26.11.07
14:01 Uhr

Was ihr schon immer über SEO wissen wolltet …

Ob man SEO mag oder nicht, das Thema wird in Zukunft nicht aus dem Onlinemarketing wegzudenken sein. Es muss ja auch nicht gleich der schwarze Hut aufgesetzt werden, aber wer sich heute nicht im Zuge einer Onlinekampagne mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, der hat ganz einfach nicht seine Hausaufgaben gemacht. Klar gibt es schwarze Schafe und böse Spammer, die mit unschönen Mitteln versuchen, eine Website ganz nach vorne zu peitschen. Allerdings ist dieses dauerhafte Gefecht, bei dem Google auch noch ein Wörtschen mitzureden hat, nie wirklich beendet. Und so kommt es eben immer wieder vor, dass der Suchmaschinengigant von Zeit zu Zeit so richtig heftig einschreitet.

Doch zurück zu SEO und ganz speziell zu SEO bei Blogs. Das virtuelle SEO-Book hat nun ein Kapitel mit dem Titel “The Blogger’s Guide to SEO” veröffentlicht. Darin wird kompakt beschrieben, was man zu diesem Thema wissen sollte, aber vor allem wie Blogs in Bezug auf Suchmaschinen so ticken. Ich selbst halte nichts von keyword-optimierten Beiträgen und angepassten Überschriften, ich bin der Meinung, dass man mit relevantem und natürlichen Content immer noch am Weitesten kommt. Allerdings lebe ich auch nicht von SEO, Affiliate oder Google Adsense.

Übrigens verabscheue ich ebenfalls irrelevanten Kommentarspam zu SEO-Zwecken und greife immer wieder im Hintergrund zu entsprechenden Lösch- bzw. anderweitigen Gegenmaßnahmen.

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20 Kommentare

  1. Vroni

    Es ist schon verrückt: Auf der einen Seite habe ich – und ander sicher auch – Kunden, denen ich eine denkbar wunderschönst inszenierte Site produzieren soll (und auch kann – hoffentlich und meist valide), auf der anderen Seite haben diese gleiche Kunden null Interesse, wenn ich sage, die Seiten müssten doch bitteschön nicht nur schön sein, sondern auch guten Text UND bestmöglich gefunden werden. Which means weiße Onpage- und Offpageoptimierung.
    Ab da kapieren sie nicht, dass sie für was Unsichtbares ein Geld ausgeben sollen. Und Text sei doch Graufeld um die Bilder rum, beginnend mit “Willkommen”, fertig.

    Und ich missioniere deutlich, oder missioniere wahlweise behutsam. Nix. Sie glauben, wenn sie dem Gott der Schönheit gehuldigt haben, wird der Gott der suchenden Kunden schon ein Erbarmen haben.

    Auf der anderen Seite werden sich schwarzhütigste SEO-Gefechte geliefert und ein Rattenrennen eröffnet, das Google regelmäßig mit Gegengift wieder dämpft.

    Will sagen, dass das Fußvolk der normalen Geschäftsseiteninhaber den Sinn von SEO noch überhaupt nicht begriffen hat (und noch andere Sachen auch nicht zu meinem Leidwesen), während die weiß- und schwarzhütige SEO-Avantgarde am Horizont davonstiebt.

  2. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Naja die meisten Blackhats geben sich mit Kundenberatung wie du sie betreibst sowieso nicht ab. Da gibt es entweder Glückspiel oder Potenzsachen pushen oder das eigene Affiliateprogramm nähren. Über Blogger und KMU, die ein bißchen nach oben wollen, lächeln die noch nicht einmal mehr.

    ABer das Thema SEO wird für die KMU spätestens dann relevant, wenn sie nach getaner Arbeit des Webentwicklers plötzlich merken, dass sie ja gar nicht bei Google gefunden werden.

    Naja und missionieren ist so eine Sache, entweder es ist im Paket des Auftrittes mit drin oder nicht. Das Thema ansprechen okay, wenn sie aber abwinken, nun ja, was soll man machen? Sie zwingen geht wohl kaum, früher oder später kriegt Google eh jeden. ;-)

  3. Vroni

    Hehe Patrick, ich zwing die, in Zukunft.
    Valides und SEO gehört dazu und zusammen und wird zusammen angeboten, basta. (Natürlich ist das vielen Kunden dann oft wieder insgesamt zu teuer und man fliegt raus aus dem Screening,… Aber wer ein Geschäft eröffnen will, das geht halt nicht mit einem Appel und einem Ei.)

    Der Grund ist ganz einfach und egoistisch: wenn die Site nicht läuft, ist hinterher angeblich immer der Grafiker oder der Webdesigner schuld. Und den Schuh von solchen Plattkunden zieh ich mir nicht an.
    Wer das nicht will, der braucht mich und meine Netzwerk-IT-Kollegen auch nicht. Neulich habe ich so einem Fantasten (Kunden) abgesagt, der nach Klartext immer noch nicht begreifen wollte, dass eine Flashnavigation Murks ist für Google.
    ________________________

    Zum Thema der Blogger, die ihr Blog mit unlauteren Mitteln pushen wollen: Das seh’ ich ähnlich wie du: Sie sollten sich um gute Inhalte kümmern. Das ist die Zukunft.

    Keyword-optimierte Texte: lesen sich oft wie frisch aus der Psychiatrie. Wobei diese flapsige Bemerkung eine Beleidigung ist für die Menschen dort, die geistig frischer sind als mancher “optimierte” Blog- oder Websitetext.

    Kommentare:
    Einzeiler-Kommentare wie “Nice site” und Dämlicherem sind eindeutig Spam. Darüber unterhalte ich mich gar nicht groß, das fliegt raus ohne allzuviel Knurr-Energie darüber zu vergeuden. Wer wie Don ein Problem damit hat, soll halt rel= “nofollow” reintun. (Es ist aber dennoch kein Allheilmittel gegen jeden Spam.)

    Wie haltet ihr es? Wieviel Arbeitszeit geht bei euch Werbebloggern darauf, Pagerank-Spam wegzuputzen?

    Wobei, wenn sich das mal sagen darf, der PR, der Pagerank eindeutig überschätzt ist. Wie gute und tüchtige SEOs wissen.
    Ich kapiere nicht, warum es überhaupt noch Gezank um den Pagerank gibt. Wird demnächst eh ganz in die Versenkung verschwinden.

  4. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Och unsere automatische Spamabwehr ist eigentlich ganz gut. Manchmal zu gut! :-)

    ANosnten erhalte ich Mails wenn neue Kommentare da sind, wenn was durchflutscht ist das schnell gelöscht. Und was wir nicht sehen macht uns auch nicht wild.

    “Pagerank überschätzt”? Geb das mal bei Google ein, dann weisst du was geht! ;-)

    Nein, überschätzt vielleicht, ganz unwichtig aber sicher nicht. Der Pagerank ist aber dennoch ein guter Indikator dafür, ob Google die Seite mag oder nicht. Ein Abrutsch des PR ist also immer ein Warnsignal auch im allgemeinen Ranking zu sinken. Aber sicherlich kann auch ein PR0 Seite ganz nach oben kommen. Es ist nur die Frage ob das auch so von Dauer ist.

    Ich hoffe ja, dass ich bald die beiden SEOFMler bei uns im Podcast begrüßen darf, die können wir dann so richtig ausquetschen.

  5. Vroni

    Das allerschrägste für Hobbytexter sind ja die im Link empfohlenen “magnetic” Headline-Templates wie:

    - (xx) ways to (yyy) your (zzz).
    - How (aa) made me (bb).
    *wegschmeiß*

    Wie wäre es für den Möchtegern-Blogger mit einem Kurs in creative writing. Besser ist das.
    In den US normal wie Töpferkurse, hier in D noch kaum bekannt.

  6. Vroni

    “… ob Google die Seite mag oder nicht.”

    Das ist es ja, das dauernde Starren auf Google. Es nervt. Trotzdem tut man es.

    Google gefällt mir immer weniger, wenn ich das mal so sagen darf. Hab auch schon das Analytics Tool aus meiner Geschäftssite raus. Aus irgendwelchen Gründen zerschmiss mir der Mist auch noch das Layout (Zentrierung u.a. war beim Teufel) Im Blog isses noch drin, aber ich schau nicht mehr rein. Wird als nächstes rausfliegen, denn es macht das Sixapart-Blog langsam.

    Mit gesunder Paranoia behaftet, bilde ich mir ein, dass die Abstrafungsaktionen nicht ganz uneigennützig durchaus mit Hintergeschäftssinn für ihre eigenes Linkgeschäft betätigt werden.

    “Ich hoffe ja, dass ich bald die beiden SEOFMler bei uns im Podcast begrüßen darf, die können wir dann so richtig ausquetschen.”

    Da bin ich auch gespannt.

  7. ramses101

    Von SEO hab ich zwar keine Ahnung, aber dafür bin ich schnell genervt. Ganz besonders von den Seiten, die zwar im google-Ranking weit oben sind, aber den von mir gesuchten Suchbegriff wohl irgendwo unsichtbar untergebracht haben. Was da für eine Strategie hintersteckt, begreif ich nicht. “Och, ich find zwar das Gesuchte nicht, aber wenn ich schon mal hier bin, kauf ich halt was anderes.” Funktioniert das so im Web?

    Muss ich mich wohl doch mal reinlesen.

  8. Vroni

    @ ramses 101

    Geht mir auch so.
    Vollkommen bescheuert ist das. Natürlich kauf ich dann nichts. Ärgere mich nur, dahingelockt worden zu sein.

    Möcht’ aber auch gerne wissen, ob das restliche Surfvolk da anders tickt. Von sich selbst kann man anscheinend immer weniger ausgehen :-)

    Als Shopinhaber wäre mir die echte Konversionsrate wichtig, nicht das Geklicke.

    Im echten Leben geht der Mensch schon mal im Laden rum und schaut sich auch andere Dinge an, wenn er sein Objekt nicht findet, wenn er schon mal da ist. Oder fragt den Verkäufer. Was aber ganz anderer Aufwand: sich anziehen (nicht im Bademantel vor dem Rechner shoppen), aus dem Haus gehen, das Auto anschmeißen oder auf die U-Bahn warten.

    Diesen Aufwand gibt es beim Besuch einer nichtnutzigen Site nicht.
    Daher schätze ich, ist der Ärger größer als die Lust, da drin weiter lustzuwandeln.

    Ob das die SEOs auch so sehen? Ich denke, sie werden für die Klickraten, PIs, Sitehits, Rankings bezahlt. Eigentlich sollte man sie für die Konversionsrate bezahlen, dann hört der Unfug automatisch auf.

  9. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Tja ob man Google liebt oder hasst, das ist völlig egal, als Dienstleister kommt man einfach nicht drumherum. Deine Erfahrungen mit Analytics kann ich übrigens nicht teilen, ich finde es bisher eines der besten Statistiktools, die es kostenlos auf dem Markt gibt.

    Unf klar will Google sein Geschäft ausbauen. Es zwingt uns doch niemand Google zu nutzen. Komischerweise machen es trotzdem alle.

    @ramses101: Das darf eigentlich nicht sein. Versteckter Content sollte eigentlich abgestraft werden, offenbar flutscht noch einiges durch.

    Ach ja gibt es jetzt eine gute Alternative zu Google? Ich mache gerne den Test.

  10. Vroni

    Patrick,
    ich schau deswegen in Analytics nimmer rein: Da schlagen Leute auf mit gesuchten Keywords, da würdest du dich schlapplachen… Nach so was optimiere ich nicht, das versaut mir meinen ganzen Text… :-(

    Hat wohl auch den Grund, dass das Werbeagentur-Geschäft nicht so tickt, wie wenn ich per e-Shop Badeenten verkaufen würde…
    _______________________

    Mir wird auch immmer schlecht, nach was Leutz suchen, die per Google auf unserem Blog aufschlagen. Besser nicht auf die Suchworte gucken, sonst wird man dämlich im Hirn…

    Bei einem Badeenten-e-Shop…, ja dann müsste man vielleicht ein Trackingtool haben.

  11. Vroni

    “Alternative zu Google”

    Ich probier zeitenweise Exalead aus.
    exalead.de

  12. Armin

    Diese ganzen SEO optimierten Seiten (oft Splogs) mit verstecktem oder irrelevanten Inhalt wollen doch meistens gar nichts verkaufen (zumindest nicht direkt). Das sind Adfarmen, sehr oft fuer Google Adsense. Unsereins erkennt Adsense sofort, ich schaetze die grosse Masse der weniger erfahrenen “Normalsurfer” nicht, vor allem da die Anzeigen meisten gut “integriert” sind. Also klicken sie auf die Anzeigen weil sie denken das geht es weiter. Gewuenschtes Ergebnis fuer den Betreiber erzielt.

  13. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Nach der ersten Suchanfrage ist Exalead schon bei mir durchgefallen. Wenn der erste Suchtreffer schon gesponsort und schlecht gekennzeichnet ist, nun ja, das brauch ich wirklich nicht. Auch die vielen Screenpreviews nerven mich. Meine Meinung: Kein Vergleich zu Google (und das ohne die Trefferelevanz zu testen).

    Aber wenn du und andere damit klarkommen ist doch super.

    @Armin: Richtig, das sind reine Geldmaschinen für den SEO (und für Google)

  14. Vroni

    Patrick, auch bei Google sind meist die ersten beiden Suchergebnisse gesponsort. Neuerdings nur machen die Betreiberden googleseits unterlegten Farbhintergrund weg, dann denkt amn, die sind normal dahingekommen. Guck mal in den Quellcode, da findest du oft – unten am Body-Schluss meist – , dass das doch googlebezahlte Dinger sind.

    Screenshots, be_vor man hinklickt, nerven mich halt nicht, ich finde sie nützlich. Ich will wissen, was mich erwartet: ein Klickibunti-Gedöns, eine Wissenschaftseite, was sosntiges halbwegs Seriöses oder eine Linkfarm (hat meist eine bestimmte von vornherein sichtbare Optik), etc. Auf letzteres gerate ich bei Google immer öfter, wenn ich was suche. Stinkt mir jedesmal, ich will aber friedlich bleiben…

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  16. Reinhardt

    Stimme den Kommentaren teilweise zu. Besondes in gewissen SEO-Foren ist es echt schlimm – ich optimier auf folgendes Key und will dann mit Adsense Kohle machen…. ich mache für meine Kunden ein Gesamtpaket und es muss einfach alle rund sein. Design – Texte – Links usw…

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  18. Daniel

    SEO bei Blogs ist echt eine feine Sachen. Die Mengen an Besuchern sind gut fürs Blogger-Ego ;)

  19. Gero

    Ich kann deine Aussage zur Wirksamkeit von natürlichem und relevantem Inhalt nur unterstützen! “Content ist King” ist zwar eine Phrase, die man schon bald nicht mal hören kann, aber denkt man ein wenig weiter, wird exzellenter Content dauerhaft erfolgreich sein, weil dieser “natürliche” Links provoziert, die sowohl geklickt werden, optimal für SEO und SMO sind.

    Auch auf die Gefahr hin, als Kommentarspammer abgestempelt zu werden: ich habe mir den Spaß gemacht und meine Longtail-Keywords mal durchforstet – vielleicht ganz lesenswert: abgefahrne Suchbegriffen und vor allem ausschließlich durch echten Content!

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