23.11.07
04:54 Uhr

Chuck Norris geprüft!

Der Wahlkampf treibt grundsätzlich die seltsamsten Blüten. Auch das politikverdrossene Internetvolk, das sich rundum die Uhr kleine, dreckige Youtube-Clips reinzieht, muss schließlich irgendwie passend angesprochen werden. Da trifft es sich ganz gut, dass es noch echte Action-Kultfiguren gibt, die dank vieler Net-Citizens noch einmal zu echter Größe aufgeblasen werden. Chuck Norris ist so ein Internet-Übermensch. Nicht zuletzt dank “He will not blend!”.

Chuck Norris, der US-Peter Maffay ohne Warze, aber mit deutlich mehr Bart, ist dank seiner C-Movie-TV-Produktionen im karatekickenden Westernactionballermilieu, nicht nur zum Anti-Superstar von Studenten geworden, auch bei stockkonservativen Amerikanern mit Faible für Action (zum Beispiel viele amerikanische GIs) scheint der Haudraufknochen nicht nur für Entertainment, sondern auch für echte politische Glaubwürdigkeit mit Nachdruck zu sorgen.

Medium: www.youtube.com
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Anders kann man sich den Sinn und Zweck dieser politischen Kampagne von US-Senator Mike Huckabee nicht erklären. Selbiger zitiert im Beisein des kerningen Bartträgers markige Sprüche über Norris, die auf einer der augenzwinkernden Kultseiten über den Schauspieler ganz oben stehen. So werden zwar nicht so martialische Sätze genannt wie Guns don’t kill people. Chuck Norris kills People. aber ein oder zwei Kracher sind schon dabei. Im gegenseitigen Wechsel schaltet sich dann immer wieder Chuck selbst ein, der von den politischen Plänen des vielleicht zukünftigen Präsidenten Huckabee berichtet. Huckabee macht auf coolen Fan, Norris auf politischen Botschafter. Alles eben streng “Chuck Norris approved”.

Der Kaiser bezeichnet diese Kampagne in unserem neuen Late Night Podcast als “absurdeste Kampagne seit langem”. Ich schließe mich glatt an, doch offensichtlich gibt es Menschen, die sich tatsächlich davon auch überzeugen lassen. Ob es zur Präsidentschaft reicht? Hmm. Solange niemand mit Hasselhoff wirbt…

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5 Kommentare

  1. Mr. T und William Shatner werben für World of Warcraft | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Mr. T und William Shatner werben für World of Warcraft

    [...] Post vorher, über Internet Übermensch Chuck Norris, deutete ich bereits den Recyclingwert im Web von vielen ehemaligen TV/Movie-Stars an. Nun, Mr. T [...]

  2. Georg

    so unpassend ich diese werbung für einen wahlkamp finden mag…aber ich befürchte die Amis stehen drauf….

  3. swordfish23

    Oh mein Gott, was für eine Anti-Werbung. Huckabee macht lustige Aussagen, die aber letztlich nicht wahr sind vs. Norris macht ernst Aussagen, die aber letztlich…

  4. Six

    Vorsicht übrigens bei den Tshirts von chucknorrisfacts.com. Die sind ziemlich eng geschnitten. Und wenn dann auf dem M-Shirt, unter dem sich ein L-Körper verstekct, “What would Chuck Norris do?” steht, drängen sich dem Betrachter rasch Antwort wie “Sit Ups!” oder einfach “Abnehmen!” auf.

    und wegen dem Spot …. Die Amis haben einfach keinen Genierer, Realität und fiktion durcheinanderzumengen. Ironische Sprüche, wenn sie oft genug wiederholt werden, werden dann auch irgendwann ernst genommen.

  5. Boogie

    Da tust du der musizierenden Wanderwarze aber unrecht. Wenn einer der US-Peter Maffay ist, dann doch Bruce Springsteen Jon Bon Jovi. Und es gäbe da noch schlimmeres als mit Hasselhoff in den Päsidenten-Wahlkampf zu gehen. Der schlimmste aller anzunehmenden Wahlkampfhelfer dürfte Ted Nugent sein. Sein deutsches Gegenstück dürfte Ricky King sein (gitarristisch, nicht politisch. So sehr würd ich nicht mal Ricky King beleidigen).

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  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
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