzahler) da mit einbezogen, weil sie das eben auch ein Stück weit finanziell mittragen, was da so beschlossen wurde.
Am 20. März 2008 um 09:37 Uhr
@Patrick: ich bin da ja ganz mit Dir auf einer Linie. Und unter Verweis auf die Mwst. haben wir ja nun auch Kinder und Hartz-IV Empfänger in dieses Recht (kritische) Fragen zu stellen mit eingeschlossen ;-)
Am 20. März 2008 um 09:42 Uhr
…man muss nur aufpassen es nicht in diese “Bild-Zeitungs-Stammtisch-Mentalität” abrutscht – “wir, der kleine mann klagt an…” das ist nämlich längst überholt.
Am 20. März 2008 um 09:42 Uhr
also ich finde dieses Statement nicht wirklich informativ.
a) wird bestätigt, das Patrick richtig recherchiert hat
b) werden sämtliche Absprachen u.a. zurückgewiesen.
Das b) im Statement drin sein muss ist klar. Nachweisen kann man nichts und die Gewinner werden nen Teufel tun, da was auszuplappern.
Es ist jetzt halt Fakt, das Berlin eine nicht so pralle Kampagne an der Backe hat. Wie die dazu gekommen sind muss sich wohl jeder selbst überlegen.
An eine Aufklärung glaub ich nicht, da einfach Aussage gegen Aussage steht…
Rufmord kann ich übrigens nirgendwo erkennen. Wer sowas schon als Rufmord sieht… was ist das das Boulevardblatt mit 4 Buchstaben?
Am 20. März 2008 um 09:45 Uhr
@cris: glaubst du wirklich hier sagt jemand: “Na klar, wir haben uns abgesprochen. Abends in nem schicken hinterzimmer bei kaminfeuer, teurem champus und billigen nutten aus osteuropa.” Man Junge, wie naiv kann man sein?
Am 20. März 2008 um 09:52 Uhr
ich finde es viel interessanter wie solche Beraterverträge zu Stande kommen, von denen “Mr. ich bin 40 Jahre im Business” in der Stellungnahme spricht. Über öffentliche Ausschreibung wohl eher in den seltensten Fällen. Solche Beraterverträge sind für mich eher die Wurzel des Übels.
Am 20. März 2008 um 10:26 Uhr
@Holger: Wir hatten die Befürchtung, falls wir in eine engere Auswahl kommen sollten, dass wir vielleicht gerade wegen unseres Aufsichtsratsmitglieds Jochen Pläcking nicht als Gewinner auserwählt werden können.
haha….. herlich wenn man Befürchtungen hat, dann macht man doch gar nicht erst mit – so kenne ich das… und dann trotzdem gewonnen… War mir schon immer klar bei “Angst” und dem Gefühl “Wir können eh nicht gewinnen” entstehen garantiert die besten Arbeiten….
Am 20. März 2008 um 10:44 Uhr
… dafür hat Herr Pläcking in seiner Stellungnahme gleich noch einen fancy (*g*) Slogan für seine eigene Firma entwickelt:
kleinundpläcking? Total transparent!
*grins*
Am 20. März 2008 um 11:45 Uhr
[...] Bei uns kommentiert (Ich kann nur davon ausgehen, dass es sich wirklich um Holger Schmidhuber von fuenwerken handelt): Natürlich haben wir bei Fuenfwerken überlegt ob wir an der Berlin-Ausschreibung teilnehmen sollten. Man kann das mal auch von der anderen Seite betrachten. Wir hatten die Befürchtung, falls wir in eine engere Auswahl kommen sollten, dass wir vielleicht gerade wegen unseres Aufsichtsratsmitglieds Jochen Pläcking nicht als Gewinner auserwählt werden können. Deshalb hat meine Kollegin Priska Wollein direkt bei den „Ausschreibern“ nachgehakt und dies geklärt, da wir sicher gehen wollten, dass alle Parteien neutral sind. Dies wurde uns zugesichert und ist auch so geschehen. [...]
Am 20. März 2008 um 11:53 Uhr
Berlin Be.klaut? Be Berlin rockt immer wenigerDarum: Wir SIND Be.rlin…
Man – da ist eine Menge passiert in den letzten Tagen rund um die vermaledeite Be Berlin Kampagne, von der auch wir (als echte Berliner) nicht wirklich begeistert sind.
Plagiatsvorwürfe von Justberlin
Da gibt es Plagiatsvorwürfe eines Freelancer-Team…
Am 20. März 2008 um 11:59 Uhr
Den Vorwurf des Plagiats halte ich persönlich für völligen Blödsinn. Hat hier jemand das Briefing der Ausschreibung gelesen? Ich denke, dass dies, wie jedes gute Briefing so klar formuliert ist, dass es unweigerlich dazu kommt, dass aufgrund der eindeutigen Positionierung etc. mehr als eine Agentur auf die gleiche Idee kommen.
Ich kenne es persönlich aus dem Agenturalltag und aus anderen Pitches. Da haben Kreativteams, die völlig eigenständig arbeiten nach einem Tagen einfach mal die gleiche Idee auf dem Tisch gehauen. Ähnlich auch bei verschiedenen Agenturen, die nach Briefing, Rebriefing, Rücksprache mit dem Kunden etc. eine so spitze Vorgabe haben, dass sie eine gleiche Grundidee präsentieren, die sich in der Exekution nur marginal unterscheidet. So wie es jetzt aktuell der Fall ist.
Und natürlich schreit jetzt jemand aus der dunklen Werberecke, weil er nichts vom Kuchen abbekommen hat und “privatbeleidigt” ist, dass seine Idee geklaut wurde.
Ich habe den Pitch für einen großen Elektronikfachmarkt in zwei Agenturen verfolgt, da ich zu der zeit die Agentur gewechselt habe und kannte von einer dritten Agentur die Präsentation. Ich war erstaunt… alle drei hatten die gleiche Idee, das gleiche Konzept und nur Unterschiede in der Umsetzung. Wie konnte das passieren? Klares Briefing, strenge und enge Vorgaben vom Kunden.
Hier wird wieder viel Staub aufgewirbelt und alles hat damit angefangen, dass die “Werbefachleute” aus diversen Blogs, Foren etc. es wie immer natürlich besser können. Aber das war ja zu erwarten ;-).
Am 20. März 2008 um 12:06 Uhr
… und besser als DIESES Ergebnis hättest du es NICHT gekonnt? Falls ja: mein Beileid.
Am 20. März 2008 um 12:07 Uhr
@tim:
*weil ich mich so gern selbst zitiere*
[quote]
Das b) im Statement drin sein muss ist klar. Nachweisen kann man nichts und die Gewinner werden nen Teufel tun, da was auszuplappern.
[/quote]
Natürlich weiß ich, dass es keiner zugeben wird. Hättest du auch nur 2 Zeilen weiter gelesen, hättest du dir den Naivitätsvorwurf schenken können… *kopfschüttel*
Am 20. März 2008 um 12:19 Uhr
@M. Nein, hätte ich nicht. Liegt aber daran, dass ich in der Agentur nicht auf Kreativseite sitze, sondern auf der anderen, guten Seite ;-).
Am 20. März 2008 um 14:53 Uhr
[...] verantwortlicher Leiter der ganzen Berlin-Kampagnenausschreibung, hat gegenüber dem Werbeblogger Stellung bezogen. Das Geschmäckle bleibt, [...]
Am 20. März 2008 um 15:12 Uhr
@cris – dann hättest du dir den teil deines kommentars auch knicken können, oder?
*kopfschüttel 2.0*
Am 20. März 2008 um 17:19 Uhr
[...] Stellungnahme “man kennt sich” von Prof. Jochen Pläcking bei Werbeblogger.de [...]
Am 20. März 2008 um 18:27 Uhr
Es ist schon unfassbar, wenn profi-Agenturen für solch eine Sache kassieren. Wenn sie wenigsten spenden würden.
Das gilt insbesondere für die Agentur von Prof.Pläcking.
Es gibt nicht nur den Kölner Klüngel.
Ich hatte dieselbe Idee und meine Freundin sagte:
Dieser slogan ( sei Berlin ) ist zu einfach und billig;
wir hatten gerade schon : Du bist Deutschland.
Und das ist fast daselbe, damit blamierst Du Dich nur.
Und ich Idiot höre darauf.
Am 20. März 2008 um 22:55 Uhr
Zur Stellungnahme des Herrn Jochen Pläcking:
Herr Pläcking,
Ihre Stellungnahme grenzt an Hohn.
Ihr gesäuselter Schreibton, täuscht einfach nicht über Ihre taktisch unkluge Teilnahme an dieser berliner Auschreibung hinweg.
Zumal Sie selbst auch schon Bedenken über Ihre Verstrickungen, die Fehlinterpretationen zulassen könnten geäußert haben und nicht in der Lage waren, die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen und konkret zu handeln. Da hilft es im Nachhinein auch nicht, sich auf Herrn Wowereit zu beziehen. Auch wenn dieser Fall auch für Ihn ganz bestimmt nicht von Vorteil ist.
Ich könnte es auch deutlicher formulieren, erspare es Ihnen jedoch, denn jeder Mensch, auch Sie Herr Prof. Pläcking, kann trotz 40 jähriger Berufserfahrung grobe Fehler begehen. Trotzdem wäre es eine ehrenhafte Tat, dies zuzugeben und dafür zu sorgen, dass den Geschädigten, Gerechtigkeit zuteil wird. Im Grunde bestätigen Sie in Ihrer Stellungnahme alle Vorwürfe, ohne Einsicht eines Fehlverhaltens.
Und dieser Satz von Ihnen ist in meinen Augen so unnötig und wirkungslos wie ein Kropf:
“Sie haben meine Vergangenheit richtig beschrieben. Ich bin seit über 40 Jahren in Werbung und Marketing unterwegs und kenne sehr viele Menschen, wie Sie sich vorstellen können.
Aber diese Menschen kennen auch mich und wenn man mir eines nicht vorwerfen kann, dann ist das Unlauterkeit.”
Nicht Ihre 40 jährige Berufserfahrung wird hier in Frage gestellt, sondern ganz konkret Ihre merkwürdigen Verstrickungen in Firmen, die von der berliner Ausschreibung profitieren, sowie Ihre Mehrfachfunktion, die ganz eindeutig fragwürdig ist. Deshalb sei das Nachfragen und Aufbegehren erlaubt.
Ich kann Herrn Breitenbach, Frau Horn und Ihrem Kollegen nur zu Ihrem Mut gratulieren, Fragen zu stellen, offen und demokratisch zu diskutieren und solange nicht nachzulassen, bis alles auch wirklich geklärt ist.
Eine geschichtsträchtige Kultur- und Künstlerstadt wie Berlin, sollte es nicht nötig haben, so billig an kreative und unverbrauchte Ideen zu gelangen.
Ich hoffe, dass die Verantwortlichen und auch Sie Herr Pläcking einen guten Weg finden werden, bei dem die jungen Designer sowie auch Sie, zu einer gütlichen Übereinkunft kommen und das bisher positive Ansehen der Stadt Berlin erhalten bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Iabel Morales Rey
Am 20. März 2008 um 23:19 Uhr
Mann o Mann … Hexenjagd. Skandalthese posten und die Opfer über den Volkszorn der Kommentarfunktionen hinrichten lassen.
Verry bloggish …. Quis custodiet ipsos custodes?
Am 20. März 2008 um 23:33 Uhr
@snus hehe, naja ehre wem ehre gebührt, sag ich!
und die wächter wachen in dem fallmal schön untereinander, davon abgesehen, schon tausend mal betont, absolut sauber geschrieben und formuliert, also die hexe hab ich hier noch nicht gesehen…^^
Am 21. März 2008 um 00:20 Uhr
komisch auch, dass alle agenturen, die “be berlin” als slogan vorgeschlagen haben und auch gewonnen haben, den herrn pläcking kennen. dabei wurde doch im briefing vorgegeben der slogan solle deutsch sein….
Am 21. März 2008 um 04:20 Uhr
Einen Slogan wie “Be Berlin” hat keine Unterscheidungskraft zu “Berlin”. Gier..ähm, Tippfehler..Hier wurde von allen Streitparteien beim Stadtnamenerfinder abgekupfert. Man hätte den Slogan gleich nur “Berlin” nennen können, nur so lässt sich keine Honorar schriftlich manifestieren.
Woher kommt eigentlich der Name der Stadt…zick, zack wikipedia:
Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück.
Sumpf also! Noch Fragen?
Am 21. März 2008 um 09:52 Uhr
Es dauert ja immer ein Weilchen aber wenn ich lange genug verarscht werde, ärgere ich mich doch:
duckhome.de/tb/archi...
Am 22. März 2008 um 16:51 Uhr
Was mich noch wütender macht ist, dass 300 Leute/Agenturen zu dieser Ausschreibung eingeladen wurden! Wenn ich davon ausgehe dass alle für ihre Arbeit honoriert wurden, dürfte da ein ordentliches Sümmchen für die Steuerzahler zusammenkommen. Wenn ein Unternehmen einen Pitch veranstaltet, lädt es doch auch keine 300 Präsentatoren ein, oder habe ich da was falsch verstanden?
Am 23. März 2008 um 12:32 Uhr
@ Thomas
Der Aufklärung halber: Es wurde von allen Mitmachenden für lau gearbeitet (was auch Kritikpunkt nach der Bekanntmachung der Ausschreibung war). Das heißt, die ca. 300 einsendenden Agenturen haben keinerlei Pitchhonorar bekommen. (Deshalb komten GWA-Agenturen nicht mitmachen, die sind dem GWA-Statut verpflichtet, an Pitches für lau nicht teilzunehmen.)
Siehe die offiziellen Ausschreibung berlin.de/stadtdeswa... :
“9. Entstehende Kosten können nicht erstattet werden.”
Wer tatsächlich Geld bekommen hat, das waren die übrig gebliebenen vier(?), die das Preisgeld unter sich aufteilen mussten.
______________________________
“Wenn ein Unternehmen einen Pitch veranstaltet, lädt es doch auch keine 300 Präsentatoren ein, oder habe ich da was falsch verstanden?”
Stimmt. So eine Mammutbeteiligung ist mit oder ohne Pitchhonorar ein horrender, unwirtschaftlicher Blödsinn, weil er unverhältnismäßig viel Menschen/Manpower und Arbeitskraft bindet. Und es gibt seltsamerweise keinen linearen Anstieg besserer Ideen, wenn man nur die Anzahl der Ideengeber linear steigere, das ist die Erfahrung aus vielen Pitches mit mehr als max. 4-5 Teilnehmern. (Eher kommt was umgekehrt Reziprokes bei raus, *läster*)
Bei der Berlin-Stadtkampagne wurde es wohl wegen der politisch gewünschten und die Bevölkerung milde stimmenden “breiten” Beteiligung “von unten” gemacht. Was dabei raus kam, sehen wir ja jetzt. Unbekannte Agenturen von unten waren kaum dabei. Wie das passierte, darüber wird gerade der Diskurs geführt. (Ind ich hoffe, man bleibt da hartnäckig am Ball).
Am 24. März 2008 um 10:05 Uhr
[...] Politiker und Bürokraten erstellen ein Briefing. Woraufhin 300 Designer und ein Markenberater (mit 40-jähriger Erfahrung) blind in die Falle tappen: – Das Echte soll inszeniert (d.h. künstlich hergestellt) werden. – Der [...]
Am 26. März 2008 um 18:25 Uhr
Und der ganze Stress für einen gestotterten slawischen Sumpf. Wo Werbung und Kreativität mit Staat oder Land zusammenkommen geht es schief. Stichwort: Odeon Zwo.
Ich frage mich wie es ausgegangen wäre wenn die letzten 10 EInsendungen auf Berlin.de zum Vote veröffentlicht wurden.
Sehr geehrter User: Hier die Top 10 – Wähle deinen Favorit.
Dieser Vote wird gesponsort von der Fuenfwerken AG, Berlin Partner und embassy dem zukünftigen Gewinner dieses Votes.
1. be Berlin
2. Be berlin
3. Sei B-, B-, B-, Berlin
4. Bi Berlin
5. Bee Berlin
6. Be.rlin
7. Beerlin
8. Biber
9. Atomkraft Nein Nein!
10. Eiche funiert.
Am 27. März 2008 um 22:31 Uhr
Entspannt euch!
jp hat sich erklärt und alles ist gut.
kümmert euch um wirklich relevante probleme!
kopfschüttelnd,
rooney
Am 28. März 2008 um 10:54 Uhr
Ende vom Lied: LET IT BE!
Am 8. April 2008 um 14:06 Uhr
[...] Philip Eggersglüß (Domaininhaber von beberlin.de, Miterfinder des gleichnamigen Slogans und doch Mitverlierer des dubiosen Ausschreibeverfahrens aka Kreativwettbewerbes der Stadt Berlin) entschließt sich gemeinsam mit 7 weiteren Teilnehmern des Wettbewerbes eine Klage gegen den Berliner Senat einzureichen. Aufgrund der verschiedenen Ungereimtheiten und verdächtigen Verstrickungen während des öffentlichen Ausschreibeverfahrens möchte Eggersglüß, seine Anwälte und die weiteren Mitkläger sich davon juristisch überzeugen, ob der Vergabeprozess auch wirklich sauber und einwandfrei verlief, so wie es Juryvorsitz Herr Prof. Jochen Pläcking mehrfach beteuerte. [...]
Am 24. April 2008 um 09:32 Uhr
[...] mit-gedacht, mit-gemacht und umgesetzt habe. Den nun bescholtenen und nicht ganz überzeugend sich-einlassenden Prof. Pläcking durfte ich vor dem Kampagnenstart beim Jour Fixe der Association for Place [...]