08:57 Uhr
Werbung im Werbungspulen
Was soll man da tun? Die Festplattenrekorder versauen jedem anständigen Werber das Geschäft. Keiner will mehr Unterbrecherwerbeblöcke in voller Länge anschauen. Unverschämtheit. Doch statt sich, wie manch andere, darauf zu konzentrieren, wie man dem dummen Konsumenten das Vorspulen und zeitversetzte werbefreie Fernsehgucken mit technischen Methoden ganz einfach verbieten könnte (das ist ja das Schöne am freien Markt) richtet sich das Augenmerk einiger Markenspezialisten lieber darauf, den letzten Rest von Aufmerksamkeit möglichst effektiv zu nutzen. So fand man beispielsweise heraus, dass die konzentrierte Aufmerksamkeit für Spots beim Überspulen derselben sogar viel größer ist, als das “normale” Angucken der Werbeblöcke. Der Zuschauer muss schließlich hinsehen, wenn er die Werbespots wegskippen will, damit er auch merkt wann seine Lieblingssendung weitergeht. Diese Fokussierung auf den Spulmodus nutzt laut diesem Artikel bereits die Kreditkartenmarke Visa. Sie blendete kurzerhand ihr Logo sehr viel länger ein als üblich. Bedeutet das etwa, wir kehren zurück zum alten Mythos der unterschwelligen Coca-Cola Werbung, wie sie einst Vance Packard beschrieben hat? So oder so, auch die Werbung beschreitet den Weg der Evolution: Survival of the fittest.
14 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 27. Februar 2008 um 09:24 Uhr
“Diese Fokussierung auf den Spulmodus nutzt laut diesem Artikel bereits die Kreditkartenmarke Visa. Sie blendete kurzerhand ihr Logo sehr viel länger ein als üblich. ”
Hübsche Anregung: Werbespots dauern ab sofort vier Minuten in Echtzeit, damit sie beim Spulen noch was her geben.
Am 27. Februar 2008 um 09:41 Uhr
Hmmm…ich bin mir nicht Sicher ob man erstmal schauen müsste wieviele Haushalte in Deutschland diese Recorder verwenden, bzw. welche Fernsehprogramme denn überhaupt aufgezeichnet werden.
Am 27. Februar 2008 um 09:53 Uhr
Ich spule nicht sondern skippe, da ich weiß dass die Werbung Prime Time so ca. 4 Minuten dauert skippe ich sofort 4 Minuten, den Rest fast fowarde ich wobei bei achtfach auch ganze spots komplett übersprungen werden. Wir sprechen hier nicht über das spulen eines videorekorders.
Am 27. Februar 2008 um 09:58 Uhr
Meine überwiegende Aufmerksamkeit beim “Spulen” gilt längst der Zeitanzeige auf dem Rekorderdisplay, denn mit etwas Erfahrung und Aufmerksamkeit hat man recht schnell heraus, wie lange die Reklameblöcke zu welcher Uhrzeit dauern.
Ich denke eher, dass solche obskuren Ideen den negativen Ruf von Reklame verstärken werden – und das zu Recht – denn solche Ansätze grenzen fast schon an Stalking.
Am 27. Februar 2008 um 10:19 Uhr
@Thies: Oder einfach in Zeitlupe ausstrahlen. Das wäre beim Spulen dann mal tatsächlich ein Hinkucker ;-) Wobei Torsten natürlich Recht hat, es wird ja weniger gespult als vielmehr geskippt. Und das bedeutet, dass eine längere Einblendung des Logos eogentlich nur von denen wahrgenommen wird, die sich den Werbeblock tatsächlich ansehen. Und ob das auf so viel Gegenliebe stoßen wird?
Am 27. Februar 2008 um 10:33 Uhr
@ Torsten
Werbung zur Prime Time nur 4 Minuten? Pro 7 und Konsorten meinst Du doch wohl bestimmt nicht…
David
Am 27. Februar 2008 um 10:57 Uhr
Push push push … irgendwann muss es doch reingehen?!
Nee Leute, das klappt so nicht.
Cool fände ich allerdings, einen Spot auf “Spulmodus” zu optimieren. (Und wenn man ihn rückwärts abspielt erscheint Elvis.) Das wäre sicher PR-wirksam und beliebtes Blog-Thema.
Am 27. Februar 2008 um 13:34 Uhr
Es gab doch mal einen Audi-Spot, der mit dem Spulen gespielt hat…? Oder erinnere ich mich da gerade falsch?
Am 27. Februar 2008 um 14:01 Uhr
Der US-Sender ABC bietet selbst Fernsehserien mit ohne Vorspulen an:
serienjunkies.de/new...
Am 27. Februar 2008 um 17:33 Uhr
@ramses: danke, äääh, ZEITLUPE – genau das meinte ich eigentlich, hab ich mich wohl nicht so richtig klar ausgedrückt. (Peinlich…)
Am 27. Februar 2008 um 18:22 Uhr
Kalter Kaffee! Bei meinem HDD Rekorder spule ich am Anfang eines Werbeblocks immer x Minuten/Prozent nach vorne. So muss ich nur noch 1-3 Spots manuell wegspulen. Die Spots davor ernten von mir 0 Augäpfel. Die Theorie ist nett, aber eher konstruiert als fundiert.
Gruß
Am 27. Februar 2008 um 18:30 Uhr
@David
seit ich keine Werbung mehr sehe verliere ich völlig das Zeitgefühl für Werbeblöcke :-)
Am 28. Februar 2008 um 10:14 Uhr
Gestern während Desperate Housewives mal die ungefähre Länge des Werbeblocks gestoppt: brutale 9 Minuten, das ist Wahnsinn!
Am 28. Februar 2008 um 14:34 Uhr
@Torsten: hats du richtig gerechnet: Die trailer fürs Programm gelten als Programmhinweise, sind also keine Werbung. Ist doch logisch.