27.01.08
22:37 Uhr

The Art of Schwart

[inspic=115,,fullscreen,590]Während wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen, bei der Frage, was denn nun gute Werbung sei, halten wir doch einfach einmal kurz inne und zäumen die Kuh -ähh- das Pferd einfach mal von hinten auf. Wir definieren ab sofort nur noch, was schlechte Werbung ist. Ich glaube, liebloser, gruseliger und appetitverderbender kann man einen Schweinebauch nicht gestalten. Übrigens jetzt dürfte wohl jedem klar sein, warum diese Art der Handelswerbung in unserer Branche überhaupt “Schweinebauch” genannt wird. Möge das Frühstück bekommen, ich hol mir mal eben ein paar Tomaten im Glas.

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38 Kommentare

  1. hurz

    im gegenteil, ich glaube das funktioniert hervorragend. was ja das ausschließliche kriterium für gute/schlechte werbung ist. haushaltsvorstände/innen die nachmittags zwischen zwei gerichtssendungen die wurstpreise vergleichen sind zahlreicher als wir in unseren ironieebenenumpanzerten bohèmischen web-2.x-elfenbeintürmchen so glauben. 1,89 der schweinebauch haste gesehn heinz?
    es _geht_ überhaupt nicht branchengerechter und zielgruppengerechter als so.

  2. Patrick Breitenbach

    @hurz: Nichts gegen den Schweinebauch an sich. Das weiß ich aus eigener Erfahrung auch, dass der in der Regel sehr gut im Handel funktioniert. Aber bitte nicht so wie oben!

  3. hurz

    aber sind die nicht _immer_ eklig? :)

  4. Roland Kühl-v.Puttkamer

    man kann auch eine Fleischauslage ins “richtige Licht rücken”, so dass allenfalls Veganer sich immer noch abwenden…

  5. AnzeigenSpezialist.de

    Da kann ich mich “hurz” nur 100%ig anschließen. Es funktioniert – und das zählt. Bekanntlich muss der Regenwurm nicht dem Angler schmecken – die versuchen ja auch alle Designtricks aka Kunst(liche)Köder, um den Fisch aus der Reservere zu locken – und oft greifen Sie am Ende wenn nix klappt lieber wieder zur fetten Made oder zum Glibberwurm. Also – nichts gegen schönes Design und Layout – aber nicht jedes Vereinsbladle muss von einem Editiorialdesignprofessor gesetzt werden – und Schweinebauch-Printbeilagen schon 10x nicht.

  6. Bastian

    Also wesentlich abstoßender finde ich ja die Putenhälse und die lecker Schweinezunge für nur 2,09€ das Kilo. Bis her war mir sogar die Existenz von Putenhälsen gänzlich verborgen geblieben.

    Aber die Anzeige an sich…ist eben gute Hausmannskost, ich glaub die billige Aufmachung zieht bei der “Hausfrau”.
    Ob die “gemeine Hausfrau” sich aber auch der Hochglanzanzeige der Feinkosttheke der Galleria Kaufhof widmen würde?

  7. stefan3eich

    Wobei die “Putenoberkäule” orthografisch gesehen der Existenz von Putenhälsen in nichts nachsteht.

  8. Armin

    Ist schlechte Werbung etwas das keinen Designpreis oder Goldenen XYZ gewinnt? Etwas das der eingebildete und ueberkandidelte DesignAppleMacUserMarketingLatteTrinkerFuzzyAesthet als schlecht definiert weil es nicht seinen Anspruechen an Schoenheit oder Coolness genuegt?

    Das ist mir ein bisschen zu wenig.

    Was genau an dem Teil funktioniert nicht und warum ist es darum weniger effektiv? Wie waere die Beilage/Anzeige besser gestaltet und viel wichtiger warum waere sie dann besser im Erreichen der Ziele des Supermarktes?

  9. Patrick Breitenbach

    Horizont Markt ist was nochmal? Jeder Lidl, Aldi, Edeka whatever schlägt das Teil um Längen, weil Aldi, Lidl mittlerweile aus dem reinen Discounterstatus raus sind. Aldi macht Schweinebauch mit Anspruch und das wirkt sich positiv auf die Marke aus. Also Frage: Ist das billiger als die “Marken-Discounter”, die auch Bioprodukte in Super-Prospekt-Ambiente anbieten? Ach ja hier hat man ja auch den Einklinker “Qualitätsfleisch” reingedonnert.

    Die Fotos sind einfach nur abstoßend und der Rest des Layouts (undefinierbarer Sumpfhintergrund, Flacker-Stern-Preise und Überfüllschatten) unterstützt das noch. Sorry im Zuge von Vogelgrippe, Schweinepest und Rinderwahn möchte ich wenigstens, dass mir das Produkt Frische vorgaukelt. Es ist abstoßend, billig hilft nicht, wenn Aldi ein paar Cent teurer ist und Super-Aussehendes Fleisch feilbietet.

    Also nochmal: Schweinebauch ja, aber auch der will gekonnt sein und zur Marke passen. Schweinebauch ist das gedruckte Schaufenster für Supermärkte. Ich bin mir nämlich wirklich nicht sicher, ob der “Horizont Markt” wirklich wie ein versiffter Ramschladen wirken möchte – aber das tut er halt mit der Anzeige.

    Bessere Gestaltung: Bessere Fotos (oder teilweise verzichten), Ruhigere, reduziertere Anordnung, Preise zwar rabiat aber leserlich, Logopltazierung kombiniert mit Adresse, Hintergrundbild austauschen oder weglassen, Überfüllschatten weglassen)

    Man kann auch für “preiswert” werben ohne “zu billig” zu wirken.
    (Habe jahrelang Handelswerbung für diese Rabatt-Möbler gemacht)

  10. Vroni

    Hals und Zunge sehen doch gold aus! :-)

    Was würdet ihr sagen, wenn Kutteln abgebildet wären? Laut der obergemeinen Edelhausfrau Siebeck (ZEIT) sind Kutteln (Kuheuter) DER Feinschmeckertipp.

    Die Farben blau und gelb sehen ebenfalls richtig schön billig aus. Muss ja, das Zeug ist ebenfalls billig* (Gesetz der Kongruenz).
    Es funktioniert, leider. Für die Zielgruppe der hartgesottenen Einkäufer.

    *Übrigens viel zu billig. Das ist eigentlich das Problem. Fleisch müsste um einiges teurer sein. Besser weniger Fleisch essen, dafür gutes. Das scheint im Moment leider noch an der der Fleischesser-Klientel vorbei zu gehen. Das ist das was mich persönlich an dieser “Schweinbauch-Anzeige” stört. Als wenn sich seit den 60ern (Fresswelle) nichts geändert hätte. Wird dazu wässriges PSE-Fleisch sein, in Photoshop nochmal dunkler nachgefärbt. Wenn er gutes Fleisch bewerben müsste, das dann auch teurer wäre, würde der Profi ohne lange zu überlegen sehr wohl edlere, gedecktere Farben nehmen, eine dezenter Typo und die Produkte wertiger abbilden. Und mehr Weiß.

    Transfer: Für eine Würstchenbude sollte man auch kein Edellogo bauen.

    ______________________________________
    Apropos Mingas Schweinebauchagenturen:
    the-missinglink.blog...

  11. hurz

    das ist ein wahnsinnig interessanter aspekt, vroni. yep. ich hatte mal ein prospekt von einem sehr guten, sehr teuren rindfleisch-versand (es gibt alles.), sah aus wie von einem weinhändler.
    womit wir bei der frage sind, ob so ein ehrlicher, hässlicher schweinebauch, der rückschlüsse auf kunden und unternehmen noch zulässt, nicht besser ist, als wenn sich die gleiche klitsche in einem anfall von größenwahn stylishe und kreative werbung kaufen würde. was uns zu einer grundsatzdiskussion über das ideenwettrüsten mancher werbeagenturen führen könnte- zumindest in diesem feld (vergleichbare, alltägliche produke, keine ‘marken’ im sinne emotionaler bindung etc)

    @pbreitenbach: den prinzipiellen unterschied von dem machwerk da oben zu einem solchen mit gut ausgeleuchteten, freigestelten und betexteten innereien drauf seh ich irgendwie nicht, und auch ein kartoffelsack bleibt doch ein sack kartoffelnkartoffeln.

  12. Patrick Breitenbach

    Ich würde eh völlig auf Abbildungen von Rohfleisch verzichten. :-)

  13. Patrick Breitenbach

    Aber um auf die Frage zurückzukommen:

    Alles eine Frage, was denn der Kunde möchte, bzw. was seine Ziele sind. Will er besser sein als Aldi? Wen will er genau ansprechen. Was unterscheidet ihn zur Konkurrenz. Dann erst wird – wenn nötig – ein Schweinebauch gemacht, der eben zu den Zielen passt.

    Wilde Ideenwettbewerbe entstehen dann, wenn der Kunde nicht weiß wohin er will.

    Wenn das Ziel hier lautet: Ramschiger sein als Aldi & Co., dann hat es die Anzeige sicherlich eschafft.

  14. mr.jay

    Da ruft selbst der Fisch “PFUI”.

  15. schaeferstunde

    Schweinebauch ist eben Schweinebauch, da beißt die Maus keinen Faden ab. So eben auch hier.

    Was ich aber fantastisch finde und für mich gänzlich neu:
    Es gibt Vodka in Dosen.

  16. Andreas

    Ich hatte mit Kunden schon Diskussionen über ein ähnliches Thema – Verpackungen – mit einem ebenso spannenden Ergebnis:

    Das Marken(design)bewusstsein der Konsumenten scheint so ausgeprägt zu sein, dass sie automatisch zu einem “billig” gestalteten Packung greifen, wenn sie günstig einkaufen wollen. Soviel zur Praxis. Dazu würde ich gern auch mal ‘ne Studie lesen. Hat da jemand einen Tipp!?

    MaW: Wenn am Ende des Tages alle Gänsehälse verkauft sind, wäre es aus Marketingsicht unlogisch, mehr Geld für Design auszugeben – vorausgesetzt, man hat duch Testballons herausgefunden, dass schönes Design (was das auch immer heißt im Fleischthekenbereich) nicht mehr Käufer anzieht.

  17. PAMELA IST VEGI

    TOTES TIER AUS PERVERSER MASSENTIERHALTUNG KANN MAN GAR NICTH BESSER ABBILDEN – FEHLT NUR NOCH DIE FLÄSCHEN ANTIBIOTIKA UND ANABOLIKA DANEBEN

  18. ramses101

    Schweinebauch muss nicht lecker sein. Schweinebauch soll sagen: Das haben wir und das kostet es. Dafür braucht man keine Agentur, da reicht tatsächlich der Neffe mit Computer, der das “mal schnell machen kann”.

    Was ich aber ganz zauberhaft finde, ist, dass da tatsächlich Schweinebauch angeboten wird. Kann mir mal jemand sagen, was man damit überhaupt machen soll? (Auch wenn ich mich damit vielleicht als Werber-Prosecco-Toskana-Schischi oute)

    PS: Der Wodka in Dosen ist eigentlich Wodka in Flaschen. Nur etwas *hüstel* ungünstig abgebildet.

  19. The Kaiser

    Horizont?

  20. franz

    schweinebauch-werbung hat einfach marktschreier-charakter. richtig, es geht nur darum zu sagen “das haben wir gerade im angebot und DAS kostet es”. Brachialreklame, eben. weit entfernt von schön. auch wenn’s nur schweinebauch ist, leute: das geht doch besser!!!

  21. Patrick Breitenbach

    @franz: Danke.

    Ich wiederhole meine Fragen:
    Wieso setzten Billig-Discounter wie Lidl, Aldi etc. nicht mehr auf diese Art der hässlichen, billigen Darstellung? Denn ihre Haupt-Überzeugungskraft ist tatsächlich der Preis (und Kunden gehen auch dahin weil es billig ist).

    Ich sag ja nicht, dass man als kleiner Tante Emma Laden gleich eine große Designagentur beauftragen muss, ein freier Layouter, der das “Setzen” ein wenig gelernt hat, reicht da schon vollkommen aus.

    @Andreas: Diese Studie ergeben nur dann einen Sinn, wenn die Produkte der Billig-Verpackungen alle teurer wären als ein Produkt mit Nobel-Verpackung. Ich glaube es geht eher darum die “Premium-Marken” mit diesem Argument zu schützen. Wenn ich ein Markenprodukt sehe, was preislich billiger gekennzeichnet ist, bevorzuge ich das auf alle Fälle, da sich der Kunde im Supermarkt sicherlich zuallererst am Preisschild orientiert.

  22. ramses101

    Wieso setzten Billig-Discounter wie Lidl, Aldi etc. nicht mehr auf diese Art der hässlichen, billigen Darstellung?

    Tun sie aber doch. Mit Horizont hast Du lediglich einen Vertreter gefunden, der noch einen Tick weiter geht ;-)

    Übrigens hab ich gerade erst gesehen, dass das mitnichten (wie ich dachte) in Eigenregie passiert ist, sondern von einer “Agentur” “gestaltet” wurde, die sich auch noch als Absender angibt: flyerexpress24.de/

  23. Patrick Breitenbach

    @ramses101: “Tun sie aber doch. Mit Horizont hast Du lediglich einen Vertreter gefunden, der noch einen Tick weiter geht”

    Das meinst du jetzt aber nicht wirklich ernst oder?

    Also sorry, aber jetzt muss ich wirklich mal den Schweinebauch von Lidl und Aldi in Schutz nehmen. :-)

  24. jackson

    du stehst doch eigentlich auf kreation dieser niveaustufe, patrick!?

  25. Patrick Breitenbach

    Richtig, action jackson. Erstaunlich wie gut du mich kennst.

  26. ramses101

    Doch, das meine ich ernst. Aus Gründen habe ich mich vor einiger Zeit sehr eingehend mit diesem Mist beschäftigen müssen. Aldi kommt lediglich in einer halbwegs einheitlichen CI daher – das macht es aber nicht besser*. Die Bilder sind unter aller Sau, die Gestaltung ist eine Katastrophe. Von logischem Aufbau so weit entfernt wie ein durchschnittlicher Chuck-Norris-Film.

    Die einzigen, die es halbwegs hinbekommen, sind die Schweinebauchgestalter von Edeka.

    *wobei ich leider zugeben muss, dass es funktioniert: Pack ein Produkt in dei Schweinebauchanzeige, und es wird verkauft. So viel zum Thema “gute Werbung ist, wenn sie verkauft” ;-)

  27. Vroni

    Nachtrag @ alle:
    Von meiner Seite aus gesehen kann Schweinebauch nicht hässlich genug sein. Flyerexpress24 muss da noch an sich arbeiten :-)

    Nur dann wird einem halbweg Sensiblen mit Besinnung klar, was das für Schrott ist, den man kauft. Schweinehack für 1,99 das Kilo, ich glaub mein Schwein pfeift. Nieder mit den Billigfleischmästungen und den deutschen Schweinefabriken in Westfalen (Deutsches Qualitätsfleisch, aha) oder sonstwo da oben, die Tiere werden es uns danken.

    Ich bin in einem kleinen Bauernhof aufgewachsen, da weiß man, wie Fleisch wirklich zu schmecken hat. Wenn man denn kein Veganer ist.
    Der Geschmacks-Unterschied ist jedenfalls gigantisch, nur wird das der Durhschnittsbilligkäufer nie erfahren. Denn Essen ist in Deutschland keine Sache, an die man mit Bedacht und Genuss rangeht. Deutschland ist ein Autofahrerland, da steckt der deutsche Konsument sein Geld rein. Was man frisst, kann man ja nicht sehen, man kann kaum damit protzen – außen hui, innen pfui. Kochen guckt man im TV, aber selber kochen tun die wenigsten. Daher haben sie auch keine Ahnung, welchen Preis gute Zutaten haben müssen, wie sich gute Sachen anfassen müssen, wie sei riechen müssen, kein Gefühl dafür, was Frische der Waren ausmacht.
    (Garantiert nicht die rote Farbe, da gibt es Tricks de Händler.)

    Ein Auto wird gesehen. Daher schauen die Autoprospekte auch tausendmal besser aus als alle Lebensmittelbeilagen, ob von Aldi, von Rewe, oder einem Ochsenfurter Markt.

    Ja Patrick, man hätte diese Beilage besser machen können.
    Mir ist es jedoch lieber so^^, denn so was wie da oben muss Protest auslösen.

  28. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Vroni. Word. In keinem anderen westeuropäischen Land wird so wenig Haushaltsgeld für Nahrungsmittel ausgegeben. Und Fleisch kann sooo lecker sein. (Bitte kein Veganer-Bashing jetzt ;-) )
    Zurück zur “Fleischpräsentation”: Besonders crazy finde ich die durchaus of anzutreffenden Garnituren rund ums Fleisch. So künstlich-grüne Plastik-Petersilie u.ä. Sagt alles!!

  29. ramses101

    @Vroni: Vollste Zustimmung.

    @Roland: Fehlt eigentlich nur noch der Hinweis “Serviervorschlag”. ;-)

  30. Vroni

    Wenn man in Minga auf dem Viktualienmarkt spazierengeht, hängen da aber in echt auch Dinge, wo empfindliche Gemüter streiken: Wildgeflügel, wo der Kopf und der Hals und die Füße noch dran sind (damit man die Frische erkennt, ähnlich wie mit den Augen der Fische). Zungen, all das. Aber auch fertig gehobelte Rüben im Fass, sieht auch nicht besonders aus…
    Kein Edelfotograf kann gerupfte Viecher mit Pfoten dran so fotografieren, dass ungeerdetete Zimperliesen keinen Kreischanfall kriegen. Der Tod sieht halt mal so aus.

    Der Franzose ist da genau andersrum wie wir: Weniger “eeklig!” ui und iiieeh, weil er weiß, das gehört einfach dazu, so sehen die Dinge der Nahrungskette halt aus, wenn sie gerupft und roh geschnitten sind. Und gut abgehangenes Rindfleisch muss Hautgoût haben (scho a bissi möcheln). Der echte Feinschmecker ist eher unzimperlich.

    Was mir hier in D auffällt: Wir De sind sauzimperlich, was die “brutalen, rohen Dinge des Lebens angeht, gleich Geschrei. Aber sehr unzimperlich, sie sofort zu verfälschen und so verfremdet zu kochen, das man nicht mehr weiß, was das war. Angst vorm Tod? Welcher Püschologe weiß Rat. Die Präsentation von Fleisch im Supermarkt geht in diese Richtung: In der Plastikschale unter glänzender Folie, künstlich gerötet, und beim Steak fehlen die leicht gelblichen Fettadern (sind aber wichtig). Plastikpetersilie und Plastikzitronenscheiben fehlen noch im Moment, diese Deko der Fleischschalen kommt aber garantiert noch.

    Mich würde echt interessieren, no kidding, wie in Frankreich solche Schweinebauch-Verkaufsbeilagen aussehen. Mit rohen Schnecken drauf abgebildet? Irgendjemand hier, der zwischen Freiburg und Strassbourg pendelt? Lausanne (Schweiz) ginge auch noch.

  31. Andreas

    Vroni rulez!

  32. Vroni

    Bin ich etz Fresspapst.

  33. Töfflibueb

    @Vroni: Wo ist “hier”? Im Übrigen glaube ich (als Schweizer), dass Lausanne noch nicht genügt. Irrtum vorbehalten gibt es in der Schweiz nichts jenseits von Aldi angesiedelt ist. Und dem Rest unterstelle ich, dass sie aus der Deutschschweiz gelenkt werden (ausser vielleicht Migros, welche in verschiedenen, regionalen Genossenschaften organisiert ist)

    Aber als Anschauungsmaterial:
    migros.ch/FR/Regions...
    denner.ch/fr/aktione... (Fleisch auf Seite 2)
    spar.ch/contento/Por...

    Am meisten Gas gibt dabei noch Denner: Fleisch auf Holzbrett mit Tomate und Peterli. Die anderen gestatten sich maximal das Peterli oder Thymian bei Migros. Der Beitrag der originär aus dem Welschland kommt (Migros-Genossenschaft Neuchâtel-Fribourg) hat diese Woche “nur” Rindsfilet im Angebot. Gezeigt wird meist einfach das nackte Fleisch, allerdings ein bisschen steril wie ich finde (was wäre die Alternative?).

    Ich für meinen Teil kauf Fleisch sowieso nur beim Metzger. Dann gibt’s weniger häufig Fleisch, dafür auch weniger häufig Schuhsohle.

    Gruess

  34. Töfflibueb

    P.S.: Die Preise verstehen sich in Schweizer Franken (inkl. 2,4% Mwst)

  35. Vroni

    @ Töfflibueb

    Danke für den Beitrag, Grüße in die Schweiz!
    Sehr interessant.

    Die Links:
    Auch hier ist das Fleisch sehr blass und seltsam, oddr? Also genauso schlecht und unknackig fotografiert wie bei den deutschen Kollegen (oder waren es wieder die deutschen Kollegen, habe läuten hören, dass grafische Leistungen verstärkt aus D eingekauft werden, da D in punkto Werbedienstleistungen für Schweizer langsam ein interessates Billiglohnland wird^^. Immerhin haben sie meist sauber auf Weiß freigestellt, bis auf einmal auf dem Brettl.

    Denn alte Leier für den homo erectus graficus: Weiß putzt, dem das kontrastarmen und schlecht abgelichteten Produkt hilft es… etwas. Auch wenn Weiß etwas steril wirkt, da hast du Recht.

    Die Alternative?
    - Besser und knackiger fotografieren.
    - Vor allem bessere Produkte als Fotovorlage.
    - Gebratenes fotografieren?

    Gutes und schmackhaftes Schweinefleisch IST nicht blassrosa. As hat die Hausfrau hier in D aber leider oft im Kopf (“gelernt”, weil es fast nichts anderes und keinen Vergleich gibt). Es ist sattrot, die Fettmaserungen sind weiß. Gute Kontraste. Schrumpft nicht beim Braten.
    Hier ein Beispiel:
    oekolandbau.nrw.de/i...

    Wenn den Fotografen aber blassrosa, glitschige, wässrige Stücke vorgelegt werden, kann der auch nicht zaubern. Die Lösung sind: bessere Produkte und ein guter Foodstylist. Und Prospektfarben, die besser dazu passen. Das ARAL-Tankstellenblau von Flyerexpress24 passt eben nicht, es schmeckt nach Benzol. Ist man so entästhetisiert (aisthesis = die Wahrnehmung), dass das keiner mehr merkt?

    Das flyerexpress24-Werk von ganz oben hätte also deutlich mehr Weiß statt dieses Gift-Blau vertragen können. Blau ist KEINE Lebensmittelfarbe, man sollte auch keine komplett blauen Teller haben. Doch anscheinend gibt es beim deutschen Mittelstand den unheilvollen Drang, den ästhtischen Weißraum complètement zu vernichten, wahlweise mit Beidderle (euer Peterli), falls Weiß durchschimmert.

    “…gibt es in der Schweiz nichts jenseits von Aldi angesiedelt ist. ”

    Meine Tochter ist ab und an in der Schweiz unterwegs (Basel, Zürich) sagt das auch. Sie hat mir bestätigt, dass man dort unten Billig-Discounter nicht mag, weil es so hektisch, nervig an deren Kassen zugeht. Dem gehe der Schweizer aus dem Weg, weil er sich dort nicht wohlfühlt. Er neige zur Bedächtigkeit. (Nicht auch, ist nur koportiert. Finde Bedächtigkeit ja auch schön.)

  36. Vroni

    Seltsam, es hat den Link auf das Vorbild-Fleisch zerlegt:
    Ein nochmaliger Versuch:
    oekolandbau.nrw.de/i...

    Wenn nichts geht, den Link zusammenbauen (Leerstellen rausmachen und händisch eingeben)
    oekolandbau. nrw.de/img/09_vermarktung/03_handelsstaetten/255×193/schweine
    fleisch_zerlegt_ts.jpg

  37. Alex

    Das der Link kaputt ist, liegt wohl mehr daran, dass WordPress oder irgendein Filter alleinstehende Xe in das (typografisch an sich korrektere) Multiplication Sign (×) verwandelt. Im Text sicherlich sinnvoll, in Links eher hinderlich.

  38. Werbung als Entscheidungshilfe? | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Werbung als Entscheidungshilfe?

    [...] Man sollte die Wirkung von Schweinebauch-Wurfsendungen oder Beilagen nicht unterschätzen…und sowieso auf die Analyse von 2007 warten und die [...]

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