18.03.08
16:34 Uhr

Cui bono Be-Berlin?

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Es ist schon eigenartig. Da beschäftigt man sich intensiv mit dem Be-Berlin-Plagiatsverdacht und stößt auf ganz andere, aber dennoch nicht weniger interessante Fragen. Wir können leider keine Antworten geben, aber vielleicht könnt ihr uns ja dabei helfen, diesen ganzen Wirr-Warr rund um öffentliche Ausschreibung, Agentur-Stelldichein und Mehfachgewinner eines Kreativwettbewerbes aufzudröseln. Ich fasse einfach mal ungeordnet die Fakten zusammen, die wir (The Kaiser und ich) im Zuge einer schnellen Internetrecherche so erfahren konnten:

Prof. Jochen Pläcking, ist sicherlich ein Gigant der deutschen Werbelandschaft. Er war FIAT Automobil Prokurist, Werbeleiter bei Mercedes-Benz sowie – und das ist im Folgenden noch sehr wichtig – Senior Vice President DDB Europa/ Chairman & CEO DDB Deutschland.

Prof. Jochen Pläcking war aber eben auch der maßgeblich Entscheider/Berater (laut Wowereits Ankündigung) für den Kreativwettbewerb ohne Pitchhonorar und damit auch indirekt der Verteiler der Gewinnprämien. Natürlich kennt Pläcking Gott und die Werbewelt, nichtsdestotrotz ist es schon sehr seltsam, dass sich zwei der großen Gewinner direkt mit ihm in geschäftlichem Zusammenhang bringen lassen:

1. Gewinner des Corporate Designs ist die Agentur fuenfwerken AG. Jochen Pläcking ist seit 2006 dort Aufsichtsratmitglied. War das nur Zufall bzw. qualitativ so hochwertige Arbeit, die einfach gewinnen musste? Desweiteren ist die fuenfwerken AG offizieller Partner der “Berlin Partner AG”, also der installierten Leadagentur zur Umsetzung der Kampagne.

2. Ein weiterer Gewinner für die Kategorie Claim war die WE DO Communication aus Berlin. Auch sie sind Partner der ausführenden “Berlin Partner GmbH”. Die WE DO Geschäftsführung ist außerdem sehr eng mit Herrn Pläcking verbunden. So war WE DO- Geschäftsführer Blach der persönliche Assistent von Jochen Pläcking bei DDB. WE DO wurde übrigens dank freundlicher Unterstützung von DDB als eigenständige Agentur ausgekoppelt, gehörte nie offiziell zur Agenturgruppe, aber eine enge Zusammenarbeit hat man immer gerne beibehalten – jedenfalls noch unter Pläckings Einfluss als Chairman bei DDB.

3. Beteiligt am über 10 Mio. Euro Kampagnenetat ist auch Pläckings Agentur kleinunpläcking markenberatung GmbH, dadurch soll wohl ein Stück weit sein Engagement als Auswahlsverfahrensleiter entlohnt werden.

4. Das größte Stück vom Kuchen dürfte OMD erhalten – sie stammen ja, wie man weiß, ebenfalls aus der großen DDB-Familie.

Deweiteren laufen immer wieder fast alle Fäden in Richtung “Universität der bildenden Künste” in Berlin zusammen, denn fast alle “Gewinner” des Wettbewerbs haben dahingehend eine mehr oder weniger starke Verbindung aufzuweisen.

Das sind alles keine wirklichen Beweise, nix rechtlich Relevantes, dennoch zeigt es für mich ganz deutlich, dass da irgendetwas faul ist im Staate Berlin und ich würde mir als Steuerzahler wirklich ein wenig mehr Transparenz wünschen. Ich würde mir beispielsweise Einsicht in alle 300 eingereichten Arbeiten wünschen. Ich möchte nämlich wissen, ob die Kampagne aufgrund von Qualität oder wegen irgend so einer studentischen Skull & Bones Verschwörung umgesetzt wurde.

Merke: Je weniger Transparenz, desto höher die Gefahr von Verschwörungstheorien, daher bitte ich baldmöglichst um eine offizielle Stellungnahme der verantwortlichen Beteiligten aus Berlin. Desweiteren sind wir für jede weiterführende und aufklärende Information sehr dankbar.

Update: Hier die Stellungnahme von Prof. Jochen Pläcking

Update II: Stellungnahme von Holger Schmidhuber Vorstandsvorsitzender der fuenfwerken AG und weitere Fragen von uns an ihn.

Update III: Statement von Prisa Wollein von fuenfwerken, u.a. auch zu obigen Fragen bei Trackback Radio Fritz.

Update IV: 8 Kreative streben Sammelklage gegen den Senat an.

62 Kommentare

  1. michael

    Auch wenn an den Plagiatsvorwürfen nix dran sein sollte, dann ist das obige immer noch mehr als interessant. Denn das wirkt schon etwas … merkwürdig.

  2. Follow the money – Be Berlin

    [...] many agencies involved and my first advise to Patrick was to follow the money. So, we did a little research. Deep Throat: Follow the money. Bob Woodward: What do you mean? Where? Deep Throat: Oh, I [...]

  3. Tim

    Das wirkt nicht merkwürdig. Das wirkt wie typisch Berlin. Merkwürdig wäre, wenn das anders gelaufen wäre.

  4. latintexter

    Diese ganzen Verstrickungen und Verbindungen sind weder zufällig noch ein Einzelfall. Bei jedem Wettbewerb auf kreativer Ebene wird doch gemauschelt.

    Wieso es dann gerade bei der Stadt Berlin anders sein sollte, kann doch wirklich keiner erwarten.

    Ich finde das beschissen. Vor allem, weil Steuergelder verschwendet werden – und dann auch noch für so eine schwache Nummer.

  5. Andreas

    Mich würden die Verbindungen zur UdK interessieren. Gibt es da irgendwo was nachzulesen?

  6. Patrick Breitenbach

    @Andreas: Nun beispielsweise wird die Internetumsetzung durch UDK und damit verbandelte Unternehmen umgesetzt. WE DO Geschäftsführer war/ist Dozent an der UdK und die Agentur ging aus Töchter & Söhne hervor. Geschäftsführer von embassy (Gewinneragentur) waren/sind ebenfalls an der UdK als Dozenten aktiv usw. Auch das IEB ist mit dem UDK verbandelt und dort sitzt fuenfwerken und damit Herr Pläcking eben auch wieder mit drin.

    Kann aber auch nur Zufall sein, aber ich bin sicher “man kennt sich”.

    Also nix handfestes ist mir nur als Muster im Zuge der Recherchen aufgefallen. Ebenso wie die Verbindungen zwischen embassy und fuenfwerken. Alles ehemalige Metadesigner. ;-)

  7. Georg Krüger

    Sehr gut recherchiert. Danke für die Beiträge!
    Ich verlange auch Stellungnahme!

  8. Patrick Breitenbach

    Achso hier auf die Schnelle ein paar Links:
    embassyexperts.com/d...
    memo-media.de/newsin...

    Und natürlich nicht “alles ehemalige Metadesigner”. Nur der Chef von fuenfwerken war Vorstand von Metadesign
    fuenfwerken.com/frec...
    und ALLE Inhaber von embassy waren zur gleichen Zeit bei Metadesign tätig. embassyexperts.com/d...

  9. Lieblnk.de

    Cui bono Be-Berlin? |…

    Es ist schon eigenartig. Da beschäftigt man sich intensiv mit dem Be-Berlin-Plagiatsverdacht und stößt auf ganz andere, aber dennoch nicht weniger interessante Fragen. Wir können leider keine Antworten geben, aber vielleicht könnt ihr uns ja dabei…

  10. Jürgen Linsenmaier

    man man, Glückwunsch an Herr Pläcking – alle Firmen versorgt. Leider aufgeflogen.

  11. Die Welt ist Scheisse - Aber ohne Geruch » Blog Archiv » Be Scheisse

    [...] Be Scheisse! Tsss…so stinkende Scheisse sollten Blogger mal machen, da würde es aber Hunde und Katzen regnen! Die SZ würden wohl den Bloggernotstand ausrufen, die Bild von jedem von uns Fotos veröffentlichen usw. Politiker und deren Helfershelfer machens einfach. Blogger sollten endlich auch mal so richtig fies werden, dann klappt es auch mit der Nachbarin, wenn erst mal der erste 600er vor Tür steht. Ansonsten: Be Arschloch! [...]

  12. Cui bono, Be-Berlin | NIGHTLINE

    [...] Werbeblogger hat sich mal angesehen, wie denn so die persönlichen und finanziellen Verflechtungen sind, die zu diesen Rohrkrepierer von Imagekampagne für Berlin geführt haben. Und das sieht mir [...]

  13. Boris

    Ganz ehrlich ist der Absturz den werbeblogger atm durchmacht fast mit dem Fall der Aktienmärkte in den letzten Tagen zu vergleichen.

    Egal ob Plagiat oder nicht (für mich ist es definitiv keins) eine solche Hetzkampagne wie ihr sie vorantreibt ist nicht gut zu heisen. Das ein offizielles Statement einer Agentur oder der Stadt Berlin etwas länger dauert als das von 2 Studenten sollte klar sein. Das ihr den Lesern aber durch eure ständigen Aufforderungen suggeriert das hier jemand nicht handeln will oder es zu langsam tut (….die suchen bestimmt noch ausreden….) ist pure Hetzjagd. Die weder der Kampagne für Berlin noch werbeblogger oder den beiden Designern zu Gute kommt.

    Zum “Plagiat” wir sehen hier nur die Logos und ein ein bisschen Text. Das der Logo Entwurf als Plagiat vorbeischneit ist klar da das Logo unserer Hauptstadt mit in den Entwurf zu nehmen war. (Bei der Typo und dem Rest brauchen wir nicht weiter zu reden es ist ein Meilen weiter unterschied).

    Leider sehen wir von dem angeblichen Original keine Keyvisuals die wir beurteilen könnten. Somit scheidet dieses Kriterium schon mal aus. Zum Text und zur Aufmachung vom Text nun ja beide Kampagnen haben ein Silbe die sie jedem Text voranstellen ansonsten ist der Text unterschiedlich… Plagiat?!?! …. das so etwas bei über 300 Einsendungen vorkommen kann will doch keiner bezweifeln.

    Wer weiß vllt waren beide Konzepte in der engeren Auswahl und das eine gefiel besser (eventuell weil es nicht so Pink daherkam) das wissen aber alles atm nur die Entscheider.

    Das bei der Vergabe von solchen Sachen ab und an Vetternwirtschaft betrieben wird will bestimmt niemand bezweifeln aber vllt war es auch einfach der beste Vorschlag oder nur der 2t Beste und dann kam der Vettern Bonus ins Spiel. Alles Spekulationen.

    Meiner Meinung solltet ihr “werbeblogger” mal wieder einen Gang zurückschalten von der Nonsens Berichterstattung zur Objektiven und Sachlichen Berichten wie vor etwa 3-4 Monaten zurückkehren.

    Wenn es so weitergeht ist werbeblogger bald für mich gestorben und wie es in den vorhergegangen Kommentaren aussieht auch für andere.

    Als Tipp des Tages:

    Nicht Hetzen, Recherchieren.

    mfg

    boris

    PS: Als Agentur oder Stadt würde es mir bei einer solch einer einseitigen Berichterstattung von eurer Seite nicht einfallen auch nur eine mit Aufklärung zu versenden. Ich würde es lassen. Den eure Meinung habt ihr euch eh schon gebildet nicht wahr?

  14. Patrick Breitenbach

    @Boris: Entschuldige, dass wir dich so aufgeregt haben.

    Aber wo hetzen wird denn bitte? Höre dir das Interview an, lies nochmal unseren Beitrag zum Thema Plagiat, oder vielleicht diesen Artikel: werbeblogger.de/2007...

    Dass wir die Wahr-/und Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben idt uns auch klar, aber dass wir neugierig sind und dort bohren kann mir keiner abspenstig verargumentieren. Das Thema interessiert mich leidenschaftlich, dem gehe ich nach, entweder du kommst mit oder bleibst zu Hause.

    DWir stellen mehr Fragen, als das wir Antworten geben (wollen und können). Wir stellen keine Behauptung auf, die nicht von uns erlesen und als Link gepostet wurden. Wir stellen auch niemanden unter Druck, mir ist schon klar, dass so eine Reaktion lange dauern kann (manchmal fühlt sich das wie aussitzen an, aber nur manchmal). Wir haben mit der Sache emotional nix zu tun, wir sind nicht angepisst sondern verdammt neugierig auf die Story. Also haben wir gar keine Grundlage für eine Hetze.

    Du findest Vetternwirtschaft mit Steuergeldern harmloser als eine Plagiatsdiskussion? Nun, okay, dann leben wir wirklich in verschiedenen Welten.

    Aber was ich noch viel relevanter für den Werbeblogger betrachte ist, dass es vielleicht auch die interessiert, die dort nach Strich und Faden verarscht wurden (wenn sie es wurden). Wenn Kreativcontests vom Staat (inkl. Ausschreibung) fingiert sind, dann würde mich das als einer der 300 Ideengeber ganz schön aufregen – ein wenig so wie du dich grad über uns aufgeregt hast.

  15. Be.Blagiator? (Update) | Open Source PR

    [...] Der Werbeblogger hat sich dankenswerterweise die Mühe gemacht und die Querverbindungen der maßgeblichen Personen und letztlichen Gewinneragenturen des [...]

  16. Justberlin oder “Wie die Stadt Berlin unser Kampagnenkonzept benutzt hat” » Wettbewerb “mann kennt sich”…

    [...] Cui bono Be-Berlin? von Patrick Breitenbach bei Werbeblogger [...]

  17. jan m.

    Sehr schön recherchiert.

    Ich möcht niemanden verteidigen, werfe aber die These in den Raum, dass fähige Leute auch oft fähige um sich scharen und die Aufgaben deshalb vielleicht auf Menschen aus dem Umfeld verteilt wird?!

    Man kann diese These auffassen, wie man möchte. ;)

  18. saizew

    “Absturz” des Werbebloggers atm, “Hetze”??? Lesen wir tatsächlich das gleiche blog??? Kann ich so nicht nachvollziehen und verstehen.
    Auch eine, angebliche Abwendung oder Missbilligung dessen, was Patrick (u.a.) da “feines” ausgegraben haben, durch eine grössere Anzahl von Lesern durch die vorherigen Kommentare abzuleiten, vermag ich nicht zu teilen.

    Nun ja, zum Glück wird ja keiner gezwungen blogs zu lesen, die ihm keine relevanten Inhalte bieten ;-)

  19. non redon-

    BeInspired: kraftfoods.at/kraft/...

  20. Patrick Breitenbach

    @jan m.: Natürlich ist Netwerkarbeit auch was feines und hat seine Legitimation. Aber ganz bestimmt nicht in “freien” Kreativwettbewerben, die gleichzeitig noch eine öffentliche Ausschreibung des Staates sind, um genau solchen Schmuh zu vermeiden.

    Aber wir könnten alle sehr leicht überprüfen ob sich da wirklich rein zufällig die Besten gefunden haben, in dem wir z.B. Einsicht in die 300 eingereichten Arbeiten bekämen.

  21. Links - Mar 18 « roxomatic links

    [...] Cui bono Be-Berlin? [...]

  22. Georg Krüger

    ich finde es nur logisch dass die arbeiten veröffentlicht werden.
    zum eine für die transparenz und zum anderen, um den ganzen Arbeitn eine Art Plattform für die Selbstvermarkrtung zu geben. die ganzen Kampagnenausarbeitung haben bestimmt viel Zeit gekostet. Ich glaube da freut man sich wenn die nochmal irgendwo zu sehen ist.

    naja…

  23. Anja

    Was spricht dagegen, alle Teilnehmer zum Präsentieren Ihrer eingereichten Arbeiten auf einer Plattform aufzurufen? …

  24. Benski

    Grundsätzlich ist das sicherlich bezeichnend für Berlin, aber deswegen natürlich in keiner Weise richtig. Auch wenn bisher keine “Beweise” in eigentlichen Sinne vorliegen, kann sich wohl jeder exakt diese Konstellation der Vetternwirtschaft vorstellen.

    Die Kampagne selbst, finde ich (bis jetzt habe ich nur ein paar Plakate gesehen) nicht sonderlich ansprechend und ziemlich “90tees”. Diese “Sei irgendwas”-Befehlstonnummer mit eher dünnem philosophischen Anstrich, wirkt bei mir nicht im Geringsten.

    Das ist alle sehr konstruiert, leider, denn Berlin mag ja ein merkwürdiges Konstrukt sein, aber das ist ja genau die Stärke dieser Stadt, das macht sie anziehend. In der Kampagne fehlt jeglicher Esprit, Hinterhofcharme – you name it. Den Claim scheint ein frustrierter Texter entworfen zu haben: “Be Berlin” – das ist wirklich mal ein Claim, der in keiner Form eigenständig ist, damit austauschbar und (fast) wirkungslos.

    10 Miollionen also? Na dann …

  25. be black | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » be black

    [...] Sozusagen die Visual Executive Summary davon. Danke an The Kaiser für seine historische Eingebung. Berlin ist also historisch determiniert? Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): be-berlin, berlin, historie, Humor, Satire, schwarzmarkt, spoof [...]

  26. jan m.

    @Patrick Breitenbach:
    Ich stimme mit dir voll und ganz überein. Meine These war, wenn sie u.U. auch zutreffen könnte, nicht ganz ernst gemeint von mir. Sollte das ganze mehr in Frage stellen.

    Ist der Druck groß genug, dass ein Statement kommen wird? Werden wir Klarheit haben, falls die anderen 300 Arbeiten veröffentlicht werden? Ich denke, die Zweifel werden sicher größer, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die anderen Arbeiten in unsrer aller Augen schlechter sind.
    Rauswinden wird man sich trotzdem. Abwarten.

  27. Frank

    Ich gehe mal davon aus das die ein oder andere Agentur was da gegen hätte wenn ihr Vorschlag veröffentlicht wird. Das hätte wohl von Anfang an festgelegt werden müssen.

  28. be-berlin nur dreist ge-geklaut?! | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » be-berlin nur dreist ge-geklaut?!

    [...] I: Plagiatsverdacht nur die Spitze des Eisberges? Was war da los in Berlin? Update II: Die Welt hat ein offizielles Statement erhalten. Wir [...]

  29. Lür Waldmann

    Irgendwie wundert mich das alles nicht.

    be Sumpf
    be Tempodrom
    be Berlin

  30. H.

    Als OMD’ler muss ich schon kurz noch mal nachhaken, was genau die OMD (Punkt 4) damit zu tun hat? Oder meinst du die Omnicom Group? Und woran machst du fest, dass ein Großteil der 10 Mio (Honorar?! Media?!) in deren “Hände” fließt? Oder ist das einfach eine pauschale Behauptung?

    Irritiert – aber mit besten Grüßen
    *h*

  31. Thomas

    Ich war selten so froh in Hamburg zu leben

  32. Patrick Breitenbach

    @H.: Das meine ich so, wie es dort oben mit entsprechender Verlinkung steht. OMD bekommt auf alle Fälle den Media-Etat und sicherlich auch ein Honorar für dessen Planung.

    OMD gehört zur Omnicomgroup genau wie DDB. Mehr habe ich nicht behauptet, steht auch nirgendwo, dass sie Dreck am Stecken haben könnten. Also keine Panik! :-)

  33. PE

    schön, danke für den artikel. patrick würde mich über kurze kontaktaufnahme freuen, kontakt findest du auf der homepage. grüße!

  34. H.

    “Bekommt auf alle Fälle” hört sich recht sicher an. Genauso wie deine Aussage, dass das Honorar für Media somit der “größte Teil des Kuchens” sein wird. Würd mich interessieren, woher du dieses Wissen beziehst.

  35. KMTO

    Womit noch erwähnt werden soll, daß Metadesign zu den wenigen großen (weltweiten) Namen aus Berlin gehört und die Welt auch in Berlin, vor allem bei Agenturen mit Umsetzungsgröße, nicht allzu groß ist.

    Spannend finde ich in diesem Zusammenhang, daß das Ergebnis des Wettbewers – der mit Sicherheit falsch angegangen wurde – einem strukturellen Zwang zu folgen scheint. Wenn alle in der Familie das Gleiche sagen, muss es das Ergebnis sein… Wzbw. – Politiker sind eben keine Marketer/Werber.

  36. Jürgen

    Kommentar gelöscht wegen Identitätsklau, siehe auch hier:
    werbeblogger.de/2008...

  37. Patrick Breitenbach

    @Jürgen: Lass den scheiss Identitätsklau! Ich kenne Jürgen Siebert, du bist es ganz sicherlich nicht!

  38. Jürgen

    Hallo!!! Wenn ich Jürgen Siebert wäre, dann wäre ich bei Fontshop und hätte nicht in meinem Statement, das Du netterweise gelöscht hast von einem verlorenen Pitch, an welchem ich Teil genommen habe, gesprochen. Ich finde, das ist eine Schweinerei, lieber werbeblogger! Muss mich schon wundern, dass Du mit JÜRGEN nur eine Person verbindest!

  39. J. (neue Identität)

    Also ich gehöre zu einen der über 300 Verlierern des Pitches. Auch meine Agentur kennt Jochen Pläcking sehr gut. Das trifft sicherlich auch auf viele der anderen Teilnehmer zu. Er ist nämlich ein Werbe-Dinosaurier. Zudem kommt hinzu, dass er zu den fairsten und loyalsten Beratern gehört, welche ich kenne. Er ist nicht ohne Grund, sogar gleich zwei mal, zum Kunden des Jahres (Fiat und Mercedes) vom ADC gekürt worden. Ich denke es ist logisch, dass er sich nur bei den besten Unternehmen beispielsweise in den Aufsichtsrat setzt. Und ein Prestigedenken gibt es eben in jeder Branche. Das hat aber noch lange nichts mit unehrlichen Spielchen zu tun!

  40. Patrick Breitenbach

    @J.: Dann verwende auch nicht die typo-berlin.de Domain. Wie gesagt ich handle im Auftrag von Jürgen Siebert, der es wirklich nicht toll fand, dass man seine Domain in Kombi mit seinem Vornamen benutzt. Okay?

  41. J. (neue Identität)

    Da gebe ich Dir recht! Das kann man missverstehen! Habe gerade eine Kollegin von mir gefragt, die mich aufgeklärt hat. Ich dachte immer, man muss bei Website etwas eintragen und habe deshalb immer Empfehlungen eingetragen, da ich keine eigene Site online habe. Ich find das ein wenig eitel von Herrn Siebert, dass er denkt er ist der SUPER-JÜRGEN-BLOGGER. Wie gesagt, er arbeitet bei Fontshop. Die Typo habe ich als Veranstaltungstip gesehen! Witzig, dass dies gerade Jürgen Siebert stört!

  42. Patrick Breitenbach

    @J.: Du darfst dich ruhig wieder Jürgen nennen. Und es geht natürlich nicht um Eitelkeit sondern um verwechslungsgefahr. Die Typo-Berlin wird nunmal von Jürgen Siebert gehostet und eine URL ist eben auch ein Erkennungsmerkmal. Ich kann Jürgen Sieberts Bitte nachvollziehen. Jetzt ist es aber wohl geklärt.

  43. Brandblog New Media + Design » Blog Archive » JUST BERLIN OR BE BERLIN

    [...] >> Update 1. Der Werbeblogger hat recherchiert und die Fakten ein wenig geordnet [...]

  44. Jürgen Siebert

    @ J. (neue Identität)
    Netter Versuch. Chronologie der Ereignisse von gestern. Ein (für mich) »neuer« Jürgen schimpft hier über die Typografie und die Schrift Helvetica in einer Kampagne, die der Werbeblogger und der Fontbloger gerade intensiv beobachten. Es konnte bei den Lesern der Eindruck entstehen, die Meinung des »neuen« Jürgen könnte für die Meinung des »alten« Jürgens gehalten werden (ich blogge seit 4 Jahren über typografische Themen). Bis hierhin: keine Problem.
    Als ich gerade in einem Kommentar darauf hinweisen will, dass die Meinung des »neuen« Jürgen nicht der Meinung des »alten« Jürgen entspricht, stelle ich fest, dass der »neue« Jürgen als Absender die TYPO-Webseite angegeben hat, also eine von FontShop betriebene Website, dem Unternehmen, wo ich als Vorstand Marketing beschäftigt bin. Das ist für mich dann schon ein Problem …
    Wenn das nun alles ein Zufall war – schwer zu verstehen, denn man kann hunderte andere Webseiten empfehlen –, prima. Dann haben wir nun alle Missverständnisse ausgeräumt.

  45. J. (neue Identität)

    Lieber Jürgen Siebert, ich blogge erst seit 4 Tagen. Als älteres Semester hat es eben ein wenig gedauert, dass ich mich daran gewagt habe. Und ich sollte es wohl auch wieder besser lassen!

    Übrigens ich habe mit Typografie sonst nicht viel am Hut. Bin eher ein alter Werber. Aber bei dem genannten Helvetica-Einsatz wollte ich mich doch gerne äussern! Und das sieht fast schon ein Laie.

  46. Jürgen Siebert

    Bitte nicht aufgeben, J. (neue Identität): Wir brauchen kritische Geister, die in den Kommentaren Diskussionen anstoßen. Gerade die »Reiferen« unter uns haben viel zu erzählen. Außerdem glaube ich, dass ich älter bin als Du ;-)
    Sehen wir uns auf der TYPO?

  47. sebs

    Also das ist ja wie hier in München ;) da laufen ausschreibungen NUR so ab, ALLE. ;)))

  48. Stellungnahme von Prof. Jochen Pläking | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Stellungnahme von Prof. Jochen Pläking

    [...] Dank Herr Prof. Pläcking für diese Stellungnahme zu den verschiedenen Ungereimtheiten. Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): be-berlin, beberlin, berlin, [...]

  49. keasone.de | finest screen graphics ~ Die Skull & Bones von Berlin

    [...] Ein sehr lesenswerter Beitrag zum Thema Be-Berlin-Kampagne [...]

  50. VisualBlog - das VisualOrgasm-Weblog

    Berlin Be.klaut? Be Berlin rockt immer wenigerDarum: Wir SIND Be.rlin…

    Man – da ist eine Menge passiert in den letzten Tagen rund um die vermaledeite Be Berlin Kampagne, von der auch wir (als echte Berliner) nicht wirklich begeistert sind.
    Plagiatsvorwürfe von Justberlin
    Da gibt es Plagiatsvorwürfe eines Freelancer-Team…

  51. Alles nur geklaut? - Informelles

    [...] beleuchtet Werbeblogger mal intensiv die “Querverbindungen” der beteiligten Personen und Werbeagenturen. Fazit: [...]

  52. Buenalog » Blog Archiv » Berlin - Wir können alles. Nur nix richtig!

    [...] Berlin hat einen neuen Slogan. 2. Diesem haftet der Plagiatsvorwurf an. 3. Das Auswahlverfahren steht unter dem Verdacht der Vetterleswirtschaft. 4. Der Berliner Senat [...]

  53. Protokoll vom 22. März 2008 at Trackback

    [...] beberlin-Kampagne Interview mit Philip Eggersglüß von beberlin.de und Priska Wollein von fuenfwerken. Ausführliche Informationen zum Thema gibt es beim Werberblogger. [...]

  54. Statement von Priska Wollein von fuenfwerken AG | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Statement von Priska Wollein von fuenfwerken AG

    [...] (Radio Fritz) hat gestern u.a. Priska Wollein von fuenfwerken AG zu “be Berlin” und den Vorgängen rund um den Kreativwettbewerb interviewed. Frau Wollwein hat u.a. auch zu unseren Fragen Stellung genommen und sie bleibt dabei, [...]

  55. didi

    wie komme ich – aus protest – wieder raus – aus der kampagne? wie teile ich dem bürgermeister, der mich schon zu einem empfang eingeladen hat, mit, dass ich mich lieber mit patrick breitenbach treffe? meine be berlin story war ohnehin nur ein link zu meiner hobbysite jazzimage.de. dass netzgewerkelt wird, ist ok. dass geklaut wird nicht. hab ich vor 1965 in einem berliner institut gelernt, dass irgendwann als abt.5 der hdk/udk einverleibt wurde.
    didi

  56. Patrick Breitenbach

    @didi: Ein Anfang wäre es, ein Statement des Senat zu erhalten. Wieso hat der Senat mit Kenntnis um die geschäftlichen und persönlichen Verstrickungen von Prof. Jochen Pläcking ihn trotzdem das Auswahlverfahren leiten lassen? Herr Pläcking wollte laut eigenen Aussagen das Mandat niederlegen, der Senat hat ihn jedoch dazu aufgefordert es nicht zu tun. Leider bis heute kein Statement aus den Regierungshallen von Berlin zu dieser Thematik. Schade, vor allem, wenn das Thema sehr viele Berliner und Nicht-Berliner interessiert, viele Berliner wie du Teil der Kampagne sind und die Angelegenheit weitaus mehr Image (allerdings umgekehrt) erzeugen kann als die gesamte Sprechblasenkampagne.

    Berliner, fragt euren Senat was da los ist. Uns (als Nicht-Berliner) will er jedenfalls nicht antworten.

  57. didi

    @patrick: ich werde wowereit fragen, wenn ich ihn sehe. ich erwarte aber keine aufklärung, weil das, was da vielleicht lief, normal ist. berlin hatte schon immer große beziehungskisten, die 60 milliarden sind ja nicht verbrannt worden. ich bin vor 43 jahren abgehauen, weil es keine großen (unabhängigen) agenturen gab. seit 2000 bin ich – im unruhestand – wieder hier. und es sind – wie ich hier lese – immer noch die guten freunde, die sich versorgen.

    auf der anderen seite: young & rubicam, frankfurt, hat in den siebziger jahren per anzeige einen “copper director” gesucht, “weil es eh schon alles gibt und es nur darauf ankommt, das geklaute besser zu verkaufen”.

  58. To be berlin or better not to be? » texterblog.de

    [...] kam mit der Recherche des Werbebloggers ins Rollen, dessen Ergebnisse auch mich zum Nachdenken gebracht haben. Und er hat recht, wenn er [...]

  59. Sammelklage gegen den Berliner Senat im Fall Be-Berlin | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Sammelklage gegen den Berliner Senat im Fall Be-Berlin

    [...] Folgende Mängel listen die 8 Kreativen aus 4 verschiedenen Unternehmen für die Begründung der Sammelklage auf: 1. Es stellt sich heraus, dass Jochen Pläcking, Gigant der deutschen Werbelandschaft und Jurymitglied, die Vorauswahl für die nächste Qualifizierungsrunde – allein – getroffen hat. Herr Pläcking sitzt aber nicht nur zufällig im Aufsichtsrat einer jener Agenturen, die den Wettbewerb gewinnen. Er ist geschäftlich mit zwei weiteren Siegeragenturen eng verbunden. (Details hierzu in folgendem Blogbeitrag) [...]

  60. Justberlin oder “Wie die Stadt Berlin unser Kampagnenkonzept benutzt hat” » SAMMELN UND KLAGEN – AUF ZUM KREATIVEN GEGENSCHLAG!

    [...] mit zwei weiteren Siegeragenturen eng verbunden.Details hierzu in folgendem Blogbeitrag: http://www.werbeblogger.de/2008/03/18/cui-bono-be-berlin/) 2. Einige Wettbewerbsteilnehmer, deren Entwürfe zu einem guten Teil hohe Deckungsgleichheit mit [...]

  61. pantoffelpunk » Blog Archiv » Be doof, be Berlin!

    [...] Berlin” ja wohl geklaut! Schämt Euch, Plagiateure! Oder sollte sich lieber Herr Professor Pläcking schämen? Oder war es halt doch nur Zufall? [...]

  62. zeitrafferin | sei Feuer, sei Flamme … und sei korrupt

    [...] interessant: “sei korrupt”. Sehr [...]

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