18.03.08
10:04 Uhr

be-berlin nur dreist ge-geklaut?!

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Justberlin Über die be Berlin Kampagne ist ja in diversen Blogs schon ausführlich gewettert worden. Nun bin ich gerade eben bei Georg über einen Beitrag gestolpert, der mich auf Anhieb ziemlich hellhörig gemacht hat. Die beiden Grafik-Freelancer Andrea Horn und Marc Arroyo haben kurzfristig ein Blog eröffnet, welches den Titel
„Justberlin oder Wie die Stadt Berlin unser Kampagnenkonzept geklaut hat” trägt. Die weitere kurz gehaltene Beschreibung des Blogs wird dann auch schon deutlicher:

(…) ein Blog von Marc Arroyo und Andrea Horn, die ihren Vorschlag für die Berlin Kampagne präsentieren und wie die Stadt Berlin der Arbeit von 2 jungen Grafikdesignern misstraut, kopiert, adaptiert und große Agenturen dieses Projekt für 210.000€ umsetzen.

Wenn das wahr ist, dann hat B-B-Berlin ein echtes Problem. Dann stünde diese Kampagne unter den Plagiatssternen und das wäre ziemlich ungünstig für eine so innovative Stadt an der Pleitegrenze. Die Bilder der Gegenüberstellung der beiden Kampagnen sprechen jedenfalls Bände. Ob das natürlich alles so stimmt, oder ob mal wieder rein zufällig sehr ähnliche Ideen entstanden sind (immer ein mögliches Problem solcher großen Contests), kann ich an der Stelle nicht beweisen, ich werde aber versuchen, von beiden Seiten ein Statement zu bekommen, weitere Infos folgen also später.

Update I: Plagiatsverdacht nur die Spitze des Eisberges? Was war da los in Berlin?
Update II: Die Welt hat ein offizielles Statement erhalten. Wir natürlich nicht.
Update III: Stellungnahme von Prof. Jochen Pläcking.
Update IV: Stellungnahme von Holger Schmidhuber, Vorstandsvorsitzender der fuenfwerken AG und weitere Fragen von uns.
Update V: Statement von Prisa Wollein von fuenfwerken, u.a. auch zu obigen Fragen bei Trackback Radio Fritz.
Update VI: 8 Kreative streben Sammelklage gegen den Senat an.

88 Kommentare

  1. ramses101

    Nachtrag: Im Fontblog aus den Kommentaren gefischt:

    kraftfoods.at/kraft/...

    Kann ich das P-Wort nochmal hören, bitte?

  2. acies

    Powered by Berlin, The Berlin-Effect …

    Was soll denn da plagiiert sein? Jetz ma ehrlich:
    Nach Calvin Kleins großem Wurf wollten plötzlich alle möglichen Marken von mir dass ich irgendwie bin („be inspired“, „be natural“ etc.).
    Es gibt eine gut gefüllte Hall of Shame mit Dingen die „powered by irgendwas“ sind.
    In den 80ern wütete die „und mehr …“-Krätze.
    Dann kamen diversen AXE- und Whatever-Effekten.
    Wir hatten die „mein Claim ist extra-lakonisch“-Welle, angefangen mit „the telephone company“ und danach unzählige „the whateveryoulike companies“.
    Peinlich finde ich hauptsächlich, dass bei einem solchen Wettbewerb offensichtlich mehrere Teilnehmer die gleichen modrigen Claim-Leichen gefleddert haben.
    Zumal das Plagiatsskandälchen ja von einem viel interessanteren Thema ablenkt: dem leichten Geschmäckle bei der Ausschreibung nämlich.
    (be lame. be boring. just be my buddy …)

  3. Vroni

    @ acies

    Absolute Zustimmung. Modrige Claim-Leichen.

    Schade, dass Texter und ihre Art Direktoren in Agenturen sich anscheinend immer häufiger nur von der – durchaus beachtlichen – Sammlung von slogans.de inspirieren lassen. Aber es war vorher nicht unbedingt besser: Bevor es slogans.de gab, ließ man Praktikanten Scraps von branchenfremden Anzeigen rausreißen und ließ sich davon „inspirieren“. (Kein Wunder, dass Werbekunden immer weniger fürs Agenturhonorar zahlen willen, denn solchen Unfug kriegen sie wirklich auch noch gerade hin seit Word.)

    Was mir aber gar nicht ins Hirn will, dass man Claims vor der Einarbeitung in die Kampagne oder der Einreichung anscheinend nicht prüft, ob es sie schon irgendwo genauso gibt (Siehe Beispiel eine Kommentaristen aus dem Fontblog von Kraft: Be Kraft. Be xxx, be whatever.).

    Es ist ganz einfach Teil der Aufgabe Naming und elementar beim Claim Einreichen. Schon aus Markenschutzgründen (Rechte anderer Firmen) muss eine Agentur, um ihren Kunden vor juristischem Ärger zu bewahren, ihre „kreativen Eingebungen“ sauber prüfen. Und der Werbekunde auch. Die Text- und Bildmarkenrecherche im Deutschen und europäischen Marken- und Patentamt ist kostenlos, weitere Recherchen sind notweniger Teil der Aufgabe Naming/Claim.
    Zum einen also das.

    Und das andere ist einfach eine Sache des kreativen Stolzes, der Ehre. So etwas Ethisches scheint komplett ausgestorben zu sein.

    Als ich als angestellter Art Direktor mein Dasein in einer amerikanischen „account driven“(!!, nicht: creative driven …) agency fristete, war es dort ein absolutes NOGO, zu kupfern oder die kreativen Eingebungen nicht auf Doubletten zu prüfen. Der oberste Chef senior sorgte dafür, dass eine Art Direktorin flog, die sich aus US-amerikanischen „ADC“-Katalogen von mit Preisen ausgezeichneten Kampagnen aus dem Ausland kreativ bediente.
    Mittlerweile ist das wohl eher unmodern, da als Agentur eine klare Haltung – woanders als Rückgrat bekannt – zu haben.

    Auch konnten wir uns damals keinen Pitch mit einem Claim vorstellen, der auch noch allen beteiligten Teams (wir hatten auch interne Team-Wettbewerbe)gleichermaßen und sofort einfiel. Das galt als nicht unique und zu offensichtlich.

    Also liebe Werber, reißt’s euch a weng zamm und lasst eure Leichen da wo sie hingehören: im Keller. Aber eure Branche ist eh schon dort. Ist dann auch schon wurscht, gell?

  4. Bi Berlin

    @ Vroni

    Lass doch mal den Rundumverallgemeinerungshammer im Etui. Ich glaub einfach nicht, dass früher alles besser, ethischer, ehrlicher war. Es gab „früher“ denkfaule Dünnbrettbohrer, und die gibt es heute auch. Genauso wie Kunden, die das auch noch gut finden.

    Und aus der Tatsache, dass du früher in einer Agentur gearbeitet hast, in der kupfern ein NOGO war, und heute woanders arbeitest, würde ich auch nicht unbedingt einen Trend ableiten.

    Und zum Glück gibt es auch heute sehr viele Agenturen, in denen man einem Kreativen die „Be Berlin“-Kampagne lieber um die Ohren hauen würde, als damit einen Ausschreibung zu gewinnen.

  5. Vroni

    „Und zum Glück gibt es auch heute sehr viele Agenturen, in denen man einem Kreativen die “Be Berlin”-Kampagne lieber um die Ohren hauen würde, als damit einen Ausschreibung zu gewinnen.“

    Das hoffe ich doch sehr. :-)

    Gewinnen tun anscheinend aber zunehmend die Filzigen, denen das wurscht ist. DAS war meine Message.

    Und nun du wieder, wennst mogst^^.

  6. Patrick Breitenbach

    Die gute ale Zeit …

    Natürlich wurde auch damals abgekupfert, ABER es war nicht so einfach an so viel Material zum Abkupfern zu kommen und es war wesentlich einfacher nicht erwischt zu werden.

    werbeblogger.de/2007...

    Diese „heutzutage ist alles so schlimm“ Sachen liebe ich besonders. Vor allem bei sowas wie „Jugendlicher sind gewalttätiger als früher“ oder „Jugendliche saufen mehr als früher“. Alles Bullshit, heute gibt es einfach mehr Daten, Statistiken und Informationsfluss.

    Man weiß eben nur das, was man auch sieht.

  7. Vroni

    Patrick, bei aller Ehre, aber ich bin ein bisschen länger im Geschäft als du.

    Das ist kein Verdienst, sicherm aber man hat da schon einfach mehr, auch Unglaubliches, gesehen. Und ich sags nochmal: vor dem Internet hatten sie extra fürs Pitchen Heere von Praktikanten/Freelancern zum Abkrautern und Scraps rausreißen (internationale Hefte in Massen), war doch selber dabei^^^, das ging genauso wie jetzt praktischerweise mit dem Internet.

    Die kreative Moral war also schon da nicht besonders, jetzt ist sie jedoch im A…., besonders bei Agenturen, die glauben, sie säßen durch Filz-Connections fest im Sattel.

    Und jetzt reg sich einfach wieder ab – ich weiß, das du mittlerweile bei allem wie Schmidts Katze hochgehst, egal was ich sage. Und trink ne Runde Baldriantee. Schönes Ostern.

  8. Patrick Breitenbach

    „Bonasera, Bonasera, was habe ich dir denn bloß getan, daß du mich so respektlos behandelst?“

  9. Stellungnahme von Prof. Jochen Pläking | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Stellungnahme von Prof. Jochen Pläking

    […] Dank Herr Prof. Pläcking für diese Stellungnahme zu den verschiedenen Ungereimtheiten. Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): be-berlin, beberlin, berlin, gegendarstellung, […]

  10. Just Berlin

    48 Stunden justberlin.co.nr:

    Unser Blog justberlin.co.nr ist jetzt fast 48 Stunden alt und wir sind erstmal überwältigt von dem hohen Interesse und der Resonanz.

    Nach diversen Zeitungsinterviews, Blog-Kommentaren und anderen Zuschriften haben wir folgendes zu sagen:

    1. Wer steckt hinter justberlin.co.nr?

    Andrea Horn (26)
    studierte in Hamburg an der Design Factory International
    Praxissemester Scholz & Friends Hamburg
    arbeitete von Dez. 2006 – Dez 2007
    bei der Werbeagentur Römer Wildberger GmbH in Berlin.
    Ab Dezember 2007 Freelance Grafik Designerin.

    Marc Arroyo (26)
    Katalanischer Grafik Designer aus Barcelona.
    Arbeitet als Freelance GrafikDesigner in Berlin.
    Erfahrung in Art Direction in Werbeagenturen wie: McCann Erickson Barcelona und Scholz&Friends Berlin.
    Wohnhaft in Berlin seit 2006.

    2. Wie alles angefangen hat:

    Am 13.03.2008 hatten wir eine Karte, die Teil der neuen Berlin Kampagne ist, im Briefkasten.
    Als wir diese genauer angeguckt haben waren wir überrascht, schockiert und empört weil wir viele Gemeinsamkeiten mit unserer eingereichten Kampagne gesehen haben.
    Nachdem wir uns etwas beruhigt hatten dachten wir, dass vielleicht nur wir diese Parallelen sehen da wir Just Berlin gemacht haben. Da es uns nicht losließ haben wir eine Gegenüberstellungs-Pdf gemacht und diese an Kollegen oder kreativ arbeitende Menschen in Deutschland und auch Spanien geschickt. Die Reaktion darauf war ebenfalls Empörung und wir wurden ermutigt der Sache nachzugehen. Wir haben versucht mit der Berlin Partner Agentur und der Senatskanzlei Kontakt aufzunehmen, zunächst ohne Erfolg.

    3. Unser Blog:

    Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen starteten wir am 17.03.2008 um 03:16 Uhr justberlin.co.nr wo wir unsere Kampagne zeigen und beschreiben. Auch machen wir eine Gegenüberstellung unserer Arbeit mit der offiziellen Berlin Kampagne um zu zeigen, dass es das gleiche Konzept und die gleiche Art der Kommunikation ist. Nach nur wenigen Stunden gab es eine absolut großes Interesse in anderen Blogs, auf diversen Internetplattformen und der Medien. Nach der Veröffentlichung entwickelte sich eine große Eigendynamik.

    4. Evaluation:

    Nachdem wir an die Öffentlichkeit gegangen sind, gab es weitere interessante Neuigkeiten über den Wettbewerb und negative Begleiterscheinungen.

    5. Aktuell:

    Auch wenn in manchen Zeitung von Plagiat die Rede ist möchten wir hier nochmal betonen, dass dieses Wort nicht aus unseren Múndern stammt. Wir sind durch unser Blog und mit unser Kampagne in viele Zeitungen gekommen und man hat uns die Möglichkeit gegeben unseren Unmut auszudrücken. Wir haben viel Unterstützung bekommen für eine Idee zu kämpfen und hinter ihr zu stehen. Viele Leute haben uns absolut motiviert und gestärkt das zu schaffen was wir geschafft haben. Auch haben wir Gegner, die sagen, dass alles ungerechtfertigt ist und wir keine Chance haben. Viele sagen, dass es bei so einer einfachen Kampagne und Slogan nicht ungewöhnlich sei, dass andere das gleiche machen. aber oft sind es die einfachen Sachen, die sich bewähren und gut sind. Nach x-maligem Vergleich zur be-kampagne von calvin klein in den neunzigern (da waren wir 12 jahre alt) möchten wir nur sagen, dass es in berlin bereits das be gibt und es im Kontext umso mehr sinn macht. Worte kann ja niemand pachten. Unsere Plakatideen waren allgemein und ohne Themen. Mit der Wiederholung der be-sätze wollen wir zeigen, dass Berlin alles sein kann. Was man auch immer im Hinterkopf behalten sollte, ist, dass unsere Kampagne in kurzer Zeit und im Oktober entstand und die Berlin Kampagne nach 5 Monaten Arbeit und der Mitarbeit von 5 Agenturen jetzt die ist, die sie ist. Urheberrecht hin oder her, wir sind stolz darauf etwas zu bewegen und wollen alle Menschen ermutigen für ihre Ideen zu kämpfen.

    6. Was wollen wir?

    Wir wollen eine Erklärung dafür warum unser Vorschlag, der doch so nah an der jetzigen Kampagne ist, bei der Auswahl nicht berücksichtigt wurde. Wieso wurden wir nicht eingeladen an der Kampagnenentwicklung mitzuarbeiten oder nachzupräsentieren? Wir möchten die Arbeiten der Gewinner-Agentur sehen (von Embassy die erste und auch die Nachpräsentation). Wir möchten die Entscheider darauf aufmerksam machen, dass wir an der Berlin Kampagne hätten mitarbeiten sollen weil wir jung, dynamisch und viel Energie haben um unsere Wahlheimat Berlin zu präsentieren und zu unterstützen.

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

    Andrea Horn & Marc Arroyo

  11. Jan

    Ich finde die Kampagnen können völlig unterschiedlich.
    „JUST BERLIN“ ist doch voll arm. Es erinnert erstmal an ’ne Nike Werbung, wenn ich das lese. „JUST DO IT“. Vielleicht haben Andrea und Marc ja da „geklaut“.
    Die Typo deuet für mich völlig unterschiedliche Intentionen an:
    Das „be“ der offziellen Kampagne wirkt dynamisch, während die Typo von Andrea und Marc wie ein Klotz daher kommt.
    Also was könnte überhaupt „geklaut“ sein? Das „lustige“ Wortspiel „Be“/“Berlin“…also bitte, da wäre jeder nach einem Bier drauf gekommen.
    Die Claims sind doch auch ein Unterschied wie Tag und Nacht:
    „BE IMPRESSIONIST“?? Ist das Werbung für die Museumsinsel? Und wieviele ältere Menschen hätten sich über den Claim beschwert?

    Es mag ja sein, dass Jury & Gewinner mit einander ins Bett gehen, aber die Kampagne von Andrea und Marc wurde meiner Meinung nach zu Recht nicht berücksichtigt.

  12. acies

    Skandal!!! „Just Berlin“ schon 2001 geklaut!!!
    Herr R.R., der seit 2001 stolzer Besitzer der domain justberlin.com ist, verfügt offensichtlich über eine geradezu prophetische Weitsicht, die ihn dazu befähigt, Ideen zu plagiieren bevor andere sie haben.
    Jedenfalls scheint der brillante Claim JustBe.rlin nicht erst von diversen Agenturenim Rahmen der aktuellen Ausschreibung geklaut worden zu sein, sondern bereits 2001 von Herrn R.
    Sauerei!!!!

    PS: Warum eigentlich nicht JustB(a)e.rlin? Das war doch auch mal ziemlich modern, überall zwanghaft irgendwelche Buchstabenspielchen reinzubasteln. Ich finde, diesen sprudelnden Quell der krea(k)tiven Chancen sollte man nicht kampflos den Friseuren auf der Suche nach originellen Friseursalonnamen überlassen!

  13. Claus Thaler

    @Andrea und Marc

    Bei allem Verständnis für euer Anliegen, aber wenn ich so etwas lese:

    „Wir möchten die Entscheider darauf aufmerksam machen, dass wir an der Berlin Kampagne hätten mitarbeiten sollen weil wir jung, dynamisch und viel Energie haben um unsere Wahlheimat Berlin zu präsentieren und zu unterstützen.“

    dann kann ich nur sagen: als ich jung war und Geld brauchte, da habe ich Lastwagen ausgeladen und in einer Tankstelle gejobbt.
    Oder bezahlt ihr dem Werbeblogger die Eigenwerbung?
    Tut mir leid, aber langsam kommt mir eure Aktion vor wie eine mehr oder weniger clevere Eigenwerbung. Und da wäre ein schlauerer Spruch als „Just Berlin“ dann vielleicht doch die bessere Werbung für euch gewesen.

  14. acies

    Kannich mit Geld umgehen.
    Kannich cool sein.
    Berlin. Kann ich gut leiden.

    (NDR 2 zeigt mal wieder, wie Städtemarketing für Fortgeschrittene aussehen kann)

  15. VisualBlog - das VisualOrgasm-Weblog

    Berlin Be.klaut? Be Berlin rockt immer wenigerDarum: Wir SIND Be.rlin…

    Man – da ist eine Menge passiert in den letzten Tagen rund um die vermaledeite Be Berlin Kampagne, von der auch wir (als echte Berliner) nicht wirklich begeistert sind.
    Plagiatsvorwürfe von Justberlin
    Da gibt es Plagiatsvorwürfe eines Freelancer-Team…

  16. Bi Berlin

    @ Andrea und Marc

    Wenn ihr ganz dynamisch und voller Energie ein bisschen mehr über Werbung und Ideenfindung lernt, wird euch in zwei drei Jahren die Aktion, die ihr hier gerade fahrt, furchtbar peinlich sein.

  17. Be Berlin, be Nerd

    […] arme Seite muss sich nun auch schon mit einem Plagiatsvorwurf herumschlagen. Würde mich wirklich interessieren, ob solcherlei Aktionen etwas bringen. […]

  18. René

    Manueller Trackback: renephoenix.de/?bid=...
    Berlin sein oder nicht Berlin sein.

  19. Katharina

    Schon sehr ähnlich die Beiden. Nur ist die nicht-offizielle Variante besser, weil klarer. „Sei Stadt“ ist ziemlich dämlich. Allerdings erinnert mich aber auch der Horn/Arroyo-Claim sehr an „I Amsterdam“ und „Du bist Deutschland“. Innovativ finde ich ihn nicht. Die Claimauswahl ist auch seltsam in Bezug zur Positionierung „Stadt des Wandels“, denn „to be“ ist ja nun genau das Gegenteil von Wandel. Wandel bedeutet Veränderung, „sein“ dagegen ist etwas statisches. Diese Tücke wird vom Horn/Arroyo Entwurf besser umschifft, denn „be expressionist, be dadaist usw.“ zeigt immerhin eine klare Veränderung auf.

  20. Guttenberg

    Hallo,

    alle Be Berliner haben sich leider bei der Kampagne

    Be Birmingham

    bedient bzw. diese kopiert

    mit der sich die Stadt Birmingham mit einem markanten BE – Logo
    als Kulturhauptstadt Europas 2008 beworben hat !

    ( war u.a. schön auffällig auch auf der Intern. Tourismusbörse in Berlin ITB 2006 / 2007
    zu bewundern )

    Leider nicht mehr im ursprünglichen Kampagnenlogo und Design
    wird jetzt noch der Slogan von Birmingham weitergenutzt für
    Birminghams Kampagne

    Be Birmingham – your local strategic partnership

    Zum weiterführenden Konzeptklau siehe auch:

    bebirmingham.org.uk

    Was lernen wir daraus ? Besser recherchieren und
    keine Steuergelder für Ideenklau und Recycling verbrennen
    bzw. nicht auch noch stolz wie Bolle auf Kopiertes und Banales
    durch die Stadtmarketingwelt ziehen !

  21. GIZA

    Also ich finde den Plagiatsvorwurf ja eher schwer nachzuweisen. Ich mein „Be irgendwas“ ist ja nicht wirklich ein riesen Wurf.

    „Also. Die Bürger müssen sich mit Berlin identifizieren.“
    „Stimmt, sie müssen Berlin sein.“
    „Richtig. Nur -Sei Berlin- ist nicht international genug. Also -Be Berlin-?“
    „Abgemacht.“

    Und damit war die Sache gegessen. Da muß man keinen großen Ideenklau betreiben.

    Finde ich.

    GIZA

  22. Steiner

    Lange Zeit habe ich mich mit Berlin und seinen Problemen beschäftigt. Eine Schule macht jetzt mit großem Werbeaufwand das Projekt, das von mir 1999 entwickelt wurde. Klasse, aber es sind einige negative Komponenten eingebaut worden und die werden leider nicht den Initiatoren, denen es wie immer nur um die Publicity ging,aufstossen, sondern den Schülern.
    Ich kann nicht Berlin sein!

    Ich will die ganze Welt umarmen,
    doch leider ist die viel zu groß!
    Drum werde ich Berlin umgarnen,
    nicht ganz, ein kleines Stückchen bloß!

    Und nun noch zum Ausklang der Titel einer Broschüre:
    Nix Mega, nix Giga, ganz Normales aus Berlin!

    Kommen Sie mal wieder runter auf die Erde, weniger Berliner Großschnautze, dafür mehr Berliner Herz, auch wenn es nicht zeitgemäß ist!

    Das ist die Meinung von vielen Berlinern!

  23. EC

    Als ich das letzte Mal die (mehr oder weniger) Ehre hatte in einer Auswahljury zu sitzen, war ich nicht wirklich erstaunt, dass 5 Entwürfe von völlig unterschiedlichen Leuten sich sehr ähnelten. Dabei waren diese Ideen nichts wirklich neues, sondern nur Varianten von schon erfolgreichen älteren Projekten. Ich bin immer wieder erstaunt, dass gerade junge Kreative so tun als hätten sie das Rad neu erfunden und geradezu empört sind, wenn sie feststellen, dass das schon schon längst jemand getan hat.

  24. Ludwig Steinmetz

    „Wir möchten gerne mit Ihnen arbeiten oder mit Ihnen gerne weiterarbeiten; sehen Sie sich mal an, was uns da vorgeschlagen wurde, wir finden das doch ganz gut, vielleicht orientieren Sie sich …. s.o.s.ä läuft das.“

    Ich weiß gar nicht mehr wie oft mir das schon passiert ist oder mich getroffen hat.

    Abgesehen einmal von der handwerklich mäßigen (Original) bis grottenschlechen (Kopie) sind Typo und Gestaltung im Bierdeckel und Kindergartendesign, und auch die „Be …-Idee“ doch sehr methaphorikarm. Was soll man damit sein, was davon haben, was damit glauben?

    Aber so ist das eben, den öffentlich verantwortlichen oder -ungslosen Laien verdanken wir soviel schlechten Geschmack, soviel bösartige Interessenbpolitik, soviel Belehrungs- und Bevormundungsfanatismus in unseren Städten, dass Sie besser das Handtuch werfen bevor es jemand nass macht und damit zurückschlägt. Sie sind doch nicht auf eine Idee, die auch nicht unbedingt der letzte Brüller ist, angewiesen.

  25. Vroni

    Herr Steinmetz,
    Design und Demokratie vertragen sich bekanntlich nicht unbedingt. Verschlimmwässerung und der Gang von Cannes nach Kotzen sind Prosis wie Amateuren bekannt. Lösung: keine. Außer Designdiktatur einführen^^.

  26. Ludwig Steinmetz

    Sehr geehrte Frau Vroni Anonym, möchten Sie die Diktatur der Mittelmäßigkeit, der geschichtsfernen Vorbilder für Formgebung, guten Geschmack und intelligente Ideen errichten und das Maß der Mehrheit bestimmen? Ich wäre nicht überrascht. Erlebe wir doch die tägliche Anmaßung der Drängler, der Meinungsunterdrücker, der Boulevardbeflissenen, der Presseprominenten, der Hassbereiter und Hochverräter, die eine ganze Bevölkerung in Besitz nehmen, um mit ihr nach Belieben verfahren zu können. Könnte es sein, dass Sie noch ein bisschen mehr erleben müssen, um mehr erfahren zu können, um mehr Wissen und Können zu besitzen?

  27. Vroni

    @ Lieber Herr Steinmetz,
    erstens bin ich nicht anonym hier (klicken sie mal auf den Namen…), zweitens können Sie anscheinend Ironie schlecht erkennen.
    ____________________________________________
    Hassbereiter, Hochverräter,…. gehts nich irgendwie…? Meinjanur.

  28. Ludwig Steinmetz

    Tja, liebe Vroni G., das habe ich nun nicht gewusst, Sie werden mir das sicher nachsehen; für Chats nehme ich mir eigentlich keine Zeit, somit mir die, allerdings unerwünschte, Erfahrung fehlt. Und auch, weil mir dort jede Zurückhaltung genommen wird mit sanfteren Begriffen zu urteilen. Nun habe ich auch bei Ihnen nachgesehen (auf Ihrer Homepage). Hm. Natürlich können Sie mein Urteil verachten. Bewerben Sie sich doch einmal beim ADC, da bekommen Sie sicher auch eines.

  29. Vroni

    Ja dankschönauch. Ich verachte niemandes Urteil und Vor_Urteil, aber der Ton deucht mir seltsam. Bisschen zuviel Höderlin im Frühling erwischt? (Nix gegen Höderlin im Grunde.)

  30. Vroni

    Ähm, Korrektur: Hölderlin heißt der Knabe.

  31. chris

    Hoffe Ihr haltet Eure Leser über den Ausgang auf dem Laufenden.

  32. chris

    Gut dass Ihr solche Themen aufnehmt – so wird dem Entstehen von Gerüchten vorgebeugt.

  33. Thotti22

    Ich frage mich wirklich, egal wer die Kampagne nun von wem geklaut ähm adaptiert hat, was daran innovativ ist?

    Heute nennt sich jeder Designer oder Grafiker, der Anglizismen in einen sprachlichen Kontext bring oder dadurch eine Wort-Bild-Marke „erschafft“ – nur von Schaffen oder Schaffungshöhe kann man nicht sprechen.

    Weil einer ganzen Generation Ideen fehlen, wird munter kopiert – ob nun in der Musik, im Fersehen (pardon: TV, englisch klingt es besser und jeder Schulabbrecher kann es buchstabieren) oder bei Werbekampagnen, deren Peinlichkeit kaum zu unterbieten ist.

    Was an Berlin wunderbar ist kann ich nicht nachvollziehen!? Ob nun “be Berlin”, “Wir sind Papst” oder “Wir sind Knut” – die Stadt ist pleite, dreckig, die Kriminalität nimmt zu und viele Menschen sind kalt und arrogant. Halt eine anonyme spießige Großstadt mit einem überteuerten Flughafenprojekt und einem durchgeknallten Bürgermeister, der immerhin genug Geld für wahnwitzige „Werbekampagnen“ hat (wobei das Wort Werbekampagne diesen Versuch innovativ zu sein zu sehr ehren würde).

    Die die es sich leisen können ziehen ins “Umland” und bedauern die Stadtmenschen… der Rest vernebelt sich mit Alkopops, Flatrate-Saufen und Feinstaub-Schnüffeln den Geist und freut sich, wenn er mal einen Tag nicht in Hundesch…ße tritt.

    Da wäre ein Slogan wie “Bi Berlin” oder “Häßlich pleite… haste mal nen Euro” treffender gewesen!

    Heureka!

  34. Frank

    @Thotti22: Haben es die Trolle auch mal ins Forum geschafft. Klasse!

  35. Erlach & Drexler

    Eine weitere Zufälligkeit?

    erlachdrexler.de

    ;-)

    sei wettbewerb
    sei ordentlich
    sei unabhängig

  36. be, am, love … Berlin » Klas Roggenkamp « Blog

    […] kenn ich irgendwoher” ist so ziemlich alles, was mir zu vieldiskutierten be berlin-Kampagne einfällt. Es wirkt in der Tat irgendwie geklaut angelehnt an Bekanntes, […]

  37. maximum dose colchicine

    colchicine…

    colchicine iv…

  38. Arm, aber nicht sexy. | Maßnahmen | Marketing Welten

    […] >> off the record: Sei Berlin: Ich kapier`s nicht >> Spreeblick: Sei B-Berlin! >> Die Kampagne >> Werbeblogger: Kampagne geklaut? […]

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