13:55 Uhr
Gib ihm Saures
zwischendurch mal ein wirklich interessanter Ansatz, den unerwünschten Telemarketer abzufertigen.
Und wie das mit den Cold Calls gesetzlich bei uns in D genau geregelt ist, steht in §7 des UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb)
Übrigens: Ich persönlich habe nichts gegen Cold-Calls, solange das Angebot, das man mir macht, relevant ist. Also zum Beispiel.
Cold-Caller: Herr Braun, ich habe jetzt beim Vorbeifahren schon mehrmals abends gesehen, dass Ihr Schornstein raucht. Haben Sie einen Kamin oder einen Ofen, den Sie anfeuern? Ich: Ja, habe ich. CC: Haben Sie auch einen funktionstüchtigen Feuerlöscher?
Dieser Cold-Caller will mir einen Feuerlöscher verkaufen, und das halte ich für völlig in Ordnung (auch wenn es laut §7 UWG verboten ist, was er da tut).
Was wirklich nervt, sind die Glücksspiel- und Lotterieanrufe und die verdammten Anruf-Automaten. Und ich fand Wallraffs Vorschlag, den er Frau Zypries gemacht hat, nämlich Verträge grundsätzlich nur schriftlich gelten zu lassen, genau richtig. Das würde den Unseriösen, die Leute am Telefon über den Tisch ziehen, enorm an Wasser abgraben.
10 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 13. Dezember 2007 um 14:16 Uhr
Dann gibts wieder 2.500 Arbeitslose mehr in den CallCentern (*Droh*). In D. sind einfach zu viele Unternehmen, deren Geschäftsmodelle auf Subventionierung, oder auf Gesetzeslücken und unklaren Regelungen aufbaut.
Am 13. Dezember 2007 um 14:50 Uhr
Hallo Gerold,
der Vorschlag, Verträge nur schriftlich gelten zu lassen, ist ganz sicher richtig, wenngleich er nicht erstmals von Wallraff gemacht wurde.
Am 13. Dezember 2007 um 16:16 Uhr
Ich bin zwar kein Jurist, aber alle Verträge nur noch schriftlich gelten zu lassen, wäre mMn ein ziemlicher Schuss ins Knie. Formal betrachtet schliesst man nämlich beispielsweise, wenn man im Supermarkt einen Pack Milch aufs Band legt und bezahlt, einen Kaufvertrag ab. Da fände zumindest ich einen Zwang zur Schriftlichkeit nicht so prickelnd ;) Aber entsprechend eingeschränkt, zum Beispiel bei allen Verträgen, die Kosten von mehr als soundsoviel Euro verursachen, Wie das dann aussieht, wenn ich im Online-Shop einen neuen Computer bestelle (muss ich dann erst einen Vertragsvordruck ausdrucken, ausfüllen und per “Snail Mail” an den Shopbesitzer schicken?), ist die nächste Frage…
Am 13. Dezember 2007 um 16:27 Uhr
Und diese Lösung, Frank, – Telefonverträge gelten nur, wenn sie schriftlich bestätigt sind – würde viel üblen Ballast vom Telemarketing-Image nehmen.
Was mich gewundert hat, war, dass die Ministerin Zypries den Vorschlag nicht verstehen wollte/konnte. Sie hat als Antwort auf Wallraff die einfache Sache sofort verkompliziert. Na ja, ist aber auch nicht ihre Aufgabe, sich um das Image der Telemarketing-Branche zu kümmern. (Ihre, Frau Zypries, Aufgabe ist offenbar: Bloß keine Fehler machen. Am besten man lässt wohl immer alles so wie es ist. )
Am 13. Dezember 2007 um 16:35 Uhr
@Henning .. hmm, bin auch kein Jurist (Gott sei Dank :-). Es muss eine praktikable Lösung geben. Es kann nicht sein, dass einer (meist ja Opa oder Oma) am Telefon ein paar mal ja sagt, und schwupp kommt die überteuerte Waschmaschine (oder sonst irgendwas) inklusive mehrjährigem Service-Vertrag.
Am 13. Dezember 2007 um 19:35 Uhr
irgendwie tut mir der typ im video aus dem call center leid. allerdings hab ich mal im internet so ein ähnliches script gefunden. da stand auf jede reaktion des call center anrufer eine passende antwort, so dass er wohl nie mehr anrufen wird.
Am 14. Dezember 2007 um 09:13 Uhr
@gerold
ich oute mich als ehemaliger “schuldiger”, der jedoch nach bestem gewissen gehandelt hat, im gegensatz zu manch anderem kollegen, der nur auf’s große geld aus war.
generell greift das fernabsatzgesetz, d.h. man kann innerhalb von 2 wochen widerspruch einlegen und den geschlossenen vertrag rückgängig machen. sicherlich gibt es menschen, die das nicht wissen oder verstehen. teilweise sind callcenter verpflichtet, gespräche aufzuzeichnen. all sowas sollte man berücksichtigen. und das wichtigste: niemals seine bankverbindung rausgeben. wer das am telefon tut, ist selber schuld. kreditkartennummern sind noch schlimmer als die ktnr. da es sich ja auch nicht um eine aktive überweisung des kontoinhabers handelt, kann eine abbuchung durch ein unternehmen auch rückgängig gemacht werden.
zudem immer nach der option “robinsonliste” fragen, wenn man angerufen wird. meist halten sich die callcenter nicht an diesen “schutz”, aber es ist ein anfang. und dann natürlich niemals telefonnummern in webverzeichnissen hinterlegen. ebenso: muss man im telefonbuch stehen? die personen, die einen anrufen wollen, kennen einen auch und dessen nummer ebenso. ich fahr selber damit gut, hab seit 6 jahren keine anrufe bekommen. ebenso keine sms oder dergleichen.
das als tipp am rande…
Am 14. Dezember 2007 um 10:19 Uhr
Man könnte doch auch einfach das Fernabsatzgesetz (Haustürgeschäfte dürfte man durchaus einschließen – wenn sie nicht gar sind?!) dahingehend ändern, dass man es durch den Zwang des Schriftwechsels ergänzt. Damit bleiben alle persönlichen Einkäufe davon verschont. Und wenn man was im Internet bestellt, ist doch das eine Fax (kostenlos übers Netz) oder der eine Brief nicht das Problem?!
Am 15. Dezember 2007 um 21:56 Uhr
Ich muss ganz ehrlich sein – die netten Damen die einen da immer anrufen können ja nichts dafür – aber nett bin ich ganz sicher nicht mehr. Daher lege ich lieber gleich direkt auf, ist für beide Seiten besser so.
Am 16. Dezember 2007 um 13:01 Uhr
was mir auch gut zu funktionieren scheint ist die konsequente frage nach firma und auftraggeber. das erfordert zwar ein wenig konsequenz, da es scheinbar grundsätzlich die anweisung gibt, diese daten nicht preiszugeben – spätestens wenn man auf die herausgabe des namens des mitarbeiters (man will ja wissen, mit wem man zu tun hatte…) besteht, legen die netten damen und herren dann ganz von selber auf :-)