29.01.08
15:37 Uhr

Content-Dossier: Kühlschränke

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Black Operatives

Vielleicht war unser Briefing nicht präzise genug, liegt vielleicht auch ein Stück daran, dass wir das Training bzw. die Aufnahme in die deutsche Abteilung des „Black Operatives Department“ möglichst frei und offen gestalten wollten. Aber scheinbar zwingt uns der deutsche kulturelle Codex der genauen Anweisungen, ein wenig mehr in die Tiefe zu gehen.

Es geht um Inhalte – nicht um Werbung
Es geht nicht darum etwas zu verkaufen, es geht darum für ein Thema zu begeistern. Es geht darum, bestehende Fans zu diesem Thema digital zu sammeln und neue Fans zu gewinnen. Es geht darum, eine vernetzte Kommunikation über das Thema zu initiieren. Klassisches Branding, Verkauf und Werbung sickert schon noch früh genug da rein, daher wollen wir das bewusst außen vor lassen. Mag sein, dass Kühlschränke auf den ersten Blick nicht reichweitenstark erscheinen. Aber wer hätte das damals schon von Küchen-Mixern gedacht? Das Internet ist ein neuronales Netzwerk, es kommt immer nur darauf an, wie spannend die Information ist und dass sie eben leicht gefunden werden kann. Die Nerven-Verbindungen entstehen dann meist schon von ganz alleine – vorausgesetzt, der Inhalt spricht irgend jemanden an.

Qualität oder Quantität?
Soll der Content besonders hochwertig sein oder lieber kontrovers-massenkompatibel wie die Bildzeitung? Nun, auch darauf kommt es nicht an, weil man eben nicht alle Menschen gleichzeitig in einem Kontext ansprechen kann. Es gibt Menschen, die verabscheuen die Bild, es gibt Menschen, die lieben dieses Käseblättchen. Heisst das aber im Umkehrschluss, dass man die geringere Masse der Menschen außen vor lässt? Wohl kaum. Denn was ist denn am Ende besser? 50 von 100 Leute für ein Thema richtig begeistern oder 49 von 1.000000? Vergleiche dazu das Dossier zum Thema Conversion-Rate.

Aber was bringt mir das? Was gewinne ich?
Erfahrung, Aufmerksamkeit, Spaß, Kreativität, neue Einsichten, Kontakte, ein Gespür für Inhalte. Alles was ihr tut, bringt euch persönlich irgendetwas. Materielle Preise sind zwar schön, aber eben auch vergänglich. Löwen in Cannes mögen aus Gold sein, aber was wären sie ohne die dazugehörige Zeremonie und die begleitende Anerkennung durch die gesamte Branche? Also, ihr könnt nichts verlieren, sondern nur gewinnen. Ist doch auch mal ganz schön oder? Wer dadurch nicht motiviert genug ist, hat ehrlich gesagt bei uns im Department sowieso nichts verloren.

Wie nehme ich teil?
In dem du Content produzierst und es uns wissen lässt, in dem du uns mailst, in die Kommentare verlinkst oder ein Trackback auf die „Black Operatives Department“ Einträge setzt.

Beispiel gefällig?
Gerne. Der erste Teilnehmer stammt aus Deutschland (german Division 1 – international Division 0) und hat hier seinen Beitrag zur Content-Mission abgeliefert. Das wirklich Schöne dabei, er hat die „Black Operatives“ dabei nicht erwähnt und das ist sehr sehr wichtig. Wir arbeiten verdeckt – also ohne Bezugnahme auf dieses Trainingslager. Ein anderes Beispiel (außerhalb unseres Lagers) wäre auch sowas hier. Also denkt weiträumig und begeisternd. Andere Beispiele (z.B. von JvM Next) hat das internationale Department heute veröffentlicht.

Was kommt am Ende dabei heraus?
Genau das versuchen wir herauszufinden. Vielleicht entsteht eine kreative Gemeinschafts-Mappe, mit der man sich zum Beispiel auch in anderen Einrichtungen bewerben kann. Vielleicht entsteht daraus ein langfristiges Netzwerk aus Content-Agenten oder gar ein völlig neues Geschäftsmodell der Werbebranche – who knows? Wichtig ist zunächst der Prozess – nicht das Ergebnis. Und wie gesagt: „it’s just a bit of fun for fuck’s sake!“

47 Kommentare

  1. Vroni

    „Es geht nicht darum etwas zu verkaufen, es geht darum für ein Thema zu begeistern.“

    Vielleicht liegt es da_ran.

    Nicht jeder findet das Thema Kühühlschrank begeisternswert.
    Mich begeistert momentan Musik und guter Rotwein.
    Und der darf nicht in den Kühlschrank zwengs der Blume und so Sachen.

    Mir fällt es schwer, einem rechteckigen Kasten, den ich dauernd abtauen und putzen muss, ausgerechnet noch im Winter eine Ode zu widmen. Obwohl ich ein verfressenes Träumerchen bin mit schwerem Romantikeinschlag und einem Schreiberling als Mann und ein Pelzwaschbär mit Magneten dran hängt..

    Meiner Katze fällt das schon leichter, ihre Begeisterung für den Kühlschrank auszudrücken :-) Mrp! Ich glaub, ich lass s-i-e bloggen. Die hat eh in ihrem Tipi ein Notebook und ist uns über.

  2. Andreas Rodenheber

    In nem ordentlichen Werberkühlschrank liegt eben nur ne Flasche Schampus rum. Sonst ist da wenig Content.

  3. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Dann beschäftige dich am besten doch auch gar nicht erst mit dem Thema und lass tatsächlich die Katze ran. ;-)

    @Andreas: Wenn das die Sicht des Werbers ist, dann ist das so. Aber das ließe sich sicherlich hervorragend visualisieren! Also wieder Content! :-D

    Ihr seid aber auch sehr leicht zu demotivieren. Wie oft geht der Mensch eigentlich so am Tag an den Kühlschrank? Gibt es schon ne Kühlschrank-Cam? Es geht hier nicht um rationale Produktinformationen. Vgl dazu „Will it blend“.

  4. Vroni

    Juhu! Katzenkontent!
    ::
    ::
    ::
    ::
    Mrp!

  5. Patrick Breitenbach

    Ich fand es immer sehr faszinierend, wie unsere frühere Katze den Kühlschrank tatsächlich mit den Pfoten und einem gezielten Sprung öffnen konnte. Wäre ich mit Animationsfertigkeiten aber vor allem Zeit gesegnet, würde ich das umgehend in eine nette Geschichte packen.

  6. Andreas Rodenheber

    www001.upp.so-net.ne...

  7. The Kaiser

    @Vroni @Andres

    Darf ich euch dieses Buch empfehlen: Es heißt „Sticky Wisdom“ von „WhatIf?!“ Es geht darum, wie man Innovationen fördert und wie man aus kleinen und scheinbar verrückten Ideen großartige Geschäftsideen macht. Der Kerngedanke in diesem Buch lautet:

    1. Habe Respekt für die Idee und deren Erfinder – ein Idee ist zerbrechlich also gib ihr ein bisserl Respekt
    2. Offenheit und Unterstützung– Schamgefühle hindern bei der Ideenfindung
    3. Ein Freien Kopf (free mind) – nur ein freier, offener Kopf kann Kreatives hervorbringen
    4. Innovation kommt von Mut. „Embrace Failure“

    Ihr könnt vielleicht erahnen, warum ich euch dieses Buch empfehle.

  8. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Kühlschränke sind fast so intim wie Tagebücher. Gerade die Zusammenstellung sagt viel über den Allgemeinzustand des „Betreibers“ und hat Botschaftskraft. Die Neugier der Anderen tut ein Übriges, um den Kühlschrank-Blog zu einem echten Food Blog-Buster zu machen. Habt ihr euch schon gefragt: Was ist denn bei dem Kühl da in der Verpackung drin? Oder: Warum kann der seine Teile nicht mit Tupper stapeln? Oder: Ieh, das ess ich nicht mal theoretisch…
    Ihr merkt, da ist virale Power ohne Ende drin und bedient die natürliche Neugier, ohne vollständig indiskret sein zu müssen.
    Blogger dieser Lande, postet euren Kühlschrank:
    Hier ist meiner… :-)
    werbeblogger.de/medi...

  9. bernard

    Also ich bin gespannt, ob und was da raus kommt, bei diesem Aufruf. Ich sehe es halt bei weitem nicht so revolutionär. Es ist ein bisschen was von allem: Klassische Werbung, PR, Privat-Blogs, Unternehmensblogs, Guerilla, Viral (ob privat oder kommerziell initiert) – nenne es, wie du willst, am Ende ist es immer: Kommunikation.
    Doch niemand wartet auf Kommunikation aus Langeweile und sagt dann: Jö schau, da gibt’s eine Webseite über Kühlschränke. Leute (Durchschnittverbraucher) interessieren sich nicht für Kühlschränke, bis sie einen neuen brauchen. Es sei denn, mit dem Kühlschrank geschieht irgendwas Schräges. (Und das glaube ich fast, ist eure Absicht.) Dann ist es aber das Schräge, nicht der Kühlschrank an sich, das interessiert. Der Kühlschrank ist nur der Rahmen, die Bühne, der Teller, auf dem sich der Content abspielt. (Bei der angesprochenen „Will it blend“ geht es auch nicht primär um Mixer, sondern um die Zusammensetzung neuer Elektronikspielzeuge.) Oder er dient als Fetisch, als Konstrukt, als Requisite. (Die bereits erwähnte Reise mit einem Kühlschrank durch Irland.) Es wird interessanter, wenn auf die Eigenschaften des Kühlschranks eingegangen wird. Also eigentlich das, was jeder gute Werber macht: Er beschäftigt sich auch mal mit dem Produkt. Daraus kann dann viel entstehen, keine Frage, da fällt jedem mehr oder weniger Interessantes, Schräges, Absurdes ein. Z.B. die Kühlschrank-Cam.
    Medienhype um eine Webseite oder mehrere, Stichwort: Hommingberger Gepardenforelle de.wikipedia.org/wiki/Hommingberger_Gepardenforelle, das Google-Ranking-Experiment… alles schon mal dagewesen. Blogs sowieso.
    Die Undercover-Kommunikation gibt es in ähnlicher Form sicher auch schon – nur weiß man davon natürlich nicht (offiziell), sonst wäre es ja nicht mehr Undercover. (Vgl. Lobbying, PR durch Verbände).
    Nun, worauf zielt das Ganze ab? Gibt es ein Kommunikationsziel, außer viele Leute dafür zu begeistern? Oder ist das nur Selbstzweck? Ein Experiment mit offenem Ausgang? Ihr wollt anscheinend nicht wirklich was beweisen – außer, dass man Spaß daran haben kann. Das wiederum glaube ich, muss oder kann man nicht beweisen, weil diese Beweisführung dem Gedanken „Spaß zu haben“ zuwiderläuft.

  10. bernard

    derstandard.at hatte vor einiger Zeit ein Kühlschrank-Content-Posten-und-gewinnen-Gewinnspiel. Finde ich aber nicht mehr.

  11. Vroni

    @ THE KAISER

    „Ihr könnt vielleicht erahnen, warum ich euch dieses Buch empfehle.“

    Machma. :-D
    Aber du rennst offene Kühlschranktüren ein.
    Bin zertifizierter Ideamanager (Ralf Langwost, Creative-Ideamanagement), protz.

    Daher weiß ich auch, welche Barrieren es gibt. Und welche „wild horses“ besser anzustreben sind. Kreativität ist, die Norm zu durchbrechen und Zugänge und Zusammenhänge fürs Storytelling zum Thema von woanders zu holen als von da, wo man sie eher erwartet. Also nicht die Nähe suchen wie Teekanne – zum Teebeutel, sondern Teekanne und Fremdes wie Flugzeug, besser ist das. Oder was glaubscht, warum ich den launigen ungescheiten Eintrag oben verzapft habe…, wobei die Katze auch noch viel zu nah dran ist. Weil naheliegend, räusper.

    Das war eben ein Versuchsballon, ein door opener für des Werbebloggers Begehr. Never mind.

    Was als Methode meist nur von Damen anerkannt wird, die traditionell ja dazu neigen, bei Schweigen (es kam ja kaum Antworten zu dem Projekt) das Eis zu brechen und Kommunikation und Spinnkrom irschendwie, notfalls mit Selbstironie oder sich als dämlich hinstellend in Gang zu bringen. Männer missverstehen diese In-Gang-Bring-Methode leider häufig, weil sie eher imponieren wollen und versuchen dann, das kleine Icebreaker-„Depperle“ „aufzuklären“.
    :-D Cheeese
    ________________
    Don’t mention it.
    Aber 12 jahre Meeting- und Konfi-Erfahrung. Das stählt^^.

  12. Andreas Rodenheber

    Kleine Ideen, großartige Geschäftsideen? Tschuldigung, dass ich mich eingemischt habe, ich bin da wohl grad im falschen Meeting…

  13. Patrick Breitenbach

    Muss man eigentlich alles gleich mit irgendwelchen Grundsatzdisussionen ersticken? Ich hasse das.

  14. Vroni

    iech hase auch rundsaazdisputzionen, hicks

  15. Frank

    […] die Lösung […] … Manueller Trackback … Muhaha …

  16. Andreas Rodenheber

    Liegen Milch und Eier im Kühlschrank rum und führen ne Grundsatzdiskussion. Kommt der Kaiser und macht nen Schmarren draus. So geht das! :)

  17. Vroni

    Nach einer durchzechten Nacht erwacht Tony mit schwerem Schädel und dem unguten Gefühl, daß da noch etwas war … Genau. Diese Wette, die Küste Irlands gemeinsam mit seinem Kühlschrank zu umrunden. Als Tony startet, ist ihm ein wenig mulmig zumute. Doch er hat nicht mit dem Charme seines unternehmungslustigen Kühlschranks gerechnet, der die Herzen der Bevölkerung im Flug erobert.

    Geklaut, aber gut.

  18. Andreas Rodenheber

    Verdammt, Vroni, jetzt hast du ne Kerrygold-Butter in meinen Kühlschrank gelegt, und ich krieg die da nicht mehr raus…

  19. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Oah, Product Placement. DAS meld ich.

  20. Patrick Breitenbach

    Troll lass nach…

  21. Embracing failure. Again.

    […] I hope Neil will forgive me for stealing "embracing failure" but I need it. It sums up both my mood and a fundamental change in my character. While everything seems to be business as usual on "The Kaiser Edition" the whole concept of "The Black Operatives Department" is being slaughtered over at werbeblogger. […]

  22. Andreas Rodenheber

    Patrick, jetzt sei doch nicht so ungeduldig. Du musst uns schon ne Chance geben, es erst mal zu verstehen…

  23. Patrick Breitenbach

    @Andreas: Sorry Andreas. Das nervt mich momentan einfach tierisch. Wen das hier nicht interessiert, der kann doch wenigstens die anderen in Ruhe lassen, die daran vielleicht ihren Spaß haben und nicht immer gleich rampensauartig in die Kommentare einsteigen und andere durch Off-Topics vergraulen. Gerade als Ex-Werbeblogger dürftest dich doch noch daran erinnern, wie sowas manchmal wirklich nervt. (Wobei du eher versehentlich hier in die Schusslinie geraten bist)

    Und wer es einfach nicht versteht, der kann uns doch auch ganz „normal“ fragen oder? Aber ich fürchte, die Wissbegierigkeit hält sich bei manchen arg in Grenzen, ganz einfach weil sie meinen schon alles zu wissen. So kommt es jedenfalls oft rüber. Nicht geschimpft ist gelobt genug. Aber wem erzähl ich das.

    Ich bin jetzt echt an einen Punkt angelangt, an dem ich mich frage, ob der ganze Zirkus hier noch einen Mehrwert für mich bietet. Ich wünsche mir wieder einen kleinen Blog, auf dem ich wie früher Gedanken zu neuen Ansätzen und Ideen äußern kann und diese von anderen bereichert werden. Ich habe nix gegen Kritik, im Gegenteil ich liebe Diskussionen. Sobald das aber immer ausartet in Wortverdrehereien und Haarspaltereien da wird es mir zu blöd. Das frisst Energien, die ich momentan nicht habe.

    Das Schlimme ist ja, wenn es die Leute wirklich so stört, was ich schreibe, ja dann sollen sie um Gottes Namen halt einfach nicht mehr herkommen. Ich zwinge doch niemanden dazu meinen Rotz zu lesen.

  24. till

    patrick: jetzt schmoll doch nicht sofort.

    wartet doch erstmal ab was passiert, der aufruf ist doch noch nicht so lang her. vielleicht kann man das briefing auch noch etwas begeisternder gestalten. vielleicht kann man ja die kritik auch aufnehmen und überlegen, wie man das ganze konzept noch besser gestalten kann und welches thema noch faszinierender wäre. denn die aufgabe ist doch schon ein größerer aufwand – und wenn man für den eigenen spaß soviel aufwand in kauf nimmt, muss man von den möglichkeiten und dem thema wirklich begeistert sein.

    macht ihr eigentlich selbst mit? ein rollenwechsel kann ja auch mal ganz interessant sein :)

  25. Patrick Breitenbach

    @till: Ach schmollen ist glaube ich übertrieben. Nennen wir es Leidenschaft. :-) Jedenfalls genau DIESE Diskussion wollten wir an der Stelle eben ausnahmsweise mal nicht führen. An anderen Stellen mehr oder weniger immer wieder gerne. Aber hier wollten wir uns nicht rechtfertigen, sondern ausprobieren. Laufen lassen und nicht jede 5 Sekunden anhalten und hinterfragen wo da der ROI etc. ist. Darüber reden (und gerne darüber herziehen) können wir/ihr danach immer noch. Aber jetzt bitte erstmal einfach laufen lassen. Danke.

    PS: Ich will auch gar nicht, dass JEDER mitmacht. Schonmal daran gedacht? :-)

  26. Seb

    Interessant ist immer das, was man draus macht.
    In einer Agentur kann man ja auch nicht rumsitzen und bei jedem zweiten Briefing sagen: Och, das ist jetze aber nich so interessant, die Aufgabe, habt ihr nicht ’n bissi was spannenderes?
    Natürlich ist es freiwillig und da wünscht man sich gerne mal etwas Spaß. Denn gerade weil es nicht so leicht ist, etwas lustiges für einen Kühlschrank zu machen, ist die Aufgabe doch reizvoll und erfordert ein bisschen mehr querdenken als „mach was lustiges für Automarke/Kondommarke/etc.
    Hätte ja auch weitaus schlimmer sein können. Activia oder NIVEA Q10.

  27. Patrick Breitenbach

    @Seb: Danke.

    Noch ein Tipp: Es geht nicht im speziellen darum etwas besonders lustiges zu machen. Es geht darum Content für ein – naja auf den ersten Blick scheinbar schwer begeisterungsfähiges – Produkt zu erstellen, dass andere Menschen irgendwie begeistert/anspricht was auch immer. Ziel ist nicht (nur) der Massengeschmack, Ziel ist die Kreation an sich. Also wann hat man schonmal so viel Freiheit als Kreativer? Also ran jetzt! (jedenfalls diejenigen, die Bock haben)

    Letzter Tipp: Lasst euch ruhig Zeit. Deadline ist 25.2.

  28. philipp

    „zertifizierter Ideamanager“ ich lach mich tot

  29. Vroni

    @ phillip

    Nur soviel, weil wir nicht OT sein sollen:
    War Selbstironie, mit dem „protz“ dahinter, Dummerle. Aber sehr viel Humor und Erkenntnisfreude scheinst ja nicht zu haben.

    (Da war ich. Nix zum totlachen, könnten einige strukturelle Analphabeten aus der Werbung bitter gebrauchen:)
    ideamanagement.com/c...

  30. philipp

    @vroni

    Was du aus 6 Worten so rauslesen kannst.
    Das totlachen war eigentlich nur auf die Begrifflichkeit bezogen, nicht auch dich oder wem auch immer.

    Nimms nich so persönlich Vroni!

    P.s. Ich bin vielleicht nicht grad ne Humorbombe, Humor habe ich aber alle mal, und warum du jetzt hier mit Erkenntnisfreude kommst frage ich mich grad ehrlich gesagt.
    Musst ja nicht gleich beleidigt sein ;-) Schönen Tag noch

  31. Vroni

    @ philipp

    „Was du aus 6 Worten so rauslesen kannst.“

    Ha, kannste mal sehen.

    Ich nehm nix persönlich.
    Die Begrifflichkeit ist full ack, du kriegst dort tatsächlich anschließend ein Zertifikat. Will aber jetzt hier keine weiter Werbung dafür machen, sonst krieg ich Mecker.

    Ideen sind keine Sache, die einem nur immer passiv zustoßen, jedenfalls kann und soll man tatsächlich managen, vom Ideenkeim an bereits. Managen heißt, die Ideenkeime schützen, zum Reifen bringen, sie z. B nicht zu früh Leuten präsentieren (Hauptfehler), die dann wg. der „Unperfektheit“ den Präsenter abschießen wollen, den Ideenkeim nicht erkennen und dabei die Idee mitkillen. Ein beliebtes Machtspiel in meetings.

    Ich kann Patrick nur unterstützen mit seiner Idee der kreativen Schreibwerkstatt und dem offenen kreativen Prozess. Sie ist ein sehr offenes Projekt und weniger auf Effectivenes getrimmt (wie bei Ralf, der muss), sondern offen und ungerichtet. Damit haben wohl die meisten in D Probleme, weil sie das Offene nicht schätzen können, Ideenkeime und eine schöne Sprache kaum mehr erkennen und lieber pseudocool „Abschießen“ spielen.

  32. The parable of the certificate.

    […] when I do ask myself just what on earth I’m doing here. Yesterday was such a day. One of the comments from yesterdays little debate reminded me of why Germany has fallen behind a little in terms of international innovation; the […]

  33. Vroni

    Zu seinem Trackback
    Sachma! THE KAISER tut sich auch recht schwer mit selfirony. Mach dich mal locker, Mann.
    Aber was solls.

  34. ramses101

    @The Kaiser: Nicht alles, was lizensiert genannt wird, ist auch lizensiert. Eher im Gegenteil. Ist so ein deutsches Ding. Wir können uns auch über uns selbst lustig machen. Aber da auch das Lustigmachen, insbeosndere die ironische Überzeichnung, auf einem wahren Kern beruht, wird es vielleicht von außen nicht immer erkannt.

    MfG

    ramses101, lizensierter Werbeblogger-Schlichter

    PS: Kühlschrank-Content mach ich mit.

  35. Patrick Breitenbach

    @ramses101: Der letzte Satz hat dich vor einer Off-Topic-Rüge gerettet! Ich bin gespannt :-)

  36. Sebastian Keller

    schriftstellerwerden...

  37. Is Being A ‘Certified Ideas Manager’ Just Another Way Of Saying You’re An ‘Unimaginative Corporate Sheep’? « The Musings Of An Opinionated Sod [Help Me Grow!]

    […] is a Trojan horse post – something created for no other reason than to make one person smile, and a whole lot of others moan! RSS feed for comments on this post. TrackBack URI Blog at WordPress.com. […]

  38. ramses101

    Du willst Kühlschrank-Content? Du kriegst Kühlschrank-Content:

    kuehlschrankblog.blo...

  39. Black PsychOps Department Germany: Der 23-Effekt | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Black PsychOps Department Germany: Der 23-Effekt

    […] Unsere Agenten im Außdendienst berichten von immer mehr Sichtungen in Bezug auf unser Dossierthema Kühlschränke. […]

  40. Vroni

    Sprache erschafft Wirklichkeit. (Roland Kopp-Wichmann), siehe auch sein Beitrag zu werbeblogger.de/2007...

    Daher auch meine Frage/bitte:
    Muss man das gewünschte Schreibergebnis ehrgeiziger Adepten unbedingt Content nennen? Ich halte hier den englischen Sprachgebrauch für fatal.

    Content = Container?

    Ein Schreiber = Content-Lieferant? Agent?

    Wo bleibt: Inhalt, Gehalt, echte Idee. Steckt in „Content“ nicht drin.
    Das Internet hat so wenig echten Inhalt, aber soooviel useless Content.

    Nachdenklich
    ___________________
    Bin nicht immer gegen Englisch. Aber hier schon. Gewaltig.

  41. Patrick Breitenbach

    Die Bestimmung was relevant ist und was nicht, kann sicherlich niemals eine Person bestimmen. Leute die jeden Content im Internet als Müll einstufen, haben das Internet leider immer noch nicht ganz verstanden.

  42. Vroni

    Es gibt einfach Worte, die Etymologien aufweisen, die in Richtung „ungünstig besetzt“ gehen, bastapasta. Du Hirnforscher du :-)
    Das hat mit Internet verstanden oder nicht verstanden überhaupt nix zu tun.

    Schönes WE

  43. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Pedde: Ich geh sogar noch weiter und sage: Es gibt gar keine objektiv „relevanten“ Inhalte…Das macht ja grad den Charme und zugleich den hohen Nerv-Faktor aus, je nachdem, wo die jeweiligen Interessen und Aufmerksamkeiten liegen.
    Auch noch ganz interessant in dem Kontext:
    de.wikipedia.org/wik...

  44. Patrick Breitenbach

    @Roland: Genau das meinte ich damit :-)
    Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Over and out, um im Englischen zu bleiben.

  45. Patrick Breitenbach

    Ach ja. Wenn Vroni mit Pasta runmwirft halte ich besser mein Maul zu.

  46. Steffen

    Oh, ich sehe, mein Trackback ist nicht angekommen. Daher manueller Link zum Kühlschrank-Bastelbogenset: steffen-persiel.de/2...

  47. Michael Reifen

    Hallo,

    bin durch Zufall hier gelandet.
    Bei den Ganzen Kommentaren hier wird einem Richtig warm ums Herz.

    gruß

    Michael

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