14.02.08
16:07 Uhr

Werbung durch die Hintertür

Wer über viele Links verfügt, die auf die eigene Website verweisen, verbessert üblicherweise seine direkte Besucherfrequenz und die Relevanz der eigenen Inhalte und Stichworte bei der Ausgabe der Suchmaschinenseiten. Wer wiederum viele Verweise auf sein Angebot im Web verzeichnen kann, muss eine gewisse “Bedeutung” haben. So jedenfalls interpretieren es zunächst viele Algorithmen großer Suchmaschinen, darunter auch Google, die sich seit einiger Zeit aber verstärkt gegen diesen Missbrauch stellen. Die Praktiken sind nicht neu und schon seit längerem versuchen die SEO´s dieser Welt, den Prozess der Linkverweise zu beschleunigen. Wie beschreibt Wikipedia das “Linkbaiting”?

Link bait is any content or feature within a website that somehow baits viewers to place links to it from other websites. Matt Cutts defines link bait as anything “interesting enough to catch people’s attention.”Link bait can be an extremely powerful form of marketing as it is viral in nature.


Mit gewieften Tricks hat es jetzt der Web-Entwickler und Online-Marketer Matthew Inman geschafft, vielen Bloggern und Social-Networkern seine eigenen kommerziellen Links “unterzujubeln”. Dabei bedient er sich eines einfachen Prinzips: Widgets.
Widgets sind kleine HTML-Häppchen, die typischerweise auf vielen anderen Websites eingebettet werden. Dafür kopiert man den angebotenen Code einfach in die eigene Seite. Dieses mittlerweile gängige Verfahren (jedes eingebettete Youtube-Video ist im Grundsatz auch ein “Widget”) bietet für böswillige Online-Werbung ein perfektes Trojanisches Pferd für versteckte Links.

Nicht jeder Blogger ist gleichzeitig ein HTML-Profi und so verbreitete Inman über verschiedene Quiz-Websites ein Widget, in welchem er im Code eigene Werbelinks einbettete, die auf seinen Dating-Service verweisen. Binnen kurzer Zeit konnte er sich an 250.000 neuen registrierten Usern erfreuen.
Womit wieder einmal klar ist:
Nicht jedes Widget kommt als Entertainment-Freund daher. Und nicht wenige Leute betrachten die Web-Nachbarn als reines Klickvieh und Linkschleuder für die ureigensten Interessen.

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Ein Kommentar

  1. Arne Viehmeister

    Irgendwie ist das ein guter Beweis dafür, wie naiv viele Webmaster/Blogger einfach angebotenen Content ungeprüft übernehmen. Man sollte gegenüber solchen Angeboten einfach eine skeptische Grundhaltung einnehmen (und sich idealerweise auch etwas in die Materie einarbeiten).

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Eure Kommentare

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  • Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
  • Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
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