08.11.07
14:34 Uhr

Geben – Nehmen – Nehmen – Nehmen …

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Lebensrad

Es ist schon äußerst interessant zu beobachten, wie sich ein System gerade selbst auffrisst. Ich spreche vom System des weltweiten Konsums. Neben der nie enden wollenden Auswahl von Angeboten und der Erschwinglichkeit von Gütern (jedenfalls in den westlichen Zivilisationen) treten jedoch auch unerwünschte Nebeneffekte auf. Wir konsumieren uns früher oder später ins Armenhaus – sowohl monetär wie auch seelisch. Tausende von Werbebotschaften werden uns täglich um die Ohren gehauen, täglich erblicken tausende von neuen Produkten, Angeboten, Tarifen oder Marken das Licht der Welt und sie alle buhlen um unsere Aufmerksamkeit und um unseren Geldbeutel. Kein Wunder also, dass wir davon auf der einen Seite extrem genervt sind und jede Gelegenheit dazu wahrnehmen, dem auszuweichen oder uns möglichst schmerzfrei zu ergeben. Die einen suchen sich stille Nischen, die anderen lassen es einfach über sich ergehen.

Auf der einen Seite werden überall weltweit die Löhne gesenkt, schließlich müssen Produkte billig und erschwinglich bleiben, denn der Konsument von heute will alles, sofort und am besten kostenlos. Die gesamte Digitalbranche und alles was sich digital verkaufen lässt, leidet derzeit am meisten unter diesem verzogenen Gör. Ja richtig gelesen. Der Habitus „Ich will alles und zwar sofort“ ist nicht nur ein alter Schlager von Gitte sondern auch die Attitüde eines verzogenen Blags, welches nicht gelernt hat, auch mal zu verzichten, zu warten oder sich vorzustellen, dass man auch etwas geben muss, um wieder etwas zu erhalten.

Das geht soweit, dass es heute selbstverständlich ist, dass Angebote im Internet grundsätzlich „for free“ sein müssen. Doch diese Einstellung kommt natürlich nicht einfach so von jeher. Wie in jedem geschlossenen System gibt es einen Part, der daran beteiligt ist. Beim Kind wären es die Eltern, die durch Inkonsequenz und „schlechtes Vorbild“ glänzen. Im Internet sind es die großen Verlage und Angebote, die das Spiel der kostenlosen Inhalte eifrig mit nähren. Sie geben zum einen nach und bieten ihre Inhalte weiterhin schön kostenlos an. Das Blag würde ja sonst wieder einen Wutausbruch bekommen und sich am Ende von seinen Eltern scheiden lassen. Auf der anderen Seite merken die Eltern, dass sich der Lebensstandard ihrer Kinder auf Dauer auch auf dem eigenen Konto bemerkbar macht. Daher müssen auch sie irgendwie, irgendwo Konsequenzen ziehen. Klar, man zieht ebenfalls die „Ich will alles sofort“ Nummer ab. So werden Journalisten, Autoren und andere Dienstleister einfach in der Bezahlung gekürzt oder ihnen wird Mehrarbeit aufgezwungen. Von Beratern und Agenturen saugt man dann kostenlos Know-How in Form von Pitches oder sogenannten Vorstellungsgesprächen und am schönsten ist es immer noch, wenn man Studenten für die Innovation des eigenen Unternehmens in Form von unterbezahlten Ideenpreisausschreiben gewinnen kann.

Wie man sich vorstellen kann, setzt sich der Impuls fort. Die betroffenden Personen und Unternehmen müssen zusehen, wie sie das ausgleichen, zumal sie zu Hause wieder eine Familie sitzen haben, die die neusten XBox-Games, etliche Markenklamotten und hastenichtgesehen zu Weihnachten verlangen. Ach ja, und man selbst will sich ja das neue iPhone kaufen, man will ja nicht von gestern sein.

Und so dreht sich der Kreis weiter und keiner merkt, in welchem Sog man sich befindet. Es poppen zwar immer wieder Nachrichten auf, dass mal wieder Produkte aus China wegen billigen, gesundheitsgefährdeten Chemikalien zurückgezogen werden oder dass Sklaverei auf der Welt nie wirklich abgeschafft wurde, aber diese Nachrichten sind auch ganz schnell wieder verdrängt, wenn das iPhone unterm leuchtenden Plastik-Weihnachtsbaum „made in China“ seine liebliche Glockenmelodie erklingen lässt oder der Kleine genüsslich an seiner Matell-Figur nuckelt.

Wir befinden uns in einem System, dass derzeit kaum Ansätze für einen Ausstieg bietet. Das Experiment Radiohead ist nur ein kleines Signal, wie wir heute ticken. Sie haben ihre Fans entscheiden lassen, ob sie für den Download ihrer Musik zahlen oder das Ganze kostenlos „ziehen“. Das Ergebnis wurde nun jüngst bekanntgegeben: 62% bezahlten gar nichts für den Download. Wow, ist doch gar nicht so schlecht? Nun, da man frei entscheiden konnte, wieviel man für das Album zahlen möchte, ergab sich daraus ein durchschnittlicher Verkaufspreis von $2,26.

Das schlimme am Long Tail ist nicht nur der Mangel an Filtern, das eigentliche Problem ist die daraus resultierende Begehrlichkeit. Leider ist unser Konto, im Gegensatz zu einige Menschen auf der Welt, nicht zur Unendlichkeit gefüllt und dennoch wird uns tagtäglich suggeriert, dass wir ALLES kaufen können und auch sollen. Das macht mir ein wenig Angst und gleichzeitig jedoch auch Mut. Schließlich haben wir unser Leben selbst in der Hand und wir können entscheiden, ob wir zu diesem System beitragen oder nicht. Die Ausrede „Es ist halt so“ oder „Daran können wir eh nix ändern“ gilt dabei überhaupt nicht. Was ich gelten lasse ist „Ich bin zu bequem, mich zu ändern“. Das ist authentisch und auch irgendwie wahr.

Fazit? Es gibt kein „Ihr müsst das oder das tun“. Es ist ein komplexes organisches System, bei dem jeder der Milliarden Menschen seinen Teil dazu beitragen kann, in dem auch jeder die Richtung vorgibt. Ich kann niemanden vorschreiben, wie er zu leben oder zu arbeiten hat. Ich kann aber jedem einen Impuls geben, einen Funken, der ihn dazu veranlasst über sich, seine Umgebung und die Welt mal ganz in Ruhe zu reflektieren. Wir müssen nicht alles mitmachen, wir müssen auch nicht sofort in die Steinzeit zurück. Wir müssen ganz einfach beginnen nachzudenken und dann zu handeln. Jeder für sich selbst.

27 Kommentare

  1. Patrick Breitenbach

    Den hier: spiegel.de/wissensch... habe ich erst gerade eben entdeckt.

  2. Vroni

    Meine Thesen dazu:

    Allgemein

    1. Der Mensch ist grundsätzlich vom Stamme Nimm.
    2. Wenn er doch etwas umfassender (Geben UND Nehmen, Nachhaltigkeit, Einklang mit der Natur) eingestellt ist, wird er gerne von anderen für unclever gehalten oder gleich gänzlich von Aggressiveren ausgerottet. Das ist seit der Steinzeit so. (Nicht dass es mir so gefällt, ich bin kein Sozialdarwinist.)

    Internetbezogen

    1. Das Internet ist anders als das Radio mit seinen Rundfunkgebühren von Anfang an free (mit Ausnahme der Hardware natürlich).
    2. Man kann das als Geburtsfehler sehen oder nicht – es war und ist jedenfalls ein riesiges Sozial-Experiment.
    3. Ob genau dieses Sozial-Experiment allein daran schuld ist, dass wir uns alle an Free und Gratis gewöhnt haben, ist noch nicht ganz raus (geht aber schon in die Richtung).
    4. Ich weiß nicht, wer angefangen hat damit. Der Hamburger Fischmarkt klatscht einem ja traditionell auch zum Bündel Aal einen halben Bananenbaum noch drauf. So taten und tun viele Geschäfte – noch vor dem Internet.
    5. VWL-Dozier an: Billig und Gratis ist immer ein Zeichen von gesättigten Märkten, nicht unbedingt eins des Internets. Das Internet kann es gefördert haben, stattgegeben.
    6. Wer es in gesättigten Märkten und im Internet versteht, atttraktive Köder zu entwickeln und dennoch daraus ein Geschäft zu machen, statt alles zu verschenken, hat geschnallt, wie es geht.
    7. Moralisch angehaucht und sonderlich sozial will ich das alles gar nicht beurteilen mögen, ob wir pauschal verwöhnte Blagen sind. Viele „Konsumenten“ (= Menschen!!) müssen arbeiten, bis sie umfallen, um ihre schiere Existenz zu sichern – andere haben ausgesorgt, noch bevor sie 18 sind. Ich gehe mal davon aus, dass die erstere Gruppe zum Teil auch deswegen vom Wohlstand abgesägt ist und arbeiten muss wie nix, weil sie gesellschaftlich und von der Herkunft her nicht „frech“ genug war, ihren Status zu sichern und sich die Dinge einfach zu nehmen.
    Wenn wir also über verwöhnte Blagen reden, müssen wir sie genauer benennen und sagen, wer sie sind, oder es lassen^^.
    8. Moralische Appelle haben noch nie gefruchtet. Es ist wie mit der Predigt in der fast leeren Kirche: Wer hören soll, dass er öfter in die Messe sollte, ist nicht da – wer es hört, ist eh da.
    9. Viel Systeme fressen sich selber auf (ändern sich so stakr, dass man die Urintention nicht mehr sieht). Die Revolution fraß auch ihre Kinder. Oder anders ausgedrückt mit der Boston Consulting Group: Jedes Produkt hat eben seine Produktzyklen.
    10. Es gibt immer wieder Versuche, ein Bezahlinternet einzuführen. Das wäre dann ein Zweiklassensystem, das das Offline-Zweiklassensystem exakt nachbildet. Schön ist es nicht, Edne von Graswurzel, aber es wird darauf hinauslaufen.
    11. Das Internet ist mehr als nur Commerce. Das wird auch so bleiben, Gott- oder Nietzscheseidank.
    12. Unabhängig davon, was genau bei Punkt 10 passieren wird (ich bin kein Hellseher und mag keinen Kaffeesatz lesen) gilt immer Punkt 5.

  3. herr_m

    es werden „überall weltweit die Löhne gesenkt“? gewagte these.

  4. The Kaiser

    Wir ernten was wir sehen (hören, machen… etc.)

  5. Georg

    ohh wie war… nur können 0,0001 % der Menschheit die Ansicht überhaupt verstehen, bzw reflektieren und umsetzten. Wenn jeder Mensch seinen Einfluss durch seinen Konsum mehr Wichtigkeit zuschreiben würde bzw. die wichtigkeit erkennen würde, wäre einiges anders. meine meinung ist aber, dass es ein solch rein rationalbezogenes leben nicht geben kann und niemals wird. irgendwo ist selbst der rationalste mensch intuitiv immpulsiv und halt ein Tier.

  6. Susanna

    @Georg: Ja, nur wenige Menschen wissen um ihre Macht als Konsumenten. Und noch weniger haben Lust, diese auch kontrolliert auszuüben (und dabei das innere Blag zu erziehen). Ist ja auch Stress, neben dem ständigen Preisvergleich auch noch die ständige Frage zu beantworten, ob etwas nötig ist.

    Interessant ist, dass es immer wieder Konsumverweigerungs-Experimente gibt, aber keiner die Erkenntnisse auch für sich selbst umsetzt. das Wort „Verzicht“ ist eben nogo.

    Im Internet ist es noch komplizierter: Die Kosten für die Bereitstellung von Inhalten sind vergleichsweise niedrig, es gibt immer ein paar „Doofe“ (Entschuldigung an die ganze Open Source-Gemeinde, ich mein das nicht wörtlich), die sich ins Zeug legen und dafür sorgen, dass auch technisch und grafisch unbeleckte Zeitgenossen ein Blog aufsetzen und als Instrument zur Verbreitung ihrer Inhalte nutzen können. Die Schwelle ist so niedrig, dass Journalisten und Texter probleme haben, ihre Dienstleistung zu verkaufen. Schreiben und Publizieren können wir doch jetzt alle…

    Fazit: Es wird immer schwieriger, die Qualität einer Leistung zu bestimmen. Da sinkt natürlich die Bereitschaft, etwas für eine Leistung zu zahlen. Wie soll ein Laie in Sachen Webentwicklung (der natürlich in seinem Bereich ein super Fachmann ist) den Unterschied zwischen dem Webbaukasten seines Providers und einer konzeptionierten, sauber codierten, suchmaschinengerechten und barrierearmen Seite vom Fachmann erkennen?

    Wirklich einfach durchsetzen können sich nur wenige Geschäftsmodelle:

    – Dinge, auf die wir angewiesen sind und deren Anbieter ein Monopol haben (Energie)
    – Dinge, die umsonst (oder billig) sind und durch ihre Anziehungskraft (umsonst und bunt) ideale, zielgruppenfokussierte Werbeträger sind
    – und hoffentlich auch ein paar Dinge, die einfach gut und damit konkurrenzlos sind

  7. Patrick Breitenbach

    herr_m: Etwas missverständlich ausgedrückt. Der Trend geht zum Billiglohn. Outsourcing in die Länder, in der die Arbeitsbedingungen von uns als Sklaverei bezeichnet werden würde. Wie gesagt, dem einen sein Profit ist des anderen Leid. Die Gleichung muss letztlich immer aufgehen und ich prognostiziere, dass das Leid früher oder später auf die zurückfällt, die heute noch scheinbar davon profitieren. (Krankheit, Kriege, Armut etc.)

  8. Patrick Breitenbach

    Im übrigen glaube ich an die Macht des Wortes. Dank Internet sind diese dauerhaft gespeichert. Mag sein, dass momentan die Kirche noch ziemlich leer ist. Aber irgendwann werden Menschen auf solche Worte stoßen und sie als Impuls gebrauchen können. Das ist wie bei Songs oder in der Kunst. Das Objekt braucht den Betrachter zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

    Was ich persönlich jedoch wesentlich schlimmer finde, ist die alte Affenmethode: Nix sehen, nix hören, nix reden. Ist halt unheimlich bequem und man kann nix falsch machen, weil man sich damit auch nicht in Gefilde bewegt, wo man nicht genau weiß, ob der Boden unter einem jetzt wegbricht oder nicht. Ich würde mir also mehr Menschen wünschen, die ungewöhnliche Gedanken, Ideen Ansätze haben und diese auch äußern, auch wenn sie meinen, die Masse hielte sie für verrückt, spinnert, unverbesserlich etc.

    Das was mich stört ist also das „warschonimmersolässtsichnichtänderndermenschisteintier“-Gift, was uns alle lähmt. Wir haben es in der Hand, wir sind die Gestalter unserer Welt. Punkt. Ich meine damit auch keine Radikalkur, kein Mönchsleben oder sonstiges. Jeder das was er gerade kann, immer ein Stück mehr über den Horizont des „warschonimmersolässtsichnichtänderndermenschisteintier“ blicken und handeln. Meine Gedanken. Mein Traum. Meine Welt.

    Der Kasier hat also recht: Wir ernten was wir säen.

  9. Vroni

    Es ist nicht die Der-Mensch-ist-eh- ein-Steinzeittier-Aussage, die lähmt und verhindert, das sich nichts verbessert.

    Was eine positive Änderung (was ist eine „positive Änderung“ – wie ist das zu definieren, auch schon wieder Ansichtssache) in meinen Augen verhindert:

    Festgezurrte, seit Generationen und durch Generationen weltweit festgelegte Machtverhältnisse, wer auf dieser Welt etwas zu sagen hat und wer nicht. Die zunehmende Spaltung zwischen Arm und Reich. Und nicht, dass die Leute nicht fähig sind, einen Traum zumindest zu versuchen, zu verwirklichen.

    Wer die Kohle hat (oder sie sich genommen hat), schafft an. Der abgehängte Rest muss schauen, wie er rumkommt. Dann kommen halt so Geschäfte raus bei, wie zuerst einen Webbaukasten vom Provider nehmen (weil man es sich anders nicht leisten kann), dann damit scheitern und dann doch zum Profi (der dann auch irgendwann klamm ist) gehen, den aber dann ordentlich drücken…, weil der sich – klamm – drücken lässt usw. Meine Vorgängerin hat das besser beschrieben als ich.

    Und dann schaut man mal an, was sonst noch passiert: Blendende Geschäfte.

    Nur mal am Beispiel CMS (gibbet auch andere Beispiele aus anderen Branchen: Ich weiß von einem ultrateueren CMS, das sich ein halböffentliches-halbprivates Unternehmen locker hat anschaffen können, weil das halt so läuft in der Amigowelt: Ein Dr./ Prof. hacken dem anderen Dr. /Prof. nicht die Augen aus, oder ein Rotarier dem anderen: sie schieben das Geld rüber und nüber wie mit der Croupiers-Schaufel. (Leider kann ich nicht deutlicher werden, sonst krieg ich einen toten Fisch in Zeitungspapier gewickelt vor die Tür gelegt). Und dummerweise ist das ach so einfache CMS schwierig bedienbar und die Mitarbeiter schieben Word- und Excel-Dokumente zum Editieren an das teuere CMS-Unternehmen hin, damit es die ins CMS einpflegt, weil sie die Bedienung trotz Schulung wohl nicht nicht hinkriegen…

    Anderswo in den „niederen Geschäftskreisen“ der normalen Selbständigen wird hingegen CMS zum Spottpreis verschleudert…, weil der Normalmarkt derjenigen, die sich eh nicht mehr leisten können, dafür bereits gesättigt ist. Und die Not versucht, mit dem Elend Geschäfte zu machen. Weil „die da ohm“ längst nur untereinander lukrative Geschäfte machen wie eh und je, aber sich abgeschottet haben. So ist das.

    Solche Dinger und noch viel mehr kann man lesen, wenn man aufmerksam durch die Welt geht.

    Das lähmt. Weil man dagegen trotz aller Energie, trotz aller Expertise und Fähigkeit nicht ankommt. Es hat mit dem sich vom Steinzeit-Geplauder vergiften lassen weniger zu tun, als es den Anschein hat.

    Wir brauchen mehr Wallrafs. So sehe ich das.
    Mir ist diese Diskussion viel zu pauschal.
    Wer ist denn das dauernde „Wir“.

  10. Michel

    Das Problem liegt mit der Verarmung liegt in den Grundlagen der Geldwirtschaft verwurtzelt:

    Geld kann mehr werden, ohne das dier Wert physikalisch vorhanden ist. Das geschieht z.B. beim Geldumtausch im großen Stiel oder dadurch das zentralbanken an Banken Geld verleihen, und dafür Zinsen nehmen (Am anderen Ende der Welt müssen dann andere Banken Kredite bei Zentralnbanken aufnehmen um indirekt die Zinsen des ersten Kredits zu bezahlen). Durch diesen Fehler wird Geld mehr aber nicht der physikalische Wert. Dadurch gibt es einen Ständigen Geldstrom weg von den Menschen und Hin zur Geldwirtschaft.

    Das Musik beispiel zeig auch wie die Menschen alles Digitale sehen: Wenn die Musik digital ist, kann man Sie kopieren ohne Kosten zu verursachen. Denn an eines müssen wir denken: Wenn bei Musikload ein Album 15€ kostet und auf CD im laden auch 15€ dann ist irgendetwas falsch gelaufen denn bei einem Download Album betragen die Ausbringungskosten (Server und Software) unter0,10€ pro Album. Bei einem Physikalischen Tonträger wie der CD gibt es Material, Transport, und auch höhere Personalkosten sodas eine gleicher Preis nicht gerechtfertigt ist. Und die Herren von Radiohead wereden auch nicht an dem Umsatz von 4.520.000$ verhungert sein. Ich habe mit das Album auch kostenlos heruntergeladen und sie anschließend für 5$ gekauft weil Sie mir das Wert war. Für andere Alben bin ich auch bereit mehr zu bezahlen aber dieser Versuch zeigt auch was die Musik wert ist. Ich kaufe übrigens sehr viel Musik bei iTunes wo im gegensatz zu den oft gemachten behauptungen die Labels und Künstler mehr verdiehnen als an einem Alben verkauf: Bei iTunes erhält das Label von den 9,99€ ganze 9,12€. Bei einer CD sind es durch den Einzelhandel und viele mehr „nur“ 7,45€. Die Musik Industrie muss also garnicht mekern.

  11. OlafKolbrueck

    Als Kind aus Wanne-Eickel bin ich eher ein Freund des kurzen, klaren Satzes. Man kann es nämlich auch einfacher formulieren. Auch für das Web und den rest der Konsum- und Kulturwelt. Also, um mal wieder den Nachbarn meiner Oma, Adolf Tegtmeier aka Jürgen von Manger, zu zitieren: „Bleibense Mensch“. Und DAS ist herausforderung genug. Damit wäre schon viel erreicht. Und vieles anders.

  12. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Ich werde eben nicht mit dem Finger auf andere zeigen, ohne, dass ich mich selbst nicht darin einschließe. Dazu denke ich zu systemisch. Das „wir“ sind eben wir alle. Wir hocken nunmal beisammen und tauschen jede Sekunde atomare Teilchen allein durch unser Atmen aus. Das ist der entscheidende Punkt. Wenn du dich da raus haben willst, bitte, rechne dich nicht dazu. Aber erst durch „ich“ und „du“ fing doch die ganze Misere an. Wenn das mal begriffen wurde, dann kann nicht nicht mehr viel schief gehen. Der Fingerzeig auf die sogenannten „Schuldigen“ ist eben auch der leichtere (aka schwerere) Weg.

    @Olaf: Hmm. Was aber ist der Mensch? Von einfachem wilden Tier bis Krone der Schöpfung mit erleuchtetem Bewusstsein dürfte die Bandbreite der Interpretation enorm sein. :-)
    Aber ich glaube ich weiß schon, was du meintest.

  13. Vroni

    Patrick,
    auch einer der alles-ist-theoretisch-möglich-Fraktion muss mal von seiner Blase runter und erkennen, dass es Verhältnisse und Zusammenhänge gibt.
    Es hat nichts mit Freisprüchen oder mit Finger auf Andere zu zeigen zu tun, wenn man schlicht und ergreifend auf Zusammenhänge hinweist.

    Ein echter Systemiker schaut sich erst mal an, was es für Zusammenhänge und Zusammenspiel gibt, bevor er in verbessernder Absicht loslegt. Bei dir werde ich immer das Gefühl eines übersteigerten Idealismus nicht los, welcher um sich selber brummt.

    Das pauschale, abstrakte „wir“ lehne ich ab. Denn es hat keine Kraft. Es ist das gepredigte Pfarrer-„Wir“, es ist das „Man-müsste-mal“-Wir. Das voraussehbar in kurzer Zeit in sich zusammensackt, weil es nichts aussagt außer religiös anmutender Selbstanklagen, dass jedermann eine gier- und fremdgesteuerte Konsumsau sei. Bereuet!

    Ich hab’s einfach gern konkreter mit dem Wir.

    Denn es ist echt hier wie in der Kirche:
    Es wird gepredigt und die Gläubigen (intelligente Blogleser – hoffe ich mal, aufgeklärte Werber, unzufriedene Konsumenten) stimmen zu.

    Das sind doch genau die, die du gar nicht mehr zu missionieren brauchst, denn die reflektieren ja schon wie nix (für den Fall, dass du wirklich Änderung willst). Bereits Reflektierende und Bewusste zu missionieren: Das ist offene Türen einrennen.
    Ich bin einfach gegen die Methode, offene Türen einzurennen. Energieverschwendung. Bringt keine Veränderung außer einem guten Gruppengefühl.

    Vielleicht ist es ja das, um das es geht.
    ______________________________

    Zum Thema: Der Konsument/Mensch im Internet habe alle Macht, nur nutze er sie nicht: Theoretisch hat er sie. Im Praktischen sieht es schon etwas mauer aus: Viele, die das Geld haben, haben nicht die Zeit, sich umfassend wegen jedem Medienpups, was dahintersteckt oder jedem Shampoo zu informieren. Und die, die Zeit haben es zu tun, haben das Geld nicht, das politisch korrekte Shampoo, die korrekte Musik zu erwerben, auf dass sie in den menschheitsverbessernden Verbraucherhimmel kommen.^^ Ist überspitzt, ich weiß. Aber es sind systemische Zusammenhänge, die so oder so ähnlich real SIND, wer hätte das gedacht.

    Über Zusammenhänge dieser oder ähnlicher Art sollte sich ein wahrer Systemiker Gedanken machen. Und das Predigen den Pfarrern überlassen, und das Selbstgeißeln den Masochisten.

  14. Patrick Breitenbach

    Sorry, wenn du mich als Pfarrer siehst, kann ich dem nicht viel hinzufügen. Das ist deine Sichtweise. Und es gibt zwei Grundüberlegungen im systemischen Ansatz:

    1. es gibt kein „außerhalb des Systems“, auch als Beobachter ist man immer Teil dessen.

    2. Man kann nicht Systeme anderer ändern, nur die eigene Sicht- und Handlungsweise.

    Von daher werden wir beide nie auf einen Nenner kommen.

    Im Übrigen distanziere ich mich vom Pfarrerbild. Der Pfarrer will seine Schafe verändern und führen. Genau das will ich eben nicht.

    Du willst wissen, warum „der Verbaucher“ die Macht nicht nutzt? Weil es genügend Leute gibt, die ihm einreden, dass er keine Macht hat, dass er nutzlos und hilflos ist, dass sein Handeln übersteigerter Idealismus ist und die Welt in Wirklichkeit einfach nur schlecht und unverbesserlich ist, aber vor allem viel zu komplex. Das es sowieso keinen Zweck hat sich durch die tausend Dinge zu wälzen. Ich erwarte von niemanden, dass er das tut, ich freue mich über jeden, der darüber nachdenkt und vielleicht im klitzekleinen anfängt. Vielleicht nur beim Shampoo, oder beim Spielzeug seiner Kinder. Das ist doch vielleicht ein Anfang.

    Ich verurteile niemanden, der nicht die Kraft, Zeit, Energie etc. dazu besitzt, weil ich selbst vorher dies nicht besessen habe. Das „Wir“ sehe ich, weil ich mich tatsächlich mit Menschen oder überhaupt mit der Welt verbunden fühle. Hört sich spinnert an? Mag sein, es zwingt dich auch niemand das toll zu finden. Ich selbst lebe damit wunderbar, denn es eröffnet sich eine ganz neue Welt.

    Dann vielleicht doch noch ein Bibelspruch, wenn du mich schon in die Ecke stellen willst: Wer suchet, der findet.

    Wer nur das Schlechte sucht, wird eben auch nur Schlechtes vorfinden. So banal und platt, aber doch so unglaublich wahr.

  15. Vroni

    @Patrick

    Ich erwarte von niemanden, dass er das tut, ich freue mich über jeden, der darüber nachdenkt und vielleicht im klitzekleinen anfängt. Vielleicht nur beim Shampoo, oder beim Spielzeug seiner Kinder. Das ist doch vielleicht ein Anfang.

    Das tun doch die, die sich hier tummeln, in der Regel alle schon. Zu Hülfä!
    Die haben doch schon alle den Fernseher abbestellt, fahren Fahrrad, schämen sich laufend fremd, waschen sich demütig mit Kernseife (Achtung Überspitzung), reflektieren über die Gefahren der Datenkrakerei und kaufen bewusst ein. Geht’s noch bewusster? Steigerung?

    Was ich dir klarmachen will: es ist einfach ein Zielgruppenproblem deiner Ansprache hier. Ist das so schwer zu begreifen? Dieses Blog lesen Konsumschlamper, verwöhnte Blagen und andere Unbewusste eher weniger. Das will ich damit sagen. Du hast zwar ein ordentlich großes Blog, Respekt, aber halt nicht die Reichweite von SPON oder BILD-online. Da würdest du die vielleicht eher erwischen.

    Zur Erinnerung: Meta-Blogger und ihre Leser sind – laut Studien etc. – die Kritischen und Bewussten. Sind doch eh schon engagiert unterwegs. (Wenn man von Trigamistas etc. absieht.) Von da aus versteh ich das offene Tür einrennen bezügl. Konsumidiotie und Gratis-Verwöhntheit eben nicht.

    Man kann nicht Systeme anderer ändern, nur die eigene Sicht- und Handlungsweise.

    Ist doch in Ordnung. Jeder fasst sich an die eigene Nase.
    Da Postulate von deiner Seite jedoch so laut und heftig geschehen, muss ich schwer annehmen, dass du doch die Sichtweisen anderer ändern willst :-) Aber ich bin schon ruhig, denn langsam wird’s elfebeinturmig und wir kriegen wieder Mecker vom Lokalreporter.:-D

  16. Vroni

    Bitte em-Tag schließen (spitze Klammer zu). Danke.

  17. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Du verstehst es einfach nicht. :-)

    Das Blog ist, war und wird immer eine Me-We-Show sein. Ich hab keine konkrete Zielgruppe hier und desweiteren wäre ich nicht wie du überzeugt, dass dieses Bewusstsein schon bei allen Lesern so ausgeprägt ist. Wie alt bist du? Wie alt bin ich? Wie alt sind die meisten unserer Leser? Hier liest der Nachwuchs. Die potenziellen Entscheider von morgen. Aber das ist so oder so egal, weil das Blog eigentlich nur eine digitale Kiste für meine Gedanken ist.

    Ich bin nicht Bildblog (das ist kein Blog), ich will nicht Bildblog sein, ist so schon anstrengend genug sich in verkopfte Metadiskussionen zu verwickeln, wenn es beispielsweise „nur“ um ein banales Werberätsel geht. Ich bin Patrick, ich blogge hier und egoistischerweise in erster Linie für mich. Ich weiß nicht wie es bei Roland ist oder anderen Autoren hier. Kann ja nur für mich sprechen. Wenn ich dabei ganz nebenher ein paar Impulse für andere Menschen mitgeben kann, umso schöner, aber ich erwarte das sicherlich nicht. Wie gesagt, ich kann höchstens Vorbild sein, aber an anderen Gedanken rumschrauben? Nein danke.

    Dann noch was off-topices zur Reichweite. Auch du scheinst die Reichweite eines Blogs zu unterschätzen. Wie gesagt, Reichweite hat auch etwas mit „erreichen“ zu tun. Mir ist eine Person wichtiger, die etwas mit unseren Inhalten anfangen kann, als 1000 die sowieso nicht lesen und damit etwas anfangen können.

    Schade, jetzt ist die Diskussion wieder so dermaßen am Thema vorbeigerutscht. Warum eigentlich? Was passt dir nicht an mir?

  18. ramses101

    Sorry fürs On-Toppic, aber warum der Verbraucher seine Macht nicht nutzt, stand vor kurzem auch in der Zeit: zeit.de/2007/45/Verb...

  19. Patrick Breitenbach

    @ramses101: Danke fürs On-Topic! :-)

  20. Vroni

    @ ramses101
    Danke. Den Artikel hab ich am WE in der Print-ZEIT gelesen.
    Zusammengefasst werden da die Gründe aufgelistet, warum der Verbraucher nicht mehr durchblickt. Mei Red‘, und auch dass des nicht alles Blagen sind. Der Tarifwirrwarr ist in meinen Augen größtenteils gezielt gewollt, über Lebensmittel und was man da hineinkippt, und Aufklärendes über die Verflechtungen der üblichen Verdächtigen erzählt heut‘ der Spiegel:
    spiegel.de/kultur/ge...

    Den Konsumenten als verwöhnten Dummsack anprangern, ist mir zu einfach. Die Dinge sind verzwickter: Selbst kluge und bewusst konsumierende Leute werden hinters Licht geführt. So schaugt’s aus.

  21. Patrick Breitenbach

    „Kein Durchblick“ ist mir auch zu wenig. Im Übrigen habe ich die „Gören“ nicht als dumm dargestellt sondern als bequem.

    Sie wissen nämlich wieviel Dreck überall drin ist, sie sind aber zu bequem nachzuprüfen wo. Und selbst wenn ihnen der fehlende Durchblick fehlt, machen sie sich eben nicht die Mühe irgendetwas zu verändern.

    Wer sich hinters Licht führen lassen will, wird eben auch hinters Licht geführt. Wie gesagt, ich schließe mich da nicht aus.

    Aber das „die anderen bösen Firmen sind Schuld, weil sie uns verarschen“ halte ich für extrem naiv und eben bequem.

    Warum machen die das denn? Weil wir Verbraucher immer alles ganz schnell und ganz billig wollen. Das ist der Teufelskreislauf, bei dem es eben kein Anfang und Ende gibt. Ist ja nicht so als ob die Unternehmen entmenschlicht wären.

  22. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Moin! Da ich erwähnt wurde, was ich nun unter „Bloggen“ verstehe, hier noch einmal eine kurzer link:
    werbeblogger.de/2007...

  23. Vroni

    @ Patrick

    Aber das “die anderen bösen Firmen sind Schuld, weil sie uns verarschen” halte ich für extrem naiv und eben bequem.

    Last try:

    Du nennst dich Systemiker, als solcher sollte man alle Seiten des Systems im Auge behalten: Es ist genauso naiv und bequem, allein den Konsumenten zu bashen.

    Ein System ist ein >em>Kreislauf, es ernährt sich wechselseitig (hier: „bequemer“ oder angeblich „bequemer“ Konsument, dort: Tricks und Lügen der Industrie und Werbung), es hat Rückkoppelungen, und wenn die Rückkoppelungen nicht funktionieren Aufschaukelungen.

    Wenn das alles hier kein Thema ist, weiß ich auch nicht mehr weiter. Kopfkratz. Und off.

  24. Patrick Breitenbach

    Wo habe ich denn behauptet, dass der Konsument alleine Schuld sei und wo habe ich behauptet, dass die Unternehmen völlig unschuldig sind?

    Es ist natürlich ein in sich geschlossenes System. Nie was anderes behauptet. Du interpretierst meinen Text als reines „Konsumenten-Bashing“.

    Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen und eine weitere Diskussion macht wohl dann auch wirklich keinen Sinn mehr.

  25. derRolf

    An alle Systemiker, Gutmenschen, und Realisten!

    Mich würde mal interessieren, was Ihr von diesem Ansatz haltet (insbesondere unter den Gesichtspunkten des eigentlichen Beitrages und der ersten Kommentare):

    neuearbeit-neuekultu...

  26. derRolf

    ach und noch eine Randbemerkung zum Thema Reichweite:

    Ich bin kein „Kommunikationsfachmann“ und bin über einen Fanta-4-Tag auf die Seite gekommen und habe mich anschließend mal etwas durch die Seite bewegt.

    Ich bin im übrigen der Meinung, dass es überhaupt gar nicht möglich zu viele gesellschaftliche Überlegungen zu äußern.
    Jeder Mensch ist ein Individuum und erstaunlich viele Menschen stellen sich die selben kritischen Fragen. Um in seinem denken bestärkt zu werden benötigt der Mensch jedoch Rückmeldungen von anderen – er braucht Indizien dafür, dass er nicht nur einer kleinen Gruppe von Spinnern angehört.

    Ich sehe dass ganz ähnlich wie Patrick, jeder kritische Äußerung/Frage gegen den Status quo ist wertvoll und erzeugt nach und nach eine

  27. derRolf

    … Art Hintergrundton im allemeinen Informationsrauschen.
    Dieser Hintergrundton entsteht indem ganz ähnliche Fragen in ganz unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft AUSGESPROCHEN werden.

    Wenn verschiedene einzelne Töne einer Melodie an Stärke gewinnen, verändert sich zwangsläufig die gesamte Melodie.

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