10.01.08
14:04 Uhr

Frage an die mitlesenden Frauen: Spot zu Gebärmutterhalskrebs

Als Mann kann ich mich natürlich nicht in die geschlechterspezifische Situation hineinfühlen, daher frage ich einfach mal in die Runde an die wenigen mitlesenden Frauen. Spricht euch der Spot an bzw. motiviert er euch, entsprechend zu handeln?

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Kleine Bemerkung von mir zur Machart. Am Ende soll diese Petition mit Hilfe der “viralen” Spots unterstützt werden. Entweder dauerhaft einblenden oder einen wesentlich prägnanteren URL-Namen finden, denn der Spot an sich ist schon ziemlich lang, so dass das Aufmerksamkeitspotenzial am Ende wohl kaum noch zur Speicherung der ellenlangen URL reichen wird. Aber wer weiß, vielleicht können sich Frauen solche Sachen auch besser merken…

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22 Kommentare

  1. latita

    boah, warum nicht eine url mit noch ein paar x’en und y’s drin?
    Ich finde des Spot überhaupt nicht ansprechend. Billig gemacht und vermittelt mir zumindest das Gefühl eines Krankenhauses in Sibirien.. der Eche nach der Stimme und so.

    Wird nicht sowieso beim FA ab und zu ein Abstrich gemacht?

  2. Claudia

    Ich kann latitia nur zustimmen. Ich finde den Spot nicht sehr aussagekräftig. Ich glaube aber, dass der Spot eine andere Gruppe von Frauen anspricht als man sie vielleicht in Deutschland findet. Eine Gruppe von Frauen die sich scheuen zum Arzt zu gehen. In Deutschland bleibt einem als verhütende Frau nichts anderes übrig als sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Ich denke die Untersuchung verursacht in vielen anderen Ländern Angst. Deswegen finde ich die Aussagen den Spots durchaus nützlich. Die Machart ist allerdings ein bisschen fad. Da hätte man ruhig etwas mehr schockieren können…meiner Meinung nach. Bei der Einblendung der URL habe ich erst gedacht, dass der Spot eine Verarsche wird und musste lachen. Diese Wirkung war bestimmt nicht von den Machern beabsichtigt.

  3. Patrick Breitenbach

    Zur Info: Es ist eine europäische Kampagne. Also ist Deutschland definitiv mit inbegriffen. Wäre natürlich interessant die einzelnen Kulturcodes der europäischen Länder zu diesem Thema abzufragen. ich fürchte allerdings, dazu war das Budget zu knapp.

  4. latita

    Na man hätte doch wenigstens einen warmen, schallgedämpften Raum nehmen können. Nettes Ambiente usw. Dazu kommt, dass mir die gegensätzlichen Rollen ein wenig unklar waren. Die “Russin” soll anscheinend was dagegen haben? Mut macht mir der Spot jedenfalls nicht.

    Es gab doch im Fernsehen mal einen Spot, der auch zu irgendeiner Krebsvorsorge aufrief. Da hätte es mich fast vom Hocker gerissen.

    Und die website… da hätte man etwas gängigeres nehmen müssen. Der Begriff “cer…” lese/höre ich zum ersten Mal und kann ihn mir daher auch nicht merken

  5. Meg

    Die grundsätzliche Idee befürworte ich, allerdings ist die Umsetzung der guten Ideen ziemlich dürftig. Der Spot ist sehr langatmig, ich finde sehr viele Sätze vor, die ich erst sortieren muss, während ich den Spot schaue, denke ich bereits zuviel darüber nach, worüber es handeln KÖNNTE, denn die Brücke wird erst zum Schluß geschlagen und das auch noch recht .. holprig.

    Da dies eine europäische Kampagne ist, hätte man auch etwas mehr auf Europa eingehen können. Klar, man nimmt eine Bulgarin/Rumänin (sorry, ich bin nicht sicher, welche Sprache das ist, es ist nur so ein Tipp) und suggeriert, dass die Frauen “im Osten” nicht regelmässig zur Vorsorgeuntersuchung gehen, während die “Westeuropäer” könnten, aber nicht wollen, es auf die leichte Schulter nehmen. Ich glaube nicht, dass das primär ein Problem des Landes ist.

    Ich wäre auch mehr für Bilder, leicht schockierende Aussagen, denn die wirklich wichtigen Fakten kommen in Form von Textaussagen.

    Was die url angeht: Da hätte ich mir eher eine “tinyurl.com”-Adresse gemerkt, als die eingeblendete.

  6. Meg

    Ist das nun “servic al cancer”?
    Wenn ja – warum nicht Englisch?

  7. Michael

    Also die Meinungen zu dem Thema, welche ich von ein paar Frauen bisher aufgeschnappt habe, waren nicht sehr überzeugend. Eher im Gegenteil, es wird scheinbar für Schwachsinn gehalten. Ich persönlich frage mich auch wie sowas zu verantworten ist wenn schon gesunde Frauen an dieser Impfung gestorben sind?

  8. Melanie

    Ich kann mich den Vorrednerinnen nur anschließen: die Rollen sind nicht ganz eindeutig, dadurch verliert der Spot schlichtweg an Aussagekraft. Mich überzeugt er nicht. Schade eigentlich.

    @ Meg: es ist englisch, cervical-cancer ist das Zervixkarzinom = Gebärmutterhalskrebs.

  9. werbetroll

    @Michael: es geht nicht um die HPV-Impfung, sondern um eine regelmäßige vorsorgeuntersuchung in form eines abstrichs (der offensichtlich sehr unangenehm ist).

    @spot: doziert nur, inspiriert null. langweilig, verwirrend und didaktisch. schade, is ein wichtiges thema.

  10. Annette

    Na ja. Sagen wir so: Es gibt bestimmt angenehmere Arztbesuche als die beim Frauenarzt. Aber der Abstrich an sich ist nicht wirklich tragisch. Und man gewöhnt sich an alles.

    Daher weiß ich auch nicht, weshalb es als so eine Überwindung dargestellt wird. Und auch was das Warten auf das Ergebnis angeht – der Test wird regelmäßig gemacht. Als Vorsorge. Ohne Indikation, dass man krank sein könnte. Also muss man sich eigentlich auch nicht in die Hose machen, während man wartet.

    Was den Spot an sich angeht: Er rüttelt weder auf, noch sind mir die Frauen sonderlich sympathisch, noch wird mir da etwas Neues erzählt. Ich gehe zum Frauenarzt, wie auch zum Zahnarzt, regelmäßig zur Vorsorge, insofern ist der Inhalt schlicht und ergreifend nicht relevant für mich. Und so geht es vermutlich den meisten deutschen Frauen. Und die meisten jungen Mädchen werden vermutlich eh überwiegend geimpft. (Eine tolle Sache, würde ich machen, wenn ich noch jünger wäre.)

    Vielleicht ist es im Ausland anders, vor allem falls es die Krankenkassen nicht bezahlen. Aber dann müsste man es trotzdem anders aufbauen. Eher auf die “das-ist-das-Geld-tausendmal wert-Schiene” nicht diese “es-ist-eklig/degradierend/peinlich-aber-wichtig-Masche”.

  11. Annette

    Aaaah! Wichtiger Punkt. Der Spot soll ja eigentlich nicht mal direkt dazu aufrufen, zur Vorsorge zu gehen, sondern zum Unterschreiben dieser Petition.

    Dafür ist er meiner Meinung nach NOCH ungeeigneter. Er erzählt mir ja gar nicht, warum die Frauen, die sterben die Vorsorge nicht genutzt haben. Kostet sie Geld? -> Sorgt meine Unterschrift dafür, dass es kostenlos wird? Mangelt es an der Aufklärung? -> Was bringt dann meine Unterschrift?

    Man hätte sich diesen ganzen Mist sparen können, wenn man klar gesagt hätte “x-tausend frauen sterben weil… Ihre Unterschrift sorgt dafür dass…” Aber so? Nä. Wirklich nicht.

  12. Vroni

    Annette hat Recht: Der Benefit fehlt. Was hat man davon, wenn man unterschreibt, was passiert dann.

    Dafür war der emotionale Teil zu lang, zu unklar. Nur Angst machen bringt halt wenig. Dann hat man noch mehr Angst. Aber immer noch keine Lösung.

  13. Meg

    Ergo: Wir brauchen einen Erklärbär für den Spot, was wiederum heißt: Er taugt nichts.

  14. icke

    zufällig habe ich mich beruflich auch mit dem thema auseinandergesetzt und finde den spot nicht sonderlich ansprechend, allein der länge wegen.
    da kommt die ansprache von jette joop zum selben thema doch eeetwas knackiger daher: youtube.com/watch?v=...

  15. Augenweide

    Entdecke für mich dort auch noch den Subtext, dass hier die Britin, die gynäkologisch anscheinend nicht ganz so aufgeklärte Russin darüber belehren muss, dass das gesamte Untersuchungsprozedere doch gar nicht so schlimm ist…. Was will uns der ‘Autor’ hiermit sagen? Im Westen gehen die Frauen zur Untersuchung, im Osten nicht?

  16. andi

    Und dann gibts ja auch noch nen kleinen Spot der Deutschen Krebshilfe, eher für die jüngeren Semester. Da brauchts keinen Erklärbär…;-)
    youtube.com/watch?v=...

  17. klara

    finde den spot auch nicht sehr ansprechend, aber ich denke das was ist hier wichtiger als das wie. wer die zugegeben lange einleitung ohne hinweis aufs thema gebärmutterhalskrebs übersteht, denkt vielleicht hier das allererste mal in seinem leben an vorbeugung. und da die ja grundsätzlich zu befürworten ist, macht man sich vielleicht auch auf den weg zum frauenarzt – oder auf dei website, die ich als englische version von gebärmutterhalskrebspetition lang, aber nicht so schlecht merkbar finde. ansonsten ein typischer ngo-low-budget-spot.

  18. Ogilvys Pharmaklogriff und Blogrecherchenetz | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Ogilvys Pharmaklogriff und Blogrecherchenetz

    [...] weiß nicht, was ich armseliger finde, die Kampagne im luftleeren Raum, die ganz offensichtlich nicht wirklich bei europäischen Frauen ankommt, oder die ganzen [...]

  19. Basic Thinking Blog | Pharma und Blog-Astroturfing

    [...] soll nun Blogger angehauen haben, auf ein Video und eine Petitionsseite hinzuweisen. Siehe dazu den Artikel beim Werbeblogger. Natürlich ist es das Ziel, den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen. Don [...]

  20. Chris

    Natürlich kann man nun diskutieren, inwieweit die Verbreitung dieses Videos Sinn macht. Einerseits will hier ein Pharmakonzern die Massen dazu bewegen Druck auf die Krankenkassen auszuüben (um die Impfung als Pflichtimpfung auf die Liste zu setzen oder zumindest erstattungsfähig zu machen) um Profit daraus zu schlagen.

    Doch andererseits plädiere auch ich für die Verbreitung von wirksamen Impfungen. Die Wirksamkeit selber ist mir noch nicht so ganz transparent bei dieser Schutzimpfung.

  21. GelbeGurke

    Die Internetseite sieht wie eine dieser Adressenfänger-Seiten aus.

  22. salty

    Obs dazu anregt die Petition zu unterschreiben weiß ich nicht, denn irgendwie fehlt fast ein wenig Dramaturgie. Der Spot ist fast schon etwas zu “langatmig”, weshalb ich nicht sicher bin ob er überhaupt zuende geschaut wird :-D

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