04.02.08
13:07 Uhr

Immer meckern die Werbeblogger

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So jedenfalls, und mit einem kleinen augenzwinkernden Smiley, verweist Martin Oetting auf uns im Kontext einer interessanten Einschätzung über die Mechanismen von Mundpropaganda und ihrer Multiplikatoren. Seine These:

…Und wenn sie einfach kritiklos Botschaften eines Unternehmens weitergeben, könnte ja der Eindruck entstehen, dass da jemand „gekauft“ worden oder einfach nicht mehr kritisch genug ist (vermutlich der Grund, warum beispielsweise beim Werbeblogger immer so viel kritisiert und nur wenig richtig gut gefunden wird… ;-) …

Da ist ´was dran. Zweifellos. Wir sind keine PR-Maschine hier. Es gibt aber auch häufig genug eine ganz einfache Erklärung:
Täglich werden wir (als Verbraucher UND als Blogger UND als Werber) mit Hunderten von Werbebotschaften mittel- oder unmittelbar konfrontiert; das rein quantitative Missverhältnis zwischen 08/15 „Reklame“ und wirklich herausragenden Kampagnen ist erheblich. Es gibt, zum Glück für die Perlen, viel Werbung, welche kritisch betrachtet werden kann und sollte, egal ob es unter Aspekten der Effizienz, Markenführung, des Storytelling oder der Gestaltung passiert. In diesem Mengenverhältnis erklären sich dann auch unsere „Lieblinge„.

9 Kommentare

  1. Vroni

    „…beispielsweise beim Werbeblogger immer so viel kritisiert“

    Zu Recht.
    Viele Kampagnen sind niveaulos, geistlos –
    und es ist ein Ärgernis, dass dafür welche auch noch Geld kriegen.

    Begonnen von den Nazi StudiVZ-Clockwork-Orange Spots bis zu unsäglichen NOG-Kampagnen bis zu dem üblem Cumshot-Filmchen, das gerade eine Etage drunter besprochen wird.

    BTW: Es wird noch viel zu wenig gemeckert.

  2. Patrick Breitenbach

    Dafür haben wir ja dann dich! :-)

  3. Vroni

    Im systemischen nennt man das dann Verschieben zum Zwecke der Stabilisiation auf einen sogenannten „Sündenbock“ in kranken, instabilen Systemen.
    :-D

  4. Patrick Breitenbach

    Nein im systemischen wäre es völlig wertfrei ausgedrückt: Jeder erfüllt (s)eine Rolle im System.

    Kein System ist instabil, es verändert sich nur fließend.

  5. Vroni

    Du weißt ja widda ma mächtich Bescheid
    :-(

    Die Rolle des Sündenbocks ist selbstverständlich die, das System stabil zu halten. Soll ich dir jetzt die halbe Püschologenmafia Mengas auf die Site hetzen… Komma ehana scho maha :-)

  6. Patrick Breitenbach

    Selbsteverständlich – wenn du es sagst …

  7. Patrick Breitenbach

    Will damit sagen: Der Sündenbock ist der Sündenbock, weil er auch ein Stück weit Sündenbock sein will. Er übernimmt eine Rolle, eine Funktion. Fällt er weg, füllt evtl. jemand anders diese Rolle aus, aber das System an sich wird daurch nicht zusammenfallen sondern sich nur fließend verändern. ALso gibt es nur temporär auf den ersten Blick „instabiles“ oder „krankes“. Alles Interpretation aus Sicht des Beobachters, daher sind Systemiker dazu angehalten möglichst wertfrei zu arbeiten, was aber nicht hinhaut, weil natürlich der Beobachter immer auch Teil des Systems ist.

  8. giovanni

    das ist mir alles deutlich zu hoch … einfache frage – einfache antwort: ich finde eure kritische beobachtung und begleitung gut !

  9. philipp

    @giovanni deutlich zu hoch… naja ansichtsache aber es würde schon fast in die Folgen von Radio Fritz passen

    Ich würde es persönlich nicht als meckern bezeichnen, sondern als kritische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themen. es ist ja nicht so das hier alles als schlecht empfunden wird.

    Man muss ja auch sagen, das speziell Spots relativ einfach auseinander zu nehmen sind und am Ende merkt man das der Spot eben wirklich irgendwie daneben ist (wie der neue NIKE meiner Meinung nach), da man jedes Detail betrachtet und auseinander nimmt. Und diese Spots nur selten so durchdacht sind das wirklich alles stimmt. Was evtl. auch damit zusammen hängen mag das man Spots normalerweise nicht allzu oft sieht und somit gar nicht auf die Idee kommt sich als Otto damit auseinanderzusetzten.

    Bei Plakaten u.ä. finde ich das schon etwas anders. Oder sehe ich das aus einem falschen Blickwinkel?

Eure Kommentare

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  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
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