16:47 Uhr
studiVZ/meinVZ Werbespot
Mit meinVZ (Georg hatte ja den Namen sehr schnell vor Release recherchiert) wird die LTD rund um StudiVZ seit heute erheblich erweitert und könnte in Deutschland bald den Social Network Markt komplett dominieren. Man mag davon halten was man will, Fakt ist jedenfalls, dass dieses Unternehmen in Deutschland immer noch am erfolgreichsten zu sein scheint – jedenfalls was aktive Nutzerzahlenn und Involvement betrifft. Ganz und gar unaufgeregt kommt auch dieser neue Werbespot daher, der diesmal ohne Gewalt, Menschenverachtung und Schweinepest daherkommt (wobei viral wirkt der sicherlich nicht):
Wenn es so weiter geht, könnte die Markenwelt rund um VZ noch richtig “gruschelig” werden. Gemäß dem Motto: Plattformbetreiber dezent in den Hintergrund und den User mal machen lassen. Selbiges gilt dann auch für Datenschutz und es hat sich jetzt schon desöfteren gezeigt, dass der Benutzer des Netzwerkes weitaus mehr Einfluss hat als Blogger, Presse und sonstige Außenstehende. Der Druck kann nur von innen erfolgen. Kritik von außen ist zwar gut und wichtig, jedoch um Dinge wirklich zu verändern, braucht man die Nutzer und deren Unterstützung im Inneren. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Produkt und die Marke weiter entwickeln wird. Der Weg scheint schonmal nicht mehr ganz so extrem verkehrt zu sein und die Dachmarke Holtzbrinck fährt sicherlich mit dieser Tour auch wesentlich besser. Via Mehrblog.
24 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 28. Februar 2008 um 17:02 Uhr
Wer steckt denn dahinter? Töchter+Söhne? Oder was soll die Anspielung im Spot?
Am 28. Februar 2008 um 17:12 Uhr
Vielleicht meint Töchter+Söhne, das in MeinVZ eher die Eltern der Studenten zufinden sein werden, wobei ich das eher für unwahrscheinlich halte.
Am 28. Februar 2008 um 17:17 Uhr
@Andreas: Tippe auch wie du auf die hier: toechterundsoehne.co...
Am 28. Februar 2008 um 17:22 Uhr
Bei einer Marke wie meinVZ bietet es sich wohl auch nicht an so auf die Kacke zu hauen. Und die Erfahrung war wohl auch recht heilsam.
An der Erwartungshaltung gemessen, kommt der Spot so wirklich so angenehm beruhigend rüber.
Ich glaube das meinVZ funktionieren kann, wenn die Durchlässigkeit zwischen den beiden Portalen gegeben ist (wie im Spot illustriert).
Am 28. Februar 2008 um 17:28 Uhr
ich hab den Spot jetzt drei Mal gesehen, wo ist denn die Anspielung versteckt? ;(
Gefällt mir im übrigen auch gut. Wobei ich den Namen, wie einst studiVz, sehr albern finde.
Am 28. Februar 2008 um 17:30 Uhr
Gegenfrage: Soll der Spot überhaupt viral wirken? Ist ein Spot nur gut, wenn er viral wirkt? Muss in Zeiten von Ad 2.0 alles in “viral” gemessen werden? Werbung ist mehr. Habt ihr selber mal in einer sehr fruchtenden Diskussion gepodcastet.
Spot ist gut, allerdings wohl nur für die (studivz-)interne Bewerbung des neuen Portals. Als TV-Spot z.B. eher ungeeignet – stelle mir gerade vor, was meine Muttter sich wohl vorstellen würde. wenn sie diesen Spot im TV sieht.
Am 28. Februar 2008 um 17:34 Uhr
[...] Werbespot habe ich gerade auf Werbeblogger.de [...]
Am 28. Februar 2008 um 17:37 Uhr
@Ania: Wenn die Studentin im Spot die Nachricht in ihr Book von Apple tippt, siehst du oben links in der Menüleiste des Displays “Töchter+Söhne” stehen.
Am 28. Februar 2008 um 17:39 Uhr
@nilsn: das würde ich auch interessieren, ob die beiden portale vernetzt sind. also von meinvz nachrichten an mitglieder vom studivz schreiben. und ob schülervz auch integriert ist/wird.
Am 28. Februar 2008 um 17:41 Uhr
Hauptsache die beiden Mädels achten darauf was sie bei StasiVZ publizieren: spiegel.de/netzwelt/...
Am 28. Februar 2008 um 17:51 Uhr
Meiner Meinung nach ist das ein ganz, ganz schlechter Spot. Emotional vollkommen in Ordnung. Aber…
Was macht die VZs so besonders: Dass es eine Plattform ist, auf der ich meine Bilder ablegen, mich in Gruppen organisieren, alte Freunde wiederfinden und natürlich auch mich mit Bekannten verabreden kann.
Dieser letzte Aspekt ist der Einzige, der im Spot berücksichtigt wurde. Meiner Meinung nach aber ist es der Schwächste, weil der Spot auch von einem kostenlosen Webmail-Anbieter kommen würde. Die Darsteller sind zwar sympathisch, aber… Wenn ich nicht wüsste, was meinVZ ist, dann würde mich dieser Spot null erreichen. Ich würde mir sagen: Wozu brauche ich das? Ich hab doch E-Mail.
Am 28. Februar 2008 um 18:06 Uhr
Patrick: Wieso glaubst du, dass Kritik von innen bei StudiVZ einen nennenswerten Impact/Stellenwert haben könnte?
Ich hatte bisher den Eindruck, dass StudiVZ grundsätzlich erst reagiert, wenn sich SpOn/FAS/die Welt oder evtl. noch Heise Online eines Themas annehmen. Unabhängig davon, wie sehr es intern oder in den Blogs brennt. Die internen Diskussionsforen dienen dabei nur als Prellblock und Beschäftigungstherapie, in denen sich Kritik – nicht zuletzt auf Grund der indiskutablen Usability – schnell versendet.
Schau dir zum Beispiel mal die Gruppen der AGB-Kritiker an. Dafür, dass dort (nur?) ein paar tausend User angemeldet waren, gab es kaum Diskussion mit noch weniger Folgen. Das ist eine grundlegend andere Struktur als die Bündelung von Protesten z.B. bei Facebook.
Interessant finde ich übrigens auch das Wording der internen “Klartext”-Rubrik, wo das VZ durch seine Mitarbeiter mit der Zielgruppe kommuniziert. Natürlich sichtlich bemüht auf Augenhöhe (“gemütliches Tütchen anstecken”).
Mich erinnern die Postings allerdings eher an die Verlautbarungen des ehemaligen irakischen Informationsminister Muhammad “Comical Ali” al-Sahhaf, der zu einem Volk spricht, das von anderen Medien abgeschnitten ist.
Dafür gibt es eigentlich nur zwei Erklärungen: Entweder, man nimmt seine Kunden nicht ernst, oder die VZ-Kommunikatoren leben in einer Parallelwelt. Evtl. auch beides.
Dazu passt imo dann auch der Kommunikationsunfall von Riecke bei SpOn. Kann es sein, dass wir es hier vor allem mit einem kulturellen Problem zu tun haben? Also einem echten Missverständnis, nicht nur einem journalistischen?
Auf der eine Seite das Management, dass “Gott sei Dank” für Recht und Ordnung sorgt – und auf der anderen Seite die Zielgruppe, der soviel positiv herausgestellter Aktionismus eher suspekt ist, weil er schneller als einem lieb ist das eigene Gruschelbiotop tangieren könnte?
Am 28. Februar 2008 um 18:30 Uhr
@Andreas: So wie es aussieht wird man Potalübergreifend agieren können (Gruscheln, Nachrichten, Pinnwand, Suche usw.). Die Liste mit den Freunden wird auch komplett angezeigt, aber jeweils das Portal genannt.
@jo: Ich glaube der Protest von innen fand in erster Linie mit dem Löschen des richtigen Namens, löschen der Fotos, sperren des Profil’s statt. Hätte das größere Kreise gezogen, wäre die Community tot.
Am 28. Februar 2008 um 18:31 Uhr
Ach so, ist natürlich nur eine Vermutung meinerseits. Kann auch ganz anders kommen…
Am 28. Februar 2008 um 18:35 Uhr
@jo: was ich damit meinte war folgendes: Kritik von außen funktioniert ja nur wirklich, wenn es Auswirkugen bei den Usern hat. Solange die nicht lustark protestieren, ändert sich nicht viel (abgesehen von klaren Rechtsbrüchen). Andererseits braucht man die Berichterstattung, dass die User überhaupt darauf aufmerksam werden. Also ist meine Bemerkung oben mehr oder weniger Unfug.
Am 28. Februar 2008 um 18:55 Uhr
ich oute mich mal als studivz-user und muß sagen. netter spot, nette musik, nett für user des studivz und nett an der eigentlichen zielgruppe vorbei.
1. Die Freunde von Studenten, die das StudiVZ nutzen, sind da auch schon alle drin – schließlich mußte man ja noch nie einen Nachweis erbringen, dass man tatsächlich Student ist/war.
Warum sollte ein Alumni oder Nicht-Student plötzlich ein eigenes Portal benötigen? Nur, weil es korrekt wäre, sich da anzumelden? harhar. So deutsch sind wir Deutschen nu auch nich mehr :)
A propos: als ich gestern den Titel hörte, dachte ich erstmal an nen schlechten Scherz. Mit der ganzen Hintergrundgeschichte von StudiVZ und seinen Gründern fiel mir spontan erstmal meinKampf und meinReich ein…. aber das mag eine subjektive Eingebung gewesen sein.
@Andreas: jepp, man kann beide Netzwerke verknüpfen, aber trotzdem getrennte Einstellungen zur Privatsphäre z.B. machen.
Nach schülerVZ, studiVZ und meinVZ erwarte ich dann bald noch das rentnerVZ (auch schon registriert auf den einen deutschen Dienstleister), und schon hat man alle Entwicklungsstufen der Sims beisammen. Fragt sich nur, ob man dann sein Profil über sein Leben mit in die verschiedenen VZs nehmen kann :)
Wenn meinVZ tatsächlich eine andere, ältere und evtl. reifere Zielgruppe ansprechen wollte, dann ist der Start erstmal mißlungen; Die Tonality ist in Ordnung, aber die Protagonisten waren schlecht gewählt als Repräsentanten der neuen Zielgruppe.
Für mich als User ist es prinzipiell egal, ob meinVZ da ist oder nicht, ich habe keinen wirklichen Mehrnutzen. Als neues Mitglied ist es egal, ob ich mich bei studiVZ oder meinVZ anmelde… Mit einer solchen Strategie tut man sich keinen Gefallen.
Am 28. Februar 2008 um 19:43 Uhr
nilsn: Ich halte die Verschleierung von Namen und das Verbarrikadieren von Profilen für die Allgemeinheit weniger für eine Protestform, sondern eher für eine natürliche Reaktion. Eine Anpassung an die Gefahren und Probleme des Lebensraum StudiVZ, wenn du so willst.
Gegenüber Targeting mag das ja noch eher sinnlos sein, gegenüber neugierigen Personalern hilft es durchaus. Die Community entwickelt sich dabei allerdings in eine Richtung, die den Betreibern Sorgen bereiten dürfte.
Während die User ihr Netzwerk mit minimalen Abstrichen auch verschleiert pflegen können, bremsen verschleierte oder verbarrikadierte Profile den – nun – alltäglichen Voyeurismus und die Neugier der User, und damit einen der zentralen Erfolgsfaktoren sozialer Netzwerke. Und das kostet dann richtig Klicks, und somit auch Möglichkeiten Werbung einzublenden.
Die (visuell) attraktiven oder interessanten User einer Freundesliste abzusurfen macht nunmal keinen Spaß mehr, wenn jeder zweite Klick an einem virtuellen Gartenzaun endet (Wir erinnern uns: da gab es bereits Proteste, als Captchas nach jedem xten Klick eingeführt wurden).
Patrick: Siehe Nilsn. Das Nutzungsverhalten hat sich in den letzten Monaten durchaus erheblich geändert. Frage ist, ob darunter auch die ohnehin schon dürftige Akzeptanz/Klickrate der Werbeeinblendungen gelitten hat. Bzw. ab wann Werbung in sozialen Netzwerken unwirtschaftlich wird. Aber das zu analysieren ist eher dein Gebiet.
Am 28. Februar 2008 um 21:37 Uhr
@jo: Ich halte Klickwerbung in sozialen Netzen grundsätzlich für unwirtschaftlich. Soziale Netze sind die Gartenzäune von gestern, ein viraler Nährboden ein kommunikatives Netz. Ohne Gesprächsstoff brauchen Marken da gar nicht meinen, dass sie als Banner wahrgenommen werden. Ziel für Werbung und Kommunikation muss es sein Inhalte zu generieren, die innerhalb dieser Netze die Runde machen. WOM, Mundpropaganda, Content, conversation whatever. Aber immer schön Pull und nicht in irgendwelche laufenden Gespräche reinplatzen.
@Christoph: Klar “viral”. Ich verstehe “viral” als genau die Eigenschaft, die ich oben beschrieben habe. Gesprächsstoff der sich rasend schnell verbreitet. Für ein Pushmedium ist der Spot brauchbar, für das Internet eben nur bedingt. Also lautet die Antwort ganz klar: Werbung, Kommunikation etc. im Web muss auch viral wirken, wenn sie effektiv sein will oder was bewirken möchte. (Hat aber nix mit den Ekeldingern zu tun)
Am 28. Februar 2008 um 22:54 Uhr
Laut Interview mit den Machern von MeinVZ auf gruenderszene.de soll später im Jahr ein Migrationstool für die StudiVZ-Profile angeboten werden. Da ich schon mehrfach erlebt habe, dass sich Personen außerhalb der Uni überhaupt nicht vom StudiVZ angesprochen fühlen, finde ich den Schritt logisch und sinnvoll. StudiVZ war meiner Meinung nach eh ein völlig unnötig eingrenzender Begriff. Facebook z.B. hat sich vom Namen her niemals dermaßen unnötig eingeschränkt.
Am 28. Februar 2008 um 23:08 Uhr
@patrick
ich mag den ton und stil dieses artikels sehr. mehr davon!
Am 28. Februar 2008 um 23:24 Uhr
[...] Wie bitte?! … Überall ist es Thema StudiVZ bekommt Zuwachs. Ein weiteres Social Network … soweit so langweilig und uninteressant, denn damit beschäftigen sich ja schon Andere. (Sinnhaftigkeit oder Geldmachen oder Datenschutz) Wäre da nicht der Werbespot! (der auch nicht gut weg kommt) [...]
Am 1. März 2008 um 07:31 Uhr
Ich wünsche dem Produkt und der Marke viel Erfolg bei der Entwicklung.
Am 19. Mai 2008 um 20:16 Uhr
ganz schlimmes licht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Am 19. Mai 2008 um 20:17 Uhr
in dem spot……