15.11.07
15:10 Uhr
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Jetzt dreht die Bahn völlig am Rad
Himmelherrgott was für ein Kasperltheater bei der Bahn. Jetzt werden ganzseitige Anzeigen in Handelsblatt, FR, Süddeutsche und natürlich Bild geschaltet, weil man offenbar gar nicht mehr miteinander reden kann und lieber noch Öl ins Feuer gießen möchte. Liebe Herrschaften aus der Vorstandsetage, das Geld, was ihr da wieder verbrannt habt, hättet ihr schön den Lokführern zum Heizen ihrer Lokomotiven schenken können. Ja Mensch, kein Wunder, dass die alle so einen Tamtam machen. Die knappsen an ihrem Gehalt und haben eine große Verantwortung und ihr schmeisst das Geld mal eben für eine bundesweite Anzeige gegen den Streik raus. Gehts noch? Wie fern seid ihr eigentlich von den Lebensentwürfen eurer Angestellten?
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32 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
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Am 15. November 2007 um 15:21 Uhr
Andererseits hätte Spiegel Online gar kein Thema mehr. Wunderbar, wie sie das ausschlachten. Streiktest, Streikgeschichten, Leser berichten vom Streik, Streik-Liveticker.
Danke Bahn und GDL, ihr gebt Deutschland endlich wieder ein Thema.
Und so wie es aussieht noch ganz lange: spiegel.de/wirtschaf...
Am 15. November 2007 um 15:33 Uhr
> Jetzt werden ganzseitige Anzeigen in Handelsblatt, FR, Süddeutsche > und natürlich Bild geschaltet, [...]
Auch in der RP sah ich diese Anzeige heut morgen ;)
Am 15. November 2007 um 15:43 Uhr
Gut gebrüllt, aber du weisst sicher auch, dass die Durchsetzbarkeit eines Streiks – und der Streikdauer – wesentlich mit davon abhängt, wie sehr die öffentliche Meinung die Streikziele akzeptiert sowie die Verhandlungsführung gutheißt und damit auch die Folgekosten in Kauf mit. So gesehen unternimmt die Bahn nichts anderes als den Versuch, den Verhandlungspartner per Negativwerbung madig zu machen. Imagewerbung für den eigenen Standpunkt wenn man so will und der Versuch über die öffentliche Meinung Druck auszuüben. Will heißen, je höher die Ablehnung des Streiks in der Bevölkerung, desto schwerer ist er durchzuhalten. Derartige Versuche gibt es seit einigen Jahren in etlichen Branchen – sowohl von Gewerkschaften als auch von Arbeitgeberseite. Willst du das verbieten?
Am 15. November 2007 um 15:43 Uhr
Bemerkenswert an diesem kommunikativen brachialakt finde ich vor allem, dass der verhandlungsführer der gegenseite so persönlich mehrfach angepflaumt wird. Das ist ja keine geeignete massnahme, wenn man gesprächsbereitschaft von jemandem einfordern will, sagt mir da die alltagserfahrung – “Du blödes Arsch, hör endlich auf, dich scheisse zu verhalten, und verhandele mit mir” “na gut”; ein wohl eher selten gehörter dialog. Aber vielleicht zielt man ja auch auf eine entthronung des besagten herrn aus den eigenen reihen, indem man in der sache gesprächsbreitschaft signalisiert, ihn aber in personam als ansprechpartner komplett demontiert? (In völliger unkenntnis der realen zusammenhänge geschrieben)
Am 15. November 2007 um 15:45 Uhr
So wie ich das verstehe, geht es hier nicht um Kommunikation mit den Streikenden, sondern darum, das Image der Bahn in der Bevölkerung zu verbessern. Die Bahn will der Bevölkerung die Solidarität mit dem Streikerpack austreiben. Wenn das klappt, kann sie mehr Druck ausüben.
Am 15. November 2007 um 15:54 Uhr
@Olaf: Ich will gar nix verbieten. Wie kommst du da drauf? Ich bin auch nicht auf den Kopf gefallen und weiß genau, was die Bahn damit bezwecken will. Ich muss es aber noch lange nicht gutheißen und ich finde es einfach so wie ich es beschrieben habe.
Positives Image aufbauen, das sieht für mich anders aus. Hier wird der Keil halt tiefer reingetrieben. Positives Image wäre für mich eine schnelle Einigung im Konflikt und eine faire Lösung.
Am 15. November 2007 um 15:55 Uhr
Also Imagewerbung auf Kosten der eigenen Angestellten?! Finde ich unanständig.
Am 15. November 2007 um 15:57 Uhr
PS: Das Brüllen habe ich vom Opa, der war auch in der Gewerkschaft und die brüllen bekanntlich auch ganz gut dort! ;-)
Am 15. November 2007 um 16:07 Uhr
Stimmt, die hätten das Geld eher dafür verwenden sollen, Herrn Schell einen längeren Kururlaub zu bezahlen ;-)
So macht man sich schnell ein schlechtes Image ganz klar. Ich warte auf großflächige Gegenanzeigen auf Kosten der Gewerkschaft.
Das würde das Ganze dann ab absurdum führen – aber keinerlei Probleme lösen.
Hm, Verhandlungspartner beider Seiten in die Kur schicken und die Vizes ranlassen? Vielleicht sind die einsichtiger.
Am 15. November 2007 um 16:11 Uhr
Das Spiel der Eitelkeiten hat jetzt auch seinen Weg in Werbekampagnen gefunden. Tatsächlich ist weder die eine noch die andere Seite in der Lage, die individuellen Interessen und Imagefragen verantwortungsvoll ein- bzw. unterzuordnen.
Am 15. November 2007 um 16:23 Uhr
Es geht ja um mehr.
Es geht auch um den geplanten Börsengang der Bahn. Das verschärft alles wie unter einem Brennglas.
So erklär ich mir diese aberwitzigen Versuche, per Anzeigenkampagne alles rauszuholen, was rauszuholen geht.
Ich wünsche jedenfalls den Lokführern in ihrem fast schon symbolischen Kampf viel Erfolg. Es geht um die Macht, warum nicht. Bin überzeugter Bahnfahrer und einigermaßen geduldiges Schaf, dass ich DIESE Verspätungen nu auch noch locker aushalte.
Tja, Mehdorn…
Mit den Anzeigen, das ist in meinen Augen ultra-kontraproduktiv. Holt keinen einzigen Unentschlossenen ins Boot der möglichen Bahnmehdornundbörsenganggutfinder. Es bringt nur halbwegs anständige Menschen, die ahnen, was solche Anzeigen kosten, noch mehr gegen die Bahn auf.
Andere Frage:
Wieviel schlechtes Image der Führung und ihres Marketings verträgt die Bahn noch?
Am 15. November 2007 um 16:26 Uhr
Die drehen alle am Rad.
Die Lokführer übertreibens, die Bahn ist stur.
Schlimmer als zwei Grundschulkinder.
Am 15. November 2007 um 16:31 Uhr
Ich würde alle die streiken entlassen und
durch Arbeitskräfte aus Billiglohnländern ersetzen!!!
Das was die GDL da veranstaltet ist eine absolute Frechheit,
die gefährden mit diesem lächerlichen Rumgestreike die Arbeitsplätze ihrer Kollegen und verursachen Schäden in der deutschen Wirtschaft!
Weg mit der GDL!!!
Am 15. November 2007 um 16:48 Uhr
@ Kapitalist=ROFLOL.
für alle etwas zum lachen bezüglich DB >> rob-log.de/504/bitte...
Am 15. November 2007 um 17:23 Uhr
gut ist das ich so gut wie nie mit der bahn fahre..deshlab tangiert mich die ganze sache eher wenig und ich hab nen bissel adlerperspektive….
vielleicht aht die bahn nur gewollt, dass die GDL jetzt ( Grundschulkinderstyle) nachzeiht und auch anzeigen schaltet und damit ihr ihrer striekasse plündert…man sind die nervig !!!
Am 15. November 2007 um 17:41 Uhr
nun, vielleicht geht es auch ein wenig darum, dass unternehmen milliarden gewinne ausweisen und diese in den letzten jahren doch wieder zunehmend einseitig verteilt bzw. umverteilt werden. mit der globalisierungskeule und dem flüchtigen und sensiblen kapital wird jeder arbeitnehmer schon von vorherein mundtot gemacht. man möge doch froh sein, dass man (noch) einen arbeitsplatz habe. andere machen alles viel günstiger. das dillema bei der bahn/ gdl sache ist meiner ansicht nach folgendes, dass eine gruppe der arbeitnehmer sich hier herausnimmt und ihren eingen kampf führt. vorreiter waren hier übrigens die kollegen vom marburger bund, dass wird gern vergessen. vom erwirtschafteten mehrprodukt sollten alle angestellten eines unternehmens profitieren. die herrn lokführer werden ja nun nicht erst seit gestern schlecht bezahlt, so ganz leuchtet da die höhe der forderungen nicht ein.
also, einer für alle und alle für einen. :-) wie bei den indianern.
Am 15. November 2007 um 17:53 Uhr
Kann vielleicht einer von den anwesenden Werbekundigen mal eine grobe Schätzung abgeben, wie sich die Kosten für ganzseitige Anzeigen in den o.g. Gazetten gestalten? Ich habe von dieser Materie keine Ahnung und fände es mal ganz interessant, die finanzielle Dimension so einer Kampagne besser einschätzen zu können.
Am 15. November 2007 um 18:08 Uhr
JanM, die Mediadaten der verlage findest Du im Netz. Handelsblatt nimmt für eine 1/1 Seite knapp 40.000EURO. (Rabatte nicht berücksichtigt.)
Die Kosten dürften allerdings, im Vergleich zum täglichen Millionenverlust durch den Streik, annehmbar sein. Wenn knapp 15.000 Zugführer auf dem Rücken von Millionen von Pendlern, Arbeitnehmern und anderen Unternehmen rücksichtslos ihre Forderungen durchsetzen wollen, fehlt mir persönlich jedes Verständnis.
Am 15. November 2007 um 19:52 Uhr
Erinnert mich an die Mutter-aller-Anzeigen-Schlacht zwischen Mannesmann und Vodafone. Von der GDL sind wohl keine Gegen-Anzeigen zu erwarten. So voll kann die Streikkasse bei einer kleinen Gewerkschaft gar nicht sein.
Ist auch eine Frage der Unternehmenskultur, was für einen Umgang Vorstands-Manager und Gewerkschaftlern pflegen: Bei VW gehen sie Händchen haltend diskret ins Bordell, bei der Deutschen Bahn pöbeln sie sich öffentlich mit nacktem Zeigefinger an.
Beides ist peinlich und amüsant zugleich. Wahnsinn!
Am 15. November 2007 um 21:07 Uhr
[...] Bei der Bahn wird gestreikt. Ich habe dazu ja schon versucht, meine Meinung auf den Punkt zu bringen, jetzt sehe ich, dass auch Patrick Breitenbach, einer der Werbeblogger, auf den Streik eingeht. [...]
Am 16. November 2007 um 00:59 Uhr
In der Serie “The West Wing” gab es mal eine Folge, in der die Truckdriver und die Vereinigung der Transportunternehmer sich in einem Tarifstreik ähnlich unversöhnlich gegenüberstanden. Da hat der Präsident beide Streiparteien ins Weiß Haus zitiert, in einen Raum eingesperrt und unangemehme Folgen (härtere Gesetzesauslegungen oder etwas in der Art) angedroht, wenn sie sich nicht bis Mitternacht einigen. Das hat geklappt. War aber nur eine Serie und außerdem wirkt Martin Sheen als Präsident natürlich extrem sympathisch, egal, was er tut.
Am 16. November 2007 um 10:12 Uhr
@julia:
Ja, die Merkel hat schon angedroht, dort rechtliche Grundlagen zu schaffen. Allerdings, soweit ich das verstanden habe, eindeutig zu Seiten der Bahn – ob das dem Ganzem hilft?
Martin Sheen würde uns retten :)
Am 16. November 2007 um 10:36 Uhr
Die Anzeige war auch in unserer Lokalzeitung, einem Ableger der Augsburger Allgemeinen.
Sie ist brachial, aber das ist hier angemessen.
Der Kampf der GDL hat viele Opfer:
- die Bahn, ok das ist klar und auch nicht beklagenswert, das ist der Sinn von STreik
- die deutsche Wirtschaft, Kurzarbeit bei BMW, Mercedes etc. kostet Bares Geld und gefährdet das Wachstum.
- etliche(nicht GDL) Arbeitnehmer, wo kommen wir hin, wenn jedes Rädchen im Getriebe Sonderbehandlung verlangt? Andere Menschen mit vergleichbar schweren Jobs bei gleicher Bezahlung die nicht zufällig durch Streik alles lahmlegen können kommen sich vermutlich veräppelt vor. Vor allem, wenn sie mal eben eine Stunde ihres Tages verlieren, weil sie auf vereisten Straßen mit dem Auto fahren müssen.
- und zu guter Letzt: auch die Mitglieder der GDL könnten im Endeffekt in die Röhre schauen. In Nürnberg fährt die UBahn autonom, d.h. führerlos. Ich bin überzeugt, daß diese Entwicklung von der Bahn mit höchstem Interesse verfolgt wird. Und vielleicht geben die Streiks den Anstoß, ein paar hundert Milliönchen zu investieren um mittelfristig (10-20 Jahre) den Lokführer obsolet zu machen. Aber das interessiert Herrn Schell nicht, weil der geht in absehbarer Zeit eh in den Ruhestand.
Nun noch die Frage, erreicht Bahn-PR ihre Ziele? Ich glaube schon, denn in meinem Bekanntenkreis -alles notorische Zugfahrer die gut und gerne auf die Bahn schimpfen- ist die Stimmung recht eindeutig gegen die GDL.
Am 16. November 2007 um 11:07 Uhr
“Nun noch die Frage, erreicht Bahn-PR ihre Ziele?”
Was ist genau das Ziel? Wer ist der Richter? Wer entscheidet auf Kundenseite, dass der Streik beendet ist?Es gibt eben keinen Charly Sheen und die Gerichte dürfen sich theoretisch nicht von den Medien beinflussen lassen. Das ist künstlicher Druck, der da aufgebaut wird, mit dem Effekt, dass der Gegendruck steigen wird.
Aber es gibt eben keinen Volksentscheid: Jetzt wird aufgehört zu streiken.
Und letztendes ist sowas immer gegen die eigenen Angestellten gerichtet. Was für eine arme interne Kommunikation und dann am Ende sich wundern, wenn Demotivation vorherrschend ist. Solche Aktionen schaden immer nur dem Konzern selbst, denn sie tun ja so als ob die GDL und die zu vertretenden Lokführer gar nicht zum System Bahn gehören würden.
Am 16. November 2007 um 11:30 Uhr
@ Cheater
Ja, technologisch ist heute schon so einiges möglich. Theoretisch könnte die Bahn auch einen Schimpansen in die Führerkabine eines ICE stecken, der dann alle 30 Sekunden den “Hallo, ich bin da”-Button drückt. Aber will der Bahnkunde das? Kein Mensch möchte von irgendeinem Primaten/Automaten durch die Gegend bugsiert werden – weder zu Lande, zu Wasser oder in der Luft.
Opfer der GDL? Meine Güte, in kaum einer anderen führenden Wirtschaftsnation wird so selten und friedlich gestreikt wie in Deutschland. Ein Blick nach Frankreich, Spanien oder Italien, wo gerne, ausgiebig und teilweise gewaltsame Arbeitskämpfe ausgefochten werden, rückt den aktuellen Bahnstreik hierzulande in die richtige Perspektive.
Natürlich ist der Lokführer-Streik sowohl für Bahnkunden als auch betroffene Teile der Wirtschaft lästig und unangenehm. Dennoch ist die Auseinandersetzung bei der Bahn weder existenzgefährdend noch volkswirtschaftlich wachstumshemmend. Lediglich die Gewinnerwartung der Bahn wird direkt geschmälert und schreckt möglicherweise private Investoren beim geplanten Börsengang ab. Daher sollten die beiden Sturschädel Mehdorn und Schell ihre infantilen Animositäten aufs Abstellgleis stellen und aufeinander zugehen, um die überhitzte Debatte zu versachlichen. Persönliche Schuldzuweisungen über Print-Anzeigen tragen nicht gerade zur Versachlichung bei. Denn beide Seiten, DB-Vorstand und GDL, führen ja im Grunde nachvollziehbare Argumente ins Feld, die im jetzigen PR-Schlacht-Getöse völlig untergehen. Total gaga und hat bisher für beide Parteien gar nichts gebracht.
Am 16. November 2007 um 11:35 Uhr
Also ich hab gestern 300KM mit der Bahn zurückgelegt und hatte Glück, alles ohne Probleme. Was mich aber wirklich aufgeregt hat, außer einem kleinen Schild am Bahnhof in Ingolstadt war weit und breit nichts von der GDL zu sehen. Auch beim Aussteigen, nix, nada. Zu einem Streik gehören für mich auch Streikposten mit Plastiktütenwesten.
Als jemand der viel Bahn fährt verlange ich, dass die die da Streiken sich auch darum bemühen, dass ich mich mit ihnen solidarisiere. Und das zumal zwei andere Gewerkschaften den Streik ablehnen.
Also ich sags ganz ehrlich, das Streikrecht ist heilig, aber die GDL sollte ihren Chef und vor allem ihren Vize in die Wüste schicken und eine Lösung finden.
Am 16. November 2007 um 11:38 Uhr
[...] zu verlassen. Auch wenn eine Parallele mit dem bundesdeutschen und französischen Bahnstreik zunächst nicht offensichtlich erscheint, so zeigt die Entwicklung doch, dass auch bei [...]
Am 16. November 2007 um 11:52 Uhr
@ customerofhell
Die GDL-Streikenden dürfen ihre Streikposten nicht auf Bahngelände aufstellen. Auf diesen Flächen hat die DB das alleinige Hausrecht.
Je nach Eigentumsverhältnissen an den Bahnhöfen erstreckt sich das Recht auch auf Vor- und Parkplätze. So versucht die Bahn zu erreichen, dass die Plastiktütenwesten außer Sichtweite der Bahnreisenden kommen.
Am 16. November 2007 um 14:00 Uhr
——-Zitat Cheater——
- etliche(nicht GDL) Arbeitnehmer, wo kommen wir hin, wenn jedes Rädchen im Getriebe Sonderbehandlung verlangt? Andere Menschen mit vergleichbar schweren Jobs bei gleicher Bezahlung die nicht zufällig durch Streik alles lahmlegen können kommen sich vermutlich veräppelt vor. Vor allem, wenn sie mal eben eine Stunde ihres Tages verlieren, weil sie auf vereisten Straßen mit dem Auto fahren müssen.
——-Zitat Cheater——
Bei enorm steigenden Lebenshaltungskosten (z.b. Gas in Berlin +44% in den letzten 4 Jahren), Einführung der Mehrwertsteuer, Abbau von Sozialleistungen usw. sollte der Staat und viele Unternehmsführungen Ihren Kurs einmal überlegen. Ich finde den Streik der Lokführer, mit allem Konsequenzen für die Volkswirtschaft, akzeptabel. Würde die Bahn mit Ihrer jetzigen Haltung gewinnen, würde das Streikrecht in Deutschland wohl keinen Pfenning mehr wert sein.
…
Ich verstehe auch die Mitbürger nicht, die sich über Dies und Jenes aufregen (meist noch dabei furzend im Sessel sitzen) und wenn dann einer mal anpackt und Missstände versucht zu ändern bekommt der dann noch einen auf den Deckel.
…
Das Rumpeln in der Kiste kann hoffentlich für die Masse in der Langzeitwirkung nur positiv sein.
Am 16. November 2007 um 15:02 Uhr
Tja, dieser Streik tut endlich einmal weh. Wenn bei Opel ein paar Leute vor den Toren stehen, wayne?
Aber da sind die Medien da, bieten Sprachrohre frei Haus an.
Und jetzt ist plötzlich eine kleine Gewerkschaft dazu in der Lage, was die anderen großen nicht schaffen. Einen Streik zu organisieren, der auch mal richtig reinhaut. Und schon sind sie alle dagegen. Die Politik, die Arbeitnehmer allgemein… und warum?
Weil sie Angst haben, dass die GDL sich durchsetzt und damit zeigt, dass am Spruch: “Alles Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will” tatsächlich noch was dran ist…”
Und das wo wir die lästigen Gewerkschaften doch schon fast platt gemacht hatten… ;-)
In dem Zusammenhang sehr passend: rebellmarkt.blogger....
Am 16. November 2007 um 16:51 Uhr
Ich kann gar nicht sagen, wie wenig Lust ich noch verspüre auch nur einen Euro für eine Bahnkarte zu bezahlen. Absofort gehört die DB auf meine private Liste der komplett zu boykottierenden Firmen. Gleich zwischen Telekom und Dresdner Bank.
Am 16. November 2007 um 17:54 Uhr
jenseits aller ideologischen debatten kann man das thema ja auch mal pragmatisch angehen. ungeachtet allen verständnisses für den unmut über die niedrigen gehälter: welche berufsgruppe setzt ernsthaft 30% lohnsteigerung durch? finde ich einfach nur absurd, mit weniger hohen forderung hätte man sicherlich wesentlich schneller zum ende kommen können.