15:43 Uhr
Von der Kunst im Netz Kommunikationskanäle zu graben
Über Valleywag bin ich auf eine nette Flashapplikation von Greenpeace gestoßen – die digitalen Ureinwohner bezeichnen das ja heutzutage gemeinhin als “Widget”.
Ich will mich gar nicht über den Inhalt oder gar Apples grünes Verständnis auslassen. Mir geht es an der Stelle um den Kommunikationsmechanismus an sich. Denn es ist sehr schade, dass an keiner Stelle von Greenpeace erwähnt wird, wie man dieses informative Widget in das eigene Blog, die Website oder das Forum einbetten kann. Denn die breite Streuung dieser Anwendung würde doch kommunikativen Sinn ergeben. Diese Funktion ist nicht aufwendig, hat aber eben eine enorme Auswirkung, da man dadurch digitale Mundpropaganda erst möglich macht. Es zeigt sich also wieder einmal, wie wichtig die strategische und konzeptionelle Grundüberlegung in der Onlinekommunikation ist. Technisch ist fast alles machbar, man muss nur wissen wie es geht, was überhaupt so geht und wozu man es effizient nutzen kann. Es geht nicht darum die Botschaft durch den Kanal zu pressen, anzuschieben oder sonst irgendwie zu kontrollieren, es geht darum, die Kanäle vorab so strategisch geschickt auszugraben und zu positionieren, dass das Wasser am Ende möglichst schnell und effektiv da ankommt, wo es eben ankommen soll.
5 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 28. November 2007 um 17:30 Uhr
Dem kann ich nur zustimmen: Es macht keinen Sinn, neue Anwendungen auf den Markt zu schmeißen, ohne der Zielgruppe Informationen bereitzustellen, wie sie die Applikation nutzen können.
Am 28. November 2007 um 20:08 Uhr
wenn du schreibst man kann das widget nicht auf seine eigene seite einfügen, wie hast du denn das gemacht?
Am 28. November 2007 um 20:42 Uhr
@Kuba: Aus dem Quellcode den Emebd-Befehl gefischt. Hab mich wohl missverständlich ausgedrückt. Man kann das Widget auf die Seite einfügen, nur wird es nicht explizit kenntlich gemacht oder eine Funktion dafür zur Verfügung gestellt. Wer also keine AHnung von Quellcodes und Flas-HTML-Befehle hta, der kommt nicht so weit. Das meinte ich.
Am 29. November 2007 um 18:34 Uhr
Patrick, danke für die Anregung, daraus ein Widget zu machen, ich leite das an unsere Kollegen in Amsterdam weiter. Was du kritisierst, ist richtig, aber es liegt wahrscheinlich daran, dass wir gerade gleichzeitig Kampagnen führen gegen den Klimawandel und für erneuerbare Energien, für grünere Macs (auch mein eigenes privates Macbook und meinen iPod hätte ich gerne ohne giftige Flammschutzmittel und PVC) und neuerdings auch gegen toxische Nintendo-Spielkonsolen, gegen Gentechnik im Essen und die japanische Jagd auf Buckelwale im Südpazifik sowie für den Schutz der (Ur-)Wälder weltweit. Dabei bleiben – aus meiner Sicht mit einem großen leider versehen – Diskussionen um noch besseres Online-Campaigning, um den Einsatz von Creative-Commons-Lizenzen, um den Einsatz von Blogs (übrigens z.B. hier aus dem Urwald und hier aus dem Südpazifik), Social Software und diverser Plattformen wie Youtube manchmal auf der Strecke. Wir sind aber dran und immer für gute Ideen zu haben. Ideen kann uns auch jeder gerne direkt mitteilen, einfach per Email, z.B. an redaktion bei Greenpeace DE. Viele von uns lesen zwar Blogs und verfolgen Diskussionen über Technorati, aber während man Schlauchboot fährt oder an Kohlekraftwerken am Kletterseil hängt, ist der UMTS-Empfang oft schlecht oder der Akku gerade mal wieder leer – alles kriegen wir also auch nicht mit.
Am 29. November 2007 um 18:36 Uhr
Ups, da hab’ ich wohl ein Anchor-Tag nicht geschlossen: „… wie Youtube …“ soll natürlich zu unserem Channel dort führen.